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Archiv der Kategorie: Michael Löb

„Netzwerk Rauchen“. Mit Tabakschwachsinn gegen „Ekelbilder“

Das bekannte „Netzwerk Rauchen“ hat ein Markenzeichen: Das Verbreiten von hirnrissigem Schwachsinn pro Raucherbein und Lungenkrebs im Internet. War es in der letzten Zeit doch eher etwas ruhiger um den Krebsverein, dem der Wormers Michael Löb vorsteht, haben die Nikotinisten, die sich sinngemäß „Deutschlands führende Lobby für den Rauchgenuss“ nennen, nun wieder heftig zugeschlagen. Anlass war die Umsetzung der Tabakproduktrichtlinie 2 („TPD2“) in deutsches Recht, welche u. a. das Anbringen von sog. „Schockfotos“ auf den Packungen zur Pflicht macht. Nachdem sich Tabakdrogenlobby jahrelang erfolgreich bei der Politik gegen die Einführung dieser bildlichen Warnhinweise gestemmt hatte, ist nun doch die finale Niederlage in der „Causa Schockbilder“ zu verzeichnen gewesen. In Deutschland müssen daher alle neu produzierten Zigarettenpackungen ab heute großflächig von der EU vorgegebene Bilder tragen, die zeigen, welche üblen Folgen der Tabakdrogensucht verursacht: Lungenkrebs, abgestorbene Beine, ein Loch im Kehlkopf als Folge eines Kehlkopfkrebses und viele andere Dinge mehr. Die Bilderreihen werden dabei turnusmäßig jedes Jahr ausgetauscht so dass der „Genussfreund“ immer mal wieder was Neues sehen kann.

Dass derlei einem kleinen Verein, der das Recht beansprucht, seine Mitmenschen immer und überall mit seinen krebserregenden tabakogenen Abgasen vollstinken zu dürfen, nicht kalt lassen kann, ist klar. Dafür hat die kleine Schar lungenkrebsverliebter Suizidfreunde sogar eine Domäne gesichert, die den Titel „ihr-uns-auch.de“ trägt und die wohl eine Art internetbasierter Stinkefinger sein soll. Gut, dass Menschen, die nun nicht gerade den höheren Bildungsschichten entstammen schon mal die Beleidigung als adäquate Form menschlicher Kommunikation ansehen, das kann man hier im Blog hundertfach nachlesen.

Auf der genannten Webseite geht es dann richtig rund. Man kann den Blödsinn, der dort verzapft wird, gar nicht zählen. Bereits auf der Startseite beginnt man sich gepflegt an den Kopf zu fassen:

Die Kampagne “Ihr uns auch, EU” von Netzwerk Rauchen e.V. ist Ausdruck unseres Protestes gegen die Tabakproduktrichtlinie TPD2, deren auffälligstes Merkmal die sogenannten Schockfotos oder Ekelbilder sind, die künftig auf unseren Produkten prangen werden. Auch der Geschmack und die Rauchqualität vieler Marken werden sich verändern, wohl nicht zum Besseren.

Jetzt müsste man mir mal erklären, wie man an verbranntem Pflanzenabfall überhaupt „Geschmack“ finden will. Vermutlich finden diese Leute auch den Rauch eines herbstlichen Laubfeuers irgendwie „geschmackvoll“. Oder ein kokelndes Baunkohlebrikett.  Spätestens an diesem Punkt erkennt man das eigentliche Problem der Nikotinsüchtigen: Rauchen ist nicht nur gesundheitsschädlich, es ist in vielen Fällen absolut tödlich. Mit den Schockbildern bekommt diesen  unter normal denkenden Menschen unstrittigen Sachverhalt der gemeine Suchtfreund drastisch gezeigt. Und zwar nicht mehr über mehr oder weniger banale Textbotschaften („Rauchen ist tödlich“, ach was?) die sich rationalisiert wegräumen lassen („Wieso ist Helmut Schmidt dann über 90 geworden?“, „Mein Opa ist 90 und Ketteraucher, bla bla bla….“) sondern mit Bildern die einen anderen, nämlich direkten, Eingangskanal in das Bewusstsein finden. Oder noch tiefer führen, nämlich in das Unbewusste, denn im Grunde wissen auch die Herren vom „Netzwerk Rauchen“: Sie betreiben ein tödliches Hobby. Da muss man sehr gut verdrängen können. Die drastischen Bilder stören dabei aber ganz erheblich.

Weiter geht es nun im Reigen der dargebotenen Dummheit vom „Netzwerk Rauchen“:

_pkt_bu Mit Information oder gar Aufklärung hat es überhaupt nichts zu tun, wenn man einseitige Angstmache verbreitet und in den Köpfen der Menschen verankern will. Bei den „Warnhinweisen“ handelt es sich um manipulative Un- und Halbwahrheiten, mittels derer Rauchern wie Nichtrauchern ein monströses Zerrbild des Rauchens eingetrichtert werden soll.

Bullshit. Wenn sich einer der Verfasser dieses unsäglichen Blödsinns einfach mal ein paar Tage in einem Krankenhaus umgesehen hätte, in dem man langjährigen Rauchern die Folgen ihrer Sucht therapieren will, wären sie wohl nicht auf die Idee gekommen, solch einen entsetzlichen Schwachsinn zu verbreiten. Alleine ein Aufenthalt auf einer onkologischen HNO-Station hätte klar gemacht, wer z. B. fast ausschließlich vom Kehlkopfkrebs betroffen ist: Langjährige Raucher mit einer Komorbidität in Sachen Alkoholismus. Im Medinzinerdeutsch „C2H5OH-Abusus“ genannt. Oder dass auf einer Lungenkrebsstation 90% der dort auf den Tod wartenden Patienten ebenfalls Raucher waren bzw. noch sind, in letzterem Falle vorausgesetzt sie schaffen es zum Rauchen vor die Krankenhaustür zu kommen. Ob mit oder ohne Rollator, Rollstuhl oder anderer Hilfsmittel.

Was sollen die bebilderten Ekelbotschaften bezwecken? Angeblich Leute vom Rauchen abhalten, und dazu soll jedes Mittel recht sein. Die diesbezügliche Wirksamkeit ist aber mehr als zweifelhaft. Tatsächlich geht es darum, a) das Tabakrauchen weiter zu diffamieren und gesellschaftlich – gerade bei Nichtrauchern – in ein immer schlechteres Licht zu rücken, und b) um Gehässigkeit gegenüber den Rauchern.

Was heißt „Gehässigkeit“? Wer so blöd ist, für seinen eigenen Tod eine Menge Geld zu verbrennen und so deutlich zeigt, dass er schon lange nicht mehr alle Latten am Zaun hat, über den wird man ja wohl noch gepflegt den Kopf schütteln dürfen. Das hat übrigens mit „Gehässigkeit“ nichts zu tun, eher mit Mitleid. Und mein ganz besodneres Mitleid gilt jenen, die dafür auch noch Lobbyarbeit betreiben. „Suizid e. V.“ mit Vereinsziel Lungenkrebs, Herzinfarkt, Raucherbein oder Schlaganfall. Dümmer geht’s nimmer.

Und wenn gar nichts mehr einfällt, was man für das eigene kanzerogene Hobby noch so anführen könnte, werden „Studien“ erdichtet. Von einem Vereinchen, welches übrigens der Wissenschaft regelmäßig vorhält, „Junk science“ zu betreiben. Nämlich dann, wenn Wissenschaftler exakt und über jeden Zweifel erhaben nachweisen, wie gefährlich das Rauchen und das Passivrauchen sind:

Schon mal vom „Nocebo-Effekt“ gehört? Ist das Gegenteil vom Placebo-Effekt: Durch Einbildung und Ängste können Krankheiten entstehen. Wer weiß, wie viel Schaden die immer selbe Leier von den ach so bösen Gefahren des Rauchens in den letzten Jahren schon angerichtet hat. Das sagt selbst die Wissenschaftssendung „Quarks & Co.“ (WDR, mit Ranga Yogeshwar). Die EU macht sich auf diese Weise schuldig an zahllosen schweren Erkrankungen, sogar an Todesfällen.

Wow, das ist ja mal eine wissenschaftlich exakte Referenzierung. Wo kann ich denn nachlesen, dass die Bilder mit einem Bronchialkarzinom, die auf Zigarettenschachteln angebracht sind, eben diesen Lungenkrebs auslösen? Wie ist die Kausalkette? Da wäre jetzt ein entsprechender Hinweis gängige wissenschaftliche Praxis: Wer etwas behauptet, muss es beweisen. Beim „Hetzwerk“ aber wie immer diesbezüglich Fehlanzeige! Und wie üblich wird einem Käse ein weiterer nachgelegt:

Noch mehr zum Thema EU und „Gesundheitsschutz“. Einer Studie zufolge kann der Anblick von Ekelbildern bei anfälligen Personen sogar Herpes auslösen.

Und Euer ins Netz gestellter Scheiss verursacht heftige Kopfschmerzen. Alles klar, Netzwerk Rauchen?

Richtig blöd wird es, wenn die Macher dieses üblen Bockmistes witzig sein wollen:

Hurra, das „Raucherbein“ ist zurück. Früher standardmäßig immer erwähnt als kleiner Bruder des Lungenkrebses, hatte es zuletzt an Prominenz eingebüßt. Vielleicht, weil es gar nicht so sehr direkt mit dem Tabakgenuss, sondern eher mit Diabetes und Fettstoffwechselstörungen zu tun hat? Man spricht übrigens auch von der „Schaufensterkrankheit“, insofern gehören auch Schaufenster zur Gruppe der Betroffenen.

OK, man mag das witzig finden. Wer auf Krücken oder Rollator angewiesen ist, weil er nach 30 Jahren „Rauchgenuss“ so derart verstopfte Beinarterien hatte, dass das Gewebe nekrotisch wurde und abstarb, findet es wohl nicht ganz so lustig. Die Realität ist dann eben doch nicht unbedingt erheiternd:

„Raucherbein“ oder „Schaufensterkrankheit“ heißt die periphere arterielle Verschlusskrankheit im Volksmund. Einmal, weil diese Form der Durchblutungsstörung vorwiegend Raucher betrifft, zum anderen, weil die Betroffenen regelmäßig beim Gehen durch heftige Schmerzen im Bein zum Anhalten und Stehenbleiben gezwungen werden. Die Erholungspause nutzen sie unauffällig zum Betrachten von Schaufenstern. (Regensburger Ärztenetz)

Und auch die dümmliche Geschichte von „Franz Fernidnand Raucher“ als Namensgeber der Krankheit ist nicht tot zu kriegen:

P.S.: Das Raucherbein, so hält sich hartnäckig ein Internet-Mythos, ist nach seinem Entdecker, dem Mediziner Franz Ferdinand Raucher (1864-1930) benannt.

Kleiner Tipp: Einfach mal in den „Pschyrembel“ schauen und nach „Prof. Raucher“ suchen!

Man könnte jetzt diesen kaum mehr zu steigernden Hirnriss stundenlang fortsetzen. Die Seite des „Netzwerk Rauchen“ ist voll davon. Ich habe dazu jedoch keine Lust mich weiter mit diesem intellektuellen Dünnpfiff zu beschäftigen. Schauen Sie sich den Quatsch selber an, falls noch Bedarf besteht. Hier nochmal der URL: https://www.ihr-uns-auch.de/ und dann in die „Online Galerie“ gehen. Dort wird dann erschreckend klar, was Drogen gepaart mit individueller Dummheit und Uneinsichtigkeit in Einzelfällen anrichten können.

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„Netzwerk Rauchen e. V.“: Immer noch die alte Leier!

Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie sich mal richtig langweilen wollen, das „Netzwerk Rauchen e. V.“, Deutschlands führende Organisation für Lungenkrebs und Rauchertod, hat mal wieder aufgeheult:

Tabakbekämpfung im Bundestag – Sachverständigenanhörungen im Bundestag sind ein Ritual eigener Art, bei dem die Politiker die „Experten“ und Lobbyvertreter selbst auswählen, die dann ihre eigenen Positionen untermauern sollen. Bestenfalls wird noch der vordergründige Eindruck von Ausgewogenheit erzeugt. Zu den handverlesenen Sachverständigen für das Thema deutsche Umsetzung der EU-Tabakproduktrichtlinie (TPD 2) wurden ein paar Herrschaften handverlesen und man spielte sich vergangene Woche vor dem Ernährungs- und Landwirtschaftsausschuss in Berlin wieder die Bälle zu.
Quelle

Ach Gottchen, nun muss man wirklich Mitleid haben mit den armen Freunden des Lungenkrebses. Wie sind sie doch gebeutelt:

Die Raucher als Leidtragende waren selbstverständlich nicht eingeladen, man fragt ja nicht die Frösche, deren Sumpf man mit aller Brutalität trockenlegen will.

Was für eine Tragik! Da sind ein paar Leute, an deren Verstand man ob der dargebotenen Textaussage wirklich zweifeln muss und die es unbedingt darauf anlegen, sich lieber heute als morgen ins Jenseits zu befördern und nun legt ihnen bei diesem heroischen Ansinnen auch noch Steine in den Weg. Zum Beispiel, indem man geschmackliche Zusatzstoffe in Zigaretten verbietet, eklige Bilder auf den Packungen anbringt, auf denen man erkennen kann, was den „Tabakgenießer“ am Ende seines sowieso schon kurzen Lebens erwartet usw. usw. Ganz entsetzlich, diese Lustfeindlichkeit! Denn auch die Lust am eigenen Tod kann eine Lust sein. Anstatt die Leute nun also sich in Ruhe umbringen zu lassen, dieser faschistoide Angriff auf Selbstbestimmtheit und Lebensfreude!

Auf den Rest des Textes einzugehen kann man sich aber sparen. Der verlautbarte Schwachsinn aus dem Hause Löb und Co., der so oder so ähnlich schon seit Jahren über den Sender geht, ist bekannt. Kurz zusammengefasst: „Alles Spießer, alles Genussfeinde, alles Faschisten! Und über allem steht die Pharmamafia!“ garniert mit ein paar Diffamierungen. Und Diffamierungen machen besonders Spaß, wenn man, das ist nämlich Pflicht bei den Nikotinfanatikern, auch noch einen Nazivergleich mit einbringen kann. Voilà, hier ist das intellektuelle Maximum der Mannen um Michael Löb, dem Bundesvorsitzenden dieses wohl überflüssigsten deutschen Vereines:

Die berüchtigte deutsche Anti-Tabak-Päpstin Martina Pötschke-Langer vom „WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle“ in Heidelberg saß in der Runde, ebenso die Vize-Geschäftsführerin der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS), Gabriele Bartsch. Beides wesentlich staatsfinanzierte Einrichtungen mit prohibitionistischer Mission, wobei die DHS bis zur „Reichsstelle gegen die Alkohol- und Tabakgefahren“ der Nazis zurückreicht.

Was schreibe ich angesichts des x-ten an Dummheit nicht mehr zu übertreffenden nazivergleichenden Schwachsinns? Klar, ein wie immer zackiges „Heil Lungenkrebs!“. Und mehr braucht man auch nicht um, diesen erneuten Ausbruchs des Raucherwahnsinns aus Worms zu kommentieren.

 

 
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Verfasst von - 27. Februar 2016 in Michael Löb, Netzwerk Rauchen, Nikotinsucht

 

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Michael Löb: In der „Hölle des Nikotinismus“

Rauchen führt offenbar tatsächlich zu ernsten Defekten im Neocortex des Tabakkonsumenten. Anders ist der jüngste Verbalausfall des Michael Löb, Vorsitzender der Nikotinikergruppe „Netzwerk Rauchen e. V.“ nicht zu erklären. Unter seinem Pseudonym „Freiraucher“ schreibt der Mann aus Worms:

Michael Löb, Netzwerk Rauchen: Dieser Beitrag von Frank Davis verdient besondere Beachtung. Er stellt die  barbarische Gesinnung der Menschenfeinde in den weitläufigen Gefilden der Hölle der Tabakkontrolle bloß: Menschenleben sind nichts wert, die Ideologie ist alles, unser Profit noch viel mehr.

http://www.netzwerk-rauchen.de/frank-davis-auf-deutsch/785-die-vergessenen-paris… (Quelle)

Den zugehörigen Artikel des britischen Hardcorerauchers Frank Davis hatte ich bereits vor einigen Tagen besprochen (Link). Davis stellt darin die irrsinnige These auf, die Menschen, die vor den Cafés in Paris durch ein paar vollkommen durchgeknallte Islamisten erschossen worden waren, könnten noch leben, wenn sie nicht aufgrund der Nichtrauchergesetze vor den Kneipen hätten sitzen müssen, wo man sie quasi aus dem Auto heraus habe abknallen können. So drückte sich Davis frei übersetzt aus.

Löb setzt diesem unsäglichen und nachgerade widerlichen Schwachsinn nun noch die Krone auf. Denn liest man zwischen den dürren Zeilen des Vorstandes vom „Netzwerk Rauchen“, so kommt folgendes zum Ausdruck:

Die „Tabakkontrolle“ (wer auch immer das sei) wusste, dass irgendwann ein paar Irre mit Kalaschnikovs im Namen Allahs auf den Straßen von Paris ein Blutbad anzurichten gedenken. Um sich nicht selbst die Finger schmutzig machen zu müssen, verabschiedete man mal eben die Nichtrauchergesetze. Nach denen müssen die Raucher nun vor den Türen der Kneipen ihre Zigaretten rauchen. Den Rest würden dann ganz einfach die Terroristen erldigen, indem sie mal eben im Vorüberfahren das eine oder andere Magazin auf die „freiheitsliebenden“ Raucher leerballern dürfen.

Lieber Michael, geh doch endlich mal zu einem Arzt!

Dass die Reduzierung des Tabakkonsum im Gegenteil intendiert, Menschenleben zu retten, wird jemand wie Löb nie verstehen. Denn immerhin tötet das Tabakrauchen in Europa jedes Jahr mehrere hundertausend Menschen. Und auch wenn man Tote nicht gegeneinander aufrechnen kann, so sei doch folgender Gedanke vorgetragen: So viel Magazine aus Schnellfeuergewehren kann man gar nicht auf die Raucher verschießen, die vor den Kneipen ihre Zigaretten rauchen und die voraussichtlich am Rauchen sterben werden.

 

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Michael Löb vom „Netzwerk Rauchen“: „Wenn man keine Ahnung hat…“

„…einfach mal Fresse halten!“. Dieser Satz des Kabarettisten Dieter Nuhr ist mittlerweilese zum geflügelten Wort geworden. Aber es wäre schade, wenn sich alle dran hielten. Michael Löb vom „Netzwerk Rauchen“ ist so eine rühmliche Ausnahme. Denn trotz, dass er die Artikel, die er bei facebook verlinkt, nicht einmal in Grundzügen versteht, postet er weiter Links wie diesen:

Michael Löb: Nix verstanden, setzen! SECHS!

Michael Löb: Nix verstanden, setzen! SECHS! (Quelle)

Leider spart sich Herr Löb jede Anmerkung zum Artikel. Das ist eben die heutige facebook-Generation, auch wenn ihre Teilnehmer schon etwas älter sind. An der Formulierung von ganzen zusammenhängen Sätzen hapert es i. d. R. etwas. Ich interpertiere daher folgendes: Die Frage „Could Tobacco cure cancer“ interpertiert Herr Löb, dahingehend, dass das Rauchen von Tabak Krebs heilen könne.

Leider ist dem nicht so. Hätte er nämlich den Artikel gelesen, so hätte er verstehen müssen, dass mitnichten das Rauchen von Tabak z. B. Lungenkrebs heilen kann sondern dass der Tabak genetisch manipuliert wird, um eine Substanz namens Etoposid zu produzieren. Diese wird als Chemotherapeutikum u. a. gegen bestimmte Formen des Lungenkrebs verwendet.

Etoposid kommt natürlich nur in einer seltenen Pflanze vor, die sich „Himalaya-Maiapfel“ nennt, aus der Gattung der Fußblätter (Podophyllen) stammt und die eben nur im Himalaya wächst. Der Stoff ist daher sehr teuer. Kann man ihn durch eine einfache Nutzpflanze wie Tabak herstellen lassen, ließen sich die Verfügbarkeit steigern und somit der Preis senken.

Weiteres Problem: Wenn der genetisch manipulierte Tabak Etoposid anreichert und daher geraucht werden soll, wäre es zu überlegen, ob die Substanz Etoposid die Glutzone mit einer Temperatur von ca. 900°C unbeschadet verlassen kann. Zweifel sind mehr als angebracht. Und ob die Substanz prophylaktisch gegen das Bronchialkarzinom wirkt, ist ebenfalls hochgradig fraglich. Aber wie soll jemand wie Löb, der sich hauptberuflich als freier Memoirenschreiber für jedermann verdingt, derartige Zusammenhänge eruieren? Aber so sind sie eben, die Hardcoreraucher: Der Tabak wird vergöttert, egal in welchem Zusammenhang. Hauptsache, die 5 Buchstaben lauten „T“, „A“, „B“, „A“ und „K“.

 
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Verfasst von - 19. September 2015 in Michael Löb, Netzwerk Rauchen

 

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Netzwerk Rauchen: Fordern kann man viel. Auch „hirnverbrannten Schwachsinn“

Das „Netzwerk Rauchen“ ist dafür bekannt, regelmäßig, wie sich der Kabarettist Wilfried Schmickler einmal entsprechend geäußert hat, „hirnverbrannten Schwachsinn“ über die Ticker zu schicken. Aus diesem schönen Anlass will ich mit Ihnen heute den neuesten „hirnverbrannten Schwachsinn“ der aggressiven Nikotinikerorganisation, welcher der hier im Blog häufig genannte Michael Löb aus Worms vorsteht, besprechen.

Das „Netzwerk“ entblödet sich in seinem Artikel doch tatasächlich nicht, eine Abschaffung der Tabaksteuer zu fordern flankiert von einer deutlichen Senkung des Satzes der Mehrwehrtsteuer, die auf Tabakwaren zu entrichten ist. Man fasst sich an den Kopf. (Link zum Artikel auf der Webseite des „Netzwerk Rauchen“).

Die haarsträubende Begründung für diese abstruse Forderung: Raucher würden angeblich die Gesellschaft von Sozialkosten entlasten da sie früher stürben und man ihnen daher doch einen Bonus zuerkennen könnte. Das „Netzwerk Rauchen“ beruft sich dabei auf die Untersuchung zweier Karlsruher Sozialwissenschaftler, deren Ergebnisse bereits vorher von dem Lungenkrebsaktivisten Ronald Blumberg aufgenommen und begeistert beklatscht wurden (Link). Während es Blumberg aber bei einem Applaus für die Rechenergbenisse der Karlsruher Forscher belassen hat, legt Löb nun nach:

„Netzwerk Rauchen“: Netzwerk Rauchen verlangt aber ein Ende der unrichtigen Propaganda, die Raucher in völliger Verkennung der Realität  zu Sündenböcken und Parasiten abstempelt. Und eines wird auch ganz deutlich: Die Tabaksteuer gehört sofort abgeschafft! Korrekt und fair wäre im Gegenzug sogar eine weitere Entlastung, etwa durch Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes auf Tabakwaren.(Quelle)

Standardfrage: Was hat der Mann genau geraucht? Wir halten mal fest: Da bringt sich eine Bevölkerungsgruppe langsam und schleichend um und fordert für ihren Suizid auf Raten noch einen Bonus. Ja, die Aussage „hirnverbrannter Schachsinn“ trifft die Einlassung des Herrn Löb vom „NWR“ ziemlich genau. Aber sie zeigt das verquere Denken der Organisation um den Wormser, der sein Geld als freiberuflicher  Memoirenschreiber verdient.

Da ich gerne weiter als zur nächsten Ecke denke, male ich mir gerade aus, wann die nächsten Gruppen mit potenziell tödlichen Hobbies aufheulen und begehren, doch zu Lebzeiten von allerlei Kosten ihrer Freizeitbeschäftigung entlastet zu werden.

Apropos „aufheulen“: Wie wäre es denn mit dem Motorradfahrer, der jedes Wochenende im Sommer die Schwarzwaldhochstraße mit in höchsten Tönen heulendem Motor rauf und runter heizt? Er möchte vielleicht von der KfZ-Steuer befreit werden. Begründung: Die Art wie er sein Gefährt durch die Kurven prügelt, sei durchaus dazu angetan ihn das Rentenalter nicht erleben zu lassen. Dies entlaste die Sozialkassen und das müsse man ihm doch irgendwie vergüten. Auch die Alkoholiker werden begeistert sein: Schnaps und Bier frei im Supermarkt abholen und sich die Birne zudröhnen bis der Arzt kommt. Oder der Leichenwagen.

Lieber Michael Löb, ich kenne Sie und Ihren „hirnverbrannten Schwachsinn“ zur Genüge. Aber das, was Sie da proklamieren, ist ungeheuerlich. Aber da ich weiß, dass dauernder Tabakkonsum die Denkfähigkeit eines Menschen negativ zu beeinflussen vermag, muss ich Ihnen leider bescheinigen, dass Sie ihre Gedanken nicht konsequent zu Ende gedacht haben. Man kann nämlich noch viel weiter gehen. Ich fordere daher:

  • Freizigaretten für alle Raucher bis zum Erreichen der Erstdiagnose eines Lungenkrebs.
  • Zigarettenautomaten für KOSTENLOSE Kippen an JEDER Straßenecke, damit auch Raucher, denen bereits ein Bein fehlt, diese leicht erreichen können.
  • Einführung einer Rauchpflicht für alle Personen ab 12 Jahren!
  • Wer nicht rauchen mag, wird mit 50 Jahren sanft aus dem Leben befördert.

Na, Herr Löb, das ist „hirnverbrannter Schwachsinn“ meinen Sie? Dann lesen doch nochmal IHR Pamphlet durch! Und vielleicht lesen Sie mal den Artikel aus der SZ von Hanno Charisius, der der Studie nämlich einige Schwächen bescheinigt. Wenn’s denn langt, den zu verstehen.

 
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Verfasst von - 5. September 2015 in Michael Löb, Netzwerk Rauchen

 

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„Netzwerk Rauchen“ empört: Richterin verbietet Eltern, ihr Kind vollzurauchen!

Unglaublich! Eine englische Richterin hat sich erdreistet, einem „genussfreudigen“ Elternpaar das Sorgerecht über ihr Kind zu entziehen, weil diese die Bude (Wohnung kann man es wohl nicht nennen, doch davon später) bis unter das Dach vollgequalmt haben und dieses Verhalten trotz Ermahnung durch die Behörden nicht abstellen wollten. Liest man den zugehörigen Zeitungsartikel in englischer Sprache, wird einem erschreckend klar, was der Kleine durchmachen musste.

Der Junge ist laut dem Bericht zwei Jahre alt. Er leidet an Atemproblemen. Eine Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes sagte, sie sei in 10 Berufsjahren nie in einer derart vollgeräucherten Wohnung gewesen. Sie stellte bei einem Besuch fest, dass der Raum so stark mit Rauch angefüllt gewesen sei, dass sie selbst kaum hätte atmen können. Die Wohnung machte insgesamt einen dreckigen,stinkenden und unhygienischen Eindruck. Der Vater habe zudem erhebliche Drogenprobleme. Die mit dem Fall befasste Richterin Louise Pembleton stellte fest, dass der Junge überdies einen Inhalator zur Behandlung seiner Atembeschwerden benötigt und dass er vom starken Rauch in der Wohnung massiv beeinträchtigt wird. Eine Adoptionsfreigabe sei daher der einzige Weg, den kleinen Jungen aus der seine Gesundheit gefährdenden Umgebung zu bringen, auch wenn dies eine harte Entscheidung gegen die Eltern sei.

Derlei Ungeheuerlichkeit muss natürlich die nachhaltige Empörung des „Netzwerk Rauchen“ nach sich ziehen:

„Netwzerk Rauchen“: Im englischen Fall stützte sich das Gericht auf eine Jugendamtsmitarbeiterin (Antiraucherin?), die über Rauchwolken in der Wohnung der Familie klagte und schenkte der Mutter keinen Glauben. Netzwerk Rauchen hatte schon vor Jahren die Behauptung, Rauchen in Gegenwart der Kinder sei schädlich bzw. für deren Gesundheit gefährlich, untersucht. Wir haben in unserer Publikation „Macht Passivrauchen Kinder krank?“ festgestellt, dass an dieser propagandistischen Panikmache zur Entnormalisierung des Rauchens wissenschaftlich nichts dran ist. (Quelle)

Na, da haben wir es doch. Die Dame vom Jugendamt, die bescheinigt hat, dass die Unterkunft wohl mehr einer Gaskammer ähnelt als einer Wohnung, war wahrscheinlich eine „Antiraucherin“. Wahrscheinlich sogar eine „faschistoide“. Und „Netzwerk Rauchen“ hat natürlich „wissenschaftlich“ festgestellt, und einen entsprechenden Text veröffentlicht, dass Rauchen in der Wohnung für Kinder vollkommen ungefährlich ist. Eine Auseinandersetzung mit diesem Schwachsinn habe ich hier geführt. Das pseudowissenschaftliche Pamphlet besteht i. W. nur aus Zahlenverdrehereien und anderen dümmlichen und leicht durchschaubaren Taschenspielertricks. Im Wesentlichen fußt die These, dass Passivrauchen für Kindern ungefährlich sei, darauf, dass man ein statistische Signifikanz erst ab einer relativ hohen Steigerung des Relativen Risikos annimmt. Der Faktor liegt zwischen 2 und 3. Es wird einfach postuliert, dass die epidemiolgische Forschung das so sehe. Punkt. Aus. Ende.

Die ernsthafte Forschung kommt zu ganz anderen Ergebnissen:

As part of a longitudinal study of the respiratory health effects of indoor and outdoor air pollutants, pulmonary function, respiratory illness history, and symptom history were recorded at 2 successive annual examinations of 10,106 white children living in 6 cities in the United States. Parental education, illness history, and smoking habits also were recorded, along with the fuel used for cooking in the child’s home. Maternal cigarette smoking was associated with increases of 20 to 35% In the rates of 8 respiratory illnesses and symptoms investigated, and paternal smoking was associated with smaller but still substantial increases. Illness and symptom rates were linearly related to the number of cigarettes smoked by the child’s mother. Illness rates were higher for children of current smokers than for children of ex-smokers. The associations between maternal smoking status and childhood respiratory illnesses and symptoms were reduced but not eliminated by adjustment for parental illness history. Levels of forced expiratory volume in one second (FEV1) were significantly lower for children of current smokers than for children of nonsmokers at both examinations and highest for children of ex-smokers. Levels of forced vital capacity (FVC) were lower for children of nonsmokers than for children of current smokers at both examinations, but the difference was statistically significant only at the first examination. Both the increase in mean FVC and the decrease in mean FEV1 among children of current smokers were linearly related to daily cigarette consumption.
Quelle

Die Einsekundenkapazität (FEV1) bei Kindern, die Passivrauch ausgesetzt sind, war im Gegensatz zu nicht exponierten Altersgenossen signifikant schlechter. Dieser Wert misst die Luftmenge, die in einer Sekunde ausgeatmet werden kann. Bei ständiger Reizung der Lungen durch Schadstoffe bilden sich Verengungen in den Bronchien, die den Luftfluss behindern. Daher sinkt der Quotient dQ/dt ab. Mehr Studien zum Thema “Kindergesundheit und Passivrauch” gibt es bei Google Scholar. Dort kann man eine große Zahl Studien (und das nicht nur zum Zusammenhang von Atemwegserkrankungen bei Kindern als Folge des Passivrauchens, sondern auch zu Mittelohrentzündung und anderen gesundheitlichen Störungen) finden, die der Auffassung des “Netzwerk Rauchen”, eine Passivrauchbelastung sei für Kinder total unkritisch, einiges entgegengehalten:

  • ETS increases both the prevalence and the severity of asthma. (Link)
  • Illness and symptom rates were linearly related to the number of cigarettes smoked by the child’s mother. Illness rates were higher for children of current smokers than for children of ex-smokers. (Link)
  • Passive smoking is associated with dose-related impairment of endothelium-dependent dilatation in healthy young adults, suggesting early arterial damage. (Link)
  • Weitere
Besonders der immer wieder nachgewiesene Dosis-Wirkungs-Zusammengang indiziert klar einen Zusammenhang zwischen der jeweiligen Gesundheitsstörung und der Passivrauchexposition.
Ein schlimmer Fall aus der Praxis soll das traurige Schicksal von vollgequalmten Kindern verdeutlichen:

 

„Mindestens 10 Mal in 3 Jahren haben wir der Familie geraten, nicht in Gegenwart ihrer 5 und 7 Jahre alten Kindern zu rauchen. Die Kinder kamen immer wieder mit Ohrinfektionen, Husten, Bronchitis und Asthma in unsere Klinik. Zwei Monate nach einem Besuch bekam das jüngere Kind eine Lungenentzündung. Wir behandelten sie erfolgreich mit Antibiotika und Inhalationen. Den Eltern gaben wir den dringenden Rat, nicht mehr in Gegenwart ihrer Kinder zu rauchen. Die Eltern weigerten sich allerdings, diesen Rat anzunehmen.

[..]

Kurze Zeit später kam das jüngere Kindern wieder in die Notaufnahme mit einer Lungenentzündung. Sie musste mehrere Tage auf der Kinderintensivstation verbleiben, bis sich ihr Zustand besserte. Von 10 Erwachsenen,die mit ihren Kindern im Wartezimmer saßen, waren 6 starke Raucher. (Quelle)“

Fazit: Man ist ja einiges gewöhnt von den militanten Kampfrauchern des “Hetzwerkes”. Aber dass sich die pathologische Rücksichtslosigkeit dieser Leute mittlerweile nicht nur gegen erwachsene Menschen richtet, die den aerosolen Giftgasmüll der Raucher nicht einatmen wollen, sondern man nun auch wehrlose Kinder in Wohnungen nicht verschont, weil man meint, Rauchen gehören einfach “dazu”, das verusacht schon körperliche Übelkeit. Die krankhaften Egomanen der Kampfraucherfraktion schrecken nicht einmal davor zurück, aus ihrem widerlichen Egoismus heraus, ihre eigenen Interessen nach Befriedigung ihrer Drogensucht über elementare Bedürfnisse anderer Menschen zu stellen. Ganz einfach weil sie zu faul, zu träge oder schlicht zu dumm sind, zum Rauchen auf den Balkon zu gehen. Oder weil es ihnen an sozialer Intelligenz mangelt. Und damit es auch eine Rechtfertigung für dieses kranke Ansinnen gibt, werden dümmliche und pesudowissenschaftliche Texte ersonnen, wie der oben angeführte mit dem Titel “Macht Passivrauchen Kinder krank?”. Dieses Verhalten ist an Widerlichkeit kaum mehr zu steigern.

 

 

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Michael Löb vom „Netzwerk Rauchen“: Wenn man nur die Überschrift liest

Michael Löb vom Netzwerk Rauchen postete  unlängst auf seinem Heimatkanal vom aggressiven „Netzwerk Rauchen“ einen interessanten Link:

Physicians testify for tobacco companies that years of heavy smoking did not cause cancer cases

Michael Löb vom "Netzwerk Rauchen" - Reingefallen?

Michael Löb vom „Netzwerk Rauchen“ – Reingefallen? (Quelle)

(Die Übersetzung für unsere „Genussfreunde“ aus den bildungsferneren Schichten: „Ärzte bescheinigen Tabakfirmen, dass jahrelanges Rauchen keine Krebsfälle verursacht.“)

Da dachte sich doch Michael Löb, der koginitiv sicher nicht zu den Stärksten gehört: „Das posten wir doch mal ins Netz!“. Denn beim „Netzwerk Rauchen“ ist man u. a. der Auffassung, dass nicht das Rauchen krebserregend sei, sondern die Gesundheitswarnungen auf den Packungen. Diese führten bei verunsicherten Rauchern zum sog. „Nocebo“-Effekt, der dann erst den tödlichen Lungenkrebs auslöse. Ja, diesen Unsinn glauben diese Leute wirklich. Zumindest ein Teil von ihnen.

Jetzt hat Löb aber ein Problem. Auch wenn die Überschrift des angeführten Artikels oberflächlich gelesen dafür spräche, dass Ärzte nun wirklich festgestellt hätten, dass Rauchen nicht die Ursache von Lungen-, Kehkopf- und anderen typischen mit dem Rauchen assoziierten Krebsarten sei, so müsste man schon den ganzen  Artikel lesen. Denn der Tenor ist ein ganz anderer:

Despite scientific evidence to the contrary, a small group of otolaryngologists have repeatedly testified, on behalf of the tobacco industry, that heavy smoking did not cause the cancer in cases of dying patients suing for damages, according to a study by a Stanford University School of Medicine researcher.

„I was shocked by the degree to which these physicians were willing to testify, in my opinion in an unscientific way, to deny a dying plaintiff — suffering the aftermath of a lifetime of smoking — of a fair trial,“ said Robert Jackler, MD, professor and chair of otolaryngology-head and neck surgery, referring to the physicians cited in the study as a „pool of experts willing to say over and over again that smoking didn’t cause cancer.“

(Hier wieder die Übersetzung für unsere „Genussfreunde“ aus den bildungsferneren Schichten: „Trotz dass es wissenschaftliche Beweise für das Gegenteil gibt, hat eine kleine Gruppe von Hals-Nasen-Ohren-Ärzten im Namen der Tabakindustrie wiederholt bestätigt, dass starkes Rauchen keinen Krebs erzeugt. Es ging dabei um Gerichtsfälle, bei denen todkranke Patienten Schadenersatzklagen wegen der durch das Rauchen verursachten Gesundheitsschäden eingereicht hatten.

‚Ich war geschockt über das Ausmaß, in dem die Mediziner in einer meiner Meinung nach unwissenschaftlichen Art und Weise bereit waren, einem sterbenden Kläger ein faires Verfahren zu verweigern und ihm bescheinigten, dass seine Krankheit nicht durch das lebenslange Rauchen ausgelöst wurde‘, sagte Dr. Robert Jackler, Professor und Institutsleiter für Hals-Nasen-Ohren-Chirurgie, der sich auf Mediziner bezog, die in einer Studie als „Expertenpool“ bezeichnet wurden und die immer wieder erklärt hatten, dass Rauchen keinen Krebs erzeugt.„) (Quelle)

In dem Artikel geht es dann um das Thema, wie Mediziner als Gerichtsgutachter von Tabakfirmen bestochen wurden um herausarbeiten, dass der Krebs einzelner langjähriger Raucher nicht vom Rauchen kommen konnte. Nach US-amerikanischem Recht sei es erforderlich, so der Artikel, dass eine Wahrscheinlichkeit von 50:50 oder besser erwiesen sein muss, dass eine Krankheit durch eine bestimmte Verhaltensweise ausgelöst worden sei, um Schadenersatz zu rechtfertigen. Statt aber das die Gutachter die Kehlkopfkrebserkrankungen der Kläger mit der hochwahrscheinlichen Ursache Rauchen assoziierten, hätten sie alle möglichen anderen Gründe gefunden: Vom salzigen Fisch bis zu den verwendeten Mundspülungen:

The study reports that six board-certified otolaryngologists were paid by one or more of the tobacco companies R.J. Reynolds, Phillip Morris and Lorillard to serve as expert witnesses. These physicians gave testimony that indicated a multiplicity of environmental factors, ranging from exposure to cleaning solvents to the consumption of salted fish to the use of mouthwash, were more likely to have caused the plaintiff’s head and neck cancers than years of heavy smoking.

Insgesamt kommen die bestochenen ärztlichen Gutachter bei dem Artikel gar nicht gut weg. Ob Michael Löb nur die Überschrift gelesen hat? Oder ob er den Text überhaupt verstanden hat? Vielleicht kann er ja nur sehr schlecht Englisch. Dann sollte man sich vorher die Ausarbeitungen doch besser übersetzen lassen.

Michael Löb vom Netzwerk Rauchen: Mit aller Kraft FÜR den Krebs!

Michael Löb vom Netzwerk Rauchen: Mit aller Kraft FÜR den Krebs!

 

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