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Archiv für den Monat Mai 2015

Nicolai Kosirog: Ertappt!

Vor einigen Tagen veröffentlichte ich hier auf dem Blog einen Artikel über den Mülheimer Hardcoreraucher Nicolai Kosirog. Ich wies ihm in diesem Artikel nach, dass er falsche Zahlen zum Zwecke der Desinformation verwendet bzw. es Herrn Kosirog aufgrund allfälliger kognitiver Defizite kaum möglich ist, logisch valide Schlüsse zu ziehen. Normalerweise beschäftige ich mich ja nicht mit den Reaktionen von Herrn Kosirog auf meine Artikel, aber seine Antwort ist so urkomisch, da muss einfach eine entsprechende Würdigung folgen. Unter dem hier verlinkten URL versucht Herr Kosirog so etwas wie eine Replik auf meinen Artikel zu verfertigen.

Fakeposting von Nicolai Kosirog

Fakeposting von Nicolai Kosirog

1. Problem: In meinem Beitrag habe ich Kosirog nachgewiesen, dass er entweder nicht recherchieren kann oder er absichtlich desinformiert. Wie kommt man da also wieder raus? Ganz einfach: Man postet einen angeblichen Screenshot und versucht seine doofen Leser Glauben zu machen, der Lapsus sei reine Absicht und man habe das genau so geplant. Dann präsentiert man einen angeblich mehrere Tage vor dem eigentlichen Beitrag geposteten Screenshot wo genau dies angekündigt wird. Ein Link zu dem Originalbeitrag des angeblichen Screenshot wird natürlich nicht gepostet. Wie auch? Der steht ja nirgends.

2. Problem: Als Fälscher von Screenshots ist Herr Kosirog genau so schlecht wie als Analyst von Zahlendaten. Bereits wenn man den Shot nur kurz vergrößert und mit einem Originalscreenshot eines seiner Beiträge vergleicht, werden die Diskrepanzen deutlich:

Fakeshot von Nicolai Kosirog - Details (oben der angebliche Beitrag vom 16.05.2015, unten ein Originalbeitrag vom 21.05.2015)

Fakeshot von Nicolai Kosirog – Details (oben der angebliche Beitrag vom 16.05.2015, unten ein Originalbeitrag vom 21.05.2015)

Wenn man das Bild auf voller Größe ansieht, erkennt man beim oberen Beitrag, den Kosirog angeblich schon am 16.05.2015 geschrieben haben will, dass sich um die Buchstaben herum Pixel mit veränderten Farben befinden. Hierbei handelt es sich um eine Kantenglättung („Anti-Alias“), die Grafikprogramme vornehmen, wenn Text mit dem Programm in ein Bild eingefügt wird. Bei einem Originalscreenshot, der nur von einem Grafikprogramm gespeichert wird, tritt der Effekt nicht auf (unteres Halbbild).

Weiterhin erkennt man, dass Kosirog nicht die richtige Schriftart verwendet hat. Die meisten Buchstaben des in Schwarz geschriebenen Textes sehen zwar ähnlich aus, aber bei kleinen „a“ erkennt man eine deutliche Abweichung (Bild anklicken zum Vergrößern). Ebenfalls beobachtbar ist dies bei den kleinen „e“, wo der Mittelstrich an unterschiedlicher Höhe ansetzt.

Fakeshot von Nicolai Kosirog - Details (oben der angebliche Beitrag vom 16.05.2015, unten ein Originalbeitrag vom 21.05.2015)

Fakeshot von Nicolai Kosirog – Details (oben der angebliche Beitrag vom 16.05.2015, unten ein Originalbeitrag vom 21.05.2015) Schriftartfehler

Weiterhin fällt beim Namenszug „Nicolai Kosirog“ auf, dass die Schriftart oben eine andere ist als unten. Sie ist oben im Schnitt um 1 Pixel breiter. Dadurch haben die „N“ des Vornamens eine unterschiedliche Anzahl „Trepppenstufen“. Auch der „i“-Punkt über dem Nachnamen „Kosirog“ ist unterschiedlich. Im oberen Bild ist er 1 Pixel hoch, im unteren hingegen zwei.

Edit: Außerdem hat Kosirog wohl auch Probleme mit dem genauen Hinsehen. Wie man sieht, steht das Datum im Fakebeitrag oben etwas zu weit rechts (erkennbar an der senkrechten roten Linie):

kosirog-fakeshot-2b

Was hat Kosirog also getan, um zu dem angeblichen „Beweis“ zu kommen? Er hat sein Bild aus facebook kopiert, eingefügt und den ganzen Text mit der Hand in ein Grafikprogramm geschrieben. Leider hat er dabei nicht den richtigen Font erwischt und vergessen, das „Anti-Alias“ abzuschalten. So ein Pech, aber auch! Lieber Nicolai, wie ich bereits mehrfach schrieb: Du bist (rauchertypisch) nicht die allerhellste Kerze auf der Torte. Aber so plump muss man es doch auch nicht versuchen, oder? Oder willst Du uns nun den nächsten Screenshot zum Screenshot posten? Nicht wirklich, oder?

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Verfasst von - 28. Mai 2015 in Nicolai Kosirog

 

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Ronald Blumberg: Den „Studienfälschern“ auf der Spur

Ronald Blumberg, der bekannte Kampfraucher aus Radevormwald, wagt sich in die Welt der Wissenschaft. Für einen vor Jahren insolvent gegangenen Werkzeughändler ohne Wissenschaftsausbildung, nebenbei bemerkt, ein mutiges Unterfangen. Aber endlich kann der Mann „beweisen“, dass alle wissenschaftlichen Studien zum Thema „Gefährlichkeit von Rauchen und Passivrauchen“ Fälschungen sind. Dabei bedient sich der Mann eines bei Nikotinikern beliebten Tricks, der gerade bei intellektuell weniger gut beschlagenen Zeitgenossen gerne angewandt wird und von einer mental ähnlich gestrickten Zielgruppe auch gerne geglaubt wird. Diese Methode nennt sich „Übergeneralisierung“. Ein einfaches Strukturmuster liegt dieser Denkweise zugrunde: „Bei A war es also muss es auch bei B so sein!“.

Ronald Blumberg versucht Wissenschaftskritik

Ronald Blumberg versucht Wissenschaftskritik (Quelle)

Die Story in Kurzfassung: Zwei Fernsehjournalisten entwerfen mithilfe einiger Wissenschaftler eine Pseudostudie mit der sie „beweisen“,  dass Schokoladenkonsum schlank macht. Sie führen die Untersuchung, die auf einem durchaus plausiblen Studiendesign basiert, durch und mainpulieren die Ergebnisse dahingehend, dass „erwiesen“ ist, dass Schokoladenkonsum zur Gewichtsreduktion beitragen kann. Die Resultate werden in einem freien Medizinjournal im Internet veröffentlicht.

Und damit ist nun laut Blumberg erwiesen, dass alle anderen wissenschaftlichen Untersuchungen, besonders jene zur Gefährlichkeit von Tabakrauch, Fälschungen sein müssen.

Ronald Blumberg versucht Wissenschaftskritik

Ronald Blumberg versucht Wissenschaftskritik

OK, diese überaus schlichte Denkweise ist typisch für Blumberg. Um „Ronnie“ die Antwort auf obige Frage zu geben: Ronnie die Sensationstory beweist REIN GAR NICHTS.

Eine einzige Studie, die angeblich etwas „beweisen“ soll, ist nämlich absolut wertlos. Zumindest so lange sie nicht von der Wissenschaftswelt überprüft wurde. Bei der genannten Zeitschrift findet aber nicht einmal ein Peer review, also eine Überprüfung der Ergebnisse, durch unabhängige andere Wissenschaftler statt, bevor die Publikation raus geht. Dort kann man für 100$ jeden Unsinn ungeprüft publizieren.

Die Frage, wie das Vorhaben bei renommierten Publikationen ausgangen wäre, muss man eigentlich nicht stellen. Vermutlich wäre die „Studie“ dort glatt durchgefallen. Daher haben die Journalisten wohl zielgerichtet die Plattform  „imed“ ausgesucht. Auch bei „Google scholar“ gibt es übrigens keinen Hinweis auf die Stude, geschweige denn auf eine Überprüfung oder eine Folgestudie, welche die Ergebnisse der ersten verifizieren oder falsifizieren könnte.

Beim Thema Passivrauchen sieht die Studienlage übrigens ganz anders aus (Link zu Google scholar).

Insofern muss man den beiden Journalisten vorhalten, hier gezielt bestimmte Schwachstellen des Wissenschaftsbetriebes ausgenutzt zu haben. Denn schließlich wollten sie einen „aufrüttelnden“ Beitrag produzieren, der aber so sicher nicht verallegemeinerungsfähig ist. Es sei denn man ist rauchender ehemaliger Werkzeughändler ohne Hintergrundwissen was Wissenschaftlichkeit betrifft und sucht verkrampft nach Munition, um gegen den Nichtraucherschutrz zu stänkern.

 
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Verfasst von - 28. Mai 2015 in Uncategorized

 

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Nichtraucherklage schlägt hohe Wellen

Die bekannten Nikotinfanatiker sind wieder total aus dem Häuschen. Ein älteres Ehepaar in Troisdorf führt einen Rechtsstreit gegen eine Zahnarztpraxis, deren Mitarbeiter vor dem Haus rauchen. Und zwar offenbar so exzessiv, dass der Gestank permanent in die Wohnung der Rentner zieht, so dass diese ihre Fenster fast nicht mehr öffnen können. Link zum Zeitungsbericht.

Jetzt frage ich mich natürlich zu allererst: Wie widerlich ist es denn, wenn ein Zahnarzt oder eine Helferin nach Kippe müffelt während man auf dem Stuhl liegt? Mir würde da doch ganz leicht übel werden. Diesen Zahnarzt würde ich ganz aber auch schnell wechseln.

Aber diese Frage stellen sich die bekannten Hardcoreaucher von „Raucher in Deutschland“ und „Netzwerk Rauchen“ natürlich nicht. Es geht in eine andere Richtung. Denn zum einen darf sich der geballte Hass der Extremraucher endlich mal wieder Luft machen. Allen voran die bekannt verhaltensaufälligen Hardcorenikotinisten Ronald Blumberg aus Radevormwald und Kai Schwarzer aus Köln:

Ronald Blumberg … und irgendwann knallt es dann wirklich mal! …(Quelle)

Garniert ist der Spruch des Ronald Blumberg mit dem Foto eines Mannes mit eienr Maschinenpistole. Aber sein durchgeknallter Raucherfreund Schwarzer legt noch eins drauf.

Kai Schwarzer Besser noch, die beiden Alten sollten sich begraben lassen, ggf. auch lebendig! (Quelle)

Wir kennen das von Herrn Schwarzer: Rauchgegner bekommen ein Messer in den Bauch (Link), werden aufgehängt (Link) oder anderswie abgemurkst. Kai Schwarzer hat eine Menge „kreative Ideen“ wie man diesem Pack bekommt.

Profunde Kenntnisse der Rechtspflege weist dabei eine Dagmar Schmüker auf:

Dagmar Schmücker hoffen wir auf einen rauchenden Richter (ebd.)

Hätte Frau Schmücker den Zeitungsrtikel gelesen, wäre ihr aufgefallen, dass die Sache vor einem Landgericht verhandelt wird. Dort ist es in aller Regel eine Kammer, die mit drei Richtern besetzt ist. Und auch hier muss sich der einzelne Richter an die Rechtsauslegung des BGH halten. Und dieser hat eben in seiner Spruchpraxis festgelegt, dass eine „wesentliche Beeinträchtigung“ nicht hingenommen werden muss. Ob diese durch die Qualmerei vorliegt, ist eben durch das Gericht zu prüfen. Ganz nebenbeiist es sehr begrüßenswert, dass sich endlich die belästigten Nichtraucher aufmachen und ihr Recht vor Gericht einklagen. Rauchen als „sozialadäquates Verhalten“ wird nicht mehr akzeptiert.

Wenig originell ist übrigens auch das Autorengenie Christoph Lövenich aus Bonn. Im Forum der Nikotinikerorganisation „Netzwerk Rauchen“ textet er:

Christoph Lövenich: Früher gab es in vielen Arztpraxen (vielleicht auch in der betreffenden?) einen Raucherraum für die Mitarbeiter. Da hatte man solche Probleme nicht.(Quelle)

Wie ich bereits einleitend erwähnte: Wenn sich diese Mitarbeiter nach kaltem Qualm miefend an meinen Zähnen zu schaffen machen würden, bekäme ich vermutlich ganz erhebliche Magenprobleme und die Zahnbehandlung wäre dann beendet. Ich würde aber dem Zahnarzt, so er selbst raucht, vor verlassen der Praxis klipp und klar sagen, dass ich mich fortan zu einem Kollegen von ihm in Behandlung begeben würde. Und zwar einem, der nicht nach Kippe riecht. Wenn „nur“ die Helferin raucht, würde ich darauf bestehen, dass er sich von einer Nichtraucherin assistieren lässt. Aber ehrlich gesagt ist mir derlei noch nie passiert. Im Gegenteil: Ein Bekannter von mir ist Zahnarzt und erzählte mal, wie übel es sei, bei einem Kettenraucher im Mund arbeiten zu müssen. Der Gestank sei fast nicht auszuhalten.

 

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Reingefallen: „Raucher, die sich den Genuss nicht verbieten lassen“

Auf den bekannten Facebook-Plattformen wie „Raucher in Deutschland“ ist nicht die allerhellste Klientel zu Gange. Dies ist Dauerthema hier im Blog. Und wie leicht man diese Leute auf’s Glatteis führen kann, zeigt ein Posting von Detlef Rudatus:

Detlef Rudatus von

Detlef Rudatus von „Raucher in Deutschland“ fällt auf Fakebild rein (Quelle)

Das Bild des rauchenden amerikanischen Präsidenten Obama, den sein Mitschreiber Kai Schwarzer aus Köln schon mal gerne „dämlicher Baumwollflücker“ (Schreibweise ist Original!) nennt, ist eine Fälschung. Obama hat zwar früher geraucht, möchte aber mit dieser peinlichen Angewohnheit bzw. Sucht heute nicht mehr in Verbindung gebracht werden. Das Bild, das Obama angeblich rauchend zeigen soll, ist ein, überdies schlecht gemachtes, Fake:

Obama Fakebild mit Zigarette

Obama mit Zigarette (Quelle hoaxes.org) Fakebild

Na ja, Rauchern, die bei „Raucher in Deutschland“ posten, könnte man wohl auch ein Bild von Darth Vader, Jesus Christus oder Asterix dem Gallier mit Kippe zeigen. Die würden das nicht merken.

 
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Verfasst von - 25. Mai 2015 in Detlef Rudatus

 

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Nicolai Kosirog: Ein rauchendes Logikgenie

Ein ständig wiederkehrendes Thema hier im Blog sind die geistigen Verrenkungen, die Nikotinsüchtige gelegentlich im Internet anstellen, um ihre Sucht irgendwie zu rechtfertigen oder zumindest in einem guten Licht erscheinen zu lassen und Gegenmeinungen abzuwerten. Heute habe ich mal wieder ein besondere Schmankerl aus dieser Kategorie für Sie, meine sehr verehrten Leserinnen und Leser. Der Urheber dieses hochgradigen Unsinns ist der bereits hier häufiger besprochene Nicolai Kosirog aus Mülheim an der Ruhr. Auf dem facebook-Kanal des Nikotinikervereins „Netzwerk Rauchen e. V.“ lässt er seine Betrachtungen zu Thema Raucherprävalenz, Statistik und Stochastik über den Sender:

Nicolai Kosirog: Und wieder einmal völliger Blödsinn von Mortler und Co. […]

Zur Information: Marlene Mortler ist die Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Vor wenigen Tagen stellte sie den Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung vor (Link). Darin wird insbesondere herausgearbeitet, dass die Raucherquote in Deutschland nunmehr bei nur noch ca. 25% der Bevölkerung liege. Die Prävalenz insbesondere jugendlicher Raucher sei zudem sehr stark gefallen.

Zahl der starken Raucher sank um ein Drittel Seit 2010 sank die Quote bei den Frauen von 22 auf 20 und bei den Männern von 35 auf 29 Prozent. Die Zahl der starken Raucher, die pro Tag auf mehr als 20 Zigaretten kommen, fiel im gleichen Zeitraum sogar um ein Drittel. Die Quote liegt damit inzwischen bei zwölf Prozent aller Raucher. Bei den Kindern und Jugendlichen sank die Raucherquote seit 2001 dagegen ganz beachtlich – von 28 auf 9,7 Prozent. Damit sei die Zielmarke von weniger als zwölf Prozent, die die Bundesregierung in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie vorgegeben habe, sogar unterschritten worden, freute sich Mortler. (Quelle Tagesspiegel)

Derartige Zahlen können einem notorisch Nikotinabhängigen wie Nicolai Kosirog naturgemäß nicht gefallen. Denn damit wird auch deutlich, dass seine Sucht immer mehr zu einer Domäne der randständigen, also der sozial unterprivilegierten Gesellschaftsteile wird. Außerdem wird Rauchen zunehmend ein Verhalten der älteren Menschen. Entsprechend versucht der Mann aus Mülheim dagegenzuhalten:

Nicolai Kosirog: […] Woher will sie diese Zahl haben, wie will sie diese errechnet haben? Durch Umfragen? Meinungsforscher gehen davon aus, dass in Umfragen bis zu 30% der Befragten unwahre Angaben machen.Daher wenig seriös.(Quelle)

Ein, wie von Kosirog gewohnt, dünnes, nachgerade dümmliches Argument. Die Tatsache, dass u. U. in Umfragen unwahre Angaben gemacht werden, wofür er übrigens wie üblich den Beleg schuldig bleibt, ergibt nun nicht in der Folge, dass alle Daten, die mit Hilfe von Umfragen zu Stande kommen, per se unseriös sind. Und woher will Kosirog wissen, wer wie viel bei welcher Umfrage gelogen hat? Die genannten 30% sind, wenn überhaupt, ein Maximalwert, der eine erhebliche Schwankungsbreite aufweisen kann. Dies ist also wieder ein typischer Versuch der Nikotinabhängigen aus dem Umfeld des „Netzwerk Rauchen“ die Wissenschaft zu diskreditieren. Es wird irgend etwas behauptet, aber es wird nicht bewiesen. Man kennt derlei ja bereits von der Problematik, dass Passivrauchen gesundheitsschädlich ist. Diese Erkenntnis wird von den einschlägigen Nikotinikergrüppchen regelmäßig mit dem Hinweis darauf zu kontern versucht, dass man vorhält, dass es nur epidemiologische Studien und keine ätiologischen Beweise dafür gebe. Dieser selten dümmliche Vortrag kondensiert dann immer in der Einlassung, auf keinem einzigen Totenschein sei jemals „Tod durch Passivrauch“ als Todesursache aufgetaucht. Man muss nicht weiter über derlei Stuss reden. Aber neben dieser intellektuellen Schwäche unterlaufen Kosirog weitere Fehler:

Nicolai Kosirog:  Dem widersprechen mehrere Gründe: 1. Nach einer jüngst veröffentlichen Schätzung des Bundesamtes für Statistik, basierend auf den ersten drei Monaten dieses Jahres, wird die Tabaksteuer dieses Jahr mit ca. 21 Milliarden einen neuen Höchststand erreichen. Also ist dort kein Rückgang, wie er bei weniger Rauchern fetststellbar sein müsste, erkennbar.

Diese Stellungnahme entstammt vermutlich entweder aus reiner Dummheit, der Unfähigkeit zu recherchieren, korrekt mit Zahlen umzugehen oder dem schlichten Vorsatz der Desinformation der Leser. Sehen wir uns zuerst die Einnahmen aus der Tabaksteuer an. Die Einnahmeschätzung für das Jahr 2015 liegt nämlich mitnichten bei 21 Milliarden Euro, wie Kosirog vorgibt, sondern nur bei 14 Milliarden:

Tabaksteuer Schätzung für 2015

Tabaksteuer Schätzung für 2015 (Quelle)

Die Veränderung gegenüber dem Vorjahrsquartal beträgt dabei -3,8% was ein normaler Mensch als „Rückgang“ ansehen würde. Man hätte einfach mal im Netz recherchieren können.

Besonders dumm ist zusätzlich, dass Kosirog wissenschaftliche Untersuchungen als „unseriös“ abtut (s. o.) aber sich stattdessen auf Schätzungen verlässt. Also haben wir hier wieder einen wunderbaren Beleg dafür, dass Rauchen mit selektiver Wahrnehmung wesentlich einfacher ist. „Helmut Schmidt ist über 90 und ein kerngesunder Raucher“ ist dann nur die Spitze dieses Eisbergs der nikotininduzierten Verdoofung.

Weiter im Text: Logisches Denken ist offenbar überhaupt nicht die bevorzugte Disziplin des Fernschachspielers Kosirog:

Nicolai Kosirog: 2. Allein im Zollbereich Essen wurden in 2014 12 Millionen geschmuggelte Zigaretten beschlagnahmt und der ermittelte Steuerschaden beträgt 59 Millionen Euro. Fünf mal mehr als noch in 2013. Da nun bekanntermassen nur ein Bruchteil beschlagnahmt werden kann, ist also auch dort kein Rückgang zu erkennen.

Dass das Aufspüren von Schmuggelgut einer mehr oder weniger großen Anzahl von Zufällen unterliegt (Fahndungsdruck, Informationen über Schmuggelwege und Vorgehen der Schmuggler, Ermittlungsstrategien und -erfolge, Personalausstattung der Polizei- und Zollbehörden, Vorliegen von Hinweisen etc. etc.), dürfte intelligenten Menschen einsichtig sein. Herr Kosirog hat jedoch damit Probleme. Der geht davon aus, dass sich aus dem jeweils entdeckten Schmuggelgut auf funktionalem Wegse eine verlässliche Zahl der insgesamt geschmuggelten Ware herleiten ließe. Zumal auch das Verhältnis von legaler und illegaler Ware hochgradig variabel ist.

Nicolai Kosirog:  3. Steigen durch höhere Steuern immer mehr Raucher von fertigen Zigaretten auf Feinschnitttabak um. Da nun jeder Raucher anders dreht oder stopft, wie sollen da Zahlen ermittelt werden können? Ergo, kein Rückgang erkennbar.

Auch dieses Argument ist wertlos. Als Suchtraucher sollte Herr Kosirog über folgendes Wissen verfügen: Der Raucher braucht die Droge Nikotin. Nikotin ist Teil im Tabak, es ist zu einem bestimmten Anteil darin enthalten. Um die vom Süchtigen benötigte Menge an Nikotin aufzunehmen, muss eine bestimmte Tabakmenge geraucht werden. Die Verteilung dieser Menge auf die einzelnen am Tag gerauchten Zigaretten ist unerheblich. Wie ein Raucher dreht oder stopft spielt dann keine Rolle. Egal ob in einer dicken oder zwei dünnen Zigaretten verteilt, die verschwelte und inhalierte Tabakmenge alleine ist entscheidend. Denn sie alleine sagt aus, wie viel seines Suchtstoffes sich der Nikotinabhängige zuführt.

Nicolai Kosirog:   4. Dampfen etliche Raucher zusätzlich zum normalen Rauchen noch, was die Zahl der verkauften Zigaretten sinken lassen müsste. Wie in Punkt eins zu sehen war, ist dem nicht so. Auch hier ist kein Rückgang feststellbar.

Auch hier sucht man nachprüfbare Zahlen vergeblich. Stattdessen Mutmaßungen, vage Annahmen, unbewiesene Behauptungen. Der Großmeister des Konjunktiv Kosirog könnte vielleicht mit einer Kristallkugel bewaffnet als Wahrsager in einem Kirmeszelt auftreten. Die Qualifikation dazu hat er jedenfalls.

Nicolai Kosirog:   Fazit: Wenn nun also die Lügen, ups, Drogenbeauftragte einen Rückgang erkannt hat, so müssten (und ich übertreib jetzt mal) alle anderen Raucher ihren Konsum quasi verdoppelt haben und das ist definitv ins Reich der Fabel zu verweisen.

Sehr amüsant. Ein Textdichter wie Nicolai Kosirog, der Zahlen und Daten ohne Belege bereitstellt, bezichtigt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, die sich auf wissenschaftliche Daten berufen kann, der Lüge. OK, man ist von den Leuten aus dem Umfeld des „Netzwerk Rauchen“ nichts anderes gewohnt. Halten wir fest: Rauchen liegt nicht mehr im Trend. Gerade Jugendliche, zumal wenn sie aus gebildeteren Schichten stammen, lehnen das Rauchen immer stärker ab. Es ist zunehmend „uncool“ zu rauchen. Raucher werden als Unterschichtangehörige wahrgenommen, Rauchen ist nicht mehr anstrebenswert. „Nierauchen“ liegt im Trend:

Gleichzeitig ist der Anteil der Nieraucherinnen und Nieraucher im Zeitraum von 2001 bis 2014 deutlich angestiegen (Abbildung 08). Bei der Befragung 2001 hatten 40,5 Prozent der 12- bis 17-Jährigen noch nie  geraucht, 2014 waren es 75,3 Prozent. Bei den jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren ist der Anteil des Nierauchens von 23,1 Prozent (2001) auf 36,2 Prozent (2014) gestiegen. Sowohl bei den 12- bis 17-Jährigen als auch bei den 18- bis 25-Jährigen verlaufen die Entwicklungen des Nierauchens in beiden Geschlechtergruppen ähnlich. (Quelle S.30)

 

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Michael Löb vom „Netzwerk Rauchen“ und der Morbus Parkinson

Wenn Michael Löb, derzeitiger Vorsitzender der Nikotinistenorganisation „Netzwerk Rauchen e. V.“ mit Sitz in Worms nichts mehr einfällt, was man noch „pro Lungenkrebs und Raucherbein“ veröffentlichen könnte, dann holt der Mann eben mal eben einen 12 Jahre alten Artikel aus dem Hut:

Michale Löb vom

Michale Löb vom „Netzwerk Rauchen“: Blödsinn zur Parkinsonprophylaxe (Quelle)

Man ist ja von den Mitstreitern des Suizidalvereins „Netzwerk Rauchen“ einiges an Hirnrissigkeit gewohnt. Aber das, was man hier von Löb bekommt, ist schon, um mal am Thema zu bleiben, „Starker Tobak“. Wenn es denn wirklich so wäre, dass Raucher weniger Risiko in sich tragen, an Morbus Parkinson zu erkranken als Nichtraucher, was bringt es ihnen dann? Wenn man bereits mit 50 oder 60 vom Bronchialkarzinom dahingerafft wird, mit 60 oder 65 den Herzinfarkt erleidet oder mit knapp 70 an COPD röchelnd und zyanotisch aus dem Leben scheidet, war die „Parkinsonprophylaxe“ mittels Tabakinhalation wahrscheinlich nicht die allerbeste Idee.

Aber diese schlichte Erkenntnis scheint Löb intellektuell zu überfordern. Ansonsten hätte er diesen Bockmist vermutlich nicht gepostet. Ein kleiner Hinweis noch: Es scheint tatsächlich so zu sein, dass Nikotin die Dopaminkonzantration im Gehirn (die bei Patienten mit Morbus Parkinson bis zu 90% unter denen eines Gesunden liegen kann) erhöht. Dieses Nikotin kann aber auch anders auf genommen werden. Denn es ist mitnichten eine Hochdosiszuführung an Nikotin vonnöten wie sie beim Rauchen stattfindet. Bereits ein regelmäßiger geringer Verzehr an Nachtschattengewächsen wie Paprika oder Tomate kann helfen:

So ließ sich für zwei bis vier Mahlzeiten mit Peperoni pro Woche ein um 30 Prozent reduziertes Parkinsonrisiko berechnen – unter der Voraussetzung wohlgemerkt, dass die Angaben der Teilnehmer tatsächlich auch stimmen. Die Gemüse haben einen Dosiseffekt Insgesamt zeigt sich ein Dosiseffekt: Je mehr Nachtschattengewächse jemand isst, umso geringer ist nach diesen Berechnungen das Risiko für Parkinson. (Quelle: Ärztezeitung)

Von Tomaten, Peperoni und Co. bekommt man jedenfalls keinen Krebs. Im Gegenteil. Diese Pflanzen wirken sogar protektiv. Was man von Zigaretten, Zigarren und anderem Rauchzeugs nicht behaupten kann. Außerdem stinken sie nicht so bestialisch wie Tabaksqualm..

 
 

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„Raucher in Deutschland“ und die Umfragen

Ein Beitrag von Destruxol

Wenn man mich fragen würde, welches die unangenehmste Erfahrung während meiner Studienzeit war, dann würde ich zweifellos die Abschlussarbeit im Fach Empirische Sozialforschung nennen. Um den benötigten Pflichtschein zu erhalten, musste man zu einem vom Professor bestimmten Thema eine Umfrage entwerfen, durchführen und auswerten. In meinem Fall war es der Schuhkonsum von Frauen nach sozialen Schichtmerkmalen.

Entwerfen und Auswerten der Umfrage waren dabei weniger das Problem, wenn man im Seminar aufgepasst und die Inhalte gelernt hatte, aber wir hatten damals noch kein Internet und so mussten wir mit Klemmbrett bewaffnet eine Straßenbefragung durchführen. Mit einer Mindestanzahl von 75 Interviews und einer Quote von 1 Interview auf 10 angefragte Passanten war man dann durchaus mehrere Stunden in der Fußgängerzone unterwegs. Ich bin heute noch froh über jede Freiwillige, die sich damals meiner erbarmt hat und mir 3 min lang Rede und Antwort stand.

Auch das Internet hat die Situation für die Studenten nicht verbessert. Zwar müssen sie dank Onlineumfragen nicht mehr stundenlang in der Fußgängerzone stehen, aber kaum jemand ist bereit an einer „anonymen“ Onlineumfrage teilzunehmen. Besonders deutlich sieht man dies auf Facebook bei der bekannten Unterschichtsgruppe „Raucher in Deutschland“. Regelmäßig kommen Studenten auf die Idee, ihre Umfragen rund um das Thema Rauchen dort zu posten, sodass die Gruppenmitglieder inzwischen sogar eine regelrechte Allergie dagegen entwickelt haben. Dass man angesichts der vielen Anfragen inzwischen genervt ist, kann ich noch nachvollziehen, aber bei unseren bildungsfernen Rauchern bleibt es in der Regel nicht dabei und schon kurze Zeit später präsentieren unsere Nikotiniker ihr ganzes Repertoire an Vorurteilen, Unterstellungen und Verschwörungstheorien.

Den Rädelsführer spielt dabei der bereits bekannte Kneipenwirt Thomas „Eisi“ Eigen vom Pegasus in Wülfrath, der die Gruppenleitung auffordert solche Umfragen nur noch zu dulden, wenn der Ersteller sich verifiziert und die Richtung der Umfrage vorgibt. Also schlichtweg nur noch Umfragen zu dulden, bei denen von vornherein klar ist, dass sie pro Rauchen ausfallen. Als Begründung für seine Forderung schiebt er nach, dass ja so viele Umfragen dazu führen, dass die Raucher in ein schlechtes Licht gerückt werden.

Dass diese Forderung absoluter Bullshit ist, dürfte eigentlich klar sein. Gibt man bei einer Umfrage eine Richtung an, dann beeinflusst man damit auch das Ergebnis. Aber woher soll Eisi das wissen? Fürs Bier ausschenken braucht man weder Diplom, noch Studium ;)

Die ganze Diskussion gibt es hier: https://www.facebook.com/groups/2357011 … 968547100/

 

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