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Archiv der Kategorie: Monika Müller-Klar

Dr. med. Monika Müller-Klar vom „bft e. V.“ dämmert es

Langsam scheint sich auch bei den Hardcorerauchern eine bestimmte Erkenntnis durchzusetzen, welche Menschen, die nicht vom Nikotin abhängig sind, schon lange hatten: Der Kampf gegen das Rauchverbot ist verloren. Dies u. a. deshalb,  weil die meisten Menschen den Nichtraucherschutz als sehr sinnvoll empfinden und es genießen, vom stinkenden krebserregenden Qualm verschont zu bleiben wenn man abends ausgehen will.

Dr. med. Monika Müller-Klar:[…] Aber, was viel wichtiger ist: Die Akzeptanz des Rauchverbotes im Land ist mittlerweile sehr hoch. Das bedeutet, wir müssen Überzeugungsarbeit leisten, sprich Plakate, Flyer, Medienpräsenz, Anzeigen, öffentliche Veranstaltungen etc. […] (Quelle)

Also, in kurzen und knappen Worten: Der K(r)ampf gegen den Nichtraucherschutz ist verloren. Kaum noch ein Rückhalt für die abwegigen Positionen der Freunde von Lungenkrebs und Raucherbein in der Normalbevölkerung. Die paar facebook-Fakes, die ihre Beiträge grundsätzlich einleiten mit „Ich bin Nichtraucher, aber…“ zählen nicht! Und außer Hiobsbotschaften nichts, was die Raucherseele aufrichten könnte. Die Volksbegehren in Bayern und NRW abgeblasen, „Helmut-Partys“ als illegale Raucherpartys erkannt, auf „Massendemos“ laufen gerade mal ein paar Dutzend Leute mit (wenn man beim Kriechgang von „laufen“ überhaupt reden mag) und die „Raucherbewegung“ ist hoffnungslos zerstritten und zerfleischt sich selbst. Wer macht denn nun das Licht aus?

Dr. med. Monika Müller-Klar dämmert es.

Dr. med. Monika Müller-Klar dämmert es.

 

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Dr. med. Monika Müller-Klar: Die Ärztin, der die Raucher vertrauen

Dr. med. Monika Müller-Klar aus Düsseldorf ist eine Medizinerin, wie wir sie uns wünschen. Sie hängt, im Gegensatz zu vielen ihrer Kollegen, nicht am Gängelband der Pharmalobby sondern geht ihren Weg unabhängig und konsequent. Als „Shooting-Star“ hat sie es innerhalb kürzester Zeit geschafft, beim „Bündnis für Freiheit und Toleranz“, einer schlecht getarnten Tabaklobbyorganisation des Tabaklobbyisten Bodo Meinsen, in den Vorstand aufzurücken (Beweis).

Besonders als freiheitsliebende Bürgerin von Nordrhein-Westfalen ist ihr das strenge Nichtraucherchutzgesetz natürlich ein Dorn im Auge. Um gegen dieses Unrechtsgesetz zu demonstrieren, nimmt sie sogar in Kauf, selbst einmal an einer tödlichen, durch Tabakrauchen ausgelösten Krankheit, zu leiden oder gar zu sterben. In heroischer Manier stellt sie sich, mit verschiedenen Suizidgeräten wie Zigarette und Bierdose bewaffnet, auf die Straße und wirbt für Ihr Anliegen, Lungenkrebs und COPD mögen auch fortan in ihrem Bundesland nicht nennenswert zurückgehen  (Bildbeweis). Auch auf Raucherdemonstrationen trägt die Dame ihre Besorgnis vor, mit der „Freiheit“ könne es demnächst zu Ende gehen (Link zu Youtube).

Und diese vorbildliche Ärztin scheint es, könnte jetzt zur Hoffnungsträgerin der entrechteten Raucher im bevölkerungsreichsten Bundesland werden. Auf facebook, genauer gesagt im Kanal „Raucher in Deutschland“, schreibt sie zwar ernüchternde Dinge übr ein neues „Volksbegehren für Rauchertod“, aber zwischen den Zeilen ist herauszulesen: Die Dame unternimmt wenigstens etwas, anstatt sich nur dem allgemeinen Lamento, wer das Volksbegehren denn nun wirklich versemmelt habe, anzuschließen:

Monika Müller-KlarLeute zu blockieren, halte ich immer für den schlechtesten Weg. Diskussion und Kritik muss immer erlaubt sein. Natürlich könnten wir jetzt ein neues VB formulieren und einreichen – kein Problem. Der Text steht schon. Die 3000 Unterstützerunterschriften wären schnell gesammelt – auch kein Problem. Und dann stünden wir so da, wie NRW niest jetzt, nämlich ohne Geld und damit ohne Aussicht auf Erfolg, denn ein VB, welches über 1 Mio. Unterschriften benötigt und auch nur die geringste Aussicht auf Erfolg haben soll, kostet. Sonst gehts in die Hose. Ich bin vor einigen Tagen wieder an die Sponsoren herangetreten und habe versucht, sie zu überzeugen, dass wir doch neu und frisch und ohne NRW niest von vorne anfangen könnten. Die Reaktion war eindeutig – NEIN, zur Zeit ist da absolut nichts zu machen. NRW niest hat zuviel Porzellan zerschlagen, sodass zur Zeit keinerlei Glauben an die Basis besteht. (Quelle)

Liebe Frau Dr.  med. Monika Müller-Klar:  Ich bitte Sie inständig: Werden Sie die neue Gallionsfigur des Rauchervolksbegehrens in NRW! Steigen Sie auf die Barrikaden! Sie haben, im Gegensetz zu den bekannten Protagonisten Petereit, Lövenich, Rippe, Blumberg et. al. das Potenzial und vor allem das Charisma, die geschundene „Raucherbewegung“ (ja, es gibt sie) zu neuen Ufern zu führen. Rufen Sie laut aus: „Brüder und Schwestern: Zur Kippe, zur Abhängigkeit!“ Zur Not gerne auch mit Bierdose in der Hand!

Auf ein Neues, Frau Dr. Müller-Klar! Die Raucher vertrauen Ihnen!

 
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Verfasst von - 9. August 2014 in Monika Müller-Klar

 

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Bodo Meinsen, „bft e. V.“ und die fortgeschrittene Form der Selbstbeweihräucherung

Bodo Meinsen aus Kirchheim bei München ist ein Erfolgsmensch.  Was er anpackt, gelingt. Er ist nicht nur Tabaklobbyist und erfolgreich insolvent gegangener Zeitschriftenmacher („Penthouse Magazin„), gescheiterter FDP-Gemeinderatskandidat und ein Trendsetter als Fernsehreporter und Dienstaufsichtsbeschwerdenschreiber. Nein! Meinsen kann mehr. Er ist nämlich auch ein politisches Alphatier. Mit seinem Verein „Bündnis für Freiheit und Toleranz e. V.“ setzt er seit Jahren Maßstäbe im Kampf für Freiheit und Bürgerrechte:

Bodo Meinsen:  Fußball-Metaphern sind dieser Tage – aus gegebenem, erfreulichem Anlass – in aller Munde. So kann auch BFT in übertragenem Sinn auf eine erfolgreiche erste „Halbzeit“ des Jahres 2014 blicken: mit viel Elan, thematischer Treffsicherheit und Präsenz auf dem (politischen) Platz. Und um unsere Anhänger nicht zu enttäuschen: So soll und wird es weitergehen. (Quelle)

Zuerst einmal ist es schon verwunderlich, dass Menschen, die nicht einmal 10 Meter vor die Kneipentür treten wollen, weil diese Minimalbewegung schon zu anstregend ist, mit Sport ankommen.  Aber egal. Lassen Sie mich stattdessen einmal nachzeichnen, wie die „thematische Treffsicherheit“ nach der Diktion von Bodo Meinsen aussieht.

Wir haben zuerst wohlwollend zur Kenntnis zur nehmen, dass nun auch der Vorstand vom „Bündnis für Freiheit und Toleranz“ in der Öffentlichkeit politisch zunehmend präsent ist. Nehmen wir mal als sprechendes Beispiel Frau Dr. med. Monika Müller-Klar, die ebenfalls in Leitungsfunktion bei den selbsternannten Freiheitsfreunden engagiert ist. Mit Kippe und Bier in der Hand macht sie knallharte politische Basisarbeit  (Link zu facebook). „Hicks! Hust!“. Super, Frau Doktor! Das ist politisches Streetworking, wie es sein muss! Weiter so. Lunge und Leber freuen sich.

Auch Roland Dittmar, der Schriftführer der „toleranten Genussfreunde“, ist immer präsent. Sein Aufagbenfeld ist das Beackern der facebook-Front. Dort verkündet er nebenbei mal eben großsprecherisch,  die Spendenwelle für Friedhelm Adolfs, den vom Rauswurf bedohten Raucher-Rentner aus Düsseldorf, sei angelaufen. Bei einem Spendenstand von einigen  hundert Euro zur Verlautbarungszeit der Meldung war das nicht nur eine „Spendenwelle“ sondern ein enormer Spendentsunami, der da loszubrechen drohte. Zumindest laut Dittmar. Auch hier wurden die Lachmuskeln durch „bft e. V.“ nachhaltig strapaziert. Danke, Rolli!

Und Bodo Meinsen weihräuchert weiter:

Bodo Meinsen: Aktuellen Herausforderungen und Chancen der Europäischen Integration widmete sich die – wieder höchst erfolgreiche – zweite Ausgabe der BFT-Bürgerzeitung. Und wer ehrlich wissen möchte, wie er es selbst mit der Freiheit eigentlich so hält, kann sich seit geraumer Zeit am interaktiven BFT-Test bei Facebook versuchen.

Wie erfolgreich die „bft-Bürgerzeitung“ und die gesamte Rezeption des „Bündnis für Freiheit und Toleranz“ ist, ist kann man vielleicht am Presseecho ablesen. Link 1, Link 2. Link 3. Ergebnis von „Google News“ ist jeweils:

„Ihre Suchanfrage „„Bürger für Freiheit und Toleranz““ stimmt mit keinem Nachrichtenergebnis überein.“

OK, soviel zur Kongruenz von Wunsch und Wirklichkeit. Aber Bodo Meinsen kann es eben. Nur was???

 

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bft und Frau Dr. med. Monika Müller-Klar

„bft“ ist nicht nur ein großer deutscher Tankstellenbetreiber sondern „bft“ steht auch für „Bürger für Freiheit und Toleranz„. Wie wir bereits mehrfach berichtet haben, hat dieser Verein, dem unser lieber Freund Bodo Meinsen, ein Tabaklobbyist reinsten Kalibers, vorsteht, weder mit „Freiheit“ noch mit „Toleranz“ viel im Sinn. Im Gegenteil: Man betreibt reinsten Tabaklobbyismus, denn „bft“ wird von der Zigarettenindustrie gesponsort. Auf der Sponsorenliste dieses dubiosen Grüppchens finden sich dann auch einige mehr oder weniger hochkarätige Unternehmen der Lungenkrebsindustrie:

  • British American Tobacco
  • Bundesverband Deutscher Tabakwaren-Großhändler und Automatenaufsteller e.V.
  • MUT e. V. (Mittelständische Unternehmen der Tabakwirtschaft)
  • Ermuri Genuss Company

(Beweis)

Bei „bft“ ist seit einiger Zeit eine Dame im Vorstand tätig, über die wir heute berichten wollen. Denn endlich hat „bft“ auch einen Medicus im Team: Und sogar einen weiblichen. Und einen mit sehr, sagen wir mal, „exotischen“ Ansichten.

"bft"-Vorstand

„bft“-Vorstand

Dr. med. Monika Klar ist denn auch sehr rührig für einen Verein, der den Verkauf von tödlichen Drogen, die nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ungefähr die Hälfte  ihrer Konsumenten zuverlässig vor dem Erreichen einen höhren Lebensalters töten, zu befördern sucht. Für eine Ärztin, die eigentlich der Gesundheit und dem Leben eher verpflichtet sein sollte als den ruchlosen Interessen einer Killerindustrie ist dieses Engagement sehr zweifelhaft.

Zuerst aufgefallen ist mir Dame als Demorednerin auf „Pro-Lungenkrebs-Demos“ bzw. den Videos davon auf YouTube:

Dr. Monika Müller-Klar als Demorednerin "pro Lungenkrebs"

Dr. Monika Müller-Klar als Demorednerin „pro Lungenkrebs“

Hier findet man sehr schön die ewig gleichen Versuche aufzuzählen, was alles noch so gesundheitsgefährdend ist und uns zu erzählen versucht, wie die böse Industrie uns töten will. Einschließlich der Gesundheitsindustrie durch Röntgen und Antibiotika. Nicht zu vergessen das Würstchengrillen. Und Autos. Und Weichmacher in Kunststoffen. Und, und, und… Fazit: Menschen sterben nicht am Rauchen sondern an der Umweltverschmutzung und am Grillen. Allerdings ist der Beifall für Frau Dr. eher mau.

Werfen wir einen genaueren Blick auf das öffentliche Auftreten der Dame. In einem „Offenen Brief“ an einen Landtagsabgeordneten der GRÜNEN wird klar, dass das Fachwissen von Frau Dr. med. Müller-Klar eines gewissen, sagen wir mal, „Updates“ bedarf:

Dr. med. Monika Müller-Klar: Zunächst zum Rauchen: Dies ist sicherlich nicht gesund, aber mitnichten das höchste vermeidbare Gesundheitsrisiko, wie Sie sehr wohl wissen sollten. Die Hauptkrankheits- und Sterbeursache in Deutschland sind die HerzKreislauf-Erkrankungen. Die Hauptursache für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes.

Das dkfz in Heidelberg hat komischerweise eine andere Meinung zu dem Sachverhalt:

Deutsches Krebsforschungszentrum: Die wichtigsten vermeidbaren Ursachen für Herz-Kreislaufkrankheiten sind mangelnde Bewegung, eine ungesunde Ernährung und vor allem das Rauchen.

„Vor allem“ heißt „vor allem“ oder wie anders will man diese Aussage interpretieren? Aber auch anderweitig scheint mir die medizinische Kompetenz der Frau Dr. etwas nachhilfebedürftig:

Dr. med. Monika Müller-Klar: […] Danach kommt in der Statistik die Zunahme an Krebserkrankungen. Hier stehen aber an erster Stelle Mamma- und Prostata und Darm-Ca. An 4. Stelle in der Krebsstatistik steht das Lungen-Ca, welches in den letzten Jahrzehnten zugenommen hat, obwohl im gleichen Zeitraum immer weniger Menschen rauchen.

Vielleicht sollte sich Frau Dr. einmal die Raucherprävalenz als Funktion der Zeit über die letzten Jahrzehnte ansehen und sich dann klar machen, dass verbunden mit der aller Regel mehrere Jahrzehnte dauernden Latenzzeit bis zur gesicherten Diagnose eines Bronchial-Ca.  eben dieser Effekt auftritt. Oder anders gesagt: Heute sterben die Raucher, die in den 70er und 80er-Jahren des letzten Jahrhundert angefangen haben zu rauchen. Erkennbar ist dies u. daran, dass die Lungenkrebsrate bei Männern heute zurückgeht, während die von Frauen noch steigt. Vor ca. 20 Jahren begannen nämlich Frauen verstärkt zu rauchen,  während der Tabakkonsum bei Männern langsam zurückging.

Zusätzlich hat Frau Dr. Müller-Klar die üblichen Verharmlosungsstrategien schon perfekt drauf. Sie dürfte daher eine echte Bereicherung für Bodo Meinsens Truppe sein.

Dr. med. Monika Müller-Klar: Dazu ist es geradzu lachhaft, dass eine Partei, die dafür mitverantwortlich ist, dass Atom- und Kohlekraftwerke weiter am Netz sind, der Schadstoffausstoss von Kfz in Relation zur Größe des Autos berechnet werden (wobei heute die SUVs die Straße bevölkern), wo in der Nahrung Farbstoffe, Kon­servierungsstoffe, sogenannte naturidentische Aromastoffe erlaubt sind, wo in der Nah­rungs­mittelindustrie die Anwendung von Antibiotika und Anabolika gang und gebe ist, wo die Anwen­dung von Pestiziden und Injektiziden beim Anbau von Obst und Gemüse erlaubt sind, wo dieselben noch ca. 15 % der ursprünglichen Vitamine enthalten.

Ich nenne es das „Andere Dinge sind auch gefährlich „-Syndrom. Kommt immer gut an bei den Niktoinfans, hat aber keinen Sachbezug und kann kaum als „wissenschaftliche Argumentation“ bezeichnet werden.

Gelegentlich frage ich mich dann auch, wo die Dame promoviert hat, denn elementare wissenschaftliche Methoden scheinen ihr nicht geläufig zu sein:

Dr. med. Monika Müller-Klar: Nun zum Passivrauchen: Auch Sie sprechen von den immer wieder erwähnten 3.300 Toten/Jahr durch Passivrauch. Das haben Sie wohl irgendwo abgelesen. Wie bitte wollen Sie dies verifizieren? Es gibt nicht eine einzige Studie hierüber, die Bestand hat! Wie denn auch! Sie müssten ja Men­schen in einen völlig schadstofffreien Raum sprerren, sie absolut schadstofffrei ernähren (wobei Sie immer noch nicht die genetische Disposition ausschalten könnten!) und sie dann mit Zigaret­tenrauch bedampfen, um eine solche Studie durchführen zu können.

Methoden wie die Bildung von statistischen Zwillingen, das Adjustieren und Eliminieren von Confoundern und die mathematische Modellierung von statistischen Daten sind ihr offenbar nicht bekannt. OK, dann kommt natürlich so ein Blödsinn dabei heraus. Dann hat die Dame zusätzlich noch eklatante sprachliche Probleme, denn einfache Sätze versteht sie offenbar nicht:

Dr. med. Monika Müller-Klar: Bei über 70 dieser Substanzen ist nachgewiesen, dass sie krebserregend sind oder im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen (was nun? Krebserregend und im Verdacht stehend?).

Es ist schon sehr schwer, die beiden logischen Opratoren „und“ und „oder“ auseinanderzuhalten bzw. richtig zu interpretieren.

Dr. med. Monika Müller-Klar: Haben Sie einmal nachgelesen, wieviel Verbrennungsstoffe frei gesetzt werden durch HolzKohle-Öfen, brennende Kerzen, Braten, Grillen, Anzünden eines Kamins oder Autoabgase?

Lernzielkontrolle: Wie nennt man diese Art des Vortrages?

Und jetzt gleitet die Dame in vollkommen humoristische Gefilde ab:

Dr. med. Monika Müller-Klar: Dagegen steht das „kleine“ Problem für eine Zigarette vor die Tür zu gehen. Sie denken vielleicht an Menschen, die alle vier Stunden mal eine Zigarette rauchen. Was ist mit denen, die vier Ziga­retten in einer Stunde rauchen? Die stehen ununterbrochen vor der Tür. Die Rauchersterblichkeit nimmt nun nicht aufgrund des Rauchens zu, sondern durch die Lungenentzündung, die sie sich bei dem hiesigen Wetter vor der Tür holen.

Ähhhh, Frau Dr. Müller-Klar, ich will ja nicht rumnölen. Aber sie fordern doch immer eindeutige wissenschaftliche Beweise. Zumindest wenn es gegen das Rauchen geht. Haben Sie diese Beweise denn auch für Ihre komische These? Und Ihnen ist schon bekannt, dass eine Pneumonie i. d. R. durch Bakterien verursacht wird und nicht durch kühle Luft? Oder erklären Sie mir mal, warum im Winter Menschen, die regelmäßig lange im Freien arbeiten müssen, wie z. B. Briefträger, Straßenarbeiter oder Eisenbahner nicht reihenweise keuchend und röchelnd dem Exitus anheim fallen. Und wie sieht es mit Joggern und Radfahrern aus, die sich im Winter draußen bewegen? Sind das Ihrer Meinung nach alles Todeskandidaten?

Apropos „wissenschaftlich belastbare Beweise“: Auf ihrer Praxiswebseite wirbt Frau Dr. Müller-Klar für ganz exotische Behandlungsmethoden. U. a. bietet sie „Bachblütentherapie“ an. Während sie aber gar kein Problem damit hat, wissenschaftliche Daten anzuzweifeln die gegen das Rauchen sprechen, ist sie bei solchen Behandlungsmethoden, deren Wirksamkeit überhaupt nicht wissenschaftlich bewiesen wurde, sehr viel großzügiger.Auch „Therapien“ die von den Fachverbänden als unwirksam oder sogar gefährlich gekennzeichnet sind, bietet die neue Ärztin bei „bft“ an. Ein Besipiel ist die „Chelattherapie“:

Wikipedia: Amerikanische und deutsche Ärzteverbände und die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA haben schon 1984 vor der Chelat-Therapie gewarnt.1998 hat die Verbraucherzeitschrift der FDA „FDA Consumer“ die Chelattherapie in die „Top Ten“ der als „Gesundheitsschwindel“ erkannten Methoden eingereiht. Keine unabhängige wissenschaftliche Studie hat bislang einen Erfolg der Methode erwiesen. (Quelle)

Ebenso verhält es sich mit der „Dorn-Breuss-Methode“ zur Heilung von Wirbelsäulenbeschwerden. Ein Physiotherapeut sieht diese sehr kritisch:

Michael Lierke: Da es sich hier um eine Methode ohne rationalen Hintergrund handelt, deren Wirksamkeit bis heute noch in keiner klinischen Studie belegt wurde, kann sie natürlich nicht ärztlich verordnet und zu Lasten einer Krankenkasse durchgeführt werden.[…]m Gegensatz zur mehrjährigen Ausbildung innerhalb eines der anerkannten medizinischen Berufsbilder kann die Dorn-Methode in eintägigen Seminaren von jedermann erlernt werden, ohne dass hierzu irgendwelche medizinischen Kenntnisse vorausgesetzt werden. Selbst die Dozenten der Dorn-Methode sind regelmäßig medizinische Laien, die bestenfalls über einen Heilpraktikerschein verfügen. […]Sehr gern wird die Dorn-Methode übrigens im Zusammenhang mit der sog. Breuss-Massage gelehrt. Bei letzterer wird dem leichtgläubigen Patienten suggeriert, dass das Johaniskrautöl, welches man ihm in den Rücken einmassiert, durch alle Gewebsschichten (einschließlich Rückenmuskulatur, knöcherne Anteile der Wirbelbogengelenke, Rückenmarkskanal, Bandapparat der Wirbelsäule) bis in die Tiefe der Bandscheiben vordringen soll, in welche es hineindiffundieren und diese so anschließend von innen heraus vor dem Austrocknen schützen soll. Angesichts der Tatsache, dass es keine anatomische Struktur, geschweige denn irgendwelche Blutgefäße gibt, die die Hautoberfläche in direkter Linie mit den Bandscheiben verbindet und das die Bandscheiben umgebende Bindegewebe in keiner Weise die Eigenschaft besitzt, Johanniskraut auf dem Diffusionsweg passieren zu lassen, zeugen solche Vorstellungen von einer abgrundtiefen Unkenntnis über physiologische und anatomische Grundlagen.  (Quelle)

Dass die Daten und Studienergebnisse des dkfz zur Morbidität des Passivrauchens auf wissenschaftlichen Füßen stehen, die der Bachblüten- oder Chelattherapie oder der Dorn-Breuss-Methode aber nicht, sollte nochmals wiederholt werden.

Und nun stellt sich langsam auch die Frage, warum die Dame so „pro Lungenkrebs“ agitiert. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte, dieses Motto gilt auch hier:

Link zu facebook

Mit Bierdose („Diebels“) und Kippe in der Hand sieht man sie in Düsseldorf auf einem Informationsstand von Rauchergruppen. Damit wären eigentlich für mich alle Fragen geklärt. „Prost, Frau Doktor! Hau wech die Sch….!“

 

 

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