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Archiv der Kategorie: Hans Karl Stöckl

„Raucherkunst“ – Schmieren, collagieren und dichten für die Sucht

Raucher stellen ihre mehr oder weniger gut ausgeprägte Fähigkeit irgendwelche „Kunstwerke“ zu produzieren oft in den Dienst ihrer Sucht. Häufig werden (Mach)Werke aus dem Bereich der bildenden Kunst produziert. Denn zum Dichten reicht es oftmals nicht einmal aufgrund mangelnder Orthographiekenntnisse. Aber Photoshop zu bedienen bekommt man in der Regel hin. So versuchen diese verhinderten Künstler sich gegen den Nichtraucherschutz zu artikulieren, der ihnen die gewohnten Möglichkeiten ihrer Drogensucht nachzugehen in vielen öffentlichen Orten einschließlich der Gastronomie immer schwieriger bzw. ganz unmöglich macht. Gerne erinnern wir uns in diesem Zusammenhang an den verhinderten „Künstler“ Volkwin Michlewski, der sich mit seinen ausgemacht schlecht gemachten Collagen in den Dienst von Raucherbein und Lungenkrebs  zu stellen suchte. Auch Uwe Knuth mit seiner ausgeprägt „kreativen“ Rechtschreibung ist noch nicht vergessen.

OK, ich gebe zu, ich verstehe rein gar nichts von Kunst. Hat mich auch nie interessiert. Aber ich verstehe etwas von Realität. Und daher kann ich wohl auch erkennen, wenn ein Kunstwerk eine vollkommen verzerrte Realität darzustellen sucht. Und wenn sich hinter der „Message“ des Werkes kompletter Bullshit verbirgt. So gerade geschehen wie bei einer Collage eines österreichischen „Kunstproduzenten“ namens Hans Karl Stöckl.

Herr Stöckl postet auf facebook, also da wo heute jeder präsent sein „muss“, sein vermutlich neuestes Machwerk. Eine am PC hergestellte Collage:

Irrationale Rauchercollage von Hans Karl Stöckl

Irrationale Rauchercollage von Hans Karl Stöckl

Das Machwerk des Herrn Stöckl habe ich natürlich aus Gründen des Urheberrechts unkenntlich gemacht. Denn auch dieser visuelle Bockmist genießt (vermutlich) den Schutz des Urhebergesetzes. Das Original findet man hier.

Auf dem Bild sieht man im Hintergrund eine Reihe extrem stark rauchender Fabrikschlote wie man sie heute höchstens noch aus chinesischen Industriestädten kennt. Davor schlängelt sich ein breiter Autostau in Richtung Horizont und alles wird umrahmt von einer gigantischen Müllhalde. Etwas rechts von der Bildmitte findet sich ein in Fraktur geschriebener Text: „Der Gesundheit zuliebe – Rauchen verboten“. Darauf fehlt eigentlich nur das Hakenkreuz. Denn auch Herr Stöckl weiß: „Hitler war auch Nichtraucher.“. Davon aber später mehr.

So, und was soll der ganze Mist? Klar, Herr Stöckl, der Erschaffer dieses bildlichen Unsinns hat, man ahnt es, ein Nikotinproblem. Und zwar ein schweres. Dies kann man beispielsweise hier sehen („Der Föhrärrr war bekanntläch auch ein milätantär Nächtrauchärrr.„) oder hier („Wie gesagt, es geht längst nicht mehr ums Rauchen !!!„) bzw. hier

Als die ersten Aufdrucke auf den Packungen erschienen, mit dem Wortlaut: Rauchen kann Ihre Gesundheit gefährden!“, habe ich eine Kolumne geschrieben mit dem Titel : „Nichtrauchen kann die Demokratie gefährden !“ (Quelle)

Warum dies so ist, legt Herr Stöckl leider nicht dar. Mehr von diesem typischen Raucherunsinn findet man allerdings auf seiner facebook-Präsenz.

Gehen wir zurück zu dem Bildchen des Herrn Stöckl. Wir kennen diese Art des Vortrages ja bereits zur Genüge: „Andere Dinge sind viel schlimmer als das Rauchen!“ Hier ist es die Umwelt-, namentlich die Luftverschmutzung. Und die muss ja laut Herrn Stöckl ungeheuerlich sein. Prüfen wir doch kurz nach. Ein einfaches Beispiel direkt hier aus der Nähe:

Die Luftqua­­li­tät in Baden-Württem­­berg hat sich in den vergan­­­ge­­­nen Jahren zwar deutlich verbessert: Zwischen 1994 und 2002 sanken die Emissionen bei Feinstaub – allein aus dem Verkehr – bereits um 43 %, bei den Stick­o­­xi­­­den um 36 %. (Quelle)

Und wenn es tatsächlich so wäre wie es auf dem Bildchen des Herrn Stöckl dargestellt, was hätte das mit dem Rauchen zu tun? Und wie sollte man damit das Rauchen rechtfertigen? Wäre es nicht dann sinnvoll, wenn es bereits überall so „stinkt wie Hulle“, als erstes jene Emmissionsquellen abzustellen, die vermeidbar und damit unnötig sind? Denn immerhin machen Industrieproduktion, Energieerzeugung und Individualverkehr, im Gegensatz zur Inhalation von verbranntem Pflanzenabfall, noch einigermaßen Sinn. Abgesehen davon, dass man in den vergangenen 50 Jahren jede Menge Techniken entwickelt hat, um die Schadwirkungen zu minimieren. Wir warten allerdings noch auf den Elektrostatikfilter oder den Abgaskatalysator für Zigaretten.

Fazit: im vorliegenden Fall hat wieder nur ein unheilbarer Nikotinist versucht, seine Probleme mit den allfälligen Qualmverboten in Worte bzw. Bilder zu übersetzen und dabei seine höchst egoistische, da suchtbedingte, Motivation leicht erkennbar für alle sichtbar dargestellt.

 

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