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Archiv der Kategorie: Rauchertod

Happy Birthday, Gian Turci!

Gian Turci, ehemals führendes Sprachrohr der Nikotinistenbewegung, wäre heute 65 Jahre alt geworden. Aber leider hat Herr Turci keine Gelegenheit, seinen Geburtstag zu feiern. Vor 6 Jahren hat der Raucheraktivist aus Italien nämlich mit seinem tabakbedingten Frühableben einerseits zur nachhaltigen Verbesserung der Luftqualität in Europa beigetragen, andererseits ist auch dem internationalen Nikotinismus unbestritten eine Führungspersönlichkeit abhanden gekommen. Turci war immerhin Vorstand der Rauchfanatikergruppen „FORCES international“ und „FORCES Italia“ und rührte zeitlebens nach Kräften die Trommel für Lungenkrebs und Raucherbein. Ein nicht ganz ungefährliches Hobby, für das Turci da eintrat. Und dass jemand sein lebensgefährliches Hobby schon mal mit dem Leben bezahlt, soll vorkommen.

So feiert „Netzwerk Rauchen“ also heute seinen Geburtstag:

Gian Turci, 1950 – 2009

Gian Turci, führender Kopf der Antiprohbitionsbewegung, wäre heute 65 Jahre alt geworden. Der ehemalige Chef von FORCES International und FORCES Italien wurde leider 2009 überraschend aus unserer Mitte gerissen.

Sein leidenschaftlicher Kampf für Freiheit bleibt unvergessen. Er erkannte schon 1996 – damals im anglopuritanischen Kanada wohnhaft, wo die Raucherhetze früher eskalierte -, dass man den Gesundheitsfaschismus beim Namen nennen und gegen ihn mit den erforderlichen Mitteln vorgehen muss. Gians Verdienst lag insbesondere auch darin, die unwissenschaftlichen Lügen der Antiraucher und sonstigen Zwangsbeglücker als solche zu entlarven.(Quelle)

Ganz abgesehen davon, dass der Autor (vermutlich einer der beiden „LöLös“ Löb oder Lövenich) nicht weiß, dass es nicht „Prohbition“ sondern „Prohibition“ heißen muss, soll Turci ein „Freiheitskämpfer“ gewesen sein? Gestatten, dass ich lache? Aber es gehört eben zur kranken Betrachtungsweise des „Netzwerk Rauchen“ zwingend dazu, den eigenen K(r)ampf für tödliche Tabakdrogen als „Freiheitskampf“ hochzustilisieren. So bekommt die eigene Drogenabhängigkeit wenigstens den Hauch einer Rechtfertigung. Wenn es sich dabei auch um einen sehr dummen und überdies untauglichen Versuch handelt.

Und liebe Netzwerker, warum schreibt ihr, dass er „überraschend“ verstorben sei? Wenn sich jemand einen Revolver mit einer Kugel in der Trommel an die Schläfe hält (man kennt dieses überaus lustige Gesellschaftsspiel übrigens auch als „Russisches Roulette“), dann ist es doch wirklich nicht überraschend, wenn es nach ein paar Klicks auch mal ziemlich laut „Bumm!“ macht. Nicht anders verhält es sich mit dem Rauchen und den dadurch ausgelösten diversen Raucherkrankheiten. Und wenn ich das vom Netzwerk geteilte Bild des teuren Verblichenen ansehe, dann wird erschreckend klar, zu welch beschleunigtem körperlichen Verfall der Konsum von Tabakdrogen führen kann. (Link) Das Foto zeigt einen Mann, der an einer Zigarette zieht und der rein optisch für 70 oder 80 Jahre durchgehen würde, dabei war die Person nachweislich zum Zeitpunkt der Aufnahme unter 60 Jahren alt.

Das auf den Seiten „Netzwerkes“ gezeigte Bildnis des Herrn Turci wäre dabei übrigens durchaus geeignet, den „hippen“ und „coolen“ Typen von der auf Jugendliche zielenden Tabakwerbung einen entsprechenden Gegenpol anheim zu stellen. Aber das Bild, das den Verstorbenen in seinen letzten Lebensjahren zeigt, als abschreckende Warnung auf Zigarettenpackungen anzubringen, dürfte kaum mit unseren Vorstellungen von Pietät korrelieren und ist daher abzulehnen.

Ja, die Anzahl der Vorbilder und Helden von „Netzwerk Rauchen“ ist begrenzt. Viele Weggefährten sind bereits in die ewigen Rauchergründe übergegangen und sind heute anerkannte Mitglieder des „Club 58“. Und nur ganz wenige „Genussfreunde“, wie der deutsche Rauchergott Helmut Schmidt, haben ein methusalemisches Alter erreicht. Aber im Gegensatz zur Raucherikone Schmidt wurde Gian Turci nur 58 Jahre alt. Nicht jeder ist eben Helmut Schmidt. Gian Turci starb, auch das sei vermerkt, an einer Hirnblutung zu deren Risikofaktoren bekanntermaßen hoher Blutdruck und Rauchen gehören. Derartige Zusamenhänge werden von den Nikotinisten u. a.des „Netzwerk Rauchen“ bekanntermaßen geflissentlich ignoriert und als „unwissenschaftliche Lügen der Antiraucher“ bezeichnet. Als ob irgend jemand vom „Netzwerk Rauchen“ etwas von Wissenschaft verstünde.

Interessant ist übrigens auch der letzte Satz auf der Gedenkseite: „Netzwerk Rauchen fühlt sich dem Erbe und Auftrag Gian Turcis eng verbunden.“ Welcher Auftrag? Wohl ein Auftrag, der in etwa so lauten dürfte: „Smoke that cigarette ‚til you’re dead!.

 
8 Kommentare

Verfasst von - 4. November 2015 in Netzwerk Rauchen, Rauchertod

 

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Petra Olbertz: Die Hardcoreraucherin mag keine Leichenwagen

„Der letzte Wagen im Leben ist immer ein Kombi“, so sagt der Volksmund. Und man sollte meinen, dass Menschen, die sich täglich eine erhebliche Menge an hochgiftigen Stoffen zuführen, es nachgerade nicht erwarten können, auf der Ladefläche eines solchen Fahrzeuges Platz nehmen zu dürfen. Aber, weit gefehlt! Manchem Hardcoreraucher wird regelrecht übel beim Anblick des schnittigen Zweisitzers:

xnews: Sargmacher in Österreich gegen das Rauchverbot

xnews: Sargmacher in Österreich gegen das Rauchverbot (Quelle)

Ich persönlich fand den Artikel auf der Satireseite xnews sehr witzig und habe mich gut unterhalten. Bei den Extremqualmern wird derlei böse Satire jedoch nicht gerne gesehen. Im Gegenteil, man wendet sich ab. Frau auch:

Petra Olbertz mag keine Leichenwagen

Petra Olbertz mag keine Leichenwagen

Das verstehe wer will! Erst raucht die Dame über Jahre und wahrscheinlich Jahrzehnte hinweg und tut wirklich alles, um möglichst frühzeitig das Zeitliche zu segnen und dann hat sie offenbar ein Problem mit dem Abtreten. Dabei sollte man doch meinen, dass einem Menschen der vorsätzlich seine Gesundheit ruiniert und sich selbst (und natürlich auch andere, die zwangsweise mitrauchen müssen) massiv schädigt, der Rauchertod doch eigentlich vollkommen egal sein müsste. Und dann bekommt die Frau beim Ansicht eines schicken Nutzfahrzeuges „Gänsehaut“?

Ach, Frau Olbertz, was sind denn schon 15 Jahre die ein durchschnittlicher Raucher früher ins Gras beißt? Und wir haben ja neulich auf „Raucher in Deutschland“ gesehen: „This smoker died with 113“. Also, Petra, da sind bestimmt noch ein paar Jährchen drin. Oder vielleicht auch nicht. Denn vielleicht wuchert das Karzinom ja schon? Wer weiß?

 

 

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