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Der Raucherblues des Werner Niedermeier

01 Jan

Langjährige Leser meines Blogs kennen bestimmt noch Werner Niedermeier aus Karlsfeld bei München. Werner, der von seinen Freunden auch „Ronson“ genannt wird (wegen der von ihm präferierten Marke von tchechischen Krebsstängeln), war früher extrem aktiv gegen die von ihm gehassten „Antis“. Das Netz vergisst bekanntlich nichts und so sind auch Werners Aktivitäten gut dokumentiert (Google) . Mit Schlagzeilen wie „Denunziant zeigt Rauchen auf der Bühne an.“ oder anderem Schmarrn mehr erfreute Niedermeier jahrelang unsere Herzen. Leider wurde es etwas still um den Mann, der auch als Filmregisseur brillieren konnte (YouTube) und dessen hochgeistiges im Jahre 2010 abgedrehtes Filmchen auch heute noch Kultstatus genießt.

Aber Werner meldet sich manchmal doch noch zu Wort. Auf seinem Blog „aranita.de“ gewährt er uns tiefe Einblicke in die schlimme Seelenlage des gescheiterten Raucherbefreiers, Politaktivisten, Piraten und Anti-Feministen:

Werner Niedermeier: 2015 war, politisch gesehen, ein Pleite-Jahr. Die Piraten-Partei, in die ich so viele Hoffnungen gesetzt hatte, hat diese leider nicht erfüllt. Genaueres dazu will ich nicht öffentlich schreiben, da Nachtreten nicht mein Ding ist. (Quelle)

Wenn Werner nicht darüber reden will, was schief lief bei den Piraten, dann spekuliere ich mal. Also, ich mutmaße, dass seine Versuche, die Piratenpartei dazu zu missbrauchen, dass Rauchverbot in Bayern zu lockern komplett in die Hose gegangen sind. Entweder, weil die Piratenpartei mittlerweile nur noch unter „Sonstige Parteien“ läuft (mit einem Anteil von unter 2% der Wählerstimmen) und daher keinerlei politisches Gewicht mehr hat (wenn sie es denn jemals hatte) oder weil man ihm dort bei seiner „Befreiungsbewegung“ zugunsten von Lungenkrebs und Raucherbein nicht länger folgen wollte. Auf jeden Fall dürfte das Thema „Werner bei den Piraten“ erledigt sein.

Weiter im Text des bayerischen Bluesman Niedermeier:

Wobei das alte Rechts-Links-Schema schon länger nicht mehr gilt. Es entstand ja ursprünglich im Jahre 1814 durch die Sitzordnung der politischen Parteien in Frankreich.

OK, Werner wieder so ein Problem: Keine Ahnung aber über Dinge schreiben, wo man Ahnung haben muss. Die Aufteilung „links-mitte-rechts“ stammt nicht aus der Assemblée nationale sondern geht zurück auf die erste Deutsche Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche ab 1848. Macht aber nix.

Die weitergehenden Wehklagen des Herrn Niedermeier ersprare ich Ihnen und mir und will daher nur noch einen Textauszug bringen. Werner wird älter und da beschäftigt man sich schon mal mit dem Tod:

Viele Menschen sind 2015 gestorben, ich will nur ein paar heraus greifen, […] ach ja, Helmut Dietl, der der Münchner Schickeria so gekonnt den Spiegel in seinen Filmen vorgehalten hat. Und natürlich Leonard Nimoy, der beste Mister Spock aller Zeiten.

Ähemm, Werner, gerade die beiden sollten Dir als Raucher vielleicht kein leuchtendes Vorbild sein. Dietl starb an Lungenkrebs und Nimoy an COPD. Beides verursacht durch Tabakrauchen.

Um zum Schluss zu kommen: Werner, Werner, Du hast aber ganz ordentlich den Blues. Ist denn alles sooo schlimm? Ich dachte immer, Ihr Raucher seid immer gut drauf, feiert gerne und lasst es bei jeder Gelegenheit ordentlich krachen. Und jetzt das. Der arme Werner ist ein richtiges Kind von Traurigkeit geworden und jammert sich im Netz seinen Weltschmerz von der Seele. Wo ist der Biss der frühen Jahre geblieben, lieber Werner, als Du noch auf allen Kanälen den bösen „Antis“ richtig gut fast täglich eine reingehauen hast? Was ist auch „rauchernews“ geworden? Werner, Du bist müde geworden. Sehr müde.

Aber, lieber Werner, vielleicht hat ja „die Pharma“ das eine oder andere Mittelchen, um Dich aufzuheitern und wieder aufzubauen. Die Kippen wirken wohl bei Dir nicht mehr so wie früher. Aber stattdessen gibt es bestimmt auch was von ratiopharm. Was auch bestimmt keinen Krebs macht.

Es grüßt Dich ganz lieb  und wie immer rauchfrei

Dein Peter

 

 

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12 Antworten zu “Der Raucherblues des Werner Niedermeier

  1. Dick Rauch

    1. Januar 2016 at 21:20

    Es ist eine gewisse Tragik, dass diejenigen, die für die Tabaksache kämpfen und die Gefährlichkeit von Tabak herunterspielen oder leugnen („Wissenschaftler beweisen: Kerzen gefährlicher als Zigaretten“), von ihrer Leidenschaft (Sucht) körperlich geschwächt werden. Sie können auch von ihrer Konstitution gar nicht mit den Tabakgegnern mithalten. Die Kampfraucher bekommen auf eine sehr brutale Art gesagt, dass sie im Unrecht sind. Rauchende Freunde, rauchende Prominente – sie alle werden krank oder sterben. Erste Anzeichen der Schaufensterkrankheit machen sich bei ihnen selbst breit. Kein langjähriger Raucher hat intakte Gefäße. Irgendwann kommt „die“ Diagnose. Der Leidensweg schreitet grausam fort. Und dennoch – viele wollen es immer noch nicht begreifen. Selbst bei einer typischen Raucherkrankheit ist dann nicht das Rauchen schuld, sondern notfalls halt die Warnhinweise auf den Packungen durch den Nocebo-Effekt. Ich wünsche ja niemand etwas Schlechtes. Obwohl ich von dem Herren persönlich beleidigt wurde, wünsche ich Werner die nötige Einsicht, auch dass er sie noch rechtzeitig bekommt.

     
    • Nieraucher

      2. Januar 2016 at 15:31

      Wenn ein Ex-Kanzler trotz Rauchen und dank moderner Medizin sehr alt wird, dann wird er als Beispiel dafür gefeiert, dass Rauchen einen nicht früher sterben lässt. Wenn Leute aus den eigenen Reihen sehr früh sterben, wird das zwar bemerkt und mit „Beileid“-Bekundungen bedacht, aber nicht reflektiert. Sie merken einfach nicht, dass das Rauchen sie und ihre Freunde umbringt.

      Wie der Jäger, der bemerkt zwar bei uns das „Heil Tabak“-Smiley (auch wenn seine Kapazitäten nicht reichen, die Satire zu bemerken), ignoriert aber den rechten Sumpf, der bei seinen eigenen Mitstreitern immer tiefer wird.

      Naja, jetzt hat er dann ja mehr Zeit, sich damit zu befassen 🙂

       
      • Destruxol

        3. Januar 2016 at 00:06

        Google hat bestätigt, dass Juwelier Jäger schließt, aber was macht Alex dann? Videothek, Handyladen oder Mikrofonständer? Ich bin gespannt. 😀

         
  2. Peter Rachow

    3. Januar 2016 at 10:17

    Ja, der Alex. Ich habe mich auch gewundert, dass er seinen Juwelierladen in Aalen so plötzlich geschlossen hat. Und da er auf meine YouTube eingestellte Frage nicht geantwortet hat (https://www.youtube.com/watch?v=QBd5iO05_MI) obwohl er früher immer sofort zurückgehupt hat, wenn dort etwas gegen ihn gepostet wurde, lässt schon Fragen offen. Aber was man festhalten kann ist, dass Alex neuerlich gescheitert ist. Zwei abgebrochene Studiengänge, mehrere vollkommen gescheiterte Kandidaturen für verschiedene politische Ämter. Und jetzt das. Was kann er eigentlich? Im Internet herumzurüpeln und andere Menschen zu beleidigen scheint ja dann eine seiner Kernkompetenzen zu sein. Google hilft weiter: „Alexander Jäger Aalen“.

     
    • Matthias Aichmaier

      3. Januar 2016 at 11:47

      Es ist mir vollkommen unverständlich, wieso in diesem Blog immer und immer wieder aufs Neue über Herrn Jäger gelästert werden muss?! Es sind doch auch schon Menschen mit höherer Bildung, besserer Qualifikation und optimaleren Voraussetzungen im Geschäftsleben gescheitert! Auch die zuvor genannten Alternativen („Videothek, Handyladen oder Mikrofonständer“) zur bisherigen Selbstständigkeit halte ich für nicht zielführend. Natürlich, ein geregelter Broterwerb ist ein erster Schritt in die richtige Richtung und kann sicherlich dabei helfen, endlich den Weg aus der Nikotinabhängigkeit zu finden. Trotzdem sollte man sich vor Augen führen, dass die zukünftige Beschäftigung nicht nur ein „Job“ sein sollte, sondern eben auch „Berufung“. Ich schlage also vor, dass Herr Jäger das tut, was er am besten kann. Immer und immer wieder hat der schwäbelnde Studienabbrecher über seine Affinität zum Filmgeschäft berichtet. Was läge also näher, als sich einmal vor der Kamera zu versuchen? Hier braucht es echte Charaktere. Auch in Bereichen, die eher (und vollkommen zu unrecht) in die Schmuddelecke gedrängt werden. Wie wäre es also beispielsweise als Darsteller oder zumindest Komparse im Bereich der …? Dass hier der näselnde schwäbische Dialekt nicht Hindernis, sondern eher Vorteil ist, hat vor einigen Jahren ein Herr bewiesen, dem man eine solche Tätigkeit sicherlich nicht zugetraut hätte:

      https://de.wikipedia.org/….

      (Anmerkung vom Administrator: Die 2 Textpassagen habe ich entfernt, weil ihnen der Sachkern fehlte. Herr Jäger scheint mir für die angegebene Tätigkeit wenig geeignet. Wie man auf diesem Foto sehen kann, hat Herr Jäger offenbar gewichtsmäßig stark zugelegt und dürfte daher die Fotogenität für die genannte Tätigkeit nicht aufweisen. Als Model für eine Zigarettenmarke könnte ich ihn mir hingegen gut vorstellen.)

      Ich jedenfalls wünsche Herrn Jäger alles Gute für das neue Jahr und hoffe, dass mein kleiner Beitrag Inspiration für seine berufliche Zukunft sein kann. Vielleicht wäre es sogar möglich, dass die weiteren Kommentatoren ihre Animositäten einmal ablegen und ebenfalls eine symbolische Friedenspfeife mit Herrn Jäger rauchen. Das noch frische Jahr sollte schließlich in Harmonie und mit mitfühlenden Gedanken begonnen werden! Hoffentlich nehmen sich einige Personen diesen Appell zu Herzen und überdenken nun endlich ihren bisherigen Konfrontationskurs!

      In diesem Sinne: Alles Gute, beste Gesundheit und viel Erfolg für’s neue Jahr, lieber Alexander Jäger!

       
      • Peter Rachow

        3. Januar 2016 at 21:11

        Ob der Alex jetzt so viele Möglichkeiten hat, bezweifele ich. Ohne Studium wird das eher problematisch. Und ob er in seinem alten Beruf als Kaufmann was bekommt, ist auch fraglich. Vor allem, wenn sein zukünftiger Chef nach seinem Namen das Netz befragt. Da kommt wenig Schmeichelhaftes zutage. Wer will schon jemanden einstellen, der in den letzten Jahren primär durch Dauerrüpeln in Erscheinung getreten ist? Also bleibt eigentlich nur die Selbstständigkeit oder eine „Karriere“ als FDP-Politiker. Beide Dinge hat er aber schon probiert, mit dem bekannten äußerst mäßigen Erfolg. Bin mal gespannt, was wir von dem Mann aus Aalen noch so alles hören werden.

         
  3. Nieraucher

    4. Januar 2016 at 15:41

    Vielleicht schätzen wir ihn auch völlig falsch ein. Vielleicht hat er den Laden ja geschlossen, weil er so erfolgreich war, dass er nun genug Millionen zur Seite gebracht hat, um ganz seinem Naturell folgen zu können: Sich den ganzen Tag im Dunklen einsperren, rauchen, seine Ballerspielchen zocken und Sozialkontakt nur noch per Internet pflegen (da kann man sich schließlich besser darstellen und interessanter machen, als man ist). Da kann er dann endlich mal entspannen, was er bei Anwesenheit fremder Personen ja offensichtlich nicht schafft (siehe Mikrofonständer).

    Ich hoffe, er hat dabei die Teuerungsrate speziell von Zigaretten auch mit einbezogen in seiner Kalkulation.

     
    • Dick Rauch

      4. Januar 2016 at 23:52

      Für Alex gilt dann Folgendes:

       
  4. Werners größter Fan

    6. Januar 2016 at 10:55

    Werner ist wirklich arm dran. Selbst bei seinem Artikel hier wird er in den Kommentaren von einem anderen verdrängt 😀

     
    • Frischluftatmer

      7. Januar 2016 at 05:14

      Vielleicht muss Werner mal wieder eine Hauptrolle in einem Film annehmen, um sich wieder ins Gespräch zu bringen. Ich finde es absolut unangebracht, jetzt schon die Totenglocke für dieses Genie des investigativen Journalismus zu läuten.

       
      • Peter Rachow

        7. Januar 2016 at 06:46

        Vielleicht reicht es auch, wenn Werner einfach mal eine neue Webseite ins Netz stellt. Statt „rauchernews.de“ eben „raucherblues.de“. Muhahahahaha!

         
  5. Dick Rauch

    7. Januar 2016 at 13:09

    Werners Verbotswahn ist auch weg.
    http://verbotswahn.de/
    Die Domain ist zwar auf Dani registriert, aber der Seiteninhalt ist ziemlich dürftig:

    Es ist so traurig. Was ist, wenn aranita.de auch noch einiges Tages von uns geht?

     

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