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Archiv der Kategorie: Bundesversammlung Genuss Freiheit Selbstbestimmung

Detlef Petereit: Raucherlobbyist gegen Gerichtsurteil

Ladies and Gentlemen, heute haben wir mal wieder ein Leckerli für Sie im Programm. Detlef Petereit, zuletzt stark in der Kritik wegen seiner tätigen Mitwirkung an der Zerschlagung der kläglichen Reste der „Raucherbewegung“ ist wieder „on stage“.

Kurz ein paar zusammenfassende Worte zu diesem Tabaklobbyisten: Petereit stammt ursprünglich aus Berlin, wo ihm eine Gastwirtschaft gehörte. Diese machte irgendwann Pleite und schuld war, wie könnte es anders sein, das Rauchverbot in der Gastronomie. Dieses ist übrigens in Berlin wesentlich laxer als in anderen Bundesländern. Das nur am Rande.

Petereit beschloss dann, als Raucherlobbyist weiterzuarbeiten. Er versuchte innerhalb der Piratenpartei einige Zeit lang Politik für mehr Lungenkrebs und Herzinfarkt zu machen (Link) und beteiligte sich an verschiedenen Splittergrüppchen, die ebenso das Ziel verfolgten, Menschen durch die Erleichterung des Tabakkonsums einen möglichst kurzen Aufenthalt auf diesem Planeten zu bescheren.

Die „Bundesversammlung Genuss Freiheit und Selbstbestimmung“ ist eines von ca. einem Dutzend Splittergrüppchen, die sich für das „sozialverträgliche Frühableben“ engagieren. Wie üblich werden dazu weniger gerne Begriffe wie „Rauchen“, „Krebs“ und „Tod“ im Namen geführt sondern positiv besetzte Termini wie „Freiheit“ und „Selbstbestimmung“. Man kennt das sehr gut von anderen Vereinen von Raucherdesperados, die auf ähnliche wohlklingende Formulierungen setzen um ihre tödlichen Ziele zu verschleiern.

Impressum der "Bundesversammlung Genuss Freiheit Selbstbestimmung"

Impressum der „Bundesversammlung Genuss Freiheit Selbstbestimmung“ (Quelle)

Der Boss der „Bundesversammlung“ Detlef Petereit ist etwas ungehalten ob eines Gerichtsurteiles, das zwar bereits bereits letztes Jahr ergangen ist, das er aber vor kurzem erst kommentierte:

Bundesversammlung Genuss Freiheit Selbstbestimmung: HALLO??? Lese ich das hier wirklich richtig?
Wie geht das denn???
<Zitat> „Das Landgericht verpflichtete die Eigentümer, dem Beschluss unter folgendem Wortlaut zuzustimmen“<Zitat Ende>
Ich dachte immer, ein Gericht kann nur eine getroffene Vereinbarung für ungültig vs. gültig erklären.
Darf ein Gericht jetzt schon Bürger ihre früher noch „freie“ Entscheidung bei einer Abstimmung zu einem bestimmten Thema VORSCHREIBEN? Sie dazu „verpflichten“? Sie dazu VERPFLICHTEN, einen selbst vorgeschriebenen Text für gut zu befinden und dafür zu stimmen?
Ist eine Vorschrift, ein Gesetz, nicht Aufgabe der Legislative? Wurden hier etwa eindeutige Grenzen überschritten?
Wie bitteschön kann das Landgericht Dortmund Bürgern, die sich anlässlich einer privaten Versammlung in privaten Räumen treffen eine solche VORSCHRIFT machen???
Das Urteil ist zwar schon von Dezember 2013, wurde aber erst jetzt in den Medien bekannt.
=> Dies ist ein deutliches Beispiel, zu welchen Übergriffen in die Privatsphäre die Judikative heute schon bereit ist.
Nun ja, dann kann man doch gleich das nächste Wahlergebnis der Landtagswahl in NRW oder der Bundestagswahl dem Wähler verpflichtend vorschreiben.
Stellt sich nur noch die Frage von Sanktionen, falls sich einige wenige „mündige“ Bürger dann doch nicht daran halten sollten… (Quelle)

Was ist der Grund für die maßlose Entrüstung des Tabaklobbyisten Petereit?

Der Sachstand ist schnell erläutert: Auf einer Wohnungseigentümerversammlung wollten einige Nichtraucher durchsetzen, dass dort nicht geraucht werden dürfe. Die anwesenden Raucher lehnten bereits bei einer Probeabstimmung dieses Ansinnen ab, die Nichtraucher verließen daraufhin den Versammlungsort. Nachträglich wollten sie die Versammlung auf dem Rechtswege angreifen, da sie ihr Recht auf Teilhabe verletzt sahen. Dies lehnte das LG Dortmund aus formalen Gründen ab. Eine Probeabstimmung sei keine ordentliche Abstimmung und daher bedeutungslos (Link). Der Auszug der Nichtraucher sei daher freiwillig geschehen.

Interessant ist aber der zweite Teil des Urteils. Es wurde nämlich die Miteigentümerversammlung verpflichtet, ein Rauchverbot für die Versammlung auszusprechen. Denn Passivrauchen sei wissenschaftlich erwiesen gesundheitsschädlich und die nichtrauchenden Eigentümer hätten ein Recht darauf, ihre Eigentümerrechte wahrzunehmen ohne sich durch Tabakrauch gesundheitlich gefährden lassen zu müssen. Die Versammlung könne zwar durch Raucherpausen unterbrochen werden, der Drogenkonsum habe jedoch außerhalb des Versammlungsraumes zu geschehen umd die Nichtraucher zu schützen.

Und damit ist wohl auch die Frage des Herrn Petereit „Wie geht das denn?“ beantwortet: Die Kläger werden in ihrer Klageschrift einen Antrag eingebracht haben, wonach das Gericht feststellen sollte, dass ein entsprechendes Rauchverbot ausgesprochen werden soll. Das Gericht dürfte dem Antrag aus naheliegenden Gründen gefolgt sein.

Für eine echten Tabaklobbyisten wie Detlef Petereit ist dieses Urteil natürlich ein Skandal. Da reden doch tatsächlich Richter Menschen in ihre „freiheitliche“ Lebensgestaltung hinein. Wie üblich denkt Petreit aber wie immer sehr kurz. Denn er vertritt nur die Interessen der Raucher, die sich bereits rücksichtslos gegen die anderen Anwesenden durchgesetzt haben. Diese Raucher haben vielleicht ihre „freiheitliche Lebensgestaltung“ durchgesetzt, aber an die Nichtraucher denkt jemand wie Petereit  natürlich wie immer nicht. Dafür hat aber das LG Dortmund eben deren schützenswerte Interessen in das Urteil 1 S 296/12 einfließen lassen.

Was aber besonders erschreckend ist, ist die Haltung, die sich hinter Petereits Position verbirgt: Nämlich die altbekannte, über alle Maßen rücksichtlose, egoistische und alleine auf die Suchtbefriedigung durch Tababdrogenkonsum ausgerichtete Position der Raucherlobby. Leuten wie Petereit ist es vollkommen egal, was die Interessen anderer Menschen anbelangt. Alles, was sie interessiert, ist, dass sie regelmäßig und ohne Einschränkungen ihre Tabakdrogen inhalieren können. Rücksichtnahme? Fehlanzeige.

 

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Lungenkrebspromotor – Ein echt cooler und gut bezahlter Job

Langsam wird es spannend was das gescheiterte Volksbegehren „Für mehr Lungenkrebs und Raucherbein in NRW“ betrifft. Denn jetzt kommen erstmals Interna an die Öffentlichkeit. So belegt ein Arbeitspapier, welche Geldbeträge für welche Posten innerhalb des angestrebten Volksbegehrens vorgesehen waren. Dabei fallen ganz erhebliche Beträge ins Auge:

  • Koordinator Bruttohonorar: 35.000,-€
  • Adminstrator/in o. Agentur Korrespondenzen: 22.000,-€
  • Vertrauensperson Verdienstausfall: 6.000,-€
  • stellvertretende Vertrauensperson Verdienstausfall: 3.000,-€

35.000,-€ alleine für den „Koordinator“? Nicht schlecht. Und wer hätte denn diesen nicht ganz unansehnlichen Betrag erhalten? Ein Blick in die Lokalpresse erhellt den Sachverhalt:

"Volksbegehren NRW für Lungenkrebs und Raucherbein" - Internes Papier enthüllt, wer sich die Taschen füllt.

„Volksbegehren NRW für Lungenkrebs und Raucherbein“ – Internes Papier enthüllt, wer sich die Taschen füllt. (Quelle)

Ach, der Herr Petereit dürfte sich jetzt wirklich ärgern. Immrhin geht ihm durch das Scheitern des Volksbegehrens ein ansehnlicher Betrag durch die Lappen. Wie konnte ich nur darauf kommen, dass Herr Petereit seine todbringende Lobbyarbeit im Dienste der Tabakindustrie „für lau“ anbieten würde? Nein, wenn ordentlich gebündeltes Bares winkt, sagt man doch nicht NEIN, oder?

Und wer wären die anderen Begünstigten gewesen?

Aykut Egeli:  Die Wahl von Frau Rippe in den Vorstand, die Mitgliedschaft von Herrn Petereit und Lövenich sowie die Anwesenheit auf den genannten Sitzungen kann selbstverständlich aufgrund der Protokolle und Anwesenheitslisten belegt werden.

Auf der Sitzung des Komitees am 5.10.2013 in Bonn waren auch alle drei vorgenannten Personen anwesend. NRW genießt war gebeten worden, ihren Finanzplan zur Durchführung des Volksbegehrens vorzulegen, was auch geschah. Dies ist der Plan, der dem Komitee vorgelegt wurde:

Wie leicht zu erkennen ist, betragen hier die Kosten für Herrn Petereit (Koordinator) 35.000,–, für Herrn Lövenich (Vertrauensperson) 6.000,– und für Frau Rippe (stellv. Vertrauensperson) 3.000,–. Dazu kommen Spesen für diese Herrschaften in Höhe von 4.500,–! (Quelle)

Sehr ordentlich. Die üblichen Verdächtigen. War klar, oder? Da hätten sich die Damen und Herren doch ganz nett die Taschen füllen können. Irgendwie erinnert mich das Ganze an das, was in Bayern vor ein paar Jahren stattfand. Einige dubiose Pro-Lungenkrebs-Vereine boten aggressiv kostenpflichtige Lösungen an, wie man das dortige Rauchverbot angeblich umgehen hätte können. Das „Rundum-Sorglos-Paket“ für den lauffaulen Nikotiniker, dem der Weg zur Tür zu weit ist. Von „Starterpackages Geschlossene Gesellschaft“ bis hin zu einer bayernweiten kostenpflichtigen Clubkarte. Was daraus geworden ist? Schauen Sie mal auf der Müllhalde der Geschichte der „Raucherbewegung“ nach!

 

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Detlef Petereit und seine „Bundesversammlung GFS“ erzählen Dummheiten aus Raucherland

Die bekannten Schwerstabhängigen aus den üblichen facebook-Foren versuchen gerade mal wieder, die Schädlichkeit des Tabakkonsums zu widerlegen. Und wie man sich denken kann, geht der Versuch glatt in die Hose.

Der Reihe nach. Eines der unzähligen dubiosen Pro-Lungenkrebs-Grüppchen hat gerade mal wieder einen Artikel ausgegraben, dessen Botschaft nicht gerade neu ist. Das Thema geisterte bereits vor einigen Jahren durch die Raucherkanäle. Aber viele von denen, die diese These besprochen hatten sind wohl heute tot, so dass man mal an einen „Repost“ denken kann. Gesagt, getan. Die Nikotinistengruppe „Bundesversammlung Genuss Freiheit Selbstbestimmung“  (auch gerne genannt „Bundesverdummung Gestank Unfreiheit Selbstaufgabe„) legt also vor:

Bundesversammlung Genuss Freiheit Selbstbestimmung - Tabak kann Krebs zellen abtöten

Bundesversammlung Genuss Freiheit Selbstbestimmung – Tabak kann Krebszellen abtöten

(Quelle)

Und wenn man den Beitrag dieses Nikotinsüchtigengrüppchens liest, weiß man, dass man wirklich geballte wissenschaftliche Kompetenz vor sich hat:

Ein Satz belegt sehr deutlich die uns immer wieder in den Medien präsentierten Lügen zur Gefährlichkeit eines Aspekts des Rauchens.

OK, wer das geschrieben hat, dürfte mit Ach und Krach die Volksschule abgeschlossen haben. Denn in dem Artikel, der hinter dem Betriag verlinkt ist, steht lediglich, dass bestimmte Inhaltsstoffe des Tabaks Bakterien und Pilze abtöten können und dass man auch davon ausgeht, dass sie bestimmte Krebszellen anzugreifen in der Lage sind. Welche Zelltypen dies sind wird übrigens nicht gesagt. Es gibt aber für den Menschen mehrere hundert verschiedene Krebszelltypen. Und davon, dass der Tabak geraucht werden muss, um die kurative Wirkung zu erzielen, steht rein gar nichts in dem Artikel. Wahrscheinlich ist der Autor von der „Bundesverdummung“ kaum in der Lage zu erkennen, dass es einen gewichtigen Unterschied macht, ob man eine bestimmte Substanz aus dem Tabak extrahiert oder ob man den Tabak anzündet und die beim Verbrennen des Tabaks entstehenden Schadstoffe einatmet. Denn der Pyrolyseprozess in der Zigarettenglut ist der eigentliche chemische Reaktionsraum in dem die meisten der ca. 100 Kanzerogene des Tabakrauchs bei Temperaturen zwischen 500 und 900 °C entstehen.

Der Beitrag schließt mit: „Aktuell sind rund 25 Prozent aller Krebstodesfälle durch Tabakrauch bedingt“. Demnach treten also Krebstodesfälle durch Tabakrauchen nur annähernd so häufig auf, wie es prozentual erwachsene Raucher in der Bevölkerung gibt. Aha…

Was uns diese wissenschaftliche Koryphäe damit sagen will, habe ich auch nach dem 10. Lesen nicht verstanden.

Und noch etwas wird deutlich: Könnte es sein, dass die Verteufelung des Tabak durch die WHO und ihre „Kollaborationszentren für Tabakkontrolle“ z.B. in Deutschland sich sogar negativ auf eine unabhängige Forschung durch die Wissenschaftler auswirkt? Wie anders ist zu erklären, dass dem Tabak schon seit langem und mit vielen ernst zu nehmenden Stimmen eine heilende Wirkung zugesprochen wird, eine evidenzbasierte Forschung dem jedoch nicht nachging?

Oha, der Autor kennt ein Fremdwort („evidenzbasiert“). Das war es dann aber auch. Dass es, was die gesundheitlichen Folgen betrifft, schon entscheidend ist, ob ich einen Salat esse oder ob ich ihn anzünde und die entstehenden Brandgase inhaliere, hat der Autor immer noch nicht verstanden. Und er wird es wohl auch nie…

Apropos „Autor“. Wer mag wohl hinter dem obigen Text stecken?

Die „Bundesversammlung Genuss Freiheit Selbstbestimmung“ hat lauf Google eine eigene Webseite, dort findet sich aber rechtswidrigerweise kein Impressum. Verantwortet wird die Domain von einem Detlef Petereit in der Stresowstr. 7 in Berlin. Detlef Petereit ist, man wunderst sich kaum noch, ein bekannter Tabaklobbyist. Herr Petereit ist mir u. a. dadurch aufgefallen, dass er und einige andere Raucherlobbyisten vor einigen Jahren versucht haben, die Piratenpartei für ihre Ziele zu missbrauchen (Link zu einem von mir verfassten Dossier). Ich gehe daher davon aus, dass Petereit der Vorstand der „Bundesversammlung GFS“ ist und den obigen Text verfasst hat. Passen würde es zu dem Mann. Ich kenne ihn von einigen „Mumble“-Konferenzen der Piratenpartei bzw. der dort angesiedelten „AG Nichtraucherschutz“. Dort fiel Petereit mir auf, dass er stundenlang reden konnte ohne auch nur einen substantiierten Satz von sich zu geben. Insofern passt sein damaliger Vortragsstil inhaltlich zu dem Beitrag auf facebook.

 

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