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Archiv der Kategorie: Nicolai Kosirog

Nicolai Kosirog: Die „Intelligenzbestie der Woche“

Der Mann aus Mülheim an der Ruhr hat wieder mal kräftig hingelangt. Und wieder jede Menge nikotinschwangeren Unsinn von sich gegegeben. Das erste Fettnäpfchen war schnell gefunden, Kosirog probierte sich in Wissenschaftlichkeit:

Nicolai Kosirog Ich habe die Erfahrung gemacht, auf die Rückfrage: “ Können Sie mir eine Studie nennen, die die Gefährlichkeit von Passivrauch beweisst, wissenschaftlich nachprüfbar ist und nicht auf statistischen Hochrechnungen beruht?“. Es kam noch nie auch nur eine einzige Antwort, nur ungläubiges Erstaunen und Schweigen. (Quelle)

Hier wieder der typische Fehler eines Menschen, der keine wissenschaftlichen Kenntnisse hat, aber versucht, wissenschaftlich zu argumentieren. Wissenschaftliche Antworten auf bestimmte Fragen (wie z. B. jener nach Schädlichkeit von Passivrauchen) sind nicht per se fragwürdig, weil sie auf der Auswertung von statistischen Daten beruhen. Und auch nicht deshalb, weil diese Daten auf die Klärung anderer Fragestellungen übertragen werden, was „Kosi“ als „hochrechnen“ bezeichnet. Mit etwas Methodenkenntnis könnte man diesen Fehler leicht vermeiden. Dazu müsste man sich allerdings fortbilden, woran es bei Herrn Kosirog offenbar hapert. Es endet dann wieder beim dummen Schlusspunkt: „Ich habe noch keinen Totenschein gesehen, auf dem Passivrauchen als Todesursache steht.“ Ich übrigens auch nicht. Weil auf Totenscheinen eine Krankheit oder eine Unfallursache steht, die zum Tode führte und meistens nicht das Verhalten, das zur Krankheit führte. Manchmal aber doch. Die Begriffe heißen:Lungenversagen,COPD, Nikotinabusus.

Kosirog kann übrigens noch dümmer:

Nicolai Kosirog Richtig, Theo. Meistens kommt als Argument: „Aber jetzt stinkt meine Kleidung nicht mehr nach Rauch.“ Ich frage mich, wann immer ich dieses „Argument“ lese, was sind das eigentlich für hygienische Wildsäue, die ihre Kleidung nicht regelmässig reinigen lässt?

Irgendwie scheint der Mann ein ganz erhebliches Problem mit der Logik zu haben. Beispiel: Ich lasse meine Sachen reinigen (oder wasche sie, was weniger aufwändig ist) und gehe dann 3 Tage später in ein verrauchtes Lokal. Was ist dann die Ursache der nach übelstem Rauch stinkenden Kleider? Dass ich die Kleidung 3 Tage nicht gewaschen habe oder dass ich in einer Räucherhöhle war?

Und warum soll ich für das übermäßig häufige Reinigen/Waschen meiner Kleidung teures Geld bezahlen, nur weil ein paar rücksichtslose Raucherrüpel unbedingt im Lokal rauchen müssen?

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Verfasst von - 14. August 2015 in Netzwerk Rauchen, Nicolai Kosirog, Rüpel

 

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Kevin Dietrich, Ronald Blumberg, Martin Schmidt, Julia Heim, Nicolai Kosirog: Kultivierte Genießer in trauter Runde

Meine sehr verehrten Leserinnen und Leser. In den letzten Tagen bin ich mich gegangen und habe festgestellt, dass diesem Blog eindeutig das Niveau fehlt. Daher soll heute ein Text folgen, der dazu angetan ist, auch jener Leserschaft, die echten intellektuellen „Input“ sucht, einen entsprechenden Beitrag zu kredenzen. Nein, ich meine nun nicht, dass ein Erstesemesterreferat des Aalener Juweliers Alexander Jäger von der FDP Aalen-Ostalb zum Vortrag kommen soll. Ich habe ein paar wirkliche Intellektuelle für sie heraus gesucht:

  • Martin Schmidt aus Düsseldorf,
  • Julia Heim (ebenda),
  • Kevin Dietrich, aus Halle/Westfalen,
  • Nicolai Kosirog, Mülheim/Ruhr.
  • Ronald Blumberg aus Radevormwald

Das Thema, über das die Genannten im Folgenden höchst anspruchsvoll referieren werden ist nun nicht „Sollen Antiraucherfaschisten an den IS verfüttert werden?“ oder „Wo kann man in NRW trotz Rauchverbot noch unbehelligt in Kneipen rauchen?„. Nein, das Thema heute ist wirklich haarig. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Die Gretchenfrage lautet „Wie hältst Du es bei einer Frau mit dem Rasieren?“. Dass damit kein Bart gemeint sein kann, dürfte klar sein. Es geht vielmehr um Körperbehaarung aller Art. Kevin Dietrich, staatl. anerkannter Fachbeauftragter für Achsel- und Intimbehaarung, liefert die Eröffnungsansprache:

Kevin Dietrich, staatl. anerkannter Fachbeauftragter für Achsel- und Intimbehaarung zum Thema "Achselrasur bei Frauen"

Kevin Dietrich, staatl. anerkannter Fachbeauftragter für Achsel- und Intimbehaarung zum Thema „Achselrasur bei Frauen“ (Quelle)

Dies ist nun endlich mal eine eindeutige Stellungnahme gegen zu viel Wildwuchs und wird auch als solche aufgefasst und überwiegend positiv rezepiert. Nur nicht bei Ronald Blumberg, dem bekannt aggressiven Raucheraktivisten aus Radevormwald.

Ronald Blumberg: Ihr habt doch alle einen Haumich! Was wollt ihr denn? Eine 11-jährige ohne Haare? Schämt euch mit euren Phantasien! Pfui Deubel!!!

Was Herr Blumberg nun mit der „11-jährigen“ meint, konnte ich indes nicht eruieren. Aus dem Zusammenhang des verlinkten Berichtes ergibt sich kein entsprechender Anhaltspunkt. Dort geht es um erwachsenen Frauen. Vielleicht sind es erotische Phantasien, die Herr Blumberg aufgrund einer Freudschen Fehlleistung irrtümlich über den Sender gelassen hat? Herr Blumberg ist ja immer gut dabei, wenn er anderen pädosexuelle Neigungen nachsagt. Eventuell handelt es sich dabei ja um eine Projektion seiner eigenen Phantasien.

Egal, weiter im Text. Ronald Blumbergs Statement „pro Haar“ erregt jedenfalls sofort Widerspruch:

Kevin Dietrich: Ne ne erwachsene Frau mit etwas hygiene und ästhetik Bewusstsein

Ronald Blumberg: Hygiene gibt es auch OHNE Vollrasur! Und was Ästethik betrifft, scheinen wir ( DU )ja auf einem völlig haarlosen Phantasieplaneten zu leben

Damit sind die grundsätzlichen Verhandlungpositionen zwischen Kevin Dietrich und Ronald Blumberg abgesteckt. Sie sind in etwa so gegensätzlich wie jene zwischen Griechenland und seinen Gläubigern.

Zur Untermauerung eines Standpunktes gehören gute Argumente. Das weiß Kevin Dietrich und legt nach:

Kevin Dietrich: Ich will nicht an irgendeinem abgestandenen haarmuff lutschen der in ner Unterhose alle abgestandenen Körpersäfte olfaktorisch spürbar aufgenommen hat…bäh

Es beeindruckt vor allem die schonungslose Offenheit, mit der uns Herr Kevin Dietrich an seinem Intimleben teilnehmen lässt. Wenn auch nur als Außenstehender. Aber mal ehrlich. Wollen wir wirklich mehr? Ronald Blumberg fühlt sich durch diese treffsichere Argumentation herausgefordert und legt ebenfalls nach:

Ronald Blumberg: Also vorher abgespritzte? Mit was für Tussen treibst Du Dich denn rum? Bäh – Mir kommt´s hoch!

Mir jetzt fast auch gleich. Aber aus einem anderen Grund. Wer oder was hat bei Herrn Blumberg denn „abgespritzt“? Danach beginnt die heiße Phase der Diskussion. Julia Heim, die vorher auf facebook „JuJu Bindweed“ hieß und in diesem Blog auch nicht ganz unbekannt ist, wirft ein:

Julia Heim: Ihgitt….so ekelhaft….wenn schon dann rasiert!

Für unsere neueren Leser etwas Hintergrundinformation: „JuJu“ ist eine bekannte Raucheraktivistin. Und für ihr jugendliches Alter hat sie es verdammt faustdick hinter den Ohren. Mich nennt sie schon mal „Son of a bitch“ (wobei ich nicht weiß, woher Fräulein Heim meine Mutter kennen will). Ihr Lebensgefährte ist der ungefähr 40 Jahre ältere Martin Schmidt, der sich früher noch „MatCat“ nannte. Solange bis er von unserem Antiraucherfreund „Destruxol“ enttarnt wurde. Was Herr Schmidt diesem immer noch zürnt.

Und genau diese altersverschiedene Liason wird nun wiederum von Herrn Blumberg (wir erinnern uns, das ist der mit der „11-jährigen“ vom Beginn dieser Ausarbeitung) thematisiert:

Ronald Blumberg: Mag Matti das so ^^ Bist ja damals schon kaum behaart gewesen, what with UNDERAGE

Oh, oh, das könnte Krieg geben. Ronald Blumberg lehnt sich da sehr weit aus dem Fenster. Und Julia Heim keilt zurück, denn sowas darf frau nicht auf sich sitzen lassen:

Julia Heim: Ohgott Ron pass bloß auf was du sagst …das meine ich ernst…und du kannst dir ja gerne irgendwelche Weiber suchen, voll behaart, voller bakterien, die rumlaufen wie die affen … das is dein BIER…aber schrei hier nich rum nur weils andere nich mögen…

Das war eindeutig. Und nun muss dieser Themenbereich tiefgründigst erörtert werden:

Kevin Dietrich: Ich glaub der Ron lebt noch Ende 70 er hehe …ich glaub da gab es noch keine Rasierer 😎

Julia Heim: Tut er ….aber kein wunder 😉

Ron Blum: Ich fühl mich schon fast schuldig für den alten Mann! Aber Frischfleisch zähllt

„Frischfleisch zählt“? Ich verstehe diesen Satz nicht. Herr Blumberg muss meiner Schätzung nach mindestens 55 Jahre alt sein. Als „Frischfleisch“ geht der wohl nicht mehr durch. Was kann er meinen? Doch die „11-jährige“? Egal, wir werden es nie erfahren. Aber  Julia Heim ist nun „auf 180“ und ereifert sich am Avatar von Blumberg, einem Schweinsgesicht mit Sonnenbrille und Zigarette in der Schweineschnauze. Offen gestanden finde ich aber, dass der Avatar perfekt zu Herrn Blumberg passt.

Julia Heim: Sagt die Schweins Visage… ^^

Aber Blumberg kann nicht nur keilen, er gibt auch gerne mal väterliche Ratschläge. Denn er weiß, was junge Frauen brauchen:

Ronald Blumberg: zu einem offensichtlich missbrauchen und innerlich ZERSTÖRTEN Kind! Such Dir einen Männe Deines Alters, und dann Dein Glück! Und jetzt fuck off! Aber das kann Manni ja auch nur noch im „Handbetrieb“, wie Du selbst sagst

Hier kommt die tiefenpsychologische Expertise des ehemaligen Werkzeughändlers aus Radevormwald voll zum Tragen. Hat der Mann nicht über das Thema „Der tiefenpsychologische Impetus im Frühwerk von Sigmund Freud und seine Bedeutung für die heutige Psychoanalyse“ promoviert? Apropos „Tiefenpsychologie“. Ein neuer Mann betritt die Bühne. Auch Ihnen kennen Sie schon, wenn Sie meinen Blog regelmäßig lesen. Es ist Nicolai Kosirog aus Mülheim an der Ruhr:

Nicolai Kosirog: Blumberg, Du bist so gestört! Unglaublich!

Ich stelle fest: Eine zweite Koryphäe im Feld der Psychologie ist nun zur Verstärkung des Fachteams hinzugetreten. Und ich würde dieser Koryphäe nicht unbedingt widersprechen wollen. Nachdem nun die Diagnose gestellt wurde, muss eine Therapie her. Julia Heim hat eine Idee:

Julia Heim: Wow warum ist der Kerl nicht in der geschlossenen? ^^

OK, also machen wir mal die Einweisungspapiere fertig. Irgendwie muss es Blumberg geschafft haben, aus dem Landeskrankenhaus zu entkommen. Eventuell hat man den Gestank nach Tabakspfeife nicht mehr ausgehalten und Blumberg aus Selbstschutz auf freien Fuß gesetzt.

Aber mit einer einfachen Diagnose („Der ist ja bekloppt!“) gibt sich nicht jeder aus dem Expertenteam zufrieden. Alles hat seinen Grund und Kevin Dietrich will ihn wissen:

Kevin Dietrich: Scheint in seiner Kindheit missbraucht worden zu sein .. ansonsten sind solche Assoziationen nicht zu erklären.

Auch der bekannte Psychiater Nicolai K. aus M. scheint mit dem Patienten B. schon näheren Kontakt gehabt zu haben:

Nicolai Kosirog: Blumi hat mir doch in Aachen Schläge angedroht, grins… da warte ich immer noch drauf!

Und Frau Heim hat wohl auch noch eine Rechnung mit Blumberg offen:

Julia Heim: soll er versuchen 😉 von mir grigt er dann auch a schelle

So, meine sehr verehrten Leserinnen und Leser, das war der erste Stand der Diskussion in der psychiatrischen Raucherfachklinik. Bleiben Sie dran, wenn es etwas Neues in der „Causa Intimbehaarung“ gibt, veröffentlichen wir einen Sonderbericht. Und ich gehe mich jetzt rasieren.

 

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Alexander Jäger (FDP), Jürgen Vollmer und Nicolai Kosirog: Saubermänner unter sich

Ein Skandal ist geschehen. Der Vorsitzende vom „Forum rauchfrei“, Johannes Spatz, verschafft sich widerrechtlich Zugang zu einer Plakatwand, entfernt ein Plakat mit einer Tabakwerbung und macht daraus eine politische Aktion. Die Entrüstung bei den „Genussfreunden“ kennt daraufhin keine Grenzen mehr:

Allen voran der Aalener FDP-Frontmann Alexander Jäger:

Alexander Jäger: Wer lügt der stiehlt… Was die wohl für ein Geschrei anstimmen würden wenn Raucherorganisationen Verbotsschilder mopsen würden? (Quelle)

Alexander Jäger (Aalen), Nicolai Kosirog und Jürgen Vollmer entrüsten sich über dreisten Diebstahl!

Alexander Jäger (Aalen), Nicolai Kosirog und Jürgen Vollmer entrüsten sich über dreisten Diebstahl!

Alexander Jäger ist zu Recht entrüstet, ist er doch ein stets gesetzestreuer Mitbürger. Es war nun auch nicht Alexander Jäger, der zum strafbaren Mittel der Nötigung gegriffen hat, um im Mietshaus die Hundehaltung durchsetzen zu können:

Alexander Jäger, FDP, aus Aalen zeigt, wie man sein Recht durchsetzt.

Alexander Jäger, FDP, aus Aalen zeigt, wie man sein Recht durchsetzt.

Auch anderweitig hat der Aalener FDP-Mann eine saubere Weste. Es war nun bestimmt nicht Alexander Jäger aus Aalen, der Rauchgegner im Internet regelmäßig mit Schmäbegriffen belegt:

Alexander Jäger (FDP Aalen) beleidigt den Verfasser als

Alexander Jäger (FDP Aalen) beleidigt den Verfasser als „nichtrauchender Blödsack“

Manchmal freut sich der Mann aus Aalen aber auch zu früh:

Alexander Jäger "Arschloch"

Alexander Jäger „Arschloch“

Oder eine seiner neueren Herabwürdigungen:

Alexander Jäger, Aalen, FDP, schmäht Rauchgegner

Alexander Jäger, Aalen, FDP, schmäht Rauchgegner

Vielleicht sollte Herr Jäger mal kurz im Internet herumschauen, was man über ihn so weiß, bevor er den Saubermann geben will. Aber er entrüstet sich ganz herzlich, der Herr Jäger. Wenn Herr Jäger dagegen selbst im Internet angegriffen wird, greift er übrigens gerne mal zum Mittel der Strafanzeige. Denn Schuld haben immer die anderen.

Zum nächsten „Herrn Saubermann“, Jürgen Vollmer aus Marburg. Die Liste seiner gegen Rauchgegner vorgetragenen Schmähungen ist so lang, da muss einfach GOOGLE ran. Vollmer war es auch, der zur Senkung der Tabaksteuer das Mittel der Steuerverkürzung empfahl:

Jürgen Vollmer: Mit Steuerhehlerei gegen zu hohe Tabaksteuern

Jürgen Vollmer: Mit Steuerhehlerei gegen zu hohe Tabaksteuern

Aber gegen das Abnehmen eines Plakates sind diese Dinge natürlich „Peanuts“. Denn auch Jürgen Vollmer ist ein echter „Saubermann“.

Jetzt zum letzten Herrn, dieses sauberen Trios. Nicolai Kosirog hat es nicht ganz so mit dem Beleidigen wie seine Freunde, aber als Plagiator ist er ganz große Klasse. Besonders wenn er versucht, für ein erstelltes Plagiat auch noch Urheberrechtsschutz einzufordern.

Ja, wir sehen: Die drei Herren entrüsten sich zu Recht. Sie haben eine weiße Weste und da steht es ihnen moralisch einfach zu, verderbte Antiraucher ob ihres kriminellen Tuns öffentlich zu tadeln.

 

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Nicolai Kosirog – Wenn Raucherträume doch nicht wahr werden.

Muss man noch mehr über Nicolai Kosirog sagen? Wir haben seine peinlichen Ausfälle und Einlassungen hier mannigfaltig behandelt. Aber er legt immer wieder nach und zeigt uns jedes Mal auf’s Neue, dass er des Lesens und Recherchierens doch nicht ganz so mächtig ist, wie er zu glauben scheint. Sein neuestes Beispiel:

Nicolai Kosirog Hallo! Über was schreibt ihr hier? Nach einer Langzeitstudie des Westdeutschen Herzzentrums der Uni Essen ( aber das ist wahrscheinlich von der Pöhsen Tabakmafia gekapert worden) sind über 90% aller Herz-Lungenerkrankungen den Genen geschuldet. Also nix Rauchen, nix zu wenig Sport, nix falsche Ernährung trägt an diesen Erkrankungen Schuld. Ausser man heisst Rachow und ist völlig dement. (Quelle)

Zuerst einmal gelingt es selbst mir als Mensch, der täglich Suchmaschinen nutzt, nicht diese Studie zu finden. Kosirog referenziert wie üblich bei wissenschaftlich ungebildeten Personen nicht auf das Studienmaterial. Aber über die Tatsache, dass Kosirog wie fast alle seiner Rauchgenossen am Ende seiner Argumentationskraft angekommen nur noch die Flucht in die Beleidigung bleibt, habe ich sehr amüsiert zur Kenntnis genommen.

Wenn man die Studie auf die Kosirog verweist schon nicht findet, so erreicht man im Netz sehr leicht die Webseite des „Westdeutschen Herzzentrums in Essen„. Denn das gibt es wirklich. Und da bin ich doch verwundert. Denn die Autoren dort scheinen ihre eigene Studienlage nicht zu kennen. Auf der Webseite kann man sich nämlich eine ganze Menge Infobroschüren herunterladen (Link).

Infobroschüren Westdeutsches Herzzentrum Essen

Infobroschüren Westdeutsches Herzzentrum Essen

Einige davon sind für Kosirog sicher besonders interessant:

  • „Das Rauchen einfach aufgeben“
  • „Prävention und Lebensstil“
  • „Leben nach dem Herzinfarkt“

Gerade das, was in der letzten Broschüre steht, wird einem Hardcoreraucher wie Nicolai Kosirog nicht schmecken:

Rauchen als Risiko beim Herzinfarkt (Quelle Westdeutsches Herzzentrum Essen)

Rauchen als Risiko beim Herzinfarkt (Quelle Westdeutsches Herzzentrum Essen)

Auch in dem Text „Prävention und Lebensstil“ findet man gleichlautende Empfehlungen zum Rauchen:

Rauchen als Risiko beim Herzinfarkt (Quelle Westdeutsches Herzzentrum Essen)

Rauchen als Risiko beim Herzinfarkt (Quelle Westdeutsches Herzzentrum Essen)

Die von Kosirog genannten Einschränkungen, dass „90% der Herz-Lungenerkrankungen den Genen geschuldet sind“ wird hier offenbar nicht geteilt. Komisch. Woher hat Kosirog denn nun seine Informationen? Wir sind gespannt, wann er uns den Link zu der von ihm genannten Studie präsentiert und wir diese auswerten können. Eventuell kann Kosirog ja nur eine medizinische Studie nicht korrekt interpretieren und die Inhalte wiedergeben. Oder er lügt einfach bewusst und erdichtet in seiner Phantasie, was er gerne lesen würde.

 
 

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Nicolai Kosirog: Vordenker gesucht… und gefunden!

Nicolai Kosirog aus Mülheim an der Ruhr ist ein Hardcoreraucher und wie ich bereits mehrfach aufgezeigt habe, nicht gerade zu kognitiven Spitzenleistungen prädestiniert. Gerade solche Menschen suchen sich daher oft Vordenker, die ihnen intellektuell den Weg weisen und aufzeigen, was sie zu denken haben. Kosirog vom facebook-Kanal „Netzwerk Rauchen“ ist nun auf der Suche nach intellektueller Schützenhilfe fündig geworden:

Nicolai Kosirog hat einen neuen Vordenker

Nicolai Kosirog hat einen neuen Vordenker

Das Problem beim Vor- und seinem Nachdenker ist, dass es der Nachdenker mit dem Nachdenken oft nicht so hat wie sein Vordenker. Und mit dem Lesen schon gar nicht. Oder anders gesagt: Der Nachdenker liest aus dem Text des Vordenkers genau das heraus, was ihm in den Kram passt und der Rest wird geflissentlich nicht beachtet. Was meine ich damit? Nun, Nicolai Kosirog ist ein vermutlich starker bis sehr starker Tabakraucher. Sonst würde er sich nicht öffentlich gegen den Nichtraucherschutz positionieren. Wer Tabakwaren konsumiert, ruiniert sich seine Gesundheit. Und zwar vorsätzlich. Er geht ein extrem hohes Risiko ein, an schweren rauchbedingten Krankheiten zu leiden und zu sterben. In dem ganzen Interview mit Manfred Lütz lese ich hingegen aus keinem einzigen Satz heraus, der es gutheißt, sich durch (Tabak)Drogenkonsum willentlich zu Grunde zu richten. Im Gegenteil:

Manfred Lütz: … Doch ich bin auch Arzt und finde selbstverständlich einen verantwortungsvollen Umgang mit der Gesundheit wichtig. Gesundheit ist ein hohes Gut, doch nicht das höchste – nur dagegen polemisiere ich. Deswegen habe ich natürlich nichts dagegen, dass jemand ein Fitnessstudio aufsucht oder auf gesunde Ernährung achtet. Aber mal richtig lecker ungesund essen, cholesterinreich, fettreich, dazu ein himmlischer Wein, das muss doch noch erlaubt sein! Die Freiheit einer freiheitlichen Gesellschaft ist auch die Freiheit zum ungesunden Leben. (Quelle)

Da hat Kosirog also vermeintlich einen gefunden, der ihn beim tabakinduzierten Suizid eine Rechtfertigung liefert. Da kann man dann schon mal einige Kernaussagen, die in eine andere Richtung gehen, ignorieren. Denn Lütz schreibt von „…mal richtig lecker ungesund essen…“ etc. . Er schreibt nichts von „Rauchen, bis der Lungenkrebs kommt…“. Na ja, wenn man eben zur nicht gerade zur intellektuellen Elite gehört, kann man das schon mal übersehen.

Ganz abgesehen davon, dass es auch heute in der Zeit des angeblichen Gesundheitswahnes einem jeden unbenommen ist, sich durch eine suizidale Handlung (zur Not eben auch durch das Rauchen von Zigaretten) nach Belieben zu töten, redet Lütz also nicht dem hemmungslosen Tabakdrogenkonsum das Wort, wie Kosirog zu glauben scheint. Er spricht sich vielmehr gegen eine übertriebene Vergötterung von Fitness und Gesundheit aus. Und darin ist ihm schlussendlich zuzustimmen. Jede Form von Exzess ist fragwürdig. Wie z. B. eben jener Gesundheitsexzess, welcher sich u. U. darin manifestieren kann, dass man sich nur noch makrobiotisch, lactosefrei, biologisch, vollwertig ernährt oder stundenlang mit Stöckchen in den Händen durch den Wald läuft. Übrigens habe ich nicht den Eindruck, dass diese stöckchenbewaffneten Leute, die mir im Wald so entgegenkommen, den verbissenen Gesichtsausdruck haben, den Lütz wahrgenommen zu haben scheint. Aber sie sehen deutlich besser aus, als mancher Hardcoreraucher mit seiner durch jahrelanges „Extreme Couch Potaoing“ auf die Dimensionen eines Schwangerschaftsbauches im 9. Monat angewachsenen Wampe, seiner blassen und fahlen Haut und seinen tiefen Furchen im Gesicht.

Zum fragwürdigen Exzess gehört dann übrigens auch, das nur zur Erinnerung für Herrn Kosirog, das Inhalieren von Tabak in Mengen wie sie manche Hardcoreraucher aus den bekannten Foren konsumieren. Denn die können oft nicht einmal eine 1,5 km lange „Raucherdemo“ zu Fuß überstehen, ohne am nächsten Tag den Arzt aufsuchen zu müssen. Und dann laufe ich doch lieber mit Stöckchen als dass mich eine kurze Distanz per pedes schon an den Rand des Zusammenbruchs bringt. „Krankheitswahn“, also die vorsätzliche Runierung der eigenen Gesundheit, ist eben auch nicht gerade eine erstrebenswerte psychische Grundkonstitution.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 6. Juni 2015 in Nicolai Kosirog, Uncategorized

 

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Nicolai Kosirog: Ertappt!

Vor einigen Tagen veröffentlichte ich hier auf dem Blog einen Artikel über den Mülheimer Hardcoreraucher Nicolai Kosirog. Ich wies ihm in diesem Artikel nach, dass er falsche Zahlen zum Zwecke der Desinformation verwendet bzw. es Herrn Kosirog aufgrund allfälliger kognitiver Defizite kaum möglich ist, logisch valide Schlüsse zu ziehen. Normalerweise beschäftige ich mich ja nicht mit den Reaktionen von Herrn Kosirog auf meine Artikel, aber seine Antwort ist so urkomisch, da muss einfach eine entsprechende Würdigung folgen. Unter dem hier verlinkten URL versucht Herr Kosirog so etwas wie eine Replik auf meinen Artikel zu verfertigen.

Fakeposting von Nicolai Kosirog

Fakeposting von Nicolai Kosirog

1. Problem: In meinem Beitrag habe ich Kosirog nachgewiesen, dass er entweder nicht recherchieren kann oder er absichtlich desinformiert. Wie kommt man da also wieder raus? Ganz einfach: Man postet einen angeblichen Screenshot und versucht seine doofen Leser Glauben zu machen, der Lapsus sei reine Absicht und man habe das genau so geplant. Dann präsentiert man einen angeblich mehrere Tage vor dem eigentlichen Beitrag geposteten Screenshot wo genau dies angekündigt wird. Ein Link zu dem Originalbeitrag des angeblichen Screenshot wird natürlich nicht gepostet. Wie auch? Der steht ja nirgends.

2. Problem: Als Fälscher von Screenshots ist Herr Kosirog genau so schlecht wie als Analyst von Zahlendaten. Bereits wenn man den Shot nur kurz vergrößert und mit einem Originalscreenshot eines seiner Beiträge vergleicht, werden die Diskrepanzen deutlich:

Fakeshot von Nicolai Kosirog - Details (oben der angebliche Beitrag vom 16.05.2015, unten ein Originalbeitrag vom 21.05.2015)

Fakeshot von Nicolai Kosirog – Details (oben der angebliche Beitrag vom 16.05.2015, unten ein Originalbeitrag vom 21.05.2015)

Wenn man das Bild auf voller Größe ansieht, erkennt man beim oberen Beitrag, den Kosirog angeblich schon am 16.05.2015 geschrieben haben will, dass sich um die Buchstaben herum Pixel mit veränderten Farben befinden. Hierbei handelt es sich um eine Kantenglättung („Anti-Alias“), die Grafikprogramme vornehmen, wenn Text mit dem Programm in ein Bild eingefügt wird. Bei einem Originalscreenshot, der nur von einem Grafikprogramm gespeichert wird, tritt der Effekt nicht auf (unteres Halbbild).

Weiterhin erkennt man, dass Kosirog nicht die richtige Schriftart verwendet hat. Die meisten Buchstaben des in Schwarz geschriebenen Textes sehen zwar ähnlich aus, aber bei kleinen „a“ erkennt man eine deutliche Abweichung (Bild anklicken zum Vergrößern). Ebenfalls beobachtbar ist dies bei den kleinen „e“, wo der Mittelstrich an unterschiedlicher Höhe ansetzt.

Fakeshot von Nicolai Kosirog - Details (oben der angebliche Beitrag vom 16.05.2015, unten ein Originalbeitrag vom 21.05.2015)

Fakeshot von Nicolai Kosirog – Details (oben der angebliche Beitrag vom 16.05.2015, unten ein Originalbeitrag vom 21.05.2015) Schriftartfehler

Weiterhin fällt beim Namenszug „Nicolai Kosirog“ auf, dass die Schriftart oben eine andere ist als unten. Sie ist oben im Schnitt um 1 Pixel breiter. Dadurch haben die „N“ des Vornamens eine unterschiedliche Anzahl „Trepppenstufen“. Auch der „i“-Punkt über dem Nachnamen „Kosirog“ ist unterschiedlich. Im oberen Bild ist er 1 Pixel hoch, im unteren hingegen zwei.

Edit: Außerdem hat Kosirog wohl auch Probleme mit dem genauen Hinsehen. Wie man sieht, steht das Datum im Fakebeitrag oben etwas zu weit rechts (erkennbar an der senkrechten roten Linie):

kosirog-fakeshot-2b

Was hat Kosirog also getan, um zu dem angeblichen „Beweis“ zu kommen? Er hat sein Bild aus facebook kopiert, eingefügt und den ganzen Text mit der Hand in ein Grafikprogramm geschrieben. Leider hat er dabei nicht den richtigen Font erwischt und vergessen, das „Anti-Alias“ abzuschalten. So ein Pech, aber auch! Lieber Nicolai, wie ich bereits mehrfach schrieb: Du bist (rauchertypisch) nicht die allerhellste Kerze auf der Torte. Aber so plump muss man es doch auch nicht versuchen, oder? Oder willst Du uns nun den nächsten Screenshot zum Screenshot posten? Nicht wirklich, oder?

 
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Verfasst von - 28. Mai 2015 in Nicolai Kosirog

 

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Nicolai Kosirog: Ein rauchendes Logikgenie

Ein ständig wiederkehrendes Thema hier im Blog sind die geistigen Verrenkungen, die Nikotinsüchtige gelegentlich im Internet anstellen, um ihre Sucht irgendwie zu rechtfertigen oder zumindest in einem guten Licht erscheinen zu lassen und Gegenmeinungen abzuwerten. Heute habe ich mal wieder ein besondere Schmankerl aus dieser Kategorie für Sie, meine sehr verehrten Leserinnen und Leser. Der Urheber dieses hochgradigen Unsinns ist der bereits hier häufiger besprochene Nicolai Kosirog aus Mülheim an der Ruhr. Auf dem facebook-Kanal des Nikotinikervereins „Netzwerk Rauchen e. V.“ lässt er seine Betrachtungen zu Thema Raucherprävalenz, Statistik und Stochastik über den Sender:

Nicolai Kosirog: Und wieder einmal völliger Blödsinn von Mortler und Co. […]

Zur Information: Marlene Mortler ist die Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Vor wenigen Tagen stellte sie den Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung vor (Link). Darin wird insbesondere herausgearbeitet, dass die Raucherquote in Deutschland nunmehr bei nur noch ca. 25% der Bevölkerung liege. Die Prävalenz insbesondere jugendlicher Raucher sei zudem sehr stark gefallen.

Zahl der starken Raucher sank um ein Drittel Seit 2010 sank die Quote bei den Frauen von 22 auf 20 und bei den Männern von 35 auf 29 Prozent. Die Zahl der starken Raucher, die pro Tag auf mehr als 20 Zigaretten kommen, fiel im gleichen Zeitraum sogar um ein Drittel. Die Quote liegt damit inzwischen bei zwölf Prozent aller Raucher. Bei den Kindern und Jugendlichen sank die Raucherquote seit 2001 dagegen ganz beachtlich – von 28 auf 9,7 Prozent. Damit sei die Zielmarke von weniger als zwölf Prozent, die die Bundesregierung in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie vorgegeben habe, sogar unterschritten worden, freute sich Mortler. (Quelle Tagesspiegel)

Derartige Zahlen können einem notorisch Nikotinabhängigen wie Nicolai Kosirog naturgemäß nicht gefallen. Denn damit wird auch deutlich, dass seine Sucht immer mehr zu einer Domäne der randständigen, also der sozial unterprivilegierten Gesellschaftsteile wird. Außerdem wird Rauchen zunehmend ein Verhalten der älteren Menschen. Entsprechend versucht der Mann aus Mülheim dagegenzuhalten:

Nicolai Kosirog: […] Woher will sie diese Zahl haben, wie will sie diese errechnet haben? Durch Umfragen? Meinungsforscher gehen davon aus, dass in Umfragen bis zu 30% der Befragten unwahre Angaben machen.Daher wenig seriös.(Quelle)

Ein, wie von Kosirog gewohnt, dünnes, nachgerade dümmliches Argument. Die Tatsache, dass u. U. in Umfragen unwahre Angaben gemacht werden, wofür er übrigens wie üblich den Beleg schuldig bleibt, ergibt nun nicht in der Folge, dass alle Daten, die mit Hilfe von Umfragen zu Stande kommen, per se unseriös sind. Und woher will Kosirog wissen, wer wie viel bei welcher Umfrage gelogen hat? Die genannten 30% sind, wenn überhaupt, ein Maximalwert, der eine erhebliche Schwankungsbreite aufweisen kann. Dies ist also wieder ein typischer Versuch der Nikotinabhängigen aus dem Umfeld des „Netzwerk Rauchen“ die Wissenschaft zu diskreditieren. Es wird irgend etwas behauptet, aber es wird nicht bewiesen. Man kennt derlei ja bereits von der Problematik, dass Passivrauchen gesundheitsschädlich ist. Diese Erkenntnis wird von den einschlägigen Nikotinikergrüppchen regelmäßig mit dem Hinweis darauf zu kontern versucht, dass man vorhält, dass es nur epidemiologische Studien und keine ätiologischen Beweise dafür gebe. Dieser selten dümmliche Vortrag kondensiert dann immer in der Einlassung, auf keinem einzigen Totenschein sei jemals „Tod durch Passivrauch“ als Todesursache aufgetaucht. Man muss nicht weiter über derlei Stuss reden. Aber neben dieser intellektuellen Schwäche unterlaufen Kosirog weitere Fehler:

Nicolai Kosirog:  Dem widersprechen mehrere Gründe: 1. Nach einer jüngst veröffentlichen Schätzung des Bundesamtes für Statistik, basierend auf den ersten drei Monaten dieses Jahres, wird die Tabaksteuer dieses Jahr mit ca. 21 Milliarden einen neuen Höchststand erreichen. Also ist dort kein Rückgang, wie er bei weniger Rauchern fetststellbar sein müsste, erkennbar.

Diese Stellungnahme entstammt vermutlich entweder aus reiner Dummheit, der Unfähigkeit zu recherchieren, korrekt mit Zahlen umzugehen oder dem schlichten Vorsatz der Desinformation der Leser. Sehen wir uns zuerst die Einnahmen aus der Tabaksteuer an. Die Einnahmeschätzung für das Jahr 2015 liegt nämlich mitnichten bei 21 Milliarden Euro, wie Kosirog vorgibt, sondern nur bei 14 Milliarden:

Tabaksteuer Schätzung für 2015

Tabaksteuer Schätzung für 2015 (Quelle)

Die Veränderung gegenüber dem Vorjahrsquartal beträgt dabei -3,8% was ein normaler Mensch als „Rückgang“ ansehen würde. Man hätte einfach mal im Netz recherchieren können.

Besonders dumm ist zusätzlich, dass Kosirog wissenschaftliche Untersuchungen als „unseriös“ abtut (s. o.) aber sich stattdessen auf Schätzungen verlässt. Also haben wir hier wieder einen wunderbaren Beleg dafür, dass Rauchen mit selektiver Wahrnehmung wesentlich einfacher ist. „Helmut Schmidt ist über 90 und ein kerngesunder Raucher“ ist dann nur die Spitze dieses Eisbergs der nikotininduzierten Verdoofung.

Weiter im Text: Logisches Denken ist offenbar überhaupt nicht die bevorzugte Disziplin des Fernschachspielers Kosirog:

Nicolai Kosirog: 2. Allein im Zollbereich Essen wurden in 2014 12 Millionen geschmuggelte Zigaretten beschlagnahmt und der ermittelte Steuerschaden beträgt 59 Millionen Euro. Fünf mal mehr als noch in 2013. Da nun bekanntermassen nur ein Bruchteil beschlagnahmt werden kann, ist also auch dort kein Rückgang zu erkennen.

Dass das Aufspüren von Schmuggelgut einer mehr oder weniger großen Anzahl von Zufällen unterliegt (Fahndungsdruck, Informationen über Schmuggelwege und Vorgehen der Schmuggler, Ermittlungsstrategien und -erfolge, Personalausstattung der Polizei- und Zollbehörden, Vorliegen von Hinweisen etc. etc.), dürfte intelligenten Menschen einsichtig sein. Herr Kosirog hat jedoch damit Probleme. Der geht davon aus, dass sich aus dem jeweils entdeckten Schmuggelgut auf funktionalem Wegse eine verlässliche Zahl der insgesamt geschmuggelten Ware herleiten ließe. Zumal auch das Verhältnis von legaler und illegaler Ware hochgradig variabel ist.

Nicolai Kosirog:  3. Steigen durch höhere Steuern immer mehr Raucher von fertigen Zigaretten auf Feinschnitttabak um. Da nun jeder Raucher anders dreht oder stopft, wie sollen da Zahlen ermittelt werden können? Ergo, kein Rückgang erkennbar.

Auch dieses Argument ist wertlos. Als Suchtraucher sollte Herr Kosirog über folgendes Wissen verfügen: Der Raucher braucht die Droge Nikotin. Nikotin ist Teil im Tabak, es ist zu einem bestimmten Anteil darin enthalten. Um die vom Süchtigen benötigte Menge an Nikotin aufzunehmen, muss eine bestimmte Tabakmenge geraucht werden. Die Verteilung dieser Menge auf die einzelnen am Tag gerauchten Zigaretten ist unerheblich. Wie ein Raucher dreht oder stopft spielt dann keine Rolle. Egal ob in einer dicken oder zwei dünnen Zigaretten verteilt, die verschwelte und inhalierte Tabakmenge alleine ist entscheidend. Denn sie alleine sagt aus, wie viel seines Suchtstoffes sich der Nikotinabhängige zuführt.

Nicolai Kosirog:   4. Dampfen etliche Raucher zusätzlich zum normalen Rauchen noch, was die Zahl der verkauften Zigaretten sinken lassen müsste. Wie in Punkt eins zu sehen war, ist dem nicht so. Auch hier ist kein Rückgang feststellbar.

Auch hier sucht man nachprüfbare Zahlen vergeblich. Stattdessen Mutmaßungen, vage Annahmen, unbewiesene Behauptungen. Der Großmeister des Konjunktiv Kosirog könnte vielleicht mit einer Kristallkugel bewaffnet als Wahrsager in einem Kirmeszelt auftreten. Die Qualifikation dazu hat er jedenfalls.

Nicolai Kosirog:   Fazit: Wenn nun also die Lügen, ups, Drogenbeauftragte einen Rückgang erkannt hat, so müssten (und ich übertreib jetzt mal) alle anderen Raucher ihren Konsum quasi verdoppelt haben und das ist definitv ins Reich der Fabel zu verweisen.

Sehr amüsant. Ein Textdichter wie Nicolai Kosirog, der Zahlen und Daten ohne Belege bereitstellt, bezichtigt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, die sich auf wissenschaftliche Daten berufen kann, der Lüge. OK, man ist von den Leuten aus dem Umfeld des „Netzwerk Rauchen“ nichts anderes gewohnt. Halten wir fest: Rauchen liegt nicht mehr im Trend. Gerade Jugendliche, zumal wenn sie aus gebildeteren Schichten stammen, lehnen das Rauchen immer stärker ab. Es ist zunehmend „uncool“ zu rauchen. Raucher werden als Unterschichtangehörige wahrgenommen, Rauchen ist nicht mehr anstrebenswert. „Nierauchen“ liegt im Trend:

Gleichzeitig ist der Anteil der Nieraucherinnen und Nieraucher im Zeitraum von 2001 bis 2014 deutlich angestiegen (Abbildung 08). Bei der Befragung 2001 hatten 40,5 Prozent der 12- bis 17-Jährigen noch nie  geraucht, 2014 waren es 75,3 Prozent. Bei den jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren ist der Anteil des Nierauchens von 23,1 Prozent (2001) auf 36,2 Prozent (2014) gestiegen. Sowohl bei den 12- bis 17-Jährigen als auch bei den 18- bis 25-Jährigen verlaufen die Entwicklungen des Nierauchens in beiden Geschlechtergruppen ähnlich. (Quelle S.30)

 

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