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Ronald Blumberg und Gerald Rademacher – Geistiger Tiefflug par excellence

25 Jul

Mal wieder was aus der Welt von „Freiheit“ und „Genuss“. Also, liebe Leserinnen und Leser, ich weiß gar nicht, ob sie’s wussten, aber „Biggi“ ist unlängst verstorben. Aufmerksam auf den Trauerfall wurde ich durch einen facebook-Beitrag von Gerald „Radi“ Rademacher. Denn es kommt ja gelegentlich vor, dass die Extremraucher der bekannten facebook-Kanäle das Ableben ihrer Rauchgenossen der versammelten Gemeinde mitteilen müssen. So auch in diesem Falle:

Liebe Freunde!
Leider muß ich Euch heute mitteilen, dass unsere Freundin Biggi, gestern verstorben ist! Viele Leute kannten sie von den Raucherdemos in verschiedenen Städten, wo sie sich immer durch ihre sammelaktionen hervorgetan hat!
Man kannte sie auch durch den rosa Hut!
Hab dich wohl liebe Biggi…Du warst immer voll dabei…irgend wann sehen wir uns alle!
Ein herzliches Beileid an alle Angehörigen!
Und möge sie es dort oben besser haben als hier unten bei uns!
R.I.P. BIGGI !
(Quelle)

Wie üblich der bekannte Schwulst, wenn einer der Rauchgenossen nicht mehr unter uns weilt. Aber auch ein paar Fakten werden uns serviert. Denn was man über Biggis Engagement für das Rauchen wissen muss, lernen wir dann aus dem Nachruf von Rademacher: Sie war bei den Raucherdemos in NRW dabei (als man noch meinte etwas gegen den kompromisslosen Nichtraucherschutz ausrichten zu können), hat dabei Geld gesammelt (denn die Raucher waren immer notorisch klamm und die Strafen für das verbotene Rauchen in der Kneipe mussten ja irgendwie berappt werden) und trug gerne rosa Hüte. Soweit, so gut. Aber Nachrichten dieser Art sind ja nun nicht gerade ungewöhnlich. „Raucher sterben früher“ steht auf jeder Kippenpackung, seit kurzer Zeit auch garniert mit ein paar netten Bildchen, welche von unseren „Genussfreunden“ über die Maßen geschätzt werden. Besonders von jenen Rauchern, die nicht lesen können oder wollen.

Aber jetzt kommen wir zum eigentlichen Thema. Einer neuen ultimativen Peinlichkeit von Ronald Blumberg und Gerald Rademacher. Für alle Leser zur Erinnerung: Blumberg (ein gescheiterter Werkzeughändler aus Radevormwald) und Rademacher (Ex-Koch und LKW-Fahrer aus Düsseldorf) waren vor zwei Jahren mit der haarsträubenden Idee am Markt, unter Berufung auf das Versammlungsrecht das Nichrauchergesetz in NRW aushebeln zu können. Über den juristisch hanebüchenen Schwachsinn, der unter dem Namen „Helmut Party“ firmierte (in Erinnerung an den bekanntesten Kettenraucher der Bundesrepublik), kann man hier im Blog alles nachlesen. Und die beiden haben was den öffentlichen Vortrag von Peinlichkeit betrifft, den Kanal noch lange nicht voll:

Ronald Blumberg und Gerald Rademacher - Peinlichste Beileidsbekundung ever!

Ronald Blumberg und Gerald Rademacher – Peinlichste Beileidsbekundung ever!

Ja, Gerald Rademacher ist fürwahr die allerhellste Kerze auf der Torte. Da wäre „Biggi“ gaaaaanz bestimmt seeeehr, seeeeeeehr stolz, könnte sie Ronald Blumberg noch erleben, wie er sich auf ihren Heimgang „eine ansteckt“.

Argggghhhhh!

 

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9 Antworten zu “Ronald Blumberg und Gerald Rademacher – Geistiger Tiefflug par excellence

  1. Wolfgang

    25. Juli 2016 at 18:37

    Ach, Ronni und Radi, seid nicht traurig. Wenn Ihr Euch weiter so die Lunge weg qualmt, geht das mit dem Wiedersehen vielleicht schneller, als es Euch lieb ist.

     
  2. Dave Berg

    26. Juli 2016 at 14:22

    Ja, das ist schon eine großartige Leistung von Ron, auf die man stolz sein kann. Wenn man sonst schon nichts kann, dann wenigstens in Gedenken an einer Verstorbenen respektlos seinen Gartenabfall inhallieren.
    Oh man, ich fasse es nicht…

     
  3. Nieraucher

    26. Juli 2016 at 17:16

    Gaaaaaaaanz toll, was, was man täglich zig male macht, ist natürlich etwas ganz besonderes, dass man im Gedenken an eine Tote machen sollte. Der Typ hat nicht alle Latten im Zaun, aber vermutlich musste er daraus ja Hakenkreuze basteln, unser kleiner Schmalspurnazi.

     
  4. Lachender Frischluftfan

    27. Juli 2016 at 14:30

    Ganz klar handelt es sich um eine temporär beobachtbare Sackgasse der Evolution.
    Dieses weiße „Mundwinkel-Organ“ in Stäbchenform hat sich seit einigen Jahrzehnten als Fehlbildung oder fehlerhafte Mutation manifestiert.
    Manche verwechseln dies mit althergebrachter Tradition.

    Es lässt sich daher nicht vermeiden, dass AUCH beim Dahinscheiden von „Artgenossen“ die „biologische“ Funktion des suchtbedingten Einsaugens von Verbrennungsrückständen wie von einer DNA befohlen abläuft!

    Ein „natürlicher“ Rhythmus ist beim Phänomen des täglichen Hustens dieser Spezies in aller Herrgottsfrühe nachweisbar.
    Krähende Hähne werden dadurch aber nicht auf Dauer überflüssig, weil sonst nach dem höchstwahrscheinlichen Aussterben des „Homo Qualmicus“ das große Verschlafen droht.

     
  5. NN

    13. August 2016 at 23:57

    Stellt Euch vor, ihr selbstgerechten Durchschnittsnullen: auch euch wird die Stunde schlagen. Und ihr werdet die letzten 10 Jahre eures „langen“ Lebens nichts sehnlicher herbeisehnen.

     
    • Lachender Frischluftfan

      17. August 2016 at 14:30

      Böse Zungen behaupten, dass viele Raucher ihre Aschenbecher zweckentfremdend mit Hunde- und Katzenfutter füllen. Der eigentliche Tabak-Sondermüll wird anderweitig teils wild entsorgt.

      Zur Ehrenrettung der Raucher sei festgehalten, dass bisher unter keiner Kirchenbank massenhaft Kippen gefunden wurden bzw. es konnten keine nennenswerten Abfallmengen in diesen „alternativen Deponien“ aktenkundig dokumentiert werden.

      Eine Umwidmung von Kathedralen in Müllkippen ist daher noch nicht durch die zuständigen Behörden verfügt worden.

       
      • Lachender Frischluftfan

        19. August 2016 at 13:08

        Manchmal gewinne ich den Eindruck, dass Raucher für ihre vermeintlichen „Verdienste zur Konsolidierung der gesetzlichen Rentenversicherung“ das Bundesverdienstkreuz für sich beanspruchen.

        Nun ja – wer unbedingt früher sterben möchte, kann dies tun…
        Aber warum muss ein vorzeitiges Lebensende unbedingt über den Umweg Zigarette angestrebt werden?
        Das geht doch wesentlich schneller mit einer Zyankapsel oder dem Strick am Fensterkreuz!

        Niemand muss sich lange mit kostenträchtigen Chemos aufhalten und das eigentliche „Ziel“ hinauszögern.

        Wer in Lungenheilstätten noch nach Luft ringt, verursacht auch hohe Kosten im Versicherungszweig der gesetzlichen Krankenkassen (Ungefähr 90 % der Lungenkrebspatienten sind bekanntlich Raucher).

        Jeder hat das Recht, früher zu sterben.

        Andererseits werden horrende Rentenversicherungsbeiträge gezahlt, die einen konkreten Anspruch auf Versorgung im Alter begründen.
        Wenn jemand als Nichtraucher ausdrücklich nicht verzichtet, darf der Wunsch nach einem längeren Leben vernünftigerweise nicht durch unfreiwilliges Passivrauchen verwehrt werden.

        Wer sich selbst – OHNE MIT SEINEN ZWANGSHANDLUNGS-AKTIONEN DEN MENSCHEN IN SEINER UMGEBUNG ERHEBLICHEN SCHADEN ZUZUFÜGEN – umbringen möchte, sollte nicht an seinem Tun gehindert werden.

        DAS fällt unter „freie Entfaltung“ der Persönlichkeit nachArtikel 2 unserer Verfassung.

         
  6. Lachender Frischluftfan

    13. November 2016 at 13:11

    Die Raucher geraten offensichtlich immer mehr in die Defensive.
    Beispielsweise haben die neu vorgeschriebenen Schockbilder Wirkung entfaltet und der Umsatz mit den getrockneten Pflanzenabfällen für die flächendeckende Lungenkontaminierung ist zurückgegegangen. Der marginale Pfeifentabak ist nun der Strohhalm, der einen gegenteiligen Trend der Hoffnung in der Argumentation dokumentieren soll.

    Soweit ich informiert bin, ist es nicht so, dass diese Seite „Netzwerk Rauchen & Co. …“ von juristischer Seite gesperrt wurde.
    Peter Rachow scheint Pause zu machen, weil es wohl immer weniger nötig ist, mit voller Power aktiv zu bleiben.

    Mal sehen, ob mein hier abgegebener Kommentar noch den Weg in die Öffentlichkeit findet.
    Das wäre dann der klare Beweis dafür, dass diese Seite nicht gesperrt wurde!

     
    • Dick Rauch

      13. November 2016 at 16:14

      Bei den Kampfrauchern ist nicht mehr so viel los, das dürfte die Erklärung für den Rückgang der Artikel hier sein. Aber beim Kampf gegen das Rauchen hat sich leider wenig getan. Nehmen wie die Tabakwerbung. Es gibt inzwischen Supermärkte in Deutschland, da stehen nun Flachbildschirme im Süßigkeitenregal (!), auf denen ausschließlich Tabakwerbespots laufen. Da die Bilder sich bewegen, schaut man zunächst unweigerlich hin. Geht dann der Blick in die andere Richtung, kann man dem Dreck dennoch nicht ausweichen, da überall im Kassenbereich solche Flachbildschirme verteilt sind.
      So was ist schon sehr dreist, zumal die Spots im Fernsehen seit 1976 verboten sind. Jetzt aber werden wieder Kinder berieselt. Auch das geplante neue Gesetz von Christian Schmidt würde diese Form der Tabakwerbung nicht verbieten, da Werbung am Verkaufsort erlaubt bleiben soll.

       

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