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Aus der Schweiz: „Fümoar“ hat ausgeraucht.

„Fümoar“ ist in der Schweiz, das was der „VEBWK“ einst in Deutschland war. Ein Verein, mit dessen Hilfe, namentlich einer „Vereinslösung“, man versuchte, das Quarzen in Lokalen für eine Handvoll Schwerstabhängige trotz Rauchverbot doch noch zu ermöglichen. Ausgenutzt wurden jeweils reale oder vermeintliche Gesetzeslücken, welche eine Zeitlang Vereinen, deren alleiniger Zwevck auf den Konsum von Tabakdrogen ausgerichtet war, es ermöglichte, ausschließlich ihre Vereinsmitglieder in speziellen „Vereinslokalen“ rauchen zu lassen. Raucherwirte konnten daraufhin ihren gastronomischen Betrieb als „Vereinslokal“ deklarieren zu dem nur Mitglieder (also i. d. R. schwerstsüchtige Nikotinfans) Zutritt hatten. Der normale Mensch musste draußen bleiben.

In der Schweiz wurde derlei vor einigen Jahren bereits vom Bundesgericht als unzulässig erklärt, in Bayern hat sich die Sache seit 5 Jahren auch erledigt. Dort trat 2010 ein umfassender Nichtraucherschutz in Kraft, der das Rauchen in Lokalen ausnahmslos verbot. Die Vereine, deren Vereinsziel Lungenkrebs und Raucherbein waren bzw. sind, bekamen ein ganz erhebliches Legitimationsproblem. Warum weiter existieren, wenn man seinen Mitgliedern kein Angebot mehr machen darf?Seinen aussichtslosen Kampf gegen die Vernunft hat daher nun auch der Schweizer Ableger der Raucherveine beendet:

Fümoar am Ende – Auflösung ist beschlossen
Das jahrelange Hin und Her um das Rauchverbot in Basler Restaurants hat ein Ende. Der Verein Fümoar wird sich an der Generalversammlung auflösen.
(Quelle)

So bekommt die lange Reihe der Niederlagen der Lungenkrebsfanatiker ein weiteres Glied. Rauchen in der Gastronomie ist eben ein Anachronismus, der den normalen Menschen nicht mehr zu vermitteln ist. Bye bye, Fümoar! Und schau’n mir mal, wie lange es der „VEBWK“ noch macht. 😉

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Ein Kommentar

Verfasst von - 12. Oktober 2015 in Fümoar, Schweiz, VEBWK

 

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„Fümoar“ – Schweizer Pro-Lungenkrebs-Verein scheitert mit Volksinitiative

Auch in der Schweiz haben die Menschen keine Lust mehr, sich von einer immer kleiner werdenden Gruppe von schwerstabhängigen Nikotinikern mit giftigen und krebserregendem Abgas aus Tabakverbrennung belästigen zu lassen. Der Verein „Fümoar“, eine Organisation die einst zur Umgehung des Rauchverbotes gegründet worden war, ist mit einer Volksinitiative im Kanton Basel gescheitert.

Ziel der Initiative war es, die strenge Baseler Regelung zum Nichtraucherschutz durch ein lascheres Bundesgesetz zu ersetzen. So erhoffte sich die Nikotinlobby endlich wieder Stinkbaizen, auch genannt „Raucherkneipen“, einrichten zu können. Die Initiative erreichte nicht einmal die zur Eingabe erforderlichen 3000 Stimmen, weil mindestens 700 der eingereichten 3100 Stimmen ungültig waren.

Diese Aktion der Raucherlobby war bereits der dritte gescheiterte Versuch, das Ausbringen von gesundheitsgefährdenden Gasen in der Gastronomie im Kanton Basel wieder zu ermöglichen und so schwerst süchtigen Nikotinkonsumenten den äußerst beschwerlichen Weg vor die Wirtshaustür zu ersparen. Bereits 2008 und 2011 waren ähnliche Initiativen von den Baseler Stimmbürgern verworfen worden. (Quelle1 Quelle2)

„Fümoar“ bot anfangs eine „Clublösung“ an, damit Nikotiniker wie gewohnt im Innern der Kneipe rauchen durften. Dazu gab es aktive Mitgliedschaften (gastronomische Betriebe) und Passivmitglieder (Raucher). Nur Clubmitglieder durften dann die zu „Privatclubs“ umgewidmeten Baizen betreten und dort weiterhin ihre tödlichen Stoffe inhalieren. Die Umgehungslösung von „Fümoar“ wurde 2012 vom Schweizerischen Bundesgericht für illegal erklärt.

Mit dem Verein „Fümoar“ der so seiner Existenzgrundlage beraubt wurde, scheint es daher immer weiter bergab zu gehen. Die Badische Zeitung aus Freiburg berichtet:

In der Zwischenzeit ist der Mitgliederbestand des Vereins massiv geschrumpft. Nach Angaben Julliards sind bei „Fümoar“ nur noch rund 40 Beizer und knapp 100 Gästemitglieder registriert. In den besten Zeiten zählte der Verein 180 Beizen und 196 000 Gäste zu seinen Mitgliedern. (Quelle)

Raucher sterben früher. Rauchervereine auch.

 
2 Kommentare

Verfasst von - 28. Juni 2015 in Fümoar, Nikotinsucht, Raucherverein, Schweiz

 

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