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Archiv der Kategorie: Marburg

Früher Tod als eine Form von „Genuss“ und „Lebensfreude“

Manchmal liest man in den bekannten Foren der Hardcoreraucher einen Blödsinn, da stellen sich einem die Nackenhaare senkrecht. Unlängst war es wieder soweit. Der Vorsitzende des Pro-Lungenkrebs-Vereins „Netzwerk Rauchen e. V.“, Michael Löb aus Worms,  entblödete sich nicht, die Ergebnisse einer britischen Langzeitstude, nach der eine gesunde Lebensweise die Lebenserwartung um durchschnittlich 6 Jahre erhöht, zu kommentieren:

Michael Löb: So lebt ihr sechs Jahre länger: gut essen (viel Gemüse und Obst, wenig Fleisch), Sport treiben, wenig Alkohol trinken, auf das Gewicht achten und nicht rauchen. Viel Spaß.
http://www.heise.de/tp/artikel/43/43214/1.html

(Quelle)

„Spaß“ am Leben kann also für den Nikotinfan Löb offenbar nur dann gegeben sein, wenn das Individuum es nachhaltig darauf anlegt, seine eigene Gesundheit vorsätzlich zu ruinieren. Durch Rauchen, Saufen, Fressen und andere „Freuden“ der schieren Maßlosigkeit, Dummheit und des Unverstandes. Dass ein geistig normaler Mensch mit der von der Natur ihm gegebenen Ressource eines funktionerenden Organismus auch sinnvoll umgehen kann und dass dies mitnichten zu einer Einschränkung der Lebensfreude führen muss, scheint einem Herrn wie Löb, für den Rauchen, Saufen und Fressen offenkundig zu den Grundbedürfnissen des Menschen zu gehören scheinen, kaum einsichtig.

Andererseits kennt man ja die bekannten „lebensfrohen Genießer“, die aufgrund ihres auf Lebensfreude ausgerichteten Vorverhaltens irgendwann mit einem dramatischen Rückgang eben jener Lebensfreude zu kämpfen haben. Die keuchenden COPD-Patienten, die keine Treppe mehr hochlaufen können, ohne nach Luft schnappen zu müssen und die jeden Tag 24 Stunden am Sauerstoffschlauch hängen und die beständig röcheln und pfeifen, als ob ihr letztes Stündchen geschlagen hätte. Oder den Lungenkrebspatienten der glatzköpfig am Tropf hängt und sich seine Chemotherapie verabreichen lässt um aus seinem einstmals „lebensfrohen“ Leben noch ein paar Monate mehr herauszuholen. Von jenen, die mit knapp 50 am Herzinfarkt abgenippelt sind, weil die Arterien vollkommen verstopft waren einmal ganz zu schweigen. Da ist das Thema „LEBENSfreude“ ganz einfach deshalb erledigt, weil das Thema „LEBEN“ erledigt ist.

Besonders erheitert hat mich auch eine Äußerung von Jürgen Vollmer aus Marburg in dieser Diskussion:

Jürgen Vollmer Sechs weitere Jahre freudlos vor sich hin vegetieren? Nein Danke! – Dann schon lieber etwas weniger, dafür aber umso intensiver und leidenschaftlicher schmecken, fühlen und erLEBEN.

Herr Vollmer hatte nämlich vor ein paar Jahren folgendes Problem: Er wollte den Großglockner besteigen und stellte eines Tages fest, dass dies mit seiner durch seinen erheblichen Tabakdrogenkonsum stark eingeschränkten Lungenfunktionn ein kaum zu leistendes Unterfangen sein wird und er deshalb, zumindest zeitweilig, auf die Inhalation von Nikotingiftgas verzichtet:

Jügen Vollmer, Marburg: […]

Und zweitens, weil ich im Vorjahr bei dem ganz zwanglosen Versuch, Österreichs höchsten Berg, den knapp 3.800 Meter hohen Großglockner zu ersteigen, mangels Kondition und Akklimatisierung mit meinen 54 Lenzen bereits knapp unter 3.000 Meter Höhe an die Grenze meines bzw. des untrainierten  Leistungsvermögens meiner Lunge gestoßen war und DIESES Jahr den Gipfel nunmal definitiv erreichen wollen will.

(Quelle)

Also musste der Mann temporär auf den „Genuss“ und die „LEBENSfreude“ verzichten. Schade, eigentlich. Jürgen, was ist eigentlich aus Deinen „Gipfelziggi“ geworden? Wir warten immer noch auf das Foto.

Ein Herr, bei dem es für einen richtigen Namen nicht gereicht hat, kommentiert ebenfalls:

Ach NeKomisch, wenn Pollmer so Studien zerlegt, sterben die Askethen immer vor dem Geniesser, ich werde jedenfalls zum Jägerschnitzel weiterhin mein Bier trinken und danach keineswegs 1000 Schritte tun, sondern rauchen vor dem Ruhen

Komisch, dass ich jetzt vermisse, wo denn der Beweis dafür liegt, dass Menschen, die ihre Gesundheit nicht vorsätzlich durch Rauchen, Saufen und andere Exzesse runieren, immer vor den „Genussfreunden“ ins Gras beißen. Auch hier dürfte mal wieder der Wunsch der Vater des Gedankens sein. Ich empfehle stattdesen das Studium der „British Doctors Study“ von Doll, Peto et. al.

Ein Mensch mit einem Namen in kyrillischer Schrift meinte dann noch:

Rauche seit über 50 Jahre und es geht mir sehr gut! Von wegen „Rauchen tötet“! Alles Lügen!!

Wodurch zweifelsfrei bewiesen ist, dass Rauchen gar nicht gefährlich sein kann.

Heiko Kahpunkt 6 Jahre mit Demenz im Altersheim – überforderten Pflegekräften ausgesetzt? Erstrebenswert.

Tipp: Anstatt zu rauchen würde ich hier eher zum beherzten Sprung von der Brücke raten. Der stinkt nicht und macht auch tot.

Fazit: Eine selten dümmliche Diskussion mit dem Austausch von Stellugnnahmen auf allerniedrigstem geistigen Niveau. Aber immerhin mehr als die üblichen „Guten Morgen!“- und „Gute Nacht!“-Botschaften auf dem Kanal von „Raucher in Deutschland“. Aber zumindest beeindruckt die schiere Dummheit, mit der Löb, Vollmer und ihre Qualmkollegen jenen Menschen, die einen einigermaßen vernüftigen Lebensstil pflegen, unterstellen, dass deren Leben vollkommen öde, freudlos und dröge sein müsse.

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Jürgen Vollmer: „Netzwerk Rauchen ist jetzt tolerant“

Die Internetpräsenzen des sog. „Netzwerk Rauchen“ dürften die aggressivsten Kanäle im WWW sein, auf denen schwerst nikotinabhängige Tabakdrogenkonsumenten gegen den Nichtraucherschutz und Rauchgegner herziehen dürfen. Administriert werden die Foren von dem Marburger Hardcoreraucher Jürgen Vollmer. Dieser Mann ist bekannt als eine „Persönlichkeit“, die vor keiner Beschimpfung, vor keiner Beleidigung und keiner Schmähung gegen Rauchgegner halt macht. Seine umfangreichen und über Jahre vorgetragenen Beleidigungen sind auf raucherwahnsinn.de, bei Destruxol und auf diesem Blog umfangreich dokumentiert (Link). Aber auch seine Mitforisten wie Alexander Jäger, ein höchst erfolgloser FDP-Politiker aus Aalen, ließen es in den letzten Jahren auf den Kanälen des „Hetzwerkes“ wie die Gruppierung unter Insidern auch genannt wird, richtig „krachen“.

Dies dürfte wohl der Vergangenheit angehören, denn Jürgen Vollmer ließ nun auf dem facebook-Kanal vom „Netzwerk Rauchen“ bekannt geben, dass fortan Schluss sei mit dem allfälligen Gepöbel, den ehrabschneidenden Anwürfen und der Rüpelei:

Jürgen Vollmer: Und ich versichere Dir, Tommy: Für die Autoren menschenverachtender und/oder rassistisch unterfütterter Hass- und Hetzkommentare wird es hier definitiv KEINE Plattform geben, denn wer „Meinungsfreiheit“ mit einem Freibrief zu dumpf-nationalistischer Propaganda verwechselt, ist hier ganz einfach Fehl am Platz! HIER ist ein Ort der Toleranz und der gegenseitigen Achtung, ohne Wenn und Aber! (Quelle)

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Und man merkt sofort, dass sich im Umgangston auf der Plattform, die Jürgen Vollmer administriert, nach dem Machtwort des Gruppenadmins etwas Grundlegendes getan haben muss. Sehen wir uns also doch einmal an, wie sich Jürgen Vollmer die Begriffe „Toleranz“ und „gegenseitige Achtung“ praktisch vorstellt. Ein Nutzer mit Namen Michael Wächter beispielsweise darf dabei den Nichtraucheraktivisten Sebastian Frankenberger ganz unzensuriert als „Dämlack„, „Deppberger“ und „Frankensteiner“ bezeichnen. Dies ist natürlich keine Beleidigung sondern ein Ausdruck praktizierter „Toleranz“ à la Jürgen Vollmer.

Michael Wächter: Klasse wie Mutuschik mit der Ziggi im Mund den Dämlack von Frankensteiner, ähhh… Deppberger….äh… oder so nominiert

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Auch der ewig rüpelnde Alexander Jäger aus Aalen ist mit einer Beschimpfung am Start, welche wirklich von „gegenseitiger Achtung“ getragen ist:

Alexander Jäger: Hier soll doch nur eine puritanische Leistungsethik propagiert werden. Faulenzen ist neuerdings also auch Lebensgefährlich, soso, da kann man nur darauf warten, daß die ersten Spinner staatliche Zwangsarbeitsmaßnahmen fordern.

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Theo Lippschitz fordert ebenfalls in sehr von „gegenseitiger Achtung“ getragener Weise, ein paar russische Jugendliche, die Verstößen gegen das Rauchverbot in der Moskauer U-Bahn nachgehen, sollten mal ordentlich von ein paar Tschetschenen „in die Fresse“ bekommen:

Theo Lippschitz: Hoffentlich polieren denen bald ein paar Tschetschenen die Fresse…

nwr-tolerant-3Und nun lassen wir auch den Protagonisten der neuen Welle der „Toleranz und Achtung“ im Forum des sog. „Netzwerk Rauchen“ selbst zu Wort kommen. Die GRÜNEN werden von Jürgen Vollmer aus Marburg als „nichtsnutzige Politsekte“ abgekanzelt und abwertend als „Grünzeug“ gschmäht. Ja, meine sehr verehrten Leserinnen und Leser, so sehen „Toleranz und gegenseitige Achtung“ in der Sichtweise des ungekrönten Königs der Raucherpöbelei aus.

Jürgen Vollmer: Diesmal ist der Mann MIR deutlich zu zahm. Diese  dreiste Gängelung des Grünzeugs erfordert entschiedenere Antworten, denn die Schikanen werden niemals enden, wenn man sich lediglich ein bisschen empört, statt dieser nichtsnutzigen Politsekte klar zu zeigen, wo der Hammer hängt.

nwr-tolerant-4Und weiter geht es in der Lektion „Jürgen Vollmer erklärt uns ‚Toleranz und gegenseitige Achtung‘ im Detail“. Den irischen Gesundheitsminister nennt Vollmer in überaus „toleranter“ Weise einen „Irren von der Insel“:

Jürgen Vollmer: Ich wüsste ja mal zu gern, was und auf welch‘ verschlungenen Wegen die WHO den Irren auf der Insel dafür zahlt, dass sie sich zum Büttel derart faschistischen Geistesgutes und zu dessen Vorreiter machen …

 

Jürgen Vollmer nennt irischen Gesundheitsminister einen "Irren"

Jürgen Vollmer nennt irischen Gesundheitsminister einen „Irren“

Quelle: Das „tolerante“ und von „gegenseitiger Achtung“ getragene Forum des sog. „Netzwerk Rauchen„.

 

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