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Archiv der Kategorie: Christoph Lövenich

Christoph Lövenich – der „Wutnikotiniker“

Christoph Lövenich war früher Vorstand des zumindest Insidern sehr gut bekannten „Netzwerk Rauchen e. V.“. Diese Organisation dürfte eine der bizarrsten Vereinigungen sein, die das deutsche Vereinswesen zu bieten hat. Die Mitglieder und Sympathisanten dieses kleinen  Nikotinistengrüppchens fallen entweder dadurch auf, dass sie Rauchgegner in rüdester Form regelmäßig öffentlich beschimpfen (Link 1, Link 2), oder abwegige Thesen verbreiten, nach denen Passivrauch unschädlich und Rauchen auch gut für die Gesundheit sei oder sie sich allgemein für Lungenkrebs und Raucherbein einsetzen, wie der hier oft besprochene derzeitige Vorstand Michael Löb.

Jetzt hat der oben bereits angesprochene Christoph Lövenich aus Bonn ein neues Pamphlet ins Netz gestellt, das dann doch erheblich erhärtende Indizien dafür liefert, dass das Tabakrauchen zu ernstlichen geistigen Schäden führt. Unter dem Titel „Spatzen-Hirne‘ hetzen gegen Intertabac, Mikro-Demo gegen Dortmunder Tabakmesse“ versucht der Bonner „freiberufliche Sozialwissenschaftler“ und Langzeit-Doktorant eine kleine Demonstration von Rauchgegnern vor der aktuell stattfinden Tabakdrogenmesse „Intertabac“ in Dortmund auseinander zu nehmen. Wie immer bei Lövenich bleibt es beim Versuch.

Natürlich, wir kennen Christoph Lövenich und wissen, dass die Beleidigung des Gegners wie bei dem Verein, bei dem er immer noch Mitglied ist, zur Standarddiktion gehört. Beleidigungen und Nazivergleiche sind eben die ultima ratio des geistig Unterlegenen. Und im Vergleich zu den Dauerpöbeleien seiner Kollegen bleibt Lövenich mit der Formel „Spatzenhirn“ ja noch einigermaßen moderat. Dass er ebenfalls kein großer Denker ist, hat er hinlänglich bewiesen. Wenn ich mit recht erinnere, stammt von ihm die Aussage, es seien ja die Warnhinwesie auf den Zigarettenpackungen, die in Wirklichkeit Lungenkrebs auslösten und nicht die Kanzerogene im Tabakrauch selbst. Für ein echtes „Spatzenhirn“ sind das durchaus erbauliche intellektuelle Einlassungen.

Bereits bei den ersten Zeilen, die Lövenich in die Tastatur entlässt, wird aber deutlich, dass der Mann ein weit größeres Problem hat, als seine notorische intellektuelle Unterlegenheit:

Christoph Lövenich: Alle Jahre wieder, anlässlich der InterTabac im September, bauen sich unverbesserliche Antiraucher vor den Dortmunder Westfalenhallen auf. Unter der Führung des Berliner Ruhestandsbeamten Johannes Spatz, einem der fanatischsten Kreuzzügler gegen den Tabak hierzulande, verlangt man das Verbot der dortigen Fachmesse der Tabakwirtschaft. Zur „Demonstration“ von Spatz‘ Grüppchen „Forum Rauchfrei“ ist letzten Freitag immerhin doch eine beachtliche Phalanx von rund 20 Leuten aufmarschiert. Eindruck schinden wollte diese Armada offenbar, indem sie sich die meisten weiße Kittel überwarfen. Bei anderen sind diese Wutspießbürger immer kleinlich auf Gesetzeseinhaltung (Rauchverbote, Vorl. Tabakgesetz) bedacht, selbst kamen sie hier dem Uniformverbot des Versammlungsgesetzes bedenklich nahe, bei dem der Gesetzgeber z.B. Braunhemden im Hinterkopf hatte – wenn wir schon gerade bei Antirauchern sind.

Man erkennt, Lövenich ist Profi. Wie er gekonnt den Nazivergleich in sein Pamphlet einbaut, ohne „den Adolf“ expressis verbis zu bennenen, das zeigt die jahrelange Erfahrung des Nikotinspießbürgers (um mal bei Lövenichs Diktion zu bleiben). Ja, er ist nicht der Allerhellste, der Christoph, aber er bekommt es immer wieder hin. Ganz nebenbei wollen wir seine nachgerade geniale Idee, das Anziehen von Arztkleidung („weiße Kittel“) auf einer Demonstration sei ein möglicher Verstoß gegen das Uniformverbot des Versammlungsgesetzes, nicht unbeachtet lassen.

Hätte sich der „Wutnikotinkier“ Lövenich mal kurz informiert, hätte er gesehen, dass ein guter Teil der Gegendemonstranten gegen die Tabakmesse tatsächlich den Arztberuf ausübt. Das Tragen von Arztkitteln ist bei dieser Berufsgruppe durchaus üblich. Und auch in Bezug auf bereits stattgefunden habenden Ärztedemos ist mir nichts davon bekannt, dass man diese Personen in Haft nahm, nur weil sie einen Arztkittel trugen. Könnten es sein, dass Lövenich die rechtlichen Hintergründe mal wieder nicht kennt? Denn auch die juristischen Fakten zu recherchieren hat Lövenich nicht vermocht. Aber wen wundert das? Hätte er das getan, so hätte er schnell erkannt, auf was die Norm zielt. In einer Vorprüfung zur Verfassungsmäßigkeit des § 3 VersG hat nämlich das Bundesverfassungsgericht festgelegt, dass der §3 VersG zumindest dann verfassungskonform sei, wenn sich das Verbot des Tragens einheitlicher Kliedungsstücke bei einer Demonstration auf Kleidung beschränke, die einen „suggestiv-militanten“ und „einschüchternden“ Zweck verfolge. Also i. W. Naziuniformen und ihre Nachahmungen bzw. Skinheadoutfits o. ä.. Bei Arztkitteln kann man dagegen in aller Regel davon ausgehen, dass zumindest normale Menschen nicht von Arztkleidung eingeschüchtert werden oder sie als „militant“ empfinden könnten. Bei Herrn Lövenich mag das anders aussehen, aber darüber kann man nur spekulieren.

Christoph Lövenich: Denn was früher der Schwarzkittel an doppel- und pseudomoralischer Autorität verkörpert hat, wird heute dem Weißkittel zugesprochen. Jedenfalls, wenn er Public-Health-Mediziner (wie Spatz es in Berliner Behörden war) oder Ärztefunktionär ist und mit vermeintlichen Wahrheiten politische Unterdrückungsmaßnahmen fordert.

In der Tat, der Mann hat ein Problem mit Ärzten. Auf soviel Masse an geballtem geistigen Dünnpfiff muss man(n) erstmal kommen. Die bösen Ärzte, die dem „libertären Genießer“ Lövenich den Spaß am Errauchen seines Lungenkrebs mit allen Mitteln vergällen wollen. Ein beliebtes und gerne wiederholtes Feindbild bei dem Bonner Raucheraktivisten. Apropos „Lungenkrebs“: Was macht Herr Lövenich eigentlich, wenn „es“ ihn mal erwischen sollte? Klar. Weiterrauchen. Denn sein Verein weiß „Rauchen schützt vor Lungenkrebs“. Und Rauchen kann ihn womöglich ja auch heilen.

Christoph Lövenich: Einst galt der katholische Priester als Instanz in Sexualfragen, heute traut man den Predigern der Gesundheitsreligion bei Statistiken, Zahlen und Fakten über Rauch und Umgebungsrauch, Alkohol, Ernährung usw.  Bei genauem Hinsehen aber erweist sich die sexuelle Erfahrung des Durchschnittspriesters als recht imposant im Vergleich zur Fachkompetenz und Seriosität unserer „Moralstatistiker“ (Mark Twain)  bei Lebensstilfragen. Man biegt sich die Dinge zurecht, damit sie in die eigene Agenda, hier: die Bekämpfung des Tabakgenusses und der rauchenden Menschen, passen.

Ich persönlich würde mich schämen, wenn ich so viele Zeilen Text benötigte, um meine liebsten Feindbilder (Kirchenleute und Mediziner) abwatschen zu wollen. „Kirche doof, Ärzte doof, alle doof! Rauchen will!“ hätte auch gereicht. Ich frage mich beim Lesen eines solchen Quatsches immer, woher der Mann eigentlich seine verschiedenen Traumata bezogen hat.

Christoph Lövenich: Aber warum sich mit Argumenten auseinandersetzen, wenn man die Massenmedien auf seiner Seite hat; so hat jüngst der WDR in seiner Lokalzeit Dortmund dem Anliegen Spatzens und seiner Jünger Raum gegeben. Sie wurden in einem TV-Beitrag vom 09. September 2015 als „Experten“ tituliert, denn so nennt man heute die Kaste der übers gemeine Volk Erhabenen. Ferner zeigte der Sender einen Ex-Raucher mit Atemschlauch und implizierte, ein solches Schicksal stünde einem großen Teil der Tabakgenießer dereinst bevor. Und der anfangs verlinkte WDR-Artikel lässt Neutralität ebenfalls vermissen. So kennen wir die ‚ausgewogenen‘ Öffentlich-Rechtlichen mit ihren gutmenschlichen Redakteuren und deren Zeigefingern, die sie tief in unsere Angelegenheiten bohren.

Ach ja, ein Feindbild haben wir natürlich vergessen, das der „Wutnikotinist“ Lövenich immer gerne pflegt: Die bösen „Systemmedien“ mit ihrer „genussfeindlichen“ Berichterstattung. Die Mitglieder der Personengruppe, die der Bonner Raucherkativist lässig als „Tabakgenießer“ bezeichnet, sind übrigens in der Regel schwerstabhängige Drogenkonsumenten mit einer hohen Mortalitätsrate. Das nur zur Klarstellung.

Christoph Lövenich: Der Erfolglosigkeit der Spatz-Truppe in Dortmund zum Trotz gehört sie zu einem internationalen Netzwerk der Tabakbekämpfung (Tobacco Control), und hat dazu beigetragen, im vergangenen Jahr eine InterTabac-Tochtermesse in Indonesien verhindern.

Sehr amüsant. Herr Lövenich spricht von der angeblichen Erfolglosigkeit der Gruppe um den Nichtraucheraktivisten Johannes Spatz und dem „Forum rauchfrei“. Besonders amüsant deshalb, weil der kleinen Truppe von Lövenich bis dato kein einziger nachweisbarer Erfolg vergönnt war, etwas gegen den Nichtraucherschutz auszurichten. Von der dauernden Bereitschaft, sich öffentlich nachhaltig lächerlich zu machen und ausgelacht zu werden als positive Begeleiterscheinung des Engagements der Lungenkrebsfreunde einmal abgesehen. Die letzte Glanztat bezüglich Erfolglosigkeit war übrigens das Scheitern des Volksbegehrens in NRW mit dem das dortige strikte Rauchverbot abgeschafft werden sollte. Lövenichs Sekundärgrüppchen „Rauchen NRW“ war maßgeblich daran beteiligt. Ja, wenn man es regelmäßig so versemmelt wie Lövenich, dann darf man schon mal etwas wütend werden.

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Christoph Lövenich: „NoArgumente“ gegen Tabakwerbeverbot

Einen Hardcoreraucher wie dem Bonner Christoph Lövenich, der schon seit Jahren die Werbetrommel für das sozialverträgliche Frühableben aufgrund Tabakkonsums rührt, muss das angedachte vollständige Werbeverbot für seine geliebten Stinkstängel sehr sauer aufstoßen. Auf seinem Hauskanal „NovoArgumente“ (bei Insidern auch genannt: „NoArgumente“) versucht er dagegen wenigstens ein paar Argumente zu finden. Allerdings mit sehr bescheidenem Erfolg.

Die „Argumente“, die Lövenich vorträgt sind, ganz nebenbei bemerkt, seit Jahren aus den Publikationen der Zigarettenhersteller bekannt. Eines davon ist: „Wir werben nur, um dem Mitbewerber Kunden abzujagen.“ Wer’s glaubt, wird selig. Aber Lövenich glaubt es offenbar und stößt ins gleiche Horn:

Christoph Lövenich, Bonn: Produktwerbung soll nämlich primär den Wettbewerb zwischen verschiedenen Anbietern anheizen, man will sich gegenseitig Marktanteile abjagen. Sowie ein Taschentuchhersteller durch Werbespots nicht die Zahl der Erkältungen oder der Allergiker in die Höhe treiben wird, und Reklame für Babywindeln die Geburtenrate womöglich kaum ankurbelt, so richtet sich Tabakwerbung keineswegs an Menschen, die gar nicht rauchen wollen. (Quelle)

Diese Einlassung mit „absoluter Blödsinn“ zu betiteln ist eher untertrieben. Man hätte das Gegenteil herausfinden können, wenn man sich mit ein paar Insidern der Tabakbranche auseinandergsetzt hätte. Beispielsweise mit Dave Goerlitz. Goerlitz war viele Jahre das Aushängeschild der Marke „Winston“. Seinen früheren Job als „Winston-Man“ beschrieb er so:

Dave Goerlitz: „I was the live version of GI Joe,“ said Goerlitz. „My job was to make tobacco look good and to entice young boys into smoking.“(Quelle)

Im Film „Komm ins Land der Leichen“ sieht man eine Filmsequenz, in der Goerlitz folgende Sätze sagt:

Dave Goerlitz: My job was to lure young people…[.]

(Quelle https://www.youtube.com/watch?v=SQ7L_fET9c0 ab 24:14) (engl. to lure=ködern)

Auch Jeffrey Wigand kann als Kronzeuge gegen die Tabakindustrie was ihre Werbestrategie für junge Konsumenten betrifft, dienen. Der Mann, der jahrelang als Forschungsleiter in einem Labor von Brown and Williamson Tobacco Co., einer Tochter von British American Tobacco (BAT), arbeitete und nach seinem Ausstieg bei dem Konzern auspackte, weiß, auf wen die Werbung der Zigarettenlobby zielt:

Dr. Wigand has set up speaking tours and a foundation called Smoke-free Kids to educate children about „how the industry uses the media, the entertainment industry, sports events, music, and deceptive advertising to introduce children to tobacco. „How they try to ‚hook them young, hook them for life ‚“. (Quelle) (engl. to hook=jm. an den Haken bekommen)

Da kommt es wohl nicht ganz hin, was Lövenich als Entschuldigung im Dienste der Todesindustrie Tabaklobby sagt. Also, gestatten, dass wir lachen, Herr Lövenich, angesichts solcher Sätze:

Christoph Lövenich, Bonn: Sowie ein Taschentuchhersteller durch Werbespots nicht die Zahl der Erkältungen oder der Allergiker in die Höhe treiben wird, und Reklame für Babywindeln die Geburtenrate womöglich kaum ankurbelt, so richtet sich Tabakwerbung keineswegs an Menschen, die gar nicht rauchen wollen.

Wieder mal der übliche dumme Vergleich von Äpfeln und Birnen, der mittlerweile Allgemeingut bei der „Genussfraktion“ geworden ist. Warum ist der Vergleich so über alle Maßen dumm? Ein Taschentuchhersteller würde durch höhere Krankenzahlen profitieren. Er unternimmt aber nichts, um die Krankenzahlen zu steigern. Er könnte es auch gar nicht, da der Taschentuchhersteller nur mit den Folgen der Krankheit sein Geschäft macht, sein Produkt aber nicht die Ursache ist. Niemand wird allergisch, nur weil es Taschentücher gibt.

Für den Tabakproduzenten hingegen ist die krankhafte Abhängigkeit der Konsumenten die alleinige Ursache für seinen Profit. Der Altraucher MUSS rauchen, der Neuraucher WILL rauchen. Letzterem verspricht die Tabakdrogenindustrie einen Zuwachs an Lebensgefühl, Attraktivität und Ausstrahlung. Denn irgendwie muss das ätzende Inhalieren von verbranntem Pflanzenabfall ja „Vorteile“ bringen. Wenn es denn schon so eklig schmeckt und riecht.

Diese krankhafte Abhängigkeit des Rauchers ist im Gegensatz zum Bedarf an Taschentüchern steuerbar. Und die Tabakindustrie unternimmt daher sehr viel dafür, dass mehr Abhängigkeit entsteht. Durch Werbung (um Neukunden zu ködern), aber auch durch beigemischte Zusatzstoffe, die das Inhalieren für den „Stammkunden“ erleichtern und dafür sorgen, dass der Konsument schneller und nachhaltiger süchtig wird. Der Tabakhersteller setzt also an der Ursache an (Suchterzeugung), der Taschentuchhersteller an der Wirkung (allergische Reaktion auf ein körperfremdes Agens).

Lövenich gehen wie bekannt immer sehr frühzeitig die Argumente aus, was beim Thema „pro Tabakwerbung“ fast unvermeidlich ist. Also flüchtet sich der Bonner Raucherlobbyist frühzeitig in Aussagen, die vor Absurdität nur so strotzen:

Christoph Lövenich, Bonn: Werbeverbote unterminieren also marktwirtschaftliche Konkurrenz. Wenn Unternehmen die Reklamemöglichkeiten in Deutschland nun fast ganz genommen werden sollen, schränkt dies nicht nur ihre Kommunikationsmöglichkeiten über Gebühr ein, auch den Verbrauchern werden Informationskanäle blockiert. Von der kulturellen und ästhetischen Bereicherung durch gut gemachte Werbemotive und -spots nicht zu schweigen: Originelle Plakate für Lucky Strike und das HB-Männchen sind längst Kult, die Marlboro-Männer erwärmen durch Brokeback-Mountain-Romantik manch schwules Herz.

Das verursacht bereits körperliche Schmerzen. Wenn man nicht mehr für tödliche Produkte werben dürfe, wäre das ein Angriff auf die Marktwirtschaft? So kann nur ein libertärer Raucherlobbyist seine Weltsicht definieren. Rein auf das Nutzenprinzip, also „pro Rauchen“, abonniert, dafür ohne jede Ethik.

Man müsste dann nämlich nach Lesart Lövenichs auch beispielsweise für Waffen werben dürfen, für Glücksspiel oder Aufputschpillen, oder gleich für alle Arten von Drogen, für Abhörwanzen, Sprengstoff und anderes Zeug mehr. Die Anwendung dieser Güter ist zwar gesetzlich beschränkt bzw. komplett untersagt (und das aus gutem Grund) aber die „Kommunikationsmöglichkeiten“ werden ja „über Gebühr“ eingeschränkt, wenn z. B. Heckler & Koch ihre Maschinenpistolen nicht mehr in Zeitschriften, auf Plakatwänden oder im Internet bewerben dürfen.

Und in seiner letzten Verzweiflung muss Lövenich noch den Marlboro-Mann heranziehen, der ja heute angeblich Kult geworden sei. Ganz abgesehen davon, dass der Cowboy im Dienste von Philipp Morris bereits mit 52 Jahren einem durch das Rauchen ausgelösten Lungenkrebsleiden erlegen ist, was kaum „kultig“ gewesen sein dürfte. Die Hirnrissigkeit des Vortrags von Herrn Lövenich folgt dabei aber der vom „Netzwerk Rauchen“, dem er jahrelang vorgestanden ist.

Und weiter geht der Bonner Tabakfanatiker in die Vollen:

Christoph Lövenich, Bonn: …Einer rührigen Antirauchergruppe aus Bergisch Gladbach bei Köln war es gelungen, ein Verbot von Tabakwerbung auf Plakaten im städtischen Raum politisch durchzusetzen, es dauerte aber Jahre, bis sich überhaupt eine wirtschaftliche Option dafür fand. Bushäuschen werden (nicht nur) dort nämlich von Werbeunternehmern aufgestellt und müssen sich durch Reklameeinnahmen rechnen. Der neue Vertrag bringt, weil er Tabak- und Schnapswerbung untersagt, der Stadt Bergisch Gladbach weniger Geld ein. Ohne Tabakwerbung steht also ein solches Finanzierungsmodell für Wartehäuschen auf dem Spiel. So könnten sich bald selbst die abstinentesten Nichtraucher ungeschützt im Regen vorfinden.

Ach nee, und durch was wird nun beweisen, dass die Werbung für andere, weniger tödliche Produkte weniger lukrativ ist? Hier in Karlsruhe werden die Wartehäuschen übrigens von den Nahverkehrsunternehmen KVV und AVG betreiben und stehen immer noch. Auch ohne Tabakwerbung.

So, und nun meine sehr verehrtern Leserinnen und Leser, auf was für einen argumentativen Geniestreich des Herrn Lövenich warten wir nun noch? Richtig! Der Nazivergleich! Das allerdümmlichste Standardargument eines jeden Hardcorenikotinikers kurz vor dem vollständigen Abbrand der letzten Raketenstufe. Und hier ist er:

Christoph Lövenich, Bonn: Ganz neu wäre ein weitreichendes Plakatwerbeverbot für Tabakwaren in Deutschland zugegebenermaßen nicht, unter den für ihre Antirauchermaßnahmen berüchtigten Nazis bestand es mehrere Jahre.

YES, HE CAN! Kein Raucherblödsinn ist richtig rund ohne mindestens einen Nazivergleich. Darauf erst einmal ein zackiges „HEIL LUNGENKREBS!“ (Nur für Dich, Alexander Jäger aus Aalen! Weil Du es doch so gerne magst.)

Christoph Lövenich, Bonn: Damit sind wir wieder bei der Gretchenfrage angelangt, welches Bild ein Staat von seinen Bürgern haben muss, der ihnen derartige Regulierung aufoktroyiert. Der mündige Bürger, der selbstverständlich damit umgehen kann, dass er von aller Art Werbung für alle möglichen Produkte traktiert wird, hat nach dem Verständnis der Bundesregierung jedenfalls ausgedient. Zurück bleibt ein ‚Konsumtrottel‘, der sich dankbar die Augen vor allen bösen Einflüssen zuhalten lässt, und eine Politikergarde, die sich auf die Brust klopft, wenn sie – siehe oben – vieles verboten hat, was bisher möglich war.

Wen könnte Lövenich wohl meinen, wenn er den Begriff „Konsumtrottel“ einflicht? Am Ende etwa einen Konsumenten einer tödlichen Droge, der glaubt, hier „Freiheit, Selbstbestimmung und Genuss“ zu inhalieren? Das wäre nämlich meine Interpretation.

 

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Nichtraucherklage schlägt hohe Wellen

Die bekannten Nikotinfanatiker sind wieder total aus dem Häuschen. Ein älteres Ehepaar in Troisdorf führt einen Rechtsstreit gegen eine Zahnarztpraxis, deren Mitarbeiter vor dem Haus rauchen. Und zwar offenbar so exzessiv, dass der Gestank permanent in die Wohnung der Rentner zieht, so dass diese ihre Fenster fast nicht mehr öffnen können. Link zum Zeitungsbericht.

Jetzt frage ich mich natürlich zu allererst: Wie widerlich ist es denn, wenn ein Zahnarzt oder eine Helferin nach Kippe müffelt während man auf dem Stuhl liegt? Mir würde da doch ganz leicht übel werden. Diesen Zahnarzt würde ich ganz aber auch schnell wechseln.

Aber diese Frage stellen sich die bekannten Hardcoreaucher von „Raucher in Deutschland“ und „Netzwerk Rauchen“ natürlich nicht. Es geht in eine andere Richtung. Denn zum einen darf sich der geballte Hass der Extremraucher endlich mal wieder Luft machen. Allen voran die bekannt verhaltensaufälligen Hardcorenikotinisten Ronald Blumberg aus Radevormwald und Kai Schwarzer aus Köln:

Ronald Blumberg … und irgendwann knallt es dann wirklich mal! …(Quelle)

Garniert ist der Spruch des Ronald Blumberg mit dem Foto eines Mannes mit eienr Maschinenpistole. Aber sein durchgeknallter Raucherfreund Schwarzer legt noch eins drauf.

Kai Schwarzer Besser noch, die beiden Alten sollten sich begraben lassen, ggf. auch lebendig! (Quelle)

Wir kennen das von Herrn Schwarzer: Rauchgegner bekommen ein Messer in den Bauch (Link), werden aufgehängt (Link) oder anderswie abgemurkst. Kai Schwarzer hat eine Menge „kreative Ideen“ wie man diesem Pack bekommt.

Profunde Kenntnisse der Rechtspflege weist dabei eine Dagmar Schmüker auf:

Dagmar Schmücker hoffen wir auf einen rauchenden Richter (ebd.)

Hätte Frau Schmücker den Zeitungsrtikel gelesen, wäre ihr aufgefallen, dass die Sache vor einem Landgericht verhandelt wird. Dort ist es in aller Regel eine Kammer, die mit drei Richtern besetzt ist. Und auch hier muss sich der einzelne Richter an die Rechtsauslegung des BGH halten. Und dieser hat eben in seiner Spruchpraxis festgelegt, dass eine „wesentliche Beeinträchtigung“ nicht hingenommen werden muss. Ob diese durch die Qualmerei vorliegt, ist eben durch das Gericht zu prüfen. Ganz nebenbeiist es sehr begrüßenswert, dass sich endlich die belästigten Nichtraucher aufmachen und ihr Recht vor Gericht einklagen. Rauchen als „sozialadäquates Verhalten“ wird nicht mehr akzeptiert.

Wenig originell ist übrigens auch das Autorengenie Christoph Lövenich aus Bonn. Im Forum der Nikotinikerorganisation „Netzwerk Rauchen“ textet er:

Christoph Lövenich: Früher gab es in vielen Arztpraxen (vielleicht auch in der betreffenden?) einen Raucherraum für die Mitarbeiter. Da hatte man solche Probleme nicht.(Quelle)

Wie ich bereits einleitend erwähnte: Wenn sich diese Mitarbeiter nach kaltem Qualm miefend an meinen Zähnen zu schaffen machen würden, bekäme ich vermutlich ganz erhebliche Magenprobleme und die Zahnbehandlung wäre dann beendet. Ich würde aber dem Zahnarzt, so er selbst raucht, vor verlassen der Praxis klipp und klar sagen, dass ich mich fortan zu einem Kollegen von ihm in Behandlung begeben würde. Und zwar einem, der nicht nach Kippe riecht. Wenn „nur“ die Helferin raucht, würde ich darauf bestehen, dass er sich von einer Nichtraucherin assistieren lässt. Aber ehrlich gesagt ist mir derlei noch nie passiert. Im Gegenteil: Ein Bekannter von mir ist Zahnarzt und erzählte mal, wie übel es sei, bei einem Kettenraucher im Mund arbeiten zu müssen. Der Gestank sei fast nicht auszuhalten.

 

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„Brigitte“ hat echte Probleme

Manchmal frage ich mich, ob, die Schreiber auf den einschlägigen Raucherforen, mit Verlaub, noch ganz dicht sind. Christoph Lövenich und eine „Brigitte“ posten auf dem fast vollkommen toten Forum des aggressiven „Netzwerk Rauchen“ folgenden Unsinn:

Christoph Lövenich:Der heutigen, ganz besonderen Ausgabe von Charlie Hebdo ist ein Cartoon zu entnehmen, der die positiven und negativen Entwicklungen seit dem Terroranschlag beleuchtet. Als positiv wird ausdrücklich vermerkt, dass die verbliebenen Mitarbeiter in ihrem Ausweichquartier bei der Zeitung „Libération“ rauchen dürfen.

Für einen notorischen Nikotinkonsumenten hat derlei natürlich eine besondere Bedeutung. Und prompt gibt es Antwort:

„Brigitte“:Danke.  Damit taetige ich meinen Kauf.  Eine Frage habe ich allerdings:  Wie lange duerfen  die verbliebenen Mitarbeiter in ihrem Ausweichquartier bei der Zeitung „Libération“ rauchen? Das ist SEHR wichtig fuer mich. (Quelle)

Ach Brigitte, sonst hast Du keine Sorgen? Dann warte einfach mal bis zu „Deiner Diagnose“. Dann wirst Du sehen, was wirklich wichtig ist. Und ob die überlebenden Mitarbeiter von Charlie Hebdo im Büro rauchen dürfen, dürfte dann Deine kleinste Sorge sein.

 

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Schlagabtausch für Lungenkrebs: „NRW genießt“ gibt „Feuer frei“ auf das „Komitee“

Die offene Meinungsschlacht der Lungenkrebsfreunde geht weiter. Jetzt ist „NRW genießt“, eine von mehreren Organisationen der Lungenkrebslobby, die in Nordrhein-Westfalen die Qualmhoheit über den ehemals verrauchten Stammtischen für sich beanspruchen, am Zuge.

Zur Vorgeschichte: Der Bloggerkollege Destruxol veröffentlichte unlängst einen Bildschirmausdruck, auf dem man sehen konnte, dass beim „Komitee zur Wahrung der Bürgerrechte“ (genauer der „Raucherrechte“), einer weiteren Pro-Krebs-Gruppe aus NRW, unser bekannter Tabaklobbyist und gescheiterter Penthouse-Herausgeber Bodo Meinsen aus München die Strippen zieht. Schön, dass die Krebslobby unsere Blogs liest, da können sie manchmal etwas erfahren, das sie vorher noch nicht wussten:

Bodo Meinsen zieht die Fäden beim

Bodo Meinsen zieht die Fäden beim „Komitee“

Und eben jene Krebslobby ist „pretty not amused“ über den bayerischen Strippenzieher, den man primär durch verquaste Statements zur aktuellen politischen Lage kennt, wenn Meinsen versucht, seine widerliche Lobbyarbeit für Lungenkrebs und Raucherbein mit ein paar politischen Allgemeinplätzen zu tarnen (Link). Und daher geht es auf der Webseite von „NRW genießt das Sterben“ mal wieder richtig zur Sache:

„NRW genießt“ gegen das „Komitee“, Bodo Meinsen und andere Pro-Krebs-Aktivisten (1) (Quelle)

Hier fällt auf, dass „NRW genießt“ immer noch dem Irrglauben verfallen ist, es bestünde bei großen Teilen der Bevölkerung in NRW ein Interesse, wieder in verqualmten Kneipen sitzen zu dürfen. Wenn man sich die letzten der mittlerweile völlig zum Erliegen gekommenen Pro-Lungenkrebs-Demonstrationen (z. B. in Aachen) ansah, die auf eine Abschaffung des Nichtraucherschutzgesetzes zielten und wo jedes Mal nur max. um die hundert Demonstranten mitliefen, weiß man, wie man dieses Statement einzuschätzen hat.

Im weiteren Text versucht nun „NRW genießt“ darzustellen, man sei eine Gruppe von „Aktivisten“, die gegen die „völlig überzogene Bevormundung mündiger Bürger“ eintrete. Besonders krass ist in diesem Falle, dass sich schwerst tabakabhängige Personen als „mündige Bürger“ einschätzen. Wer am Gängelband des Nikotins hängt und gezwungen ist, sich alle halbe Stunde seine nächste Dosis Nervengift zuzuführen, hat seine Mündigkeit bereits lange vorher am Zigarettenautomaten abgegeben. Aber das sei nur am Rande bemerkt.

So, und jetzt wird es kompliziert. Denn ab jetzt geht es um Personen, Verflechtungen und Unterstellungen. Zu den beiden ersten Punkten ist kurz zu referieren, wie „NRW genießt“ die Sachlage darstellt. Es gibt:

Bodo Meinsen: Verleger aus München, der Zeitschriften herausgibt, die einen „engen Bezug“ zur Tabakwirtschaft haben. Er ist auch Boss des „Bündnis für Freiheit und Toleranz„, „bft e. V.“

Detelf Petereit: Ebenfalls ein Tabaklobbyist. Er hat mit anderen in Bayern die Plattform „Bayern Dialog“ gegründet um das dortige strenge Rauchverbot auszuhebeln, was ebenfalls gescheitert ist. Nach seinem Flop in Bayern ist Petereit, der ursprünglich aus Berlin stammt, nun nach NRW weitergezogen. Dort ist er bei der Tabaklobbygruppe „Komitee zur Wahrung der Bürgerrechte“ in leitender Position engagiert.  Wer mehr über diesen Strippenzieher für den Lungenkrebs wissen will, klicke auf den Link zu unserer Partnerseite raucherdossiers.

Ronald Blumberg: Über diesen Herrn muss man nichts weiter sagen. Er neigt zu Verhaltensauffälligkeiten. „NRW genießt“ bezichtigt ihn ganz einfach der Lüge:

„NRW genießt“: Erst in jüngster Zeit wurde von dem in diesen Kreisen agierenden Ronald Blumberg immer wieder die Lüge verbreitet, Petereit hätte sich beim Volksbegehren/Volksentscheid in Bayern engagiert. Richtig ist, dass es bis auf weniger als eine handvoll Telefonate zur Information über den Sachstand seinerzeit gar keine Kontakte zu Bayern gab. (ebd.)

Die Schlammschlacht ist also (mal wieder!) eröffnet. Nachgezeichnet wird nun minutiös und langatmig die Geschichte und die vermeintlichen Verdienste von „NRW genießt“ und wie böse dagegen Bodo Meinsen und seine Untergebenen sind. Insbesondere wie ersterer versuchte, sich mit den Geldern seiner Sponsoren Einfluss zu verschaffen, was den armen aber engagierten Mitstreitern von „NRW genießt“ ja so nicht möglich sei.

„NRW genießt“: Bodo Meinsen aber schlief nicht und wollte von Bayern aus möglichst viel Einfluss an Rhein und Ruhr gewinnen. Da half natürlich, dass er mit dem Geld seiner Sponsoren Geschenke verteilen kann, was uns als Teil der wirtschaftlich unabhängigen Bewegung so nicht möglich ist. Kleine Geschenke, da könnte man an die Kofinanzierung von Aktionen denken, erhalten bekanntlich die Freundschaft und schaffen Loyalität.

Fast könnte man meinen, die notorischen Habenichtse von „NRW genießt“ seine neidisch auf die Sponsorengeler, die Meinsen bzw. seine Tarnorganisation „bft e. V.“ von der leider immer noch recht zahlungskräftigen Tabaklobby einstreicht.

Meine Meinung: Schon blöd, wenn mn seine knappe Kohle für die eigene Sucht ausgeben muss anstatt damit den öffentlichen Kampf für das „sozialvertrgäliche Frübableben“ zu finanzieren. Da ist es in der Tat besser, finanzkräftige Sponsoren eben aus dieser Todesindustrie an Land zu ziehen, denn die haben Geld und verrauchen es nicht mal. Getreu nach der Devise „‚We don’t smoke the shit, we just sell it. We reserve the right to smoke for the young, the poor, the black and the stupid.“ („Wir rauchen die Sch….. nicht, wir verkaufen sie nur. Rauchen ist nur für Junge, Arme,  Schwarze und Dumme.“, Zitat eines Managers von RJ Reynolds auf die Frage warum er NICHT rauche).

Den weiteren Schlagabtausch zu referieren spare ich mir. Es ist nur öde zu lesen. Lustig wird es erst wieder gegen Ende des Textes, wenn der erfolglose Tabaklobbyist Bodo Meinsen ordentlich eins übergebraten bekommt:

„NRW genießt“: Dazu passt, dass Bodo Meinsen keine Erfolge in der Sache vorweisen kann, weder in Bayern noch anderswo. Und dass es der Sache enorm schadet, wie die von ihm geführten und gesteuerten Figuren in NRW die Attacken auf uns so breit in der Öffentlichkeit auswalzen, dass die Antiraucher sich die Hände reiben.

Der unbekannte Autor von „NRW genießt“ (wobei ich hinter der Diktion Christoph Lövenich vermute, ehemals Boss vom „Netzwerk Rauchen“) gönnt uns aber auch gar keinen Spaß. Mensch, Christoph! Wir hauen Euch doch so gerne in die Pfanne. Und bei den Steilvorlagen, die Ihr gerade bietet, wäre es auch sträflich es nicht zu tun. Ich muss schließlich auch meine Leserinnen und Leser unterhalten.

„NRW genießt“:Interessant auch, dass selbst die von Hause aus gegen die Raucher gerichteten Bewegungen mit mehr Sachverstand und Respekt dem angestoßenen plebiszitären demokratischen Prozess gegenüber treten als eine einzelne Person aus dem Bergischen Land, die als Lautsprecher die Gemüter anheizt – ohne dabei zu bemerken, dass sie als „Bauernopfer“ herhalten muss.

Christoph, Ihr seid alle „Bauernopfer“. Nicht nur der Ronald Blumberg, über den Du hier schreibst. In ein paar Jahren oder Jahrzehnten werdet Ihr sehen, dass nicht jeder von euch Helmut Schmidt ist, der mit 93 noch quarzt wie ein Schlot und Ihr werdet Euch in den Hintern beißen, dass Ihr Euer Geld, Eure Zeit und Eure Lebensenergie für den Kampf für Lungenkrebs und Raucherbein verschwendet habt. Während jene, die Euch den Dreck, den Ihr Euch in die Lungen gezogen habt und an dem Ihr krank geworden seid, verkauft haben bei bester Gesundheit auf den Seychellen ihren Ruhestand verbringen. Denkt einfach noch mal nach, wer das „Bauernopfer“ genau sein könnte.

 

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Quatschen für den Qualm

Im Moment fühlt sich wohl jede Nikotinikerorganisation und jedes Mitglied derselben, das noch halbwegs verständlich husten kann, bemüßigt eine „Stellungnahme“ zum Ende des Rauchervolksbegehrens in NRW abgeben zu müssen. Hier mal die 2 aktuellen Veröffenrtlichungen der verschiedenen Grüppchen der Lungenkrebsfreunde:

Bla-Bla-Blubb für den Lungenkrebs 2

Bla-Bla-Blubb für den Lungenkrebs 2 (Quelle)

Bla-Bla-Blubb für den Lungenkrebs I

Bla-Bla-Blubb für den Lungenkrebs I (Quelle)

Ach ja, ich habe den Quatsch nicht gelesen, kenne aber trotzdem den Inhalt:

  • WIR sind die Guten!
  • Schuld sind DIE ANDEREN!!!
  • DIE sind böse, egoistisch, machtgeil, geldversessen und total doof!
  • Wir wollen weitermachen für das „sozialverträgliche Frühableben“! Macht bei UNS mit! Und nur bei UNS!
  • Bla-Bla-Blubb!
  • Hust, Röchel, Rotz!

Und, hatte ich Recht?

 

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Lungenkrebspromotor – Ein echt cooler und gut bezahlter Job

Langsam wird es spannend was das gescheiterte Volksbegehren „Für mehr Lungenkrebs und Raucherbein in NRW“ betrifft. Denn jetzt kommen erstmals Interna an die Öffentlichkeit. So belegt ein Arbeitspapier, welche Geldbeträge für welche Posten innerhalb des angestrebten Volksbegehrens vorgesehen waren. Dabei fallen ganz erhebliche Beträge ins Auge:

  • Koordinator Bruttohonorar: 35.000,-€
  • Adminstrator/in o. Agentur Korrespondenzen: 22.000,-€
  • Vertrauensperson Verdienstausfall: 6.000,-€
  • stellvertretende Vertrauensperson Verdienstausfall: 3.000,-€

35.000,-€ alleine für den „Koordinator“? Nicht schlecht. Und wer hätte denn diesen nicht ganz unansehnlichen Betrag erhalten? Ein Blick in die Lokalpresse erhellt den Sachverhalt:

"Volksbegehren NRW für Lungenkrebs und Raucherbein" - Internes Papier enthüllt, wer sich die Taschen füllt.

„Volksbegehren NRW für Lungenkrebs und Raucherbein“ – Internes Papier enthüllt, wer sich die Taschen füllt. (Quelle)

Ach, der Herr Petereit dürfte sich jetzt wirklich ärgern. Immrhin geht ihm durch das Scheitern des Volksbegehrens ein ansehnlicher Betrag durch die Lappen. Wie konnte ich nur darauf kommen, dass Herr Petereit seine todbringende Lobbyarbeit im Dienste der Tabakindustrie „für lau“ anbieten würde? Nein, wenn ordentlich gebündeltes Bares winkt, sagt man doch nicht NEIN, oder?

Und wer wären die anderen Begünstigten gewesen?

Aykut Egeli:  Die Wahl von Frau Rippe in den Vorstand, die Mitgliedschaft von Herrn Petereit und Lövenich sowie die Anwesenheit auf den genannten Sitzungen kann selbstverständlich aufgrund der Protokolle und Anwesenheitslisten belegt werden.

Auf der Sitzung des Komitees am 5.10.2013 in Bonn waren auch alle drei vorgenannten Personen anwesend. NRW genießt war gebeten worden, ihren Finanzplan zur Durchführung des Volksbegehrens vorzulegen, was auch geschah. Dies ist der Plan, der dem Komitee vorgelegt wurde:

Wie leicht zu erkennen ist, betragen hier die Kosten für Herrn Petereit (Koordinator) 35.000,–, für Herrn Lövenich (Vertrauensperson) 6.000,– und für Frau Rippe (stellv. Vertrauensperson) 3.000,–. Dazu kommen Spesen für diese Herrschaften in Höhe von 4.500,–! (Quelle)

Sehr ordentlich. Die üblichen Verdächtigen. War klar, oder? Da hätten sich die Damen und Herren doch ganz nett die Taschen füllen können. Irgendwie erinnert mich das Ganze an das, was in Bayern vor ein paar Jahren stattfand. Einige dubiose Pro-Lungenkrebs-Vereine boten aggressiv kostenpflichtige Lösungen an, wie man das dortige Rauchverbot angeblich umgehen hätte können. Das „Rundum-Sorglos-Paket“ für den lauffaulen Nikotiniker, dem der Weg zur Tür zu weit ist. Von „Starterpackages Geschlossene Gesellschaft“ bis hin zu einer bayernweiten kostenpflichtigen Clubkarte. Was daraus geworden ist? Schauen Sie mal auf der Müllhalde der Geschichte der „Raucherbewegung“ nach!

 

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