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Alexander Jäger: Der Durchblicker aus Aalen

Sie kennen sicher noch Alexander Jäger, den Ex-Studenten, Ex-Juwelier und Ex-FDP-Europakandidaten aus Aalen, eines der Zugpferde aus diesem Blog? Einen Herrn, der seit Jahren ebenso beständig wie vergeblich versucht, andere von seiner intellektuellen Begabung zu überzeugen und zu diesem Zwecke früher u. a auf die sehr bizarre Idee verfiel, seine Erstsemesterreferate in das Forum von „Netzwerk Rauchen“ einzustellen und damit seine Mitleser zu langweilen? Genau jener Alexander Jäger hat jetzt neuerlich herausgestellt, warum er den Beinamen „The Brain“ zu Recht trägt.

Alexander Jäger (Aalen) verzapft Unsinn zum Thema "Rauchverbot im Auto"

Alexander Jäger (Aalen) verzapft Unsinn zum Thema „Rauchverbot im Auto“ (Quelle)

 

Ausgangspunkt für den Unsinn des Herrn Jäger ist ein längerer Artikel im Spiegel (Quelle) in welchem u. a. folgende Fakten genannt werden: 71% der Deutschen sind nach einer repräsentieren Umfrage für ein Rauchverbot im Auto, wenn Kinder mitfahren, 67% der Raucher schließen sich der Forderung an. Auch werden Forderungen erhoben, das Mindestalter für den Erwerb von Zigaretten auf 21 Jahre herauf zu setzen. An diesen Dingen muss sich Qualmfreund Jäger dann abarbeiten.

Was jedem normalen Menschen durchaus einsichtig ist, nämlich dass Kinder sich nicht im gleichen Maße wehren können wie Erwachsene und daher der Gesetzgeber gegen diese massive Gesundheitsbedrohung einschreiten muss, ist Herrn Jäger und seinen Mitqualmern vom „Netzwerk Rauchen“ kaum zu vermitteln. Und so muss man, gelinde gesagt, schwachsinnigste Vergleiche bemühen, um gegen eine sehr vernünftige Forderung, die allerdings dazu geeignet ist, die eigenen Suchtausübung zu limitieren, anzuschreiben.

Bereits die Einleitung von Jägers Sermon ist an Dümmlichkeit kaum zu übertreffen. Was hat das Wahlalter mit dem Alter zu tun, ab dem Menschen Drogen kaufen können? Die einfache Antwort: Nichts. Aber offenkundig stellt es für Alexander Jäger eine erhebliche  intellektuelle Herausforderung dar, zu erkennen, wann man Äpfel mit Birnen vergleicht. Wir wwissen das allerdings aus dem täglichen Leben: Der ultimativ bekloppte Vergleich ist die ultima ratio, wenn man keine Argumente (mehr) hat.

Ebenso geistig flach ist natürlich auch das Argument mit der „Amokautofahrt“ von Islamisten. Wenn ein durchgeknallter Anhänger einer orientalischen Gottheit mit der Hoffnung, etwas für „seinen Glauben“ zu tun mit einem LKW in einen Weihnachtsmarkt oder eine ähnliche Veranstaltung fährt und dort wahllos Menschen tötet hat das wohl kaum etwas damit zu tun, dass man Kinder vor giftigen und krebserzeugenden Stoffen schützen muss. Das erste ist eine schwere terroristische Straftat, der zweite Punkt läuft unter „Gesundheitspräevention“. Aber es leitet „geschickt“ über zum Gipfel der Dummheit, der Aussage, dass es „Sicherheit sowieso nicht gibt“. Stimmt, Herr Jäger. Und deshalb empfehle ich Ihnen doch einfach mal die beliebte Sportart „Bungeespringen ohne Seil“. Das würde uns viel geposteten Dummfug ersparen!

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„Die Gute Dame“ von Alexander Jäger: Fäkalien und Gewaltexzesse als Literaturthema (Teil 2)

Liebe Leserinnen und Leser,

nein, ich möchte hier nicht zum Literaturkritiker avancieren. Offen gestanden lese ich zwar viel, aber nur Fachbücher und keine Belletristik. Aber wenn einer der Superstars hier im Antiraucherblog, Alexander Jäger aus Aalen, einen Roman verfasst und diesen online anbietet, da kann man dann schon mal eine Ausnahme machen. Eine Vorabkritik hatte ich vor einigen Tagen veröffentlicht. Um mit Marcel Reich-Ranicki zu sprechen, war lediglich zu vermelden „Dieffeff Buch ifft schlächt!“.

Aber dieses Buch ist nicht nur schlecht, es kann einem davon auch schlecht werden. Denn mit der „Guten Dame“ hat Jäger nicht nur sein Erstlingswerk vorgelegt, sondern auch einen ganz veritablen Fäkalroman verfasst. Falls Sie nun Interesse haben sollten, dass Ihr Mittagessen (oder was sich sonst in Ihrem Magen befinden mag) dort verbleiben möge, so lesen Sie nicht weiter! Ich zitiere der plastischen Anschauung halber einige wenige Textstellen aus dem „Werk“, aber die sind nicht dazu angetan, sich unbedingt körperlich besser zu fühlen. Mir war jedenfalls nach Abfassen dieser Rezension richtiggehend übel.

So, Sie sind noch da? Ich hatte Sie gewarnt! Dann wollen wir uns also mal mit den unschönen Dingen des Lebens beschäftigen. Nämlich den Rückständen der menschlichen Verdauung, genauer gesagt mit dem, wie Alexander Jäger bespricht, was vom Essen den Körper auch irgendwann mal wieder verlässt. Aber vorher wenden uns erst einmal kurz den genitalen Phantasien des Autors zu. Und da hat der Autor einige ganz klare Vorstellungen:

„Karamanlis!“ rief sie. „Herr Karamanlis, kommen Sie sofort her!“ Zahnlos-empörtes Kauderwelsch war die Antwort, gefolgt von den Schritten schwerer Arbeitsschuhe, die die knarzende Treppe heraufstapften. „Wafiflof?“ fragte er und Corinna hielt die Luft an. Er trug seine alten Stahlkappenschuhe, ein offenes Pyjamaoberteil – und sonst nichts. Sie wusste nicht, ob sie lachen oder kotzen sollte. Der Kerl hängte hier tatsächlich seinen faltigen Schwanz heraus.

Jäger malt den alten zahnlosen Fettwanst an die Wand und bedient dabei alle Klischees die man so haben kann. „Alt“, „zahnlos“ und widerwärtig. Und er zeigt seinen …, ja Sie wissen schon. Aber wir fragen uns nun natürlich, was im Kopf eines Menschen vorgehen mag, der einen derart unerträglichen Schund verfasst. Hat der Mann ein sexuelles Problem, sind das besondere erotische Phantasien, die da kondensieren oder was ist da los? Ich jedenfalls würde mich schämen, so etwas unter meinem Namen veröffentlich zu haben. Jäger kennt sich übrigens nicht nur „vorneherum“ gut aus, auch den Analbereich betreffend kann man vom ihm einiges an interessanten Einblicken erwarten:

Die Toilette, die ohnehin noch keinen Tag einladend gewirkt hatte, sah aus als wäre ein Laster mit einer Fuhre Düngemittel explodiert. Irgendwie war es Karamanlis gelungen, das Klo nicht nur restlos zu verstopfen und sich daran anschließend zu diesem denkbar schlechtesten Zeitpunkt auf einmal wieder an die Wasserspülung zu erinnern, nein, er hatte es fertiggebracht, seine stinkenden Exkremente bis an die Decke zu verspritzen. Corinna wollte gar nicht wissen, welche Handlungen im Detail nötig waren, um eine derartige Schweinerei anzurichten.

So, ich habe gerade mal zum Eimer gegriffen, jetzt geht es wieder. Wo war ich? Ach ja, ich wollte fragen, wie sich jemand derartig über mehr oder weniger feststoffliche Ausscheidungen ereifern kann. Wäre ich Freudianer, würde ich sagen, dass in der analen Phase von Herrn Jäger einiges schief gelaufen sein muss. Denn unter den Anhängern des Psychoanalytikers gilt als ausgemacht, dass wer als Erwachsener exzessiv von Kot phantasiert während der frühen Kindheit eine schwere familiale Traumatisierung erfahren haben muss. Um dies zu diagnostizieren und aufzuarbeiten wäre aber ein Fachmann notwendig, dessen Konsultation durchaus empfehlenswert scheint.

Und wem menschlicher Stuhlgang noch nicht reicht, der kann bei Jäger auch gerne etwas blutiger bedient werden. Schwenken wir also im Jägerschen Farbspektrum von braun nach rot:

Steffen und Corinna stehen über der grässlich zugerichteten, noch ein wenig zuckenden Leiche, der in großen Fontänen das Blut aus dem Halsstumpf spritzt. Steffen bemerkt „Gott vergibt, wir nicht!“ und zieht Corinna zu einem innigen Kuss an sich. Ausblenden. Es folgt der Abspann mit einem Song von Slayer, im Kino gehen die Lichter an und die Realität hat uns alle wieder.

Das sind Killerphantasien vom Feinsten. Die Leiche ist „grässlich zugrichtet“ und „zuckt“ aber noch. Und Blut spritzt raus. Gut, man muss jetzt nicht wissen, dass Leichen in der Regel vollkommen tot sind und daher gar nichts mehr machen, aber egal. Jäger muss seine kranken Phantasien rauslassen und da kann man dann schon mal fachlich unsauber bleiben.

Warum schreibt einer sowas? Muss man dazu jahrelang alle erdenklichen Brutalspiele am Videoschirm durchballern und Tausende von Typen abgeknallt haben oder gibt es dafür andere Ursachen im Neocortex des Autors? Aber gesund klingt das nicht. Eher krank. Sehr krank.

Also fassen wir einmal kurz zusammen. Alexander Jäger schreibt gerne über Männer, die sich untenherum entblößen, über menschliche Exkremente, über Schlachthausorgien, deren Opfer aber Menschen und keine Tiere sind und vermutlich noch andere nette und durchaus appetitliche Dinge mehr.Ich konnte das Buch nicht ganz lesen, mir war einfach übel. Wir haben hier ein hochwirksames literarisches Emetikum vor uns liegen, das kann ich nicht komplett durcharbeiten.

So richtig schlecht wird es einem dann nochmal gegen Ende der 148 Jäger-Seiten. Da kommt gerne nochmal das Essen hoch (wenn man denn überhaupt noch etwas im Magen hat). Jäger beschreibt einen Kampf zwischen Steffens Frau Corinna und dem bereits erwähnten Herrn Karamanlis (von Jäger auch in vulgärer Form als „Kackspecht“ bezeichnet, denn ein Fetisch des Herrn Jäger, das wissen wir mittlerweile, sind menschliche Ausscheidungen).

Sie machte eine halbe Drehung, griff nach der Fleischgabel, erreichte sie beinahe, dann fühlte sie, wie Karamanlis sie im Genick packte. Heilige Scheiße, war der Kerl stark! Das hätte sie diesem alten Kauz gar nicht zugetraut. Unsanft schleuderteer sie gegen den klapprigen Küchentisch und drückte ihr Gesicht in die pürierten Überreste der Katze. Corinna würgte, der Ekel schnürte ihr den Atem ab, als sie diesen widerwilligen fleischig-ranzigen Geruch aus nächster Nähe in die Nase bekam. Sie waltete auf den Schmerz des sich in ihren Rücken bohrenden Schlachtermessers, doch der blieb vorläufig aus. „Du Flampe!“ stieß Karamanlis röchelnd aus. Er presste seinen Unterleib gegen ihre Hinterbacken, so dass sie durch den Schlafanzug seine Erektion spüren konnte.

Perverse Vergewaltigungsphantasien zwischen zerstückelten und auf dem Esstisch gleichmäßig ausgebreiteten Katzen. Einfach nur krank. Besonders krank und abartig wird die Darstellung aber dann, wenn Jäger herausarbeitet, wie „Corinna“ Herrn Karamanlis endgültig ins Jenseits befördert:

Mit der brennenden Linken griff sie ihm unsanft in den Schritt und zerquetschte ihm die Hoden, so dass er wimmernd zusammenbrach und sich am Toilettensitz mit einem deutlich hörbaren Knirschen das Kinn brach. Die Spitzen der Fleischgabel ragten aus seinem Rücken, aber Karamanlis versuchte nochmals, sich aufzurappeln. Corinna kam mühsam vollends auf die Beine, packte ihn und schob seinen Kopf über die Kloschüssel. Danach trat sie zu. Zweimal. Dreimal. Karamanlis wand sich in spastischen Zuckungen. Schließlich brach Corinna erschöpft und völlig außer Atem auf ihm zusammen. Noch immer presste sie seinen Kopf in die Schüssel. Dort blubberte es noch ein paar Mal, dann war Stille. Corinna rutschte von der Leiche des alten Mannes und atmete schwer. Schließlich kicherte sie kraftlos, denn ihr war eingefallen, dass sie vorhin, bevor sie nach oben ging um ihre grausige Entdeckung zu machen, die Spülung nicht betätigt hatte. Noch halb betäubt fummelte sie ihr Smartphone aus der Hosentasche.

Ah ja, nett! Was haben wir denn heute so im Angebot? Die Hoden fachfraugerecht zerquetscht, das Kinn an der Toilettenschüssel zerschmettert, von einer Fleischgabel durchbohrt, und schließlich, nach erfolgreichem „Waterboarding“ in der Keramik, noch ein letztes verschämtes Röcheln des Opfers. Dann isser tot. Kein schönes Ende, aber es passt zu Jägers Gesamtvortrag.

Spätestens hier fragt man sich dann auch, warum man ein derartiges krankes Machwerk ohne Altersbeschränkung bei Amazon zur Verfügung stellt. Derartig pathologische Killerphantasien und verbalisierte Gewaltexzesse sind einfach nur widerwärtig und erregen entweder Brechreiz oder Abscheu oder beides. Das ist keine Literatur, das ist die kranke Verherrlichung von Gewalt in übelster Form.

Wenn Alexander Jäger sich einmal nicht über entblößte Geschlechtsteile, an Decken und Wände verteilte Exkremente, versuchte Vergewaltigungen, in Toilettenschüsseln versenkte alte tote Männer oder abgeschlagene Köpfe ereifert, kann man, wenn man nicht zwischendrin einschläft oder gerade mal wieder den Eimer umarmt (bei der Lektüre des Buches pendelt man ständig zwischen diesen beiden Alternativen!), so manche „sozialkritische“ Äußerung erhaschen. Und die kommt so vorhersehbar, dass auch ein durchschnittlich intelligenter Mensch bereits vor dem Lesen der entsprechenden Stelle weiß, was da gleich folgen wird. Besonders wenn man das „Denken“ von Alexander Jäger kennt. Machen wir den Test:

Insbesondere Corinnas Vater empfand die Zukunftspläne seiner Tochter und seines Schwiegersohnes als die reinste Kakophonie. „Ihr seid doch verrückt! Selbständigkeit! In diesen Zeiten!“, brummte er und legte die Sonntagszeitung beiseite. „Wie stellt ihr euch das überhaupt vor?“

Na, wollen wir mal raten, was „Corinnas Vater“ von Beruf ist? 3, 2, 1…. Hat es geklingelt? Hier also die Auflösung des Rätsels für den eher einfach gestrickten Zeitgenossen:

 Herr Kölling war deutscher Beamter mit Leib und Seele und von Begriffen wie Kreativität oder gar Selbständigkeit in geistiger Hinsicht um Lichtjahre entfernt Außerdem war er ein furchtbarer Pedant.

Ich wusste es! OK, ich hätte zwar getippt, dass Herr Kölling ein spießiger Lehrer kurz vor der Pensionierung ist, aber immerhin, mit dem Beamten lag ich nicht ganz falsch. Es folgen dann mehrere strunzlangweilige Seiten in denen der Vater erzählt, warum Selbstständigkeit ganz, ganz schlimm ist und so weiter und so weiter. Jäger gelingt es heauszuarbeiten, was für eine übel spießige Beamtenseele der Mann ist. Unkreativ, langweilig, öde, dröge. Eben so, wie sich ein schwäbischer Provinzautor der offenbar mit der spießigen schwäbischen Provinz ein Problem hat, einen Beamten vorstellt. Und dargestellt wird der Charakter in einer platten Art, dass man davonlaufen möchte „Beamte sind doof!“, so die Lesart von Herrn Jäger. Und auch andere Beamte bekommen ihr Fett weg und die sind, im Gegensatz zu Schwiegerpapa, natürlich ganz einfach „Deppen“:

„Andreas ist studierter Finanzbeamter im höheren Dienst.” stellte Herr Kölling geradezu triumphierend fest „Der Kerl wohnt noch bei seinen Eltern.“ konterte Corinna. Meine Güte, sie war ein paar Mal mit ihm ausgegangen, er hatte sich als Depp entpuppt und damit war der Fall für sie erledigt gewesen.

Aber der Oberdepp dürfte der Mann vom Amt sein, über den ich im ersten Teil der Rezension berichtet habe. Der dumme Paragraphenreiter, der die Markise des Juwelierladens moniert, Sie erinnern sich?

Mit seinem Hass auf Beamte scheint Herr Jäger wohl primär seinen Frust verarbeiten zu wollen. Seinen Frust, es nicht so richtig geschafft zu haben. Denn, das wissen wir mittlerweile aus seiner Vita, Herr Jäger hat kein abgeschlossenes Studium, keinen Erfolg als FDP-Politiker, sein Juwelierladen ist geschlossen und er versucht sich heute als Literat. Klar, dass studierte Beamte da als „Deppen“ abgekanzelt werden müssen. Und nein, derartig primitves Beamtenbashing ficht mich nicht an. Schon seit 20 Jahren nicht mehr. Diese Phase liegt lange zurück.

Aber egal, irgendwann wird nach heftigem Zerwürfnis mit den (Beamten)Eltern der Juwelierladen in der „Mittelbachgasse“ eröffnet. Geht auch ohne Schwiegerpapa. Und die „Mittelbachgasse“? War da nicht was? Ach ja, nur zur Erinnerung: Das Geschäft des Herrn Jäger befand sich in der Mittelbachstraße 19 in 73430 Aalen. Ein wenig mehr Kreativität beim Finden von Namen hätte man dem Ex-Juwelier Jäger schon gewünscht!

Es folgen dann mehrere Seiten auf denen eher langatmig Kundenkontakte und Verkaufsszenen resümiert werden, das kann man sich sparen. Wie man sich eigentlich das ganze Buch sparen kann. Danach lesen wir eine längere Ausarbeitung über den bereits vorher erwähnten Herrn Karamanlis und seine Defäkationsaktionen, die seitens Herrn Jäger u. a. als „Bierschiss“ subsumiert werden. Das Koten (bzw. das Berichten darüber) und die entsprechenden Lokalitäten scheint ein besonderes Anliegen des Alexander Jäger zu sein. Über das Thema „verunglückte anale Phase nach Freud“ hatte ich ja bereits kurz referiert.

So, und dann langt es mir plötzlich mit der „Guten Dame“ des Alexander Jäger. Ich kann nicht mehr. Buch (oder genauer die Kindle-Cloud) zu, und gut is‘! Denn man möchte eigentlich nichts mehr über vollgekotete Räumlichkeiten, abgeschlagene Köpfe oder zu Hackfleisch zerstampfte Katzen lesen. Ich wende mich daher nun lieber einem Fachbuch über elektronische Schaltungen zu. Mein Magen beruhigt sich auch langsam. Gott sei Dank kostet das „Werk“ des Herrn Jäger nichts, wenn man Kindle unlimited Nutzer ist. Es hätte mich geärgert, für ein derartiges Sammelsurium von widerlichen Gewaltexzessen, primitivsten Fäkalausdrücken, abgedroschenen Klischees und dümmlichen Banalitäten auch noch Geld bezahlt zu haben.

 

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Peinliches Erstlingswerk: Alexander Jäger (FDP Aalen) und sein Roman „Die Gute Dame“

Zum 2. Teil der Besprechung

„Schuster, bleib bei Deinem Leisten!“ so möchte man Alexander Jäger aus Aalen angesichts seines unlängst veröfffentlichten Erstromanes „Die Gute Dame“ zurufen. Und vor allem: Versuche nicht, Deine persönlichen Probleme durch einen autobiographischen Roman in die Öffentlichkeit tragen. Derlei wirkt immer peinlich. Außerdem sind Autobiographien meistens problematisch. Besonders wenn sie, wie im vorliegenden Fall, verklärt als Romanwerk daherkommen. Man verliert als Autor die kritische Distanz und wird u. U. zum Opfer seiner eigenen überzogenen Selbstdarstellung.

„Früher war aber mehr Lametta“, wissen wir von Loriot und bei Jäger ging es auch schon mal deftiger zu: „Fette Taucherqualle“ als Schmähung gegen den Autor dieses Blogs (Link), „Nichtrauchender Blödsack“ (Link), „Arschloch“ (Link) und andere „Nettigkeiten“. Da ließ es der Aalener noch richtig krachen. Heute versucht sich Jäger hingegen als ernsthafter Autor und legt uns so eine Art „Autobiographie“ vor. Ein Versuch, den man nicht unbedingt als geglückt bezeichnen mag.

Aber mancher muss sich halt ständig in den Mittelpunkt stellen, das eigene Ego will es so. Bereits der Name des Juweliers in dem Roman „Waidmann“, der unschwer als Synonym mit dem Nachnamen des Autors assoziiert werden kann, ist bewusst gewählt. Und er erzählt, wen Jäger eigentlich meint. Nämlich sich selbst. Besonders wenn man weiß, dass eben dieser Neu-Autor Alexander Jäger bis vor wenigen Monaten einen Juwelierladen betrieben hat, den er dann zu Beginn des Jahres 2016 letztlich geschlossen hat.

Juwelier Alexander Jäger Aalen - dauerhaft geschlossen

Juwelier Alexander Jäger Aalen – dauerhaft geschlossen

Ob Herr Jäger mit dem vorgelegten Elaborat sein (vorläufiges?) Scheitern als Unternehmer literarisch verarbeiten wollte, kann nur gemutmaßt werden. Die Vermutung ist hingegen nicht von der Hand zu weisen. Denn wir wissen zwar nicht, was Herrn Jäger dazu gebracht haben könnte seinen Laden in Aalen zu schließen, aber man kann vermuten, dass es wirtschaftliche Gründe waren. Der Protagonist in Jägers Debutroman hat jedenfalls wirtschaftliche Schwierigkeiten. Dort ist es allerdings eine „Dame“ nach deren Ladenbesuch regelmäßig die Kunden 3 Tage ausbleiben. Psychologisch betrachtet kann man hier einen Versuch sehen, die Schuld am Niedergang auf einen externen Faktor (die ominöse „Dame“) zu verlagern, sich also selbst von der Verantwortlichkeit für das Scheitern freizusprechen.Frei nach der Devise „Schuld sind immer die anderen“. Bei Alexander Jäger passt diese Geisteshaltung ins bekannte Bild.

In dem Roman nimmt Jäger die Rolle des „Steffen“ ein. Ein durchaus erfolgreicher Juwelier, zumindest wie es scheint. Alexander Jäger scheint seine eigene, offenbar wenig von Erfolg gekrönte, berufliche Existenz hier einem Protagonisten übertragen zu wollen, der doch in einigen Belangen ganz anders ist als er selbst. Dieses Verhalten nennt man in der Psychologie „Projektion“. Die Wunschvorstellung des eigenen Seins wird übertragen auf eine fiktive Figur und solcherart zu einer Art Quasirealität.

Schemenhaft scheint durch, was Jägers Idealbild des Menschen ist: Denn es handelt sich hier um einen Protagonisten der auch ein Rebell und nachgerade unkonventionell ist, der Normen kritisch sieht und daher die geltende Rechtslage gerne auch mal dahingehend ausgelegt wissen will, dass man ja durchaus „liberal“ sei. Ob Steffen, wie Jäger, Mitglied der „FDP“ ist, bleibt allerdings im Dunkeln. Aber „freiheitlich gesinnt“ ist er in jedem Falle. So heißt es an einer Stelle im Buch, wo Juwelier „Steffen Waidmann“ offenbar im Clinch mit den staatlichen Autoritäten liegt:

„Das kann ich Ihnen nicht sagen, dazu müssten wir erst noch einmal die genaue Rechtslage eruieren.“ „Und das dauert dann wieder vier Jahre?“ verlor Steffen die Geduld. „Wieviel Euro kostet mich das eigentlich, wenn ich Ihren ganzen Paragraphenquatsch einfach missachte und das Stadtbild weiterhin mit meiner Markise verschandele?“ „Solange keiner der Anwohner eine schriftliche Beschwerde einreicht kostet Sie das gar nichts.“ Es kostete Steffen eine Menge Selbstbeherrschung, sich nicht wahlweise mehrfach gegen die Stirn zu schlagen oder diesen Behördenheini kurzerhand zu erwürgen. „Dann schlage ich vor, dass wir es darauf ankommen lassen.“

Der Begriff „Paragraphenquatsch“ umschreibt schön, wie der Autor Jäger geltendes Recht sieht. Als lästiges Sammelsurium von kodifizierten Normen, die man auch gerne mal übertreten kann. „Quatsch“ eben.Und bei Jäger bedeutet dies, auch mal eine Nötigungshandlung in Betracht zu ziehen, wenn er sich in seinen Rechten beschnitten fühlt.

Alexander Jäger, Aalen: Nötigung als Mittel zur „Rechtsdurchsetzung“

Genau so „locker“ sieht sein Protagonist Steffen rechtliche Normen. Allerdings scheint hier die Phantasie des Herrn Jäger (und seine Unkenntnis in rechtlichen Belangen) doch wohl die Oberhand zuungunsten der tatsächlichen rechtlichen Gegebenheiten gewonnen zu haben. Denn würde ein Behördenmitarbeiter einen rechtswidrigen Zustand (hier eine unzulässig angebrachte Markise) nicht verfolgen, verstieße dies gegen das Rechtsstaatsprinzip. Man mag Herrn Jäger empfehlen, sich vor dem Schreiben einmal kundig zu machen über das Sujet zu welchem er schreibt.

Der Jäger bekannte Hang zu Tabakerzeugnissen muss natürlich in seinem Erstlingswerk auch eingearbeitet werden:

„Aber trotzdem, Steffen saß auf der Schreibtischkante und spielte mit denn Gedanken, sich auch eine Zigarette anzuzünden. Aber er rauchte momentan sowieso schon zuviel.“

Dazu ist es natürlich interessant zu wissen, dass auch Herr Jäger in der Realität ebenfalls gerne Zigaretten raucht und sich jahrelang intensiv gegen den Nichtraucherschutz positionierte. Sonst wäre er nicht Dauergast auf diesem Blog hier. Diese öffentlich Darstellung erledigte Jäger besonders im Internet, wo noch eine große Anzahl originaler Textdokumente des Aaleners abrufbar sind. Es ist allerdings schön, dass Alexander Jäger bei der Abfassung seines Debutromanes seine Sprache doch etwas gemäßigt hat. Wenn auch diese Sprache von eher einfacher Struktur und wenig variantenreich daherkommt.

Nun bleibt abschließend noch die Frage zu stellen, was den Autor Jäger denn geritten haben könnte, ein derartig doch eher einfach strukturiertes Werk, das überdies von einer belanglosen Handlung getragen ist, vorzulegen. Ist es nur der Wunsch, sich mal so zu zeigen, wie man sein möchte? Oder steckt mehr dahinter? Meine offene Antwort: Ich weiß es nicht. Und ich will es auch nicht wissen.

 

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Alexander Jäger aus Aalen: Neues vom FDP-Pöbler von der Ostalb

Alexander Jäger aus Aalen kann mich nicht leiden. Kein Problem Alex, stell Dich hinten an, die Liste ist lang. 😉 Aber weil Alex nicht warten kann, bis er drankommt, pöbelt er mal wieder bei facebook und versucht so, Aufmerksamkeit zu erzeugen. Das Thema ist bekannt, es ging um die notorischen Geldprobleme von Rauchern angesichts der hohen Zigarettenpreise (Link zum Beitrag hier im Blog). Das Sujet rief also auch unseren FDP-Dauerkandidaten von der schwäbischen Ostalb auf den Plan:

Alexander Jäger So langsam werden Zigaretten also ein Luxusartikel – wie verträgt sich das denn eigentlich mit dem Schlagwort „Unterschichtenphänomen“? Inzwischen ist Rauchen doch eher ein Zeichen dafür, daß man es sich leisten kann. (Quelle)

Gelingt der Einstieg in das Thema noch einigermaßen ohne Beleidigung, verfällt Jäger schnell wieder in seinen alten Pöbelton:

Michael Hennemann Und wie lautet das Grundgesetz? …

Alexander Jäger, FDP Aalen, Baden-Württemberg: Das musst du diese fette Taucherqualle fragen, die sich besonders mit Artikel 5 bestens auskennt.

Nun, wen könnte Herr Jäger von der FDP denn mit der Beleidigung „fette Taucherqualle“ gemeint haben? Also, es muss eine Person sein, die das Hobby Sporttauchen ausübt oder Berufstaucher ist. Dann scheint sich diese Person noch recht gut mit der Gesetzeslage zum Thema „Freie Meinungsäußerung“ auszukennen (Artikel 5 Grundgesetz). Und diese Person muss, da auf dem facebook-Kanal vom „Netzwerk Rauchen“ verunglimpft, wohl Rauchgegner sein. Wer könnte das denn wohl sein? Oh, da fällt mir nur einer ein. Und das bin ich selber. 😉 Nur das mit „fett“ kommt vielleicht nicht ganz hin. (Link).

Apropos „fett“, Wie sieht es wohl mit Herrn Jäger aus? Bereits bei oberflächlichem Hinsehen wird klar, Herr Jäger könnte wohl durchaus mal eine kleine Abnehmkur vertragen (Bildlink zur FDP Aalen). Alex, einfach etwas weniger essen und öfter mal Sport treiben. Wenn die Luft nicht reicht, trainieren und aufhören zu rauchen. OK?

PS: Alex, sei dann auch bitte so lieb, und beschwere Dich nicht wieder, ich würde mit meiner Berichterstattung über Deine öffentlich vorgetragenen Verbalinjurien Dein Juweliergeschäft schädigen. Wer so rüpelt wie der FDP-Alex von der Ostalb zeigt doch, dass ihm sein Ruf völlig egal ist. Und seine Wahlchancen wohl auch.

Bildbeweis

Alexander Jäger aus Aalen beleidigt andere Menschen im Internet

Alexander Jäger aus Aalen beleidigt andere Menschen im Internet

 

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Werner Niedermeier und die „Präventionsidiotie“

Werner Niedermeier pöbelt im Internet herum und ich habe es nicht gemerkt. Mist, ich werde wohl langsam alt! Da lässt Werner Niedermeier aus Karlsfeld wie in seinen besten Tagen ein paar Schmähungen über den Sender und es entgeht mir. Shame on me!

Also, es geht um eine nicht ganz junge Geschichte. Sie erinnern sich noch an die partielle Sonnenfinsternis in diesem Frühjahr? Werner war am Start. Aber wohl nicht mit SoFi-Brille bewaffnet sondern bei facebook:

Werner Niedermeier pöbelt gegen Lehrer

Werner Niedermeier pöbelt gegen Lehrer (Quelle)

Ja, er kann es noch der Werner. Wen könnte er wohl mit Lehrern, die „ziemliche Vollidioten“ sind gemeint haben? 😉 Gut, bei Werner hat es zum abgeschlossenen Lehramtsstudium nicht gelangt. Von nachfolgender Zweiter Staatsprüfung und Anstellung ganz zu schweigen. Bei ihm war der Karrierehöhepunkt dann eben, ein Taxi durch Wien zu fahren (Link). Da kann man schon mal neidisch auf vermeintlich besser gestellte Beamtenschaft werden. Und worüber echauffiert sich Werner Niedermeier nun genau? Es geht um einen angeblichen Brief einer Münsteraner Schule, die während der SoFi die Schüler im Schulgebäude lässt, damit diese nicht mit ungeschützten Augen in die Sonne sehen. Werner nennt dies „Präventionsidiotie“. Ich nenne es „Schutz vor den Folgen der Unvernunft“.

Wer die Schulrealität kennt (und Werner kennt sie bestimmt nicht) weiß, dass Schüler auch trotz eindringlicher Warnungen des Lehrpersonals trotzdem in die Sonne gucken (so wie ein notorischer Nikotinfan wie Werner trotz eindringlicher Warnungen vor Lungenkrebs und Herzinfarkt immer noch zur Zigarette greift, denn Unvernunft ist nun mal nicht auszurotten). Und wer dann auch weiß, dass wenn die Kinder mit versengter Retina (Netzhaut) nachmittags mit den besorgten Eltern beim Augenarzt aufschlagen und der ihnen erklärt, dass wohl bleibende Schäden zu erwarten seien, diese Eltern wohl als nächstes bei der Dienstaufsicht vorstellig werden und Maßnahmen gegen die Schulleitung einfordern werden, kann ableiten, dass die Maßnahme eine zumindest ansatzweise vorhandene Begründung hat. Denn immerhin hat die Schule die Schüler während der Anwesenheit in der Schule so gut es geht davor zu bewahren, sich selbst und anderen etwas anzutun.

Gut, jemand wie Werner Niedermeier, der sich auch nicht vorstellen kann, dass Rauchen Lungenkrebs erzeugt, der wird auch bei solch einfacher Schlussfolgerung geistig massiv überfordert sein. Da bleibt es dann auch bei der knappen Formel „Präventionsidiotie“ und dem lapidaren Verweis, manche Lehrer seien „ziemliche Vollidioten“. Ganz abgesehen davon, dass Werner nicht erkennt, dass die Wörter „ziemlich“ und „voll“ in dem Zusammenhang einen Widerspruch darstellen.

Aber auch andere sind durch einfache schulphysikalische Zusammenhänge bereits geistig weit überfordert: Alexander Jäger, der hier bereits häufig besprochene FDP-Politiker aus Aalen, der sich auch gerne mal als „freiheitsliebender Denunziant“ betätigt und der es meines Wissens bis heute weder zu Mandat noch zu einem abgeschlossenen Hochschulstudium gebracht hat, zeigt, dass er in Schule auch nicht besonders gut aufgepasst hat:


Alexander Jäger Dieser Schwachsinn ist ja auch keine Satire: „Die Netzhaut kann verbrennen!“ Hilfe! Und dann hofft dieser Spielverderber auch noch auf Regen…


Alex, Du allerhellste Kerze auf allen Torten, kannst Du Dich noch daran erinnern, wie das Auge aufgebaut ist? Richtig, darin sind Sammellinsen enthalten, namentlich die Hornhaut und die Augenlinse. Und, was passiert, wenn man eine Lupe vor ein Blatt Papier hält und mit dieser Lupe (ebenfalls eine Sammellinse) die Sonnenstrahlen auffängt? Na, Alex, hat’s geklingelt?

Ja, Alex und Werner, die beiden Megachecker aus der Raucherszene sind immer wieder für einen Brüller gut.
 
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Verfasst von - 19. Juni 2015 in Alexander Jäger, FDP, Piraten

 

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Alexander Jäger (FDP-Ortsvorsteher Aalen) und die Sexheftchen

Es gibt mal wieder Material vom FDP-Mann Alexander Jäger aus Aalen zu besprechen. Und das Schöne: Es fiel direkt hier vor Haustür an und dürfte die Handvoll Wähler des erfolglosen Aaleners sicher interessieren. Jäger beliebte am heutigen Tage eine Diskussion hier im Blog zu führen (Link), bei welcher er wie üblich schnell unterlegen war. Unserem Foristen „Nieraucher“ unterstellte er dann sogleich, dass dieser wohl eine Bibliothek mit der Sammlung der „Sexheftchen seines Vaters“ verwechseln würde:

Alexander Jäger von der Aalener FDP und sein Ausflug in die Welt der

Alexander Jäger von der Aalener FDP und sein Ausflug in die Welt der „Sexheftchen“

Das ist in der Tat, die Art wie wir Kommunikation des Aalener „halbwegs Intellektuellen“ (Selbsteinschätzung von Herrn Jäger) gewohnt sind. Wenn es intellektuell in die Sackgasse geht, kommt man nur mit Pöbeleien wieder heraus. Oder eben auch nicht.

Edit: Ach Alex, ich warte immer noch auf die Antwort auf folgende Frage: Ist es für einen „schwäbischen Liberalen“ normal, Menschen, deren Meinung man nicht mag bei ihrer Dienstbehörde anzuschwärzen?

http://tinyurl.com/raucherdenunzianten

 
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Verfasst von - 27. April 2015 in Alexander Jäger, FDP, Ostalb

 

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Raucher-Logorrhoe

Alexander Jäger aus Aalen ist wieder da! Der äußerst erfolglose FDP-Landespolitiker aus dem schwäbischen Aalen, dessen politischer Karrierehöhepunkt eine überaus erfolglose Kandidatur für das Europaparlament im letzten Jahr und eine ebenso erfolglose Kandidatur für den Aalener Gemeinderat war, frönt seinem altem Hobby: Dem Aneinanderreihen von weitestgehend sinnlosen Sätzen und dem Versuch, anderen auf diesem für den Leser überaus schmerzhaften Wege die Welt zu erklären. Zumindest die Welt, wie Jäger sie sieht. Das Überthema ist, wieder einmal, wie irgendwelche bösen Mächte versuchen, dem Raucher seinen Genuss zu nehmen und ihm seine „Freiheit“ zu beschneiden. Wenn dieser Standpunkt eigentlich nur als „bizarr“ bezeichnet werden kann, so schlagen u. a. die Interpretationen aus dem Munde Jägers und seiner Mitstreiter diesen Ansatz allemal.

Eine „Juscha Ma“ fragt:

Juscha Ma:[…]Im Zusammenhang mit der gigantischen – und leider auch ziemlich erfolgreichen – Anti-Raucher-Hetze gibt es da von meiner Seite jedoch noch einen Haufen offener Fragen. Vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen.

Wenn man nicht davon ausgehen will – und ich selbst glaube keine Sekunde daran – dass irgendwelche wohlmeinenden Menschen tatsächlich an unser aller Gesundheit gelegen ist, dann ist doch die allererste Frage, die sich stellt: Cui bono? Normalerweise geht es bei so etwas um Machtinteressen, die sich in aller Regel für irgendjemanden in klingender Münze auszahlen – und dies nicht zu knapp.

[…]

Es profitiert die Pharmaindustrie, klar das. Jedoch selbst wenn die ihre Raucherentwöhnungsmittelchen in Milliardenhöhe an den Mann bringen, wiegt dies wirklich die Einnahmen aus der Tabakindustrie auf? Mit anderen Worten: Wäre es nicht klüger – weil lukrativer – die Menschen weiterrauchen zu lassen, weil dies letztlich mehr einbringt, als die relativ kurzfristigen Gewinne der Pharmaindustrie, wenn man ihnen das Rauchen abgewöhnt?

Zweite Erklärung: Man will andere Sauereien verdecken oder davon ablenken: Feinstaubbelastung in der Luft, Folgen von Atomtests und so weiter.

[…] (Quelle)

Hinweis zur Quelle: Wer den Link oben anklickt wird zwar zur facebook-Seite des „Netzwerk Rauchen“ geführt. Der Artikelstrang selbst wurde jedoch im Verlaufe des Vormittages gelöscht. Ich gehe davon aus, dass den Autoren ihr Vortrag selbst peinlich wurde. Vielen Dank für diese Umweltschutzmaßnahme! 😉

Ein deratiger Unsinn würde wohl allgemein als durchaus „tragfähige“ Verschwörungstheorie durchgehen. Die üblichen Versatzsstücke sind ja vorhanden: „Dunkle Mächte“, die die Masse um ihres Profites Willen manipulieren wollen. Eine reiche Industrie, die noch reicher werden will. Oder man will eben „andere Sauereien“ vertuschen. Fehlt eigentlich nur noch, dass frau postuliert, in den Raucherentwöhnungsmittelchen seien bestimmte Stoffe, die eine „Mindcontrol“ der (Ex-)Raucher ermöglichen würden.

Aber, wie immer bei Rauchers, es findet sich jemand, der diesen Unsinn aufnimmt, wiederkäut und verstärkt: Ein „Heiko Schineis“ meint dazu:

Heiko Schineis: das rauchen befreit, entspannt und vorallem man denkt nach, dass ist ja wohl nicht im sinne derer, das denken! zusätzlich wird nebenbei mit anderen müll viel kohle gemacht, wo die werbeindustrie kräftig verdient! die leute kaufen immer mehr müll und verschandeln sich mit falschen schönheitsidealen, sie fressen mehr werden dick und leben ungesund ect. die pharmamafia hat natürlich ganz viele alternativen zu den zigaretten parat! unterm strich lässt sich vielmehr kohle verdienen als mit den rauchern! zusätzlich wird die bevölkerung abgelenkt indem sie gegenseitig aufgehetzt werden, das ist nicht nur beim thema rauchen so! somit entsteht weniger gegenwehr! das rauchen ist in der menscheit stark verankert, man rauchte immer schon!

Rauchen befreit weder, denn es macht krank und abhängig, noch entspannt es. Man sehe sich nur die vielen hoch aggressiven Tabaknutzer in den einschlägig bekannten Netzforen an, die auf die Barikaden gehen, wenn man ihnen den Stoff wegnimmt, teurer macht oder ihnen den Konsum anderweitig erschwert. Und warum man mehr Geld mit Raucherentwöhungsmitteln machen können soll als mit dem Rauchen selbst, darüber schweigt sich der Mann auch aus. Denn wenn der Raucher mal „clean“ ist (die meisten schaffen es übrigens ohne Mittelchen) braucht er beides nicht: Weder das Entwöhnungsmittel noch die Zigarette.

Und jetzt kommt, man fürchtet es fast, Alexander Jäger aus Aalen auf die Bühne:

Alexander Jäger:Bei den Profiteuren hege ich inzwischen den Verdacht, daß die jeweiligen Sozialversicherungsträger schlicht auf die einschlägige Propaganda der diversen Welteverbesserergruppierungen hereingefallen sind und sich ernsthaft Einsparungen bzw. eine Gewinnoptimierung von umfassenden Rauchverboten versprechen. Aufschlußreich wäre jedenfalls mal eine Aufstellung, wieviele Evangelikale, Mormonen u. ä.sich in Organisationen wie der WHO herumtreiben, vielleicht könnte das mal jemand recherchieren um meine These zu erhärten, daß letztlich schlicht fundamentalistischer Missionierungsdrang unter dem ganzen pseudowissenschaftlichen Statistikdeckmantel steckt.

Eines muss man Jäger lassen. Auch er kann mittlerweile Verschwörungstheorie. Bei ihm sind es allerdings die organisierten „Gutmenschen“ in Form von strenggläubigen Christen, die anderen ihre Lebensfreude nehmen wollen, indem sie ihnen den Nikotinkonsum versagen. Leider führt Jäger nicht aus, wie „ora et labora“ nun denn genau zum Heilsbringen gegen den vermaledeiten Nikotinkonsum eingesetzt werden solle. Teufel, aber auch! Aber Jäger labert sich in Fahrt:

Alexander Jäger Auffällig ist jedenfalls, daß es immer so richtige Musterstaaten sind, die sich um das gesundheitliche Wohl der Bevölkerung kümmern. Beispiel Bhutan: erste demokratische Wahlen 2007, bis 1999 war sogar Fernsehen verboten, Umweltschutz hat oberste Prioriät, dafür ist der Lebensstandard unter aller Kanone, Arbeitslosigkeit die einzige Wachstumsbranche und nichtmal die Ernährung sichergestellt. DAS Paradies, oder?

Alexander Jäger muss aber schon wirklich groteske Begründungen heranziehen um der wilden These von den gesundheitsgläubigen Unterdrückern zu Belegen zu verhelfen. Wenn ich mich erinnere war das erste Land in Europa, das einen kompromisslosen Nichtraucherschutz implementiert hatte, Irland. Das ist m. W. ein moderner, demokratischer und wirtschaftlich (wieder) erfolgreicher Staat. OK, dort sind die Menschen besonders katholisch. Vielleicht liegt es ja daran? Oder sind die Iren im Geiste auch alle Bhutanesen?

Nächstes Kapitel. Jäger fährt die Heißluftmaschine noch mal ein paar hundert Umdrehungen pro Minute mehr hoch:

Alexander Jäger Reinhold, dieser spezielle Wahn ist allerdings Teil einer größeren gesellschaftlichen Tendenz, die stets einem bestimmten Muster folgt.
Der Kernbegriff dabei ist „dieses oder jenes ist ein Unterschichtenphänomen“. Und Unterschicht will vor allem in Krisenzeiten natürlich niemand sein – darum ist insbesondere die Mittelschicht (das ohnehin staats- und obrigkeitsgläubige Berufsbeamtentum vorneweg) von jeglichen sozialen Distinktionsmechanismen angetan. Daß es unterm Strich um nichts anderes geht als um einen Abwehrkampf gegen alles „Minderwertige“ und um die Angst vor einer Vermischung mit dem „Niedrigen“ erkennt man übrigens schon alleine am Vokabular der einschlägigen Propaganda, das lediglich diverse rassistischen Stereotypen aufwärmt und auf Raucher, Dicke, etc. ummünzt.

So, jetzt isses klar. Jäger erklärt die Welt. Man deklariert Rauchen (oder etwas anderes, was nicht gewollt ist) einfach als Unterschichtenphänomen und damit ist das Problem gelöst. Alle finden es „Bääääh!“ und tun es einfach nicht mehr. Und die, die es weiter tun wollen, sind dann eben die Doofen. So einfach ist das also. Und die Menschen, von denen Jäger ja annehmen muss, dass sie so ausgesprochen saudumm sein müssen und auf dieses Muster hereinfallen, verhalten sich dann prompt, wie es die vermeintliche Oberschicht wünscht. Jägers Weltbild entspricht seiner intellektuellen Kompetenz: Einfache Erklärungen, undifferenzierte Muster, simple Schlüsse auf niedrigem geistigen Niveau. Typisches Stammtischgeschwätz eben. Könnte so sein. Aber vielleicht auch ganz anders.

Dass Rauchen tatsächlich vorwiegend ein Problem der niederen Sozialschichten ist, wurde durch viele Studien hinlänglich gezeigt. Der Raucheranteil korreliert mit der Zugehörigkeit zu niedrigen Sozialschichten (Link). Da müssen keine „Mächtigen“ irgendetwas erfinden, es ist schlicht so.

Weiterhin dürfte dem größten Teil der Mittelschicht (nämlich jenem der nicht raucht und sich durch Rauch nicht belästigt fühlt) das Thema weitestgehend egal sein. Zumindest seit man in der Öffentlichkeit durch den Tabakrauch anderer Menschen kaum mehr belästigt wird. Welchen Sinn darüberhinaus der „Abwehrkampf gegen das Minderwertige“ haben soll, darüber schweigt Jäger auch elegant. Ein typisches Verhaltensmuster dieser Hobbytheoretisierer übrigens: Begründungen, Belege und Indikatoren für die Richtigkeit des eigenen Standpunktes sucht man vergebens.

Besonders gewagt ist natürlich auch der Anflug, umgedeutete „rassistische Stereotypen“ ausmachen zu wollen, die nun auf „Raucher“ und „Dicke“ angewandt würden. Jäger schießt, mal wieder, kilometerweit daneben. Rassismus definiert sich an der ethnischen Zugehörigkeit. Diese ist aber hier kein Unterscheidungsmerkmal. Jäger spricht in seinem Fremdwortwahn übrigens von „Distinktion“ und versucht sich dadurch einmal mehr den Hauch des besonders Gebildeten zu geben, obwohl er nicht einmal ein Studium abgeschlossen hat.

Raucher und Übergewichtige sind nicht primär Raucher oder übergewichtig, sie legen Verhaltensweisen an den Tag, die von anderen kritisiert werden. Sie verhalten sich normabweichend (was per se noch nicht problematisch wäre) aber sie verbrauchen als Folge ihrer Normabweichung gesellschaftliche Ressourcen (u. a. Behandlungskosten, die man anderweitig besser anlegen könnte als dafür die gesundheitlichen Folgen eines selbstschädigenden Verhaltens zu kompensieren) bzw. führen im Falle der Raucher zusätzlich zu einer vermeidbaren Belästigung ihrer Mitmenschen. Die Normabweichung führt also zu einer mittelbaren oder unmittelbaren Schädigung anderer, die darin nicht eingewilligt haben.

Was Jäger zudem mal wieder nicht auffällt ist, dass er selbst den Denkmustern nachhängt, die er bei anderen kritisiert. Wenn er erstens Menschen als so dumm annimmt, den Unsinn derer zu glauben, die mit oberflächlichen Argumenten das Rauchen zum Teufel wünschen, erhöht er sich selbst und macht sich zum Angehörigen einer (vermeintlichen) Elite, die dieses perfide Spiel durchschaut. Damit hat auch er endlich sein „Distinktionsmerkmal“ gefunden. Halleluja!

Und wenn er zweitens z. B. pauschal das „Berufsbeamtentum“ als besonders staatsgläubig und autoritätshörig verunglimpft (s. o. Zitat), wobei Herrn Jäger ja bekanntermaßen leider der Zugang zu dieser Gruppe verwehrt ist, kann man nur fragen, worin sich denn die Argumentation „Raucher sind Unterschicht“ von dem Vortrag „Beamte kriechen ihrem Dienstherrn regelmäßig in den Allerwertesten“ unterscheidet. Warum „Stereotypen“ einmal gut und einmal böse sind, wird Herr Jäger uns trotz seiner fast zum Markenzeichen gewordenen geistigen Überlegenheit vermutlich nicht beantworten können.

 
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Verfasst von - 23. April 2015 in Alexander Jäger, Raucherwahnsinn

 

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