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Archiv für den Monat November 2015

Michael Löb: In der „Hölle des Nikotinismus“

Rauchen führt offenbar tatsächlich zu ernsten Defekten im Neocortex des Tabakkonsumenten. Anders ist der jüngste Verbalausfall des Michael Löb, Vorsitzender der Nikotinikergruppe „Netzwerk Rauchen e. V.“ nicht zu erklären. Unter seinem Pseudonym „Freiraucher“ schreibt der Mann aus Worms:

Michael Löb, Netzwerk Rauchen: Dieser Beitrag von Frank Davis verdient besondere Beachtung. Er stellt die  barbarische Gesinnung der Menschenfeinde in den weitläufigen Gefilden der Hölle der Tabakkontrolle bloß: Menschenleben sind nichts wert, die Ideologie ist alles, unser Profit noch viel mehr.

http://www.netzwerk-rauchen.de/frank-davis-auf-deutsch/785-die-vergessenen-paris… (Quelle)

Den zugehörigen Artikel des britischen Hardcorerauchers Frank Davis hatte ich bereits vor einigen Tagen besprochen (Link). Davis stellt darin die irrsinnige These auf, die Menschen, die vor den Cafés in Paris durch ein paar vollkommen durchgeknallte Islamisten erschossen worden waren, könnten noch leben, wenn sie nicht aufgrund der Nichtrauchergesetze vor den Kneipen hätten sitzen müssen, wo man sie quasi aus dem Auto heraus habe abknallen können. So drückte sich Davis frei übersetzt aus.

Löb setzt diesem unsäglichen und nachgerade widerlichen Schwachsinn nun noch die Krone auf. Denn liest man zwischen den dürren Zeilen des Vorstandes vom „Netzwerk Rauchen“, so kommt folgendes zum Ausdruck:

Die „Tabakkontrolle“ (wer auch immer das sei) wusste, dass irgendwann ein paar Irre mit Kalaschnikovs im Namen Allahs auf den Straßen von Paris ein Blutbad anzurichten gedenken. Um sich nicht selbst die Finger schmutzig machen zu müssen, verabschiedete man mal eben die Nichtrauchergesetze. Nach denen müssen die Raucher nun vor den Türen der Kneipen ihre Zigaretten rauchen. Den Rest würden dann ganz einfach die Terroristen erldigen, indem sie mal eben im Vorüberfahren das eine oder andere Magazin auf die „freiheitsliebenden“ Raucher leerballern dürfen.

Lieber Michael, geh doch endlich mal zu einem Arzt!

Dass die Reduzierung des Tabakkonsum im Gegenteil intendiert, Menschenleben zu retten, wird jemand wie Löb nie verstehen. Denn immerhin tötet das Tabakrauchen in Europa jedes Jahr mehrere hundertausend Menschen. Und auch wenn man Tote nicht gegeneinander aufrechnen kann, so sei doch folgender Gedanke vorgetragen: So viel Magazine aus Schnellfeuergewehren kann man gar nicht auf die Raucher verschießen, die vor den Kneipen ihre Zigaretten rauchen und die voraussichtlich am Rauchen sterben werden.

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Paranoider Raucherwahnsinn

Frank Davis, ein britischer Hardcorenikotinker, hat etwas über den Sender gelassen, was man einfach nur als dumm, geschmacklos, paranoid und durch und durch hirnkrank bezeichnen kann. Die kurze Zusammenfassung dieses Textes, bei dessen Lektüre ich wirklich schlucken musste: Bei den Attentaten in Paris war besonders die Opferzahl unter den Rauchern sehr hoch, weil diese eben VOR den Lokalen, welche die islamistischen Mörder angegriffen hatten sitzen mussten und daher leichter zu töten waren.

Der Text in Englisch liegt hier: https://cfrankdavis.wordpress.com/2015/11/22/the-forgotten-parisian-smokers/

Wer sich diesen wirklich widerlichen Textmüll antun möchte, bitte sehr! Fazit von Mr. Davis: An den Händen der Tabakkontrolle klebt das Blut der Erschossenen:

In these attacks, which were pretty much drive-by shootings, it was the smokers sitting outside that were the principal casualties. And they were only sitting outside because the law had “exiled them to the outdoors”.

Their blood is as much on the hands of Tobacco Control as anyone else.

Wie gesagt, ein ernstlicher Dachschaden ist unabdingbare Voraussetzung, damit jemand etwas derart Krankes schreiben kann. Wie gestört im Kopf muss jemand sein, der für seine Drogensucht und den Wunsch diese immer und überall befriedigen zu dürfen den Tod unschuldiger Menschen als Rechtfertigungsgrund heranziehen muss? Man kann sich einfach nur sprachlos abwenden. Und sich dabei gepflegt übergeben.

Nachsatz: Und dem Juwelier Alexander Jäger (FDP Aalen) fällt nicht mehr ein, als diesem widerwärtigen Geschreibsel auch noch beizupflichten:

Alexander Jäger, FDP Aalen: Die Tabakkontrolle wird das sicher demnächst als Argument für Rauchverzicht bringen. (Quelle)

Aber mal ehrlich, wer hätte von Jäger erwartet, dass er sich von diesem Mist distanziert?

Edit: Auf meine Vorhaltung:

I’ve rarely read disgusting stuff like this crap. Makes me physically sick! Innocent people have been slaughtered by a bunch of islamistic idiots and all that you do is exploiting their deaths for your filthy nicotine addiction.Shame on you!

erwiderte der „tolerante“ Raucher Mr Davis:

Nazi antismokers don’t like this post!  …Fuck off!

Mein Kommentar: Heil Lungenkrebs! (Nur für Dich,Alex!) 😉

 

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Maizièreboro

maizereboro

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 19. November 2015 in Uncategorized

 

Ronald Blumberg und die Realität: Welten treffen sich

Ronald Blumberg,der aggressive Raucheraktivist, ist wieder online. Nach einer längeren Abwesenheit von den Kanälen der Freunde des Lungenkrebses legt der verhaltensauffällige Mann aus Radevormwald wieder los. Jeden Tag gehen zahllose Beiträge über den Sender. Bei manchem dieser Postings ist die Frage nach dem Geisteszustand des Mannes die unmittelbare Folge der Lektüre derselben.

Ein Beispiel: Vor einigen Jahren ersannen Blumberg (ein bereits vor Jahren insolvent gegangener Werkzeughändler) und ein ehemaliger LKW-Fahrer namens Gerald Rademacher als „legalen“ Weg aus dem Rauchverbot in Gaststätten die sog. „Helmut-Partys„. Die beiden Herren, die nie eine Juravorlesung besucht haben, kamen auf eine ebenso dämliche wie fragwürdige juristische Idee. Man meinte, mit dem Artikel 8 des Grundgesetzes (Recht auf Versammlungsfreiheit) die Rauchverbote in den öffentliche Gaststätten aushebeln zu können. Denn eine Versammlung, so hatten die beiden kompletten Dilettanten auf dem Gebiet der Juristerei herausgefunden, sei ja angeblich „polizeifest“. Dass man dort dann aber trotzdem keine Ordnungswidrigkeiten begehen darf, war den beiden Freizeit-Verfassungsrechtlern nicht zu vermitteln.

So eröffneten sie total besoffen von ihrer vermeintlich genialen Idee sogar eine Webseite (mittlerweile offenbar nicht mehr im Netz) wo man den ganzen juristischen Käse lesen und sich sogar eine Anleitung für die Veranstaltung einer „Helmut-Party“ herunterladen konnte. Und, man wundert sich kaum, einige Gastronomen (wohl eher die im Geiste weniger hellen) fielen auf den Quatsch herein, veranstalteten eine entsprechende Party nach dem Muster von Blumberg-Rademacher, bekamen daraufhin Post vom Ordnungsamt und durften ordentlich blechen. Einige der so gebeutelten Damen und Herren versuchten zwar noch auf dem Rechtswege gegen die Bußgelder vorzugehen, aber ohne Erfolg (Link). Auszug:

Die Entscheidung des OLG Hamm bestätigt, dass dem Nichtraucherschutz ein hoher Stellenwert zukommt. Auch eine Protestveranstaltung, welche grundsätzlich unter dem Schutz der Versammlungsfreiheit steht, hat hinter den Regelungen des Nichtraucherschutzgesetzes und dem damit bezweckten Schutz von Leben und Gesundheit der Nichtraucher zurückzutreten. Nicht entscheiden musste das Gericht, ob die Veranstaltung einer „Helmut-Party“ zulässig gewesen wäre, wenn diese nicht im Rahmen der normalen Öffnungszeiten der Gaststätte erfolgt wäre, sondern als Privatfeier, also im Rahmen einer geschlossenen Veranstaltung. (Quelle)

Derlei rechtlicher Kleinkram eines Obergerichtes ficht aber Ronald Blumberg nicht an. So macht er weiterhin ebenso unverdrossen wie dumm Werbung für seine „Helmut-Partys“:

Ronald Blumberg: Kein Durchblick.

Ronald Blumberg: Kein Durchblick. (Quelle)

Legaler ziviler Widerstand“? Die offizielle Rechtsmeinung dürfte eine andere sein. Besonders blöde wirkt dabei Blumbergs obige Einlassung, dass nach einem unlängst ergangenen Urteil des VG Stuttgart die Demos gegen „Stuttgart 21“ als rechtlich zulässige politische Versammlung gem. Art. 8 GG besonders geschützt sind. Das ist zwar richtig, aber Blumberg ist, wie man leicht erkennen kann, intellektuell hoffnungslos damit überfordert, auch nur rudimentär zu verstehen, dass dieses (im Übrigen zu erwartende) Urteil nun eben nicht das Begehen von Ordnungswidrigkeiten auf einer „spontanen politischen Versammlung“ zulässt und damit eben keinen Freischein für seine Raucherpartys darstellt. Ronnie, um nur mal ein altes Indianersprichwort zu nennen, das hier sehr gut passt: „Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!„.

Aber Ronnie hat ein Problem: Er merkt nicht mal, dass der Gaul „Helmut-Party“ unter ihm nicht nur tot sondern bereits skelettiert ist.

 

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Die Hardcoreraucher und der Tod von Helmut Schmidt

Helmut Schmidt ist tot. Der wohl bekannteste Kettenraucher der Republik verstarb gestern im hohen Alter von 96 Jahren. Über das Wirken von Herrn Schmidt will ich hier nicht referieren, das können andere viel besser. Ich möchte hingegen daran erinnern, dass Helmut Schmidt in einem Belange sicher kein leuchtendes Vorbild war. Zumindest nicht für normale Menschen. Denn Schmidt war derart zigarettenabhängig, dass er sich immer und überall eine anzünden musste. Auch dort, wo für andere Menschen ein striktes Rauchverbot herrscht. Bekannt sind unter anderem seine rauchigen Eskapaden aus Krankenzimmern und Fernsehstudios. Und genau diese Tatsache löst bei den bekannten Hardcorerauchern nun eine kollektive Welle größten Katzenjammers aus. Denn den Suchtrauchern ist nun ihr letztes Idol abhanden gekommen, nachdem bereits vor einigen Jahren Jopi Heesters mit 108 Jahren von der Bühne des Lebens abtreten musste. Und der ganze Jammer kulminiert nachfolgend in einigen peinlichsten Entgleisungen, über die nun kurz und schmerzvoll berichtet werden soll, denn „Netzwerk Rauchen“, „Raucher in Deutschland“ und vermutlich auch andere Kanäle der Fans des Herrn Schmidt überbieten sich also derzeit mit Lobpreisungen und Kondolenzpostings auf den verstorbenen Altkanzler. Trauer ist angesagt. Oder was man so „Trauer“ nennt. Bei manchen Tabakfanatiker wird daraus nämlich nur die ultimative Peinlichkeit.

Nehmen wir uns doch gleich einmal das „Netzwerk Rauchen“ vor, genauer gesagt deren facebook-Kanal. Es geht los mit einer ebenso dümmlichen wie schwülstigen Einlassung des uns wohlbekannten Jürgen Vollmer aus Marburg:

Jürgen Vollmer: Mit Schmidt geht der letzte große Staatsmann, den dieses Land in besseren Tagen einst hervorgebracht hat! Möge er Frieden finden auf seiner letzten Reise zurück ins Universum, das nicht nur um eine feine Spur Mentholwölkchen bereichert wird. (Quelle)

Schwurbeldiktion vom Feinsten, wie wir sie von Vollmer gewohnt sind, inklusive seiner Lieblingsvokabeln „einst“ und „möge“. OK, ich bin schon froh, dass es beim Marburger Qualmfreund endlich mal ohne Beleidigung geht, aber das mit den „Mentholwölkchen“ die Schmidt auf seinem Ritt durch das „Universum“ begleiten sollen, das rollt einem wirklich die Fußnägel hoch. Was nimmt Vollmer so zu sich, bevor er derlei dummes Zeug ins Internet einstellt? Allerdings ist diese dümmlich-verschwurbelte Sprache des Jürgen Vollmer nun auch nicht eine einzelne Eruption verbalen geistigen Dünnpfiffs. Denn Vollmer hat einen neuen Stil erfunden. Statt rüpelhafter Beleidigungen gegen seine Gegner nun die ebenso aufgeblasene wie sinnfreie Schwulstrhetorik. Diesen neuen Stil konnte man bereits vor Monaten erahnen, als man den neu ersonnenen Leitspruch über der facebook-Seite des von ihm adminstrierten Nikotinkanals zu lesen „das Vergnügen“ hatte. Da wurde klar: Der Mann taugt eindeutig zur Heißluftpumpe im Dienst von Raucherbein und Lungenkrebs:

Dummer Spruch von Jürgen Vollmer für das

Dummer Spruch von Jürgen Vollmer für das „Netzwerk Rauchen“

Ach weißt Du, Jürgen, von mir aus könnt Ihr alle gerne in die Luft fliegen. Irgend jemand wird die Reste schon beseitigen und dann ist endlich Ruhe mit der Qualmquengelei.

Tamara Eggert hingegen gebärdet sich,als ob sie gerade Vater oder Ehemann verloren habe:

Tamara Eggert Er wird mir so fehlen….

Tja Tamara, jetzt konntet Ihr nicht mal mehr zusammen Weihnachten feiern, Du und der Helmut. Eine Runde Mitleid für Frau Eggert! Aber Tamy, vielleicht tritt ja bald einer neuer Mann in Dein Leben. Lass es uns wissen!

So, und jetzt wird es wieder richtig blöde. Denn Michael Löb vom „Netzwerk Rauchen“ legt los:

Michael Löb, Netzwerk Rauchen: Auch den stärksten Raucher haut es irgendwann um. 96 Jahre alt ist Bundeskanzler a.D. Helmut Schmidt geworden, heute ist er von uns gegangen. […] Der populäre Elder Statesman hat sich um diskriminierende Rauchverbote einen feuchten Kehricht geschert und bleibt damit Vorbild für uns alle. (Quelle)

Wenn der stärkste Raucher erst mit 96 Jahren abtritt, kann der ehemalige Starkraucher Gian Turci, dessen Frühversterben das Netzwerk vor ein paar Tagen beklagte (Link), ja eigentlich nur eher schwach auf der Brust gewesen sein. Den hat es nämlich bereits mit knapp 58 Jahren tabakbedingt aus den Latschen gehauen. Und dass Löb das asoziale Verhalten, sich über geltende Regeln einfach hinwegzusetzen (in diesem Falle trotz Rauchverbot zu rauchen) durchaus goutiert, verwundert mich nicht im Geringsten. Man ist derlei von der Organisation, welcher der Mann aus Worms vorsteht, durchaus gewöhnt.

Weiter geht’s im Text der Kondolanten: Auch Uwe Knuth steht immer noch mit Orthographie bzw. Grammatik auf Kriegsfuß und verpackt einen schweren Fall von Legathenie gekonnt in eines seiner beliebten „Diese Person“-Bildchen. Schön wäre es indes, wenn sich „diese Person“ endlich mal einen Duden kaufen würde oder sich in der VHS für einen Rechtschreibkurs anmelden und diesen dann auch tatsächlich besuchen würde!

Uwe Knuth und seine kreative Grammatik

Uwe Knuth und seine kreative Grammatik

Ein „n“ wurde mal eben eingespart, aber die Zeiten sind hart und da muss man Prioritäten setzen. Grammatik gehört bei Knuth nicht dazu. Aber schön, dass sich Knuth bei Schmidt bedankt. Das freut den Helmut sicher, wenn er auf „Wolke 7“ eine Mentholzigarette pafft und sich nach unten umschaut.

Und nun wird klar, warum alle Suchtraucher Helmut Schmidt verehren:

Kurt Schild ein kanzler und raucher geht von uns und was ich glaube er hat mehr graucht wie ich und ist trotzdem ein alter von 96 jahren erreicht und was sagt uns das weiter rauchen bis zum letzten zug wir sterben alle ob mit oder ohne rauchen (Quelle)

Yep, da spricht die deutsche Intellenz (Schreibweise ist Absicht!) Helmut Schmidt war für diese Leute vermutlich nur der lebende Beweis, dass man auch als Raucher sehr alt werden kann. Das kleine Problemchen dabei: Die Suchtraucher sind in den meisten Fällen einfach zu unterbelichtet, den Begriff „statistischer Ausreißer“ korrekt zu verstehen. Man denkt in diesen Kreisen wohl, dass wenn es einen einzigen Menschen erst mit 96 „umhaut“ (Zitat „Netzwerk Rauchen“) es dann in allen anderen Fällen auch so sein muss. Und so wird mancher der hier kondolierenden Zeitgenossen sich vermutlich in der nächsten Zeit ebenfalls auf dem Weg „ins Universum“ (Zitat Jürgen Vollmer) wiederfinden. Allerdings ohne dass man ihn entsprechend beweinen wird.

 

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Happy Birthday, Gian Turci!

Gian Turci, ehemals führendes Sprachrohr der Nikotinistenbewegung, wäre heute 65 Jahre alt geworden. Aber leider hat Herr Turci keine Gelegenheit, seinen Geburtstag zu feiern. Vor 6 Jahren hat der Raucheraktivist aus Italien nämlich mit seinem tabakbedingten Frühableben einerseits zur nachhaltigen Verbesserung der Luftqualität in Europa beigetragen, andererseits ist auch dem internationalen Nikotinismus unbestritten eine Führungspersönlichkeit abhanden gekommen. Turci war immerhin Vorstand der Rauchfanatikergruppen „FORCES international“ und „FORCES Italia“ und rührte zeitlebens nach Kräften die Trommel für Lungenkrebs und Raucherbein. Ein nicht ganz ungefährliches Hobby, für das Turci da eintrat. Und dass jemand sein lebensgefährliches Hobby schon mal mit dem Leben bezahlt, soll vorkommen.

So feiert „Netzwerk Rauchen“ also heute seinen Geburtstag:

Gian Turci, 1950 – 2009

Gian Turci, führender Kopf der Antiprohbitionsbewegung, wäre heute 65 Jahre alt geworden. Der ehemalige Chef von FORCES International und FORCES Italien wurde leider 2009 überraschend aus unserer Mitte gerissen.

Sein leidenschaftlicher Kampf für Freiheit bleibt unvergessen. Er erkannte schon 1996 – damals im anglopuritanischen Kanada wohnhaft, wo die Raucherhetze früher eskalierte -, dass man den Gesundheitsfaschismus beim Namen nennen und gegen ihn mit den erforderlichen Mitteln vorgehen muss. Gians Verdienst lag insbesondere auch darin, die unwissenschaftlichen Lügen der Antiraucher und sonstigen Zwangsbeglücker als solche zu entlarven.(Quelle)

Ganz abgesehen davon, dass der Autor (vermutlich einer der beiden „LöLös“ Löb oder Lövenich) nicht weiß, dass es nicht „Prohbition“ sondern „Prohibition“ heißen muss, soll Turci ein „Freiheitskämpfer“ gewesen sein? Gestatten, dass ich lache? Aber es gehört eben zur kranken Betrachtungsweise des „Netzwerk Rauchen“ zwingend dazu, den eigenen K(r)ampf für tödliche Tabakdrogen als „Freiheitskampf“ hochzustilisieren. So bekommt die eigene Drogenabhängigkeit wenigstens den Hauch einer Rechtfertigung. Wenn es sich dabei auch um einen sehr dummen und überdies untauglichen Versuch handelt.

Und liebe Netzwerker, warum schreibt ihr, dass er „überraschend“ verstorben sei? Wenn sich jemand einen Revolver mit einer Kugel in der Trommel an die Schläfe hält (man kennt dieses überaus lustige Gesellschaftsspiel übrigens auch als „Russisches Roulette“), dann ist es doch wirklich nicht überraschend, wenn es nach ein paar Klicks auch mal ziemlich laut „Bumm!“ macht. Nicht anders verhält es sich mit dem Rauchen und den dadurch ausgelösten diversen Raucherkrankheiten. Und wenn ich das vom Netzwerk geteilte Bild des teuren Verblichenen ansehe, dann wird erschreckend klar, zu welch beschleunigtem körperlichen Verfall der Konsum von Tabakdrogen führen kann. (Link) Das Foto zeigt einen Mann, der an einer Zigarette zieht und der rein optisch für 70 oder 80 Jahre durchgehen würde, dabei war die Person nachweislich zum Zeitpunkt der Aufnahme unter 60 Jahren alt.

Das auf den Seiten „Netzwerkes“ gezeigte Bildnis des Herrn Turci wäre dabei übrigens durchaus geeignet, den „hippen“ und „coolen“ Typen von der auf Jugendliche zielenden Tabakwerbung einen entsprechenden Gegenpol anheim zu stellen. Aber das Bild, das den Verstorbenen in seinen letzten Lebensjahren zeigt, als abschreckende Warnung auf Zigarettenpackungen anzubringen, dürfte kaum mit unseren Vorstellungen von Pietät korrelieren und ist daher abzulehnen.

Ja, die Anzahl der Vorbilder und Helden von „Netzwerk Rauchen“ ist begrenzt. Viele Weggefährten sind bereits in die ewigen Rauchergründe übergegangen und sind heute anerkannte Mitglieder des „Club 58“. Und nur ganz wenige „Genussfreunde“, wie der deutsche Rauchergott Helmut Schmidt, haben ein methusalemisches Alter erreicht. Aber im Gegensatz zur Raucherikone Schmidt wurde Gian Turci nur 58 Jahre alt. Nicht jeder ist eben Helmut Schmidt. Gian Turci starb, auch das sei vermerkt, an einer Hirnblutung zu deren Risikofaktoren bekanntermaßen hoher Blutdruck und Rauchen gehören. Derartige Zusamenhänge werden von den Nikotinisten u. a.des „Netzwerk Rauchen“ bekanntermaßen geflissentlich ignoriert und als „unwissenschaftliche Lügen der Antiraucher“ bezeichnet. Als ob irgend jemand vom „Netzwerk Rauchen“ etwas von Wissenschaft verstünde.

Interessant ist übrigens auch der letzte Satz auf der Gedenkseite: „Netzwerk Rauchen fühlt sich dem Erbe und Auftrag Gian Turcis eng verbunden.“ Welcher Auftrag? Wohl ein Auftrag, der in etwa so lauten dürfte: „Smoke that cigarette ‚til you’re dead!.

 
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Verfasst von - 4. November 2015 in Netzwerk Rauchen, Rauchertod

 

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