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Schlagwort-Archive: Tod

Ronald Blumberg und Gerald Rademacher – Geistiger Tiefflug par excellence

Mal wieder was aus der Welt von „Freiheit“ und „Genuss“. Also, liebe Leserinnen und Leser, ich weiß gar nicht, ob sie’s wussten, aber „Biggi“ ist unlängst verstorben. Aufmerksam auf den Trauerfall wurde ich durch einen facebook-Beitrag von Gerald „Radi“ Rademacher. Denn es kommt ja gelegentlich vor, dass die Extremraucher der bekannten facebook-Kanäle das Ableben ihrer Rauchgenossen der versammelten Gemeinde mitteilen müssen. So auch in diesem Falle:

Liebe Freunde!
Leider muß ich Euch heute mitteilen, dass unsere Freundin Biggi, gestern verstorben ist! Viele Leute kannten sie von den Raucherdemos in verschiedenen Städten, wo sie sich immer durch ihre sammelaktionen hervorgetan hat!
Man kannte sie auch durch den rosa Hut!
Hab dich wohl liebe Biggi…Du warst immer voll dabei…irgend wann sehen wir uns alle!
Ein herzliches Beileid an alle Angehörigen!
Und möge sie es dort oben besser haben als hier unten bei uns!
R.I.P. BIGGI !
(Quelle)

Wie üblich der bekannte Schwulst, wenn einer der Rauchgenossen nicht mehr unter uns weilt. Aber auch ein paar Fakten werden uns serviert. Denn was man über Biggis Engagement für das Rauchen wissen muss, lernen wir dann aus dem Nachruf von Rademacher: Sie war bei den Raucherdemos in NRW dabei (als man noch meinte etwas gegen den kompromisslosen Nichtraucherschutz ausrichten zu können), hat dabei Geld gesammelt (denn die Raucher waren immer notorisch klamm und die Strafen für das verbotene Rauchen in der Kneipe mussten ja irgendwie berappt werden) und trug gerne rosa Hüte. Soweit, so gut. Aber Nachrichten dieser Art sind ja nun nicht gerade ungewöhnlich. „Raucher sterben früher“ steht auf jeder Kippenpackung, seit kurzer Zeit auch garniert mit ein paar netten Bildchen, welche von unseren „Genussfreunden“ über die Maßen geschätzt werden. Besonders von jenen Rauchern, die nicht lesen können oder wollen.

Aber jetzt kommen wir zum eigentlichen Thema. Einer neuen ultimativen Peinlichkeit von Ronald Blumberg und Gerald Rademacher. Für alle Leser zur Erinnerung: Blumberg (ein gescheiterter Werkzeughändler aus Radevormwald) und Rademacher (Ex-Koch und LKW-Fahrer aus Düsseldorf) waren vor zwei Jahren mit der haarsträubenden Idee am Markt, unter Berufung auf das Versammlungsrecht das Nichrauchergesetz in NRW aushebeln zu können. Über den juristisch hanebüchenen Schwachsinn, der unter dem Namen „Helmut Party“ firmierte (in Erinnerung an den bekanntesten Kettenraucher der Bundesrepublik), kann man hier im Blog alles nachlesen. Und die beiden haben was den öffentlichen Vortrag von Peinlichkeit betrifft, den Kanal noch lange nicht voll:

Ronald Blumberg und Gerald Rademacher - Peinlichste Beileidsbekundung ever!

Ronald Blumberg und Gerald Rademacher – Peinlichste Beileidsbekundung ever!

Ja, Gerald Rademacher ist fürwahr die allerhellste Kerze auf der Torte. Da wäre „Biggi“ gaaaaanz bestimmt seeeehr, seeeeeeehr stolz, könnte sie Ronald Blumberg noch erleben, wie er sich auf ihren Heimgang „eine ansteckt“.

Argggghhhhh!

 

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Wenn Tabakjunkies nicht lesen können (oder wollen)

Heute mal wieder etwas Lustiges aus der Ecke „dumm, dümmer, nikotinsüchtig“. Auf dem facebook-Kanal des bekannten „Netzwerk Rauchen“ war gerade folgende Meldung gepostet worden:

Megan Hoffmann bei "Netzwerk Rauchen" - Kein Durchblick

Megan Hoffmann bei „Netzwerk Rauchen“ – Kein Durchblick (Quelle)

 

So so, Prof. Molinard ist also „klasse“. Da hat Megan Hoffmann aber den Artikel nicht gelesen, auf den die Meldung verlinkt. Dort stehen dann nämlich so garstige Sachen wie:

[…] Die überwiegende Mehrheit der Rauchinhaltsstoffe – z.B: Wasser, das wäre ein Inhaltsstoff! – ist nicht toxisch. Aber manche sind fürchterlich toxisch.

[…]denn wenn Sie rauchen, haben Sie eine chronische Vergiftung mit Kohlenmonoxid. Dann gibt es ungeheuer schlimme Kanzerogene: die Nitrosamine. Das sind ganz entsetzliche Krebserreger, schon in winzigsten Dosen.

[…]Dann hätten wir noch an gefährlichen Substanzen Kohlenwasserstoffe, Benzo[a]pyren, Naphthalin und …Benzolprodukte …

[…]Rauchen erhöht in der Hauptsache das Lungenkrebsrisiko. Ein Raucher mit einem Konsum von über 20 Zigaretten hat annähernd das 20-fache Risiko eines Nichtrauchers. Und das hört nicht von heute auf morgen auf: als ehemals starker Langzeitraucher haben Sie 10 Jahre nach der Entwöhnung noch ein doppeltes Risiko.

[…]Schließlich entwickeln Sie einen Krebs an der Stelle, wo die kanzerogenen Substanzen hinkommen. Das betrifft also Mund, Rachen, Bronchien … Also mit den sehr nikotinstarken Zigaretten, den „Boyards“ [Anmerkung d. Übs.: Boyards waren dafür bekannt, dass selbst geübte Raucher von filterlosen Gauloises davon Hustenanfälle bekamen], da hat man nicht tief inhaliert, also hat man den Krebs an den großen Bronchien bekommen. Mit den ultraleichten Zigaretten inhaliert man viel tiefer in die Lunge und entwickelt daher den Krebs in zunehmend tieferen Lungenbereichen. Dann haben Sie natürlich auch noch die Speiseröhre, weil sie ja schlucken. Und die Harnblase wäre da auch zu nennen. Weshalb die Harnblase? Weil Sie eine Konzentration im Harn haben und dann die Aggressivität stärker ist. Vielleicht noch in geringem Ausmaß alle Krebsformen, weil möglicherweise Auswirkungen auf das Immunsystem bestehen, aber die Wahrheit ist … die genannten machen es in der Hauptsache aus. Es betrifft hauptsächlich die oberen Atemwege, die Lungen und die Harnblase.

(Quelle)

Oh,oh, das wird man beim „Netzwerk Rauchen“ aber gar nicht  gerne lesen wollen. Also, liebe Megan Hoffmann, man/frau sollte dann halt schon mal weiter lesen, als nur den plakativen Satz vom Anfang!

 
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Verfasst von - 8. Dezember 2015 in Kehlkopfkrebs, Lungenkrebs, Netzwerk Rauchen

 

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Nachruf

Ein Beitrag von Destruxol

Der Bildschirm zeigt eine waagrechte Linie, begleitet von einem langgezogenen Piepton und dem betroffenen Kopfschütteln des Notarztes. Der Patient zeigt keine Herz- und Hirnaktivitäten mehr. Tot, aus, vorbei. „Wären wir eher gerufen worden, hätten wir vielleicht noch etwas machen können.“ wird der Notarzt noch sagen, bevor er seinen Koffer ins Auto lädt und abfährt. 2 Tage später steht die Todesanzeige in der Zeitung.

Wir trauern um das Komitee zur Wahrung der Bürgerrechte e. V."

Wir trauern um das „Komitee zur Wahrung der Bürgerrechte e. V.“ – Möge es in Frieden ruhen!

Das Leben des Komitees, es war kurz und erfüllt. Gegründet im August 2013, der Hochzeit des Raucherwiderstands, war es ein angesehenes Mitglied im Reigen der Rauchervereine.

Zentrales Organ des Komitees waren dabei die sogenannten «Pressemitteilungen». Davon hat das Komitee während seiner kurzen Schaffenszeit von 16 Monaten immerhin 9 (!) Stück auf die Homepage und auf Facebook gestellt, aber tatsächlich in der Presse abgedruckt wurden sie nie. Verantwortlich für die Schriftstücke waren die sogenannten Presseräte, die dieser Aufgabe allerdings im Juni 2014 das letzte Mal nachgekommen sind.

Dabei hat das Komitee noch viel mehr zu bieten. Im September 2014 waren es vorrangig die Mitglieder des Komitees, die in einem organisierten Mini-Shitstorm gegen das Volksbegehren von NRW-Genießt hetzten und es damit schließlich zu Fall brachten. Auch hier vergeblich. Die Medien berichteten zwar über den Niedergang des Volksbegehrens, aber würdigten die Leistung des Komitees dabei mit keiner Silbe. Für uns Nichtraucherschützer unverständlich!

Auch bei den Demonstrationen war das Komitee stets bemüht, die Ziele im Wesentlichen zu erreichen. Erinnern wir uns an den ersten Demoaufruf zur «Landesweiten Zentraldemo» am 14. September 2013 in Düsseldorf. Das Ziel von 10.000 Demonstranten wurde zwar klar verfehlt, aber wenigstens war die Demo nicht so schlecht besucht wie die beiden letzten Veranstaltungen des Komitees im Mai 2014. Wobei bei der verpatzten Wahlveranstaltung im Brückenforum Bonn immerhin das Komitee vom Bonner General-Anzeiger als Mitveranstalter erwähnt wurde!

Und so sitze ich vor dem PC und frage mich, wie wohl in Zukunft ohne Komitee sein wird? Es ist schwer vorstellbar. Aber wenn ich die Homepage besuche, dann tauche ich ein in die gute alte Zeit. Der Kalender zeigt noch immer die letzten 3 Monate des Jahres 2014, ganz so, als wäre der tragische Tod des Komitees niemals eingetreten. Ich lese die Ankündigung, dass man für das Jahr 2014 noch Konzerte in Düsseldorf und NRW plant und freue mich sogar darauf, obgleich mir auch schmerzlich bewusst ist, dass es diese Konzerte nicht geben wird.

Weniger schön dagegen der Anblick der verlassenen Facebookgruppe des Komitees. Während man hier früher feingeschliffene Pressemitteilungen und anregende Diskussionen gegen das Rauchverbot lesen konnte, wird die Gruppe nun von abgestürzten Gestalten bevölkert, denen das Ende des Komitees arg zugesetzt hat. Ein kümmerliches Individium sticht dabei besonders ins Auge.

screenshot

Bekleidete es zu Lebzeiten des Komitees noch angesehene Ämter und durfte dessen Verlautbarungen schreiben, vergeudet es nun seine mageren Schreibkünste damit, Lügengeschichten über Nichtraucherschützer zu erfinden und diese auf pseudosatirischen Facebookseiten zu teilen.

Mit dem Gefühl des Fremdschämens wende ich mich ab. Möge das Komitee im Limbus der Rauchervereine freundlich aufgenommen werden und seine Mitglieder wieder eine sinnvollere Beschäftigung finden.

 

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„Fetischismus“, die Zweite…

Hardcoreraucher vom Schlage des erfolglosen Aalener FDP-Politikers Alexander Jäger mögen das Wort „Fetischismus“ in Zusammenhang mit dem Rauchen nicht. Möglicherweise deshalb, weil sie ihre Zigaretten anbeten und verehren wie archaische Stämme in den Tiefen des einen oder anderen Urwaldes ihre religiösen Fetische:

Alexander Jäger debattiert über Fetischmismus

Alexander Jäger debattiert über Fetischmismus (Quelle facebook)

Die Hardcoreraucherfraktion hat aber in einem anderen Kontext gar kein Problem, ihren Gegnern eine Form des Fetischismus zuzurechnen. Den sog. „Gesundheitsfetischismus“:

faz-net: […] Eine halbe Stunde zu spät stieß zu dieser heterogenen Runde Bert Papenfuß, der nicht nur Dichter ist, sondern auch eine Prenzlauer-Berg-Kneipier-Legende, selbst wenn der moderierende Sportmarketing-Professor bei der Vorstellung seines aktuellen Lokals Rumbalotte continua etwas ins Stottern geriet. Papenfuß fand, es gehe um kommerzielle Interessen, da sich mit Fitness heute mehr Geld verdienen lasse als mit Tabak. Im Übrigen sei er Anarchist und glaube nicht daran, dass Politik etwas anderes bewirken könne als noch mehr Politik. Diese Meinung wurde nicht weiter erörtert, wohl aber die Auffassung, dass die Gesundheit zu einem Fetisch und einem Selbstzweck werde, dass sie der Disziplinierung der Unterschichten diene und dass sie ein Symptom der Entpolitisierung sei; man könne sich schon gar nicht mehr vorstellen, dass es Gründe geben könne, sie aufs Spiel zu setzen.

Na also, geht doch. Es muss nur der richtige Fetischismus sein, dann stimmt die „pro-Lungenkrebs-Fraktion“ begeistert zu. Wie auf der in dem oben verlinkten Artikel reportierten Laberveranstaltung des „Netzwerk Rauchen“ zu der mal wieder die üblichen 2 Dutzend Hanseln erschienen waren und die immergleichen Protagonisten der „Wir wollen lieber früher als später sterben“-Ideologie auf dem Podium den bekannten Unsinn von sich gaben.

Und auch dort, wo Jäger unter dem Pseudonym „Coma_black“ jahrelang Rauchgegner übelst beleidigt hat, wird er „politisch korrekte“ Begriff des „Fetischismus“ gepflegt:

Christoph Lövenich: Überall wachen die Menschen auf (besser spät als nie), protestieren und engagieren sich. Die Verbotsgesetze in Niedersachsen und Baden-Württemberg haben bundesweit zu einer schnell nachholenden Bewusstwerdung geführt und vielen wird immer deutlicher, dass Regulierungswahn, Gesundheitsfetischismus und Lifestyle-Diskriminierung nicht beim Tabak halt machen. (Quelle)

Wir merken uns abschließend: „Raucherfetischismus“ = Iiiiiiiih-gitti-gitt!!!!, „Gesundheitsfetischismus“ = korrekte Begriffsbildung im Sinne von Freiheit und Genuss!

PS: Alex, mail doch mal Deinen alten Kumpel Lövenich an und bitte zum intellektuellen Schw….vergleich zum Thema „Fetischismus“! Muhahahahaha!

 
 

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Kranker Rauch(er)fetischmus

Bei der facebook-Gruppe „Raucher in Deutschland“ wundert einen eigentlich gar nichts mehr. Übelste Schmähungen gegen Rauchgegner, Nazivergleiche, ausländerfeindliche Hetze, alles das kann man auf dem Kanal, dessen Patienten sich als „bewusste“ und „freiheitsliebende“ „Genießer“ (miss)verstehen, regelmäßig erleben. Aber an manchen Tagen wird sogar die tägliche, schon fast zur traurigen Routine gewordene Geschmacklosigkeit noch untertunnelt. Heute ist so ein Tag. Eine „Petra Cologne“ stellt ein Foto ihrer 16-jährigen Tochter aus, die eine Zigarette raucht:

"Petra Cologne" mit perversem Rauchfetischmus

„Petra Cologne“ mit perversem Rauchfetischmus (Quelle)

In Anbetracht der Tatsache, dass das Rauchen eine extrem schädliche Verhaltensweise ist, fragt man sich dann schon, warum eine Mutter stolz ist, wenn ihre Tochter gerade dabei ist, eine schwere und in vielen Fällen tödliche Drogenabhängigkeit zu entwickeln oder bereits entwickelt hat. Man könnte fast meinen, der Mama gefällt es, wenn ihr Kind dereinst an Lungenkrebs oder einer anderen leider oft tödlichen Folge des Tabakkonsums leiden wird.

Aber der Tag ist sicher nicht mehr fern, da wird man auf facebook eine Gruppe „Fixer in Deutschland“ eröffnen und wir dürfen dann erleben, wie Beiträge gepostet werden: „Mein Sohn ist 12 und hat gerade angefangen zu drücken!“. Unterlegt natürlich mit einem Foto, wo der „stolze“ Papa oder die ebenso stolze Mama das Kind ablichtet, wie es sich gerade die Nadel aus dem Arm zieht nachdem der „Genuss“ vollzogen wurde.

 
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Verfasst von - 7. Februar 2015 in Raucherwahnsinn

 

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Rechenkünste von Nikotinikern (Ein Gastbeitrag von Destruxol)

Es ist eine nette urbane Legende, dass eine Zigarette das Leben um 7, 8 oder 11 Minuten verkürzt. Aufgekommen ist diese Legende, als man versuchte die statistisch erfassbare Lebensverkürzung von Rauchern auf eine anschauliche Zahl herunterzubrechen. Der Erfolg hält sich allerdings in Grenzen. Zwar kennt jeder Raucher heutzutage diesen Spruch, aber die erhoffte abschreckende Wirkung hat sich noch nicht eingestellt. Vielmehr machen die Raucher gerne mal ein Witzchen damit, z. B. im Netzwerk Rauchen:

Rechenkünste von Nikotinikern

Rechenkünste von Nikotinikern

Oliver behauptet also, dass er durch seinen Hamburger- und Zigarettenkonsum bereits im Jahre 1813 gestorben sein müsste und damit 165 Jahre vor seinem Geburtstag im Jahre 1978. Das findet er wohl witzig. Ich finde es dagegen witzig einmal nachzurechnen, wie viele Zigaretten und Hamburger der Oliver pro Tag konsumieren muss, damit er auf diese Zahl kommt.

Um den Rechenweg nachzuvollziehen, beginnen wir mit einer vereinfachten Aufgabe. Oliver ist laut seinem Facebookprofil im Jahre 1978 geboren und heute 36 Jahre alt. Nehmen wir an, dass er seit seinem 18. Lebensjahr täglich 20 Zigaretten und 3 Hamburger konsumiert, also ein klassisches Unterschichtsmenü. Laut Lebenserwartung.info beträgt die Lebenserwartung für Oliver ca. 69 Jahre, womit sein Tod statistisch gesehen im Jahre 2047 eintreten müsste.

In den letzten 18 Jahren hat Oliver nach unserer Annahme 131.400 Zigaretten und 19.710 Hamburger konsumiert und sein Leben damit bereits um 1.097.190 Minuten oder ca. 762 Tage verkürzt. Das sind etwas mehr als 2 Jahre. Würde Oliver jetzt den Konsum beibehalten, dann würde er laut dem Sprichwort jedes weitere Jahr 60.955 Minuten bzw. ca. 42 Tage verlieren. Um den daraus resultierenden Todeszeitpunkt zu errechnen benötigen wir folgende Formel:

2015 + X = 2045 – X * 0,116

X sind dabei die bislang unbekannte Anzahl an Jahren, die dem Oliver noch auf dieser Erde verbleiben und 0,116 die jährliche Lebensverkürzung in Jahren gerechnet. Lösen wir die Gleichung nun nach X auf:

2015 + X = 2045 – X * 0,116 | – 2015
X = 30 – X * 0,116 | + X * 0,116
X + X * 0,116 = 30
1,116 * X = 30 | / 1,116
X = 26,882

Damit würde Oliver der Tod im Jahre 2041 im Alter von 63 ereilen. D. h. er hat nach 45 Jahren ungesunden Konsums gerade einmal 5 bis 6 Jahre seiner Lebenserwartung verloren. Um jetzt auf die 234 Jahren verlorenen Jahre aus dem Spruchbildchen zu kommen, müsste er also deutlich mehr als 20 Zigaretten und 3 Hamburger konsumieren.

Für die Berechnung der theoretischen Konsummenge gehen wir wieder davon aus, dass der Oliver zum Zeitpunkt seines Beitrages bereits 18 Jahre lang eine unbekannte Anzahl an Zigaretten und Hamburgern konsumiert hat. Wir gehen außerdem davon aus, dass Zigaretten und Hamburger im Verhältnis 20 : 3 konsumiert werden.

Zwischen der statistischen Lebenserwartung und dem „errechneten“ Todeszeitpunkt liegen 234 Jahre bzw. 85.410 Tage oder 122.990.400 Minuten. Bei 20 Zigaretten und 3 Hamburgern am Tage würde das Leben bei 18 Jahren Konsum um 1.097.190 Minuten verkürzt werden. Durch eine einfache Division kommen wir nun auf den Faktor 112, mit dem wir unseren ursprünglichen Konsum multiplizieren müssen.

Damit wären wir dann bei 2.240 Zigaretten und 336 Hamburgern pro Tag!

 
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Verfasst von - 6. Februar 2015 in Uncategorized

 

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Petra Olbertz, Johannes Heesters und der Tod

Eine beständiges Diktum bei Hardcorerauchern geht in etwa so: „Weil ganz wenige Raucher steinalt werden, ist damit bewiesen, dass Rauchen nicht schädlich sein kann.“ Über die Dummheit dieses Gedankenganges muss man nicht weiter reden. Aber die Beständigkeit mit der dieser Blödsinn innerhalb der Gruppe der Suchtraucher mantraartig beschworen wird, ist schon putzig. Zur Zeit ist Petra Olbertz aus der militanten facebook-Gruppe „Raucher in Deutschland“ mal wieder dran:

Petra Olbertz, Johannes Heesters und der Tod

Petra Olbertz, Johannes „Jopi“ Heesters und der Tod (Quelle)

Ja, Petra, und dann wollen wir auch mal die andere Seite beleuchten. Da ist beispielsweise Diether Krebs. Er hat sein ganzes Leben geraucht, auch wenn dieses nicht besonders lang war, denn er starb bereits mit 53 Jahren an Lungenkrebs. Und mir fällt auch Christoph Schlingensief ein. Er war zwar kein Schauspieler, aber Regisseur. Lange rauchen konnte auch er nicht. Denn er verschied ebenso sehr früh mit 50 ebenfalls an Lungenkrebs. Wenn Du beide Sterbealter addierst, kommst Du auf 103 Jahre. Das ist fast so alt, wie „Jopi“ wurde.

Weiter haben wir Rudi Carrell. Auch er hat sein Leben lang geraucht. Auch er starb an Lungenkrebs. Mit etwas über 70. Und kennst Du Dieter Pfaff? Auch ein bekannter Schauspieler. Auch Raucher. Tod mit 65. Ebenfalls Lungenkrebs. Auch Klaus Löwitsch düftest Du kennen. Jahrelanger starker Raucher. Krebstod mit 68. Und diese Reihe ließe sich  noch sehr weit fortsetzen.

Petra, willst Du nicht endlich mal anfangen nachzudenken? Oder geht es nicht? Dann schreib doch mal etwas über Helmut Schmidt!

 
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Verfasst von - 19. Januar 2015 in Petra Olbertz, Uncategorized

 

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