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Archiv der Kategorie: Raucherwahnsinn

Michael Löb: In der „Hölle des Nikotinismus“

Rauchen führt offenbar tatsächlich zu ernsten Defekten im Neocortex des Tabakkonsumenten. Anders ist der jüngste Verbalausfall des Michael Löb, Vorsitzender der Nikotinikergruppe „Netzwerk Rauchen e. V.“ nicht zu erklären. Unter seinem Pseudonym „Freiraucher“ schreibt der Mann aus Worms:

Michael Löb, Netzwerk Rauchen: Dieser Beitrag von Frank Davis verdient besondere Beachtung. Er stellt die  barbarische Gesinnung der Menschenfeinde in den weitläufigen Gefilden der Hölle der Tabakkontrolle bloß: Menschenleben sind nichts wert, die Ideologie ist alles, unser Profit noch viel mehr.

http://www.netzwerk-rauchen.de/frank-davis-auf-deutsch/785-die-vergessenen-paris… (Quelle)

Den zugehörigen Artikel des britischen Hardcorerauchers Frank Davis hatte ich bereits vor einigen Tagen besprochen (Link). Davis stellt darin die irrsinnige These auf, die Menschen, die vor den Cafés in Paris durch ein paar vollkommen durchgeknallte Islamisten erschossen worden waren, könnten noch leben, wenn sie nicht aufgrund der Nichtrauchergesetze vor den Kneipen hätten sitzen müssen, wo man sie quasi aus dem Auto heraus habe abknallen können. So drückte sich Davis frei übersetzt aus.

Löb setzt diesem unsäglichen und nachgerade widerlichen Schwachsinn nun noch die Krone auf. Denn liest man zwischen den dürren Zeilen des Vorstandes vom „Netzwerk Rauchen“, so kommt folgendes zum Ausdruck:

Die „Tabakkontrolle“ (wer auch immer das sei) wusste, dass irgendwann ein paar Irre mit Kalaschnikovs im Namen Allahs auf den Straßen von Paris ein Blutbad anzurichten gedenken. Um sich nicht selbst die Finger schmutzig machen zu müssen, verabschiedete man mal eben die Nichtrauchergesetze. Nach denen müssen die Raucher nun vor den Türen der Kneipen ihre Zigaretten rauchen. Den Rest würden dann ganz einfach die Terroristen erldigen, indem sie mal eben im Vorüberfahren das eine oder andere Magazin auf die „freiheitsliebenden“ Raucher leerballern dürfen.

Lieber Michael, geh doch endlich mal zu einem Arzt!

Dass die Reduzierung des Tabakkonsum im Gegenteil intendiert, Menschenleben zu retten, wird jemand wie Löb nie verstehen. Denn immerhin tötet das Tabakrauchen in Europa jedes Jahr mehrere hundertausend Menschen. Und auch wenn man Tote nicht gegeneinander aufrechnen kann, so sei doch folgender Gedanke vorgetragen: So viel Magazine aus Schnellfeuergewehren kann man gar nicht auf die Raucher verschießen, die vor den Kneipen ihre Zigaretten rauchen und die voraussichtlich am Rauchen sterben werden.

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Wenn das Geld knapp wird…

Nein, ich schreibe nicht über Griechenland, keine Angst! 😉 Denn auch andere haben finanzielle Probleme. Z. B. die Raucher. Viele von ihnen kommen aus Sozialschichten, wo das Geld nicht ganz so locker sitzt. Und da tun die teuren Zigaretten, die man ja kaufen muss, um zeitig einen Lungenkrebs zu bekommen, schon weh. Dieses Problem hat auch Hartmut Kettmann aus dem Kanal von „Netzwerk Rauchen“:

Hartmut Kettmann: Nun schon ein luxeriöser Preis für eine Schachtel Zigaretten!!! Deutschland treibt sich in den Ruin! Es war die letzte Schachtel die ich in Deutschland kaufte!! (Quelle)

Ja, das ist schon wirklich unschön. Da möchte man sozialverträglich früh aus dem Leben scheiden und der Staat macht es einem doppelt schwer. Zum einen wird das Rauchen immer als unattraktiv, asozial, ekelhaft und widerlich dargestellt. Der „faschistoiden Antiraucherpropaganda“ sei Dank. Aber auch der heroische Selbstmordkandidat, der sich für die Gesellschaft (und die Rentenkasse!) aufzuopfern bereit ist und dafür auch manches hübsche Sümmchen investieren will, kommt heute an die Grenzen seiner finanziellen Belastbarkeit. Die Tabaksteuer ist einfach zu hoch!

Dies erzeugt Wut. Grenzenlose Wut. Michael Hennemann geht daher noch einen Schritt weiter. Er wird vermutlich irgendwann zur Waffe greifen müssen, um seinen tabakinduzierten Selbstmord noch hinzubekommen. Wohlgemerkt: Er will sich mit Tabak töten, nicht mit einer 9 Millimeter. Die ist für andere:

Michael Hennemann: Wer in der Nähe der Deutschen Grenze wohnt, hat den Vorteil bei den Nachbarn hinzufahren & dort Zigaretten zu kaufen. Mich würde es nicht wundern, wenn die Raucher bald muckt & dann zu den Waffen greifen. Und alle Schaufenterscheiben der Parteien, für den Anfang, zu Bruch gehen. Irgendwann wird das bestimmt einer machen, der längst die Nase voll hat, für die unnachvollziehbaren Preiserhöhungen der Zigaretten! Der KRIEG wird noch kommen! (ebd.)

Mal ernsthaft: Wer schon so blöd ist, sein Geld für seinen eigenen Tod auszugeben, sollte einfach die Klappe halten. Selbstmord muss man sich eben leisten können. Wie andere Luxusgüter auch. Wer das nicht kann, sollte sich vielleicht ein anderes, weniger teures, und vor allem weniger tödliches, Hobby suchen.

 

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Adelheid Rippe hetzt gegen Flüchtlinge

Adelheid Rippe ist eine aggressive Raucheraktivistin. Neben ihrem Eintreten für Lungenkrebs und den tabakbedingten Frühtod hetzt sie immer wieder gerne gegen Asylbewerber und Flüchtlinge. So jüngst auch wieder in der facebook-Gruppe „Frische Luft für Köln“:

Adelheid Rippe - Ausländerfeindliche Hetze

Adelheid Rippe – Ausländerfeindliche Hetze (Quelle)

Frau Rippe scheint der Meinung zu sein, dass Flüchtlinge per se von Ungeziefer befallen sind und von diesen eine größere Gefahr aus ginge als vom aufrechten doitschen Tabakkonsumenten. Ach ja, wer einmal richtig Frau Rippe, die wohl mal Vorstand von „Rauchen NRW“ war, „in action“ erleben will, hier macht sie einen auf eine Mischung aus Che Guevara und Rudi Dutschke.

 
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Verfasst von - 16. Juni 2015 in Adelheid Rippe, Raucherwahnsinn

 

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Die kleine Raucherdämlichkeit für zwischendurch (I)

Auf unserem klassichen „Forum Raucherwahnsinn“ hatten wir einen nicht ganz kleinen Diskussionsfaden, der hieß „Die kleine Raucherdämlichkeit für zwischendurch“. Dort sammelten wir alle Äußerungen von Rauchern und Raucherlobbyisten, für die keine längere Diskussion geplant war aber die so selten dumm waren, dass man sie nicht unkommentiert stehen lassen konnte. In dieses Genre passt ein Beitrag von Frank Schneidereit auf „Raucher in Deutschland“:

Frank Scheidereit: Eine kleine Raucherdämlichkeit für zwischendurch...

Frank Scheidereit: Eine kleine Raucherdämlichkeit für zwischendurch… (Quelle)

Dürfen die Nichtraucher dann auch entscheiden, dass sie nicht nur nicht aktiv rauchen wollen sondern auch nicht mitrauchen müssen?

Wie läuft es sonst? Ganz einfach: Der Raucher entscheidet, dass er rauchen will und der Nichtraucher entscheidet, dass er nicht rauchen will. Leider entscheidet dann der Raucher aber für den Nichtraucher, dass dieser trotzdem mitrauchen darf. Auch eine Form von „Bevormundung“ mit der Raucher und ihre Wirtelobbyisten aber gar kein Problem haben.

Oder wie stellt sich Herr Thomas Stockinger das genaue Vorgehen vor? In einer Kneipe wird abends abgestimmt ob geraucht werden darf oder nicht und dann halten sich wirklich alle an den Beschluss? Und wenn die Mehrheit der Nichtraucher ein rauchfreies Lokal will und die Minderheit der Raucher trotzdem rauchen will und sich ganz lustig eine anzündet, weil die Sucht doch zu stark ist? Wird dann die Polizei gerufen und setzt den abends ergangenen und korrekt protokolierten Beschluss auch durch? Wir sehen, der Spruch des Herrn Stockinger ist an Dümmlichkeit kaum zu übertreffen.

Jeder weiß im Übrigen, dass sich extremsüchtige Nikotinkonsumenten an rein gar nichts halten, wenn es nicht ausdrücklich strafbewehrt ist. Und selbst das reicht oft nicht aus. Denn sogar in Bayern und Nordrhein-Westfalen, wo strenge Rauchverbote in der Gastronomie gelten, wird das Rauchverbot regelmäßig unterlaufen. An freiwillige Regelungen wird sich kein Nikotinsüchtiger je halten.

 
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Verfasst von - 13. Juni 2015 in Raucherwahnsinn

 

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Raucher-Logorrhoe

Alexander Jäger aus Aalen ist wieder da! Der äußerst erfolglose FDP-Landespolitiker aus dem schwäbischen Aalen, dessen politischer Karrierehöhepunkt eine überaus erfolglose Kandidatur für das Europaparlament im letzten Jahr und eine ebenso erfolglose Kandidatur für den Aalener Gemeinderat war, frönt seinem altem Hobby: Dem Aneinanderreihen von weitestgehend sinnlosen Sätzen und dem Versuch, anderen auf diesem für den Leser überaus schmerzhaften Wege die Welt zu erklären. Zumindest die Welt, wie Jäger sie sieht. Das Überthema ist, wieder einmal, wie irgendwelche bösen Mächte versuchen, dem Raucher seinen Genuss zu nehmen und ihm seine „Freiheit“ zu beschneiden. Wenn dieser Standpunkt eigentlich nur als „bizarr“ bezeichnet werden kann, so schlagen u. a. die Interpretationen aus dem Munde Jägers und seiner Mitstreiter diesen Ansatz allemal.

Eine „Juscha Ma“ fragt:

Juscha Ma:[…]Im Zusammenhang mit der gigantischen – und leider auch ziemlich erfolgreichen – Anti-Raucher-Hetze gibt es da von meiner Seite jedoch noch einen Haufen offener Fragen. Vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen.

Wenn man nicht davon ausgehen will – und ich selbst glaube keine Sekunde daran – dass irgendwelche wohlmeinenden Menschen tatsächlich an unser aller Gesundheit gelegen ist, dann ist doch die allererste Frage, die sich stellt: Cui bono? Normalerweise geht es bei so etwas um Machtinteressen, die sich in aller Regel für irgendjemanden in klingender Münze auszahlen – und dies nicht zu knapp.

[…]

Es profitiert die Pharmaindustrie, klar das. Jedoch selbst wenn die ihre Raucherentwöhnungsmittelchen in Milliardenhöhe an den Mann bringen, wiegt dies wirklich die Einnahmen aus der Tabakindustrie auf? Mit anderen Worten: Wäre es nicht klüger – weil lukrativer – die Menschen weiterrauchen zu lassen, weil dies letztlich mehr einbringt, als die relativ kurzfristigen Gewinne der Pharmaindustrie, wenn man ihnen das Rauchen abgewöhnt?

Zweite Erklärung: Man will andere Sauereien verdecken oder davon ablenken: Feinstaubbelastung in der Luft, Folgen von Atomtests und so weiter.

[…] (Quelle)

Hinweis zur Quelle: Wer den Link oben anklickt wird zwar zur facebook-Seite des „Netzwerk Rauchen“ geführt. Der Artikelstrang selbst wurde jedoch im Verlaufe des Vormittages gelöscht. Ich gehe davon aus, dass den Autoren ihr Vortrag selbst peinlich wurde. Vielen Dank für diese Umweltschutzmaßnahme! 😉

Ein deratiger Unsinn würde wohl allgemein als durchaus „tragfähige“ Verschwörungstheorie durchgehen. Die üblichen Versatzsstücke sind ja vorhanden: „Dunkle Mächte“, die die Masse um ihres Profites Willen manipulieren wollen. Eine reiche Industrie, die noch reicher werden will. Oder man will eben „andere Sauereien“ vertuschen. Fehlt eigentlich nur noch, dass frau postuliert, in den Raucherentwöhnungsmittelchen seien bestimmte Stoffe, die eine „Mindcontrol“ der (Ex-)Raucher ermöglichen würden.

Aber, wie immer bei Rauchers, es findet sich jemand, der diesen Unsinn aufnimmt, wiederkäut und verstärkt: Ein „Heiko Schineis“ meint dazu:

Heiko Schineis: das rauchen befreit, entspannt und vorallem man denkt nach, dass ist ja wohl nicht im sinne derer, das denken! zusätzlich wird nebenbei mit anderen müll viel kohle gemacht, wo die werbeindustrie kräftig verdient! die leute kaufen immer mehr müll und verschandeln sich mit falschen schönheitsidealen, sie fressen mehr werden dick und leben ungesund ect. die pharmamafia hat natürlich ganz viele alternativen zu den zigaretten parat! unterm strich lässt sich vielmehr kohle verdienen als mit den rauchern! zusätzlich wird die bevölkerung abgelenkt indem sie gegenseitig aufgehetzt werden, das ist nicht nur beim thema rauchen so! somit entsteht weniger gegenwehr! das rauchen ist in der menscheit stark verankert, man rauchte immer schon!

Rauchen befreit weder, denn es macht krank und abhängig, noch entspannt es. Man sehe sich nur die vielen hoch aggressiven Tabaknutzer in den einschlägig bekannten Netzforen an, die auf die Barikaden gehen, wenn man ihnen den Stoff wegnimmt, teurer macht oder ihnen den Konsum anderweitig erschwert. Und warum man mehr Geld mit Raucherentwöhungsmitteln machen können soll als mit dem Rauchen selbst, darüber schweigt sich der Mann auch aus. Denn wenn der Raucher mal „clean“ ist (die meisten schaffen es übrigens ohne Mittelchen) braucht er beides nicht: Weder das Entwöhnungsmittel noch die Zigarette.

Und jetzt kommt, man fürchtet es fast, Alexander Jäger aus Aalen auf die Bühne:

Alexander Jäger:Bei den Profiteuren hege ich inzwischen den Verdacht, daß die jeweiligen Sozialversicherungsträger schlicht auf die einschlägige Propaganda der diversen Welteverbesserergruppierungen hereingefallen sind und sich ernsthaft Einsparungen bzw. eine Gewinnoptimierung von umfassenden Rauchverboten versprechen. Aufschlußreich wäre jedenfalls mal eine Aufstellung, wieviele Evangelikale, Mormonen u. ä.sich in Organisationen wie der WHO herumtreiben, vielleicht könnte das mal jemand recherchieren um meine These zu erhärten, daß letztlich schlicht fundamentalistischer Missionierungsdrang unter dem ganzen pseudowissenschaftlichen Statistikdeckmantel steckt.

Eines muss man Jäger lassen. Auch er kann mittlerweile Verschwörungstheorie. Bei ihm sind es allerdings die organisierten „Gutmenschen“ in Form von strenggläubigen Christen, die anderen ihre Lebensfreude nehmen wollen, indem sie ihnen den Nikotinkonsum versagen. Leider führt Jäger nicht aus, wie „ora et labora“ nun denn genau zum Heilsbringen gegen den vermaledeiten Nikotinkonsum eingesetzt werden solle. Teufel, aber auch! Aber Jäger labert sich in Fahrt:

Alexander Jäger Auffällig ist jedenfalls, daß es immer so richtige Musterstaaten sind, die sich um das gesundheitliche Wohl der Bevölkerung kümmern. Beispiel Bhutan: erste demokratische Wahlen 2007, bis 1999 war sogar Fernsehen verboten, Umweltschutz hat oberste Prioriät, dafür ist der Lebensstandard unter aller Kanone, Arbeitslosigkeit die einzige Wachstumsbranche und nichtmal die Ernährung sichergestellt. DAS Paradies, oder?

Alexander Jäger muss aber schon wirklich groteske Begründungen heranziehen um der wilden These von den gesundheitsgläubigen Unterdrückern zu Belegen zu verhelfen. Wenn ich mich erinnere war das erste Land in Europa, das einen kompromisslosen Nichtraucherschutz implementiert hatte, Irland. Das ist m. W. ein moderner, demokratischer und wirtschaftlich (wieder) erfolgreicher Staat. OK, dort sind die Menschen besonders katholisch. Vielleicht liegt es ja daran? Oder sind die Iren im Geiste auch alle Bhutanesen?

Nächstes Kapitel. Jäger fährt die Heißluftmaschine noch mal ein paar hundert Umdrehungen pro Minute mehr hoch:

Alexander Jäger Reinhold, dieser spezielle Wahn ist allerdings Teil einer größeren gesellschaftlichen Tendenz, die stets einem bestimmten Muster folgt.
Der Kernbegriff dabei ist „dieses oder jenes ist ein Unterschichtenphänomen“. Und Unterschicht will vor allem in Krisenzeiten natürlich niemand sein – darum ist insbesondere die Mittelschicht (das ohnehin staats- und obrigkeitsgläubige Berufsbeamtentum vorneweg) von jeglichen sozialen Distinktionsmechanismen angetan. Daß es unterm Strich um nichts anderes geht als um einen Abwehrkampf gegen alles „Minderwertige“ und um die Angst vor einer Vermischung mit dem „Niedrigen“ erkennt man übrigens schon alleine am Vokabular der einschlägigen Propaganda, das lediglich diverse rassistischen Stereotypen aufwärmt und auf Raucher, Dicke, etc. ummünzt.

So, jetzt isses klar. Jäger erklärt die Welt. Man deklariert Rauchen (oder etwas anderes, was nicht gewollt ist) einfach als Unterschichtenphänomen und damit ist das Problem gelöst. Alle finden es „Bääääh!“ und tun es einfach nicht mehr. Und die, die es weiter tun wollen, sind dann eben die Doofen. So einfach ist das also. Und die Menschen, von denen Jäger ja annehmen muss, dass sie so ausgesprochen saudumm sein müssen und auf dieses Muster hereinfallen, verhalten sich dann prompt, wie es die vermeintliche Oberschicht wünscht. Jägers Weltbild entspricht seiner intellektuellen Kompetenz: Einfache Erklärungen, undifferenzierte Muster, simple Schlüsse auf niedrigem geistigen Niveau. Typisches Stammtischgeschwätz eben. Könnte so sein. Aber vielleicht auch ganz anders.

Dass Rauchen tatsächlich vorwiegend ein Problem der niederen Sozialschichten ist, wurde durch viele Studien hinlänglich gezeigt. Der Raucheranteil korreliert mit der Zugehörigkeit zu niedrigen Sozialschichten (Link). Da müssen keine „Mächtigen“ irgendetwas erfinden, es ist schlicht so.

Weiterhin dürfte dem größten Teil der Mittelschicht (nämlich jenem der nicht raucht und sich durch Rauch nicht belästigt fühlt) das Thema weitestgehend egal sein. Zumindest seit man in der Öffentlichkeit durch den Tabakrauch anderer Menschen kaum mehr belästigt wird. Welchen Sinn darüberhinaus der „Abwehrkampf gegen das Minderwertige“ haben soll, darüber schweigt Jäger auch elegant. Ein typisches Verhaltensmuster dieser Hobbytheoretisierer übrigens: Begründungen, Belege und Indikatoren für die Richtigkeit des eigenen Standpunktes sucht man vergebens.

Besonders gewagt ist natürlich auch der Anflug, umgedeutete „rassistische Stereotypen“ ausmachen zu wollen, die nun auf „Raucher“ und „Dicke“ angewandt würden. Jäger schießt, mal wieder, kilometerweit daneben. Rassismus definiert sich an der ethnischen Zugehörigkeit. Diese ist aber hier kein Unterscheidungsmerkmal. Jäger spricht in seinem Fremdwortwahn übrigens von „Distinktion“ und versucht sich dadurch einmal mehr den Hauch des besonders Gebildeten zu geben, obwohl er nicht einmal ein Studium abgeschlossen hat.

Raucher und Übergewichtige sind nicht primär Raucher oder übergewichtig, sie legen Verhaltensweisen an den Tag, die von anderen kritisiert werden. Sie verhalten sich normabweichend (was per se noch nicht problematisch wäre) aber sie verbrauchen als Folge ihrer Normabweichung gesellschaftliche Ressourcen (u. a. Behandlungskosten, die man anderweitig besser anlegen könnte als dafür die gesundheitlichen Folgen eines selbstschädigenden Verhaltens zu kompensieren) bzw. führen im Falle der Raucher zusätzlich zu einer vermeidbaren Belästigung ihrer Mitmenschen. Die Normabweichung führt also zu einer mittelbaren oder unmittelbaren Schädigung anderer, die darin nicht eingewilligt haben.

Was Jäger zudem mal wieder nicht auffällt ist, dass er selbst den Denkmustern nachhängt, die er bei anderen kritisiert. Wenn er erstens Menschen als so dumm annimmt, den Unsinn derer zu glauben, die mit oberflächlichen Argumenten das Rauchen zum Teufel wünschen, erhöht er sich selbst und macht sich zum Angehörigen einer (vermeintlichen) Elite, die dieses perfide Spiel durchschaut. Damit hat auch er endlich sein „Distinktionsmerkmal“ gefunden. Halleluja!

Und wenn er zweitens z. B. pauschal das „Berufsbeamtentum“ als besonders staatsgläubig und autoritätshörig verunglimpft (s. o. Zitat), wobei Herrn Jäger ja bekanntermaßen leider der Zugang zu dieser Gruppe verwehrt ist, kann man nur fragen, worin sich denn die Argumentation „Raucher sind Unterschicht“ von dem Vortrag „Beamte kriechen ihrem Dienstherrn regelmäßig in den Allerwertesten“ unterscheidet. Warum „Stereotypen“ einmal gut und einmal böse sind, wird Herr Jäger uns trotz seiner fast zum Markenzeichen gewordenen geistigen Überlegenheit vermutlich nicht beantworten können.

 
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Verfasst von - 23. April 2015 in Alexander Jäger, Raucherwahnsinn

 

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Kranker Rauch(er)fetischmus

Bei der facebook-Gruppe „Raucher in Deutschland“ wundert einen eigentlich gar nichts mehr. Übelste Schmähungen gegen Rauchgegner, Nazivergleiche, ausländerfeindliche Hetze, alles das kann man auf dem Kanal, dessen Patienten sich als „bewusste“ und „freiheitsliebende“ „Genießer“ (miss)verstehen, regelmäßig erleben. Aber an manchen Tagen wird sogar die tägliche, schon fast zur traurigen Routine gewordene Geschmacklosigkeit noch untertunnelt. Heute ist so ein Tag. Eine „Petra Cologne“ stellt ein Foto ihrer 16-jährigen Tochter aus, die eine Zigarette raucht:

"Petra Cologne" mit perversem Rauchfetischmus

„Petra Cologne“ mit perversem Rauchfetischmus (Quelle)

In Anbetracht der Tatsache, dass das Rauchen eine extrem schädliche Verhaltensweise ist, fragt man sich dann schon, warum eine Mutter stolz ist, wenn ihre Tochter gerade dabei ist, eine schwere und in vielen Fällen tödliche Drogenabhängigkeit zu entwickeln oder bereits entwickelt hat. Man könnte fast meinen, der Mama gefällt es, wenn ihr Kind dereinst an Lungenkrebs oder einer anderen leider oft tödlichen Folge des Tabakkonsums leiden wird.

Aber der Tag ist sicher nicht mehr fern, da wird man auf facebook eine Gruppe „Fixer in Deutschland“ eröffnen und wir dürfen dann erleben, wie Beiträge gepostet werden: „Mein Sohn ist 12 und hat gerade angefangen zu drücken!“. Unterlegt natürlich mit einem Foto, wo der „stolze“ Papa oder die ebenso stolze Mama das Kind ablichtet, wie es sich gerade die Nadel aus dem Arm zieht nachdem der „Genuss“ vollzogen wurde.

 
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Verfasst von - 7. Februar 2015 in Raucherwahnsinn

 

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Ronald Blumberg im Verfolgungswahn

Ronald Blumberg, der hochaggressive Pro-Nikotinaktivist aus Radevormwald ist wieder stark im Kommen. Jetzt legt er auf seine alte Story „Rauchgegner verüben Anschlag auf Shisha-Bar!“ noch einen drauf. Ein Neusser Gastronom wurde Opfer eines Buttersäureanschlages und Blumberg hat die Schuldigen mal wieder sofort bei der Hand:

Ronals Blumberg: Erst ein Anschlag mit Quecksilber auf eine Shishabar In Düsseldorf im Oktober (http://www.bild.de/…/polizei-sucht-mit-phantombild…), jetzt im weiteren Umfeld durch Buttersäure – der Fanatismus der Frischis nimmt eindeutig militante Formen an! Die Frage ist, ob das gut geht …(Quelle)

So stellt sich also die schwere Wahnidee eines Extremrauchers dar. Für alle Straftaten, die gegen Gastronomen verübt werden, sind „die Frischis“ verantwortlich, wie Blumberg Rauchgegner verächtlich nennt. Beweise kann der erfolglose Raucheraktivist natürlich wie immer nicht vorlegen. Aber das muss man ja auch nicht. Und dass in dem verlinkten Zeitungsartikel kein Hinweis auf Rauchgegner als Täter steht, ficht den Mann ebenfalls nicht an. Warum auch? Blumberg trägt wie immer total durchgeknallt vor, was aber bei seinen Mitstreitern durchaus goutiert wird.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 10. Dezember 2014 in Raucherwahnsinn, Ronald Blumberg

 

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