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Archiv der Kategorie: Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz

Aggressive Raucher am Arbeitsplatz

Auf dem Nichtraucherblog von „Destruxol“ ist ein Artikel erscheinen, bei dessen Lektüre ich die kalte Wut bekomme. Der Inhalt kurz zusammengefasst: Die aus verschiedenen Rauchergruppen bei facebook bekannte Raucheraktivistin „Tamy Schalke.“, die unter ihrem Klarnamen auch Artikel gegen den Nichtraucherschutz in einer Onlinezeiting „Lokalkompass“ schreibt und die bei facebook  unter dem o. g. Pseudonym auftritt, wird dort mit einem Beitrag zitiert, den sie auf der Plattform eingestellt hat. Die Gruppe heißt, wie man aus dem beigefügten Screenshot erkennen kann, „Raucherstüberl“. Man darf vermuten, dass sich dort Extremraucher versammelt haben, um gegen Nichtraucher und Rauchverbote zu Felde zu ziehen.

Kern des Beitrages ist die Tatsache, dass Frau E. am Arbeitsplatz seit kurzer Zeit mit einer neuen Kollegin konfrontiert ist, die sich an ihrem Rauchen stört. Die Reaktionen von Frau E. sind so derart typisch für uneinsichtige Hardcoreraucher, dass ich hier über sie referieren will.

Frau E.: Herzlichen Glückwunsch Tamy Schalke! Sie haben gewonnen! Seit Montag dieser Woche, haben Sie das Glück eine Antiraucherin als Arbeitskollegin bekommen zu haben!!!!!! Folgendes hat sich soeben zugetragen:
Ich sitze ganz allein (!) in meinem Büro ohne Tür. Mein Kollege ist bereits nachhause gegangen. Also stecke ich mir im Büro gemütlich eine Zigarette an und rauche statt wie in der Küche sonst, an meinem Schreibtisch. Es hat noch nie irgendjemanden (inklusive Chef, der 2 Büros weiter sitzt) gestört.

Unglaublich! Frau E. raucht normalerweise in der Küche. Also dort, wo andere Menschen sich ihr Essen zubereiten! Sie hat offenkundig gar kein Problem damit, die Atmosphäre dort mit ihren krebsrregenden Rückständen zu sättigen

Bereits die Wortwahl der Frau E. lässt übrigens einiges erkennen. Sie hat eine „Antiraucherin“ als neue Kollegin. Hier wird bereits das diametrale Weltbild von Frau E. deutlich. Es gibt Genussfreunde und „Antiraucher“. Letztere sind böse. Ihr Büro hat zudem keine Tür. Damit handelt es sich nicht um einen abgeschlossenen Raum. Aus diesem können die gesundheitsgefährdenden Abgase des Tabakrauchens austreten. Damit ist das Rauchen an diesem Arbeitsplatz nach §5 Arbeitsstättenverordnung unzulässig. Ob Ihr Rauchen jeamnden stört, gestört hat oder stören wird ist unerheblich. Laut Gesetz hat sie es zu unterlassen in ihrem offenen Büro zu rauchen. Punkt.

Des Weiteren ist die Frage zu stellen, wie Frau E. darauf kommt, dass ihr Verpesten der Umgebungsluft bis dato „noch niemanden gestört“ habe. Hat sie alle Mitarbeiter einzeln gefragt? Oder schließt sie dies nur daraus, dass sich nie jemand ihr gegenüber artikuliert hat?

Es kommt also nun zu einem Dialog zwischen der neuen Kollegin und Frau E., denn die neue Kollegin erdreistet sich doch tatsächlich, sich über das Rauchen von Frau E. zu beschweren:

Unsere neue Kollegin aus der Redaktion sitzt 3 Räume weiter. Ich mache grad meine erste Zigarette aus, da kommt sie angewackelt und meinte, ob sie mal “jammern” dürfte! Wenn ich hier in meinem Büro rauche, kann ich ja keine Türe zumachen, also würde der Duft in ihr Büro reinziehen…! Ich sage: “Aber ihr Büro ist doch DORT HINTEN!” und sehe sie ungläubig an?!? Ja, genau. Und der Geruch zieht bis an ihren Schreibtisch.

Hier kommt die zweite typische Verhaltensweise von Rauchern zu Tage: Sie können sich nicht vorstellen, dass andere Menschen ihr aerosoler Abfall belästigen könnte. Wie auch? Raucher haben sich durch jahrelanges Rauchen in aller Regel ihren Geruchssinn so derartig ruiniert, dass sie ein ganz anderes olfaktorisches (Hey, Alex, ich kann auch Fremdwörter! Geil, oder?) Empfinden haben als normale Menschen. Dass der Gestank ihrer Zigarette Menschen auch noch einige Meter weiter belästigt, derart einfache Sachverhalte können oder wollen sich Raucher wie Frau E. nicht vorstellen. Aber derartige Extremraucher können sich ja auch nicht vorstellen, dass ihnen ihr Tabakkonsum eines Tages so nette Dinge wie ein Bronchialkarzinom einbringen könnte. Ein klassischer Mangel an Antizipationsvermögen, würde ich sagen.

Weiter geht es mit den Einlassungen von Frau E. Sie ist immer noch wirklich „stinkig“ (schönes Wortspiel bei Rauchern, finden Sie nicht? 😉 ) über ihre neue Kollegin:

JAA NEEE, ISS KLAR!!!!!! So kann man sich, wenn man neu ist schon DIREKT beliebt machen! Klasse Einstieg!

Hier erkennt man wiederum das vollkommen fehlende Empathievermögen der Raucherin Frau E. Dass sich jemand solch eine „Unverschämtheit“ herausnimmt, wie die neue Kollegin und Frau E. dezent darauf hinweist, dass sie sich durch diese belästigt fühlt, ist ja auch absolut inakzeptabel. Und wenn man neu in der Firma ist, dann hat frau erst Recht den Mund zu halten, denn sonst misslingt „der Einstieg“. Und schuld sind sowieso immer die anderen.

Lassen wir Frau E. noch ein wenig vortragen:

Jetzt ging ich grad rüber, und sehe, dass DORT bei ihr die Türe zu ist. Na geht doch!

Auch hier tritt wieder eine typische Verhaltensweise rücksichtsloser Raucher zu Tage, welche da heißt: „Sollen sich doch die anderen darum kümmern und etwas tun, damit sie sich nicht von mir belästigt fühlen! ICH rauche, ICH will das und ICH darf das!!!“ Ein nachgerade widerlicher Egoismus!

Dennoch befürchte ich, dass sie bald beim Chef auf dem Schoß sitzt und sich beschwert… ich bin gespannt! Schließlich bin ich die beste XXXXXXXX (Berufsbezeichnung gelöscht, PR) (ohne Selbstlob, ist aber so) und der Chef weiss das. Deswegen darf ich ja auch fast überall rauchen. Ich bin gespannt, was als nächstes kommt…

Und wieder eine typische Einlassung eines schwerstabhängigen Rauchers bzw. Raucherin: Frau E. glaubt, dass die Leistung, die sie im Betrieb erbringt, sie dazu berechtigt, sich a) über Gesetze zu stellen und b) andere Menschen mit ihrem Tabakrauch belästigen zu dürfen. Eine deratige moralische Verkommenheit lässt einen schon gruseln.

Nächster Akt: Der Kleinkrieg „Raucher gegen Nichtraucher“ beginnt. Frau E. eröffnet die Schlacht:

Ach so 😉 Ja, Frau XXXXX hat von mir heute morgen das letzte freundliche Worte gehört “Guten Morgen”. Tja, das wars dann mit der Freundlichkeit.

Dies lässt auf zweierlei schließen. Frau E. ist einerseits derart hochgradig nikotinabhängig, dass sie auch soziale Beziehungen und den Betriebsfrieden ihrer Sucht unterordnet. Und sie ist bereit, aggressiv gegen Menschen, die keinen fremden Tabakrauch einatmen wollen, vorzugehen.

Abschließend: Dass hemmungslose Raucher in aller Regel auch krasse Egoisten sind, ist durch diese Einblicke in die Denkstrukturen von Extremrauchern wieder einmal belegt. Die Belange anderer Menschen interessieren sie im Falle des Tabakrauchens einen feuchten Kehricht. Jegliche Verhaltenssteuerung ist der Suchtbefriedigung untergeordnet. Es interessiert letztlich nur die Droge. Ich kann der neuen Kollegin von Frau E. nur raten, ihren Rechtsanspruch auf einen rauchfreien Arbeitsplatz mit allen rechtlichen Mitteln durchzusetzen und so der Rücksichtslosigkeit einer militanten Raucherin einen Riegel vorzuschieben.

Frau E. hat übrigens auch kein Problem damit, wie viele militante Raucher, öffentlich andere Menschen zu beledigen. Auf facebook postete sie unlängst die Schmähung „Depp“, der „nicht mehr alle“ habe,  gegen einen Fernsehmoderator, der Dinge zum Rauchen vortrug, die ihr nicht gefallen:

Frau E. rastet aus.

Frau E. rastet aus.

 

 

 

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