RSS

Archiv für den Monat April 2015

Kai Schwarzer aus Köln: Von „Motherfucker“ über „Baumwollflücker“ bis „Sieg Heil!“

Kai Schwarzer aus Köln, ein weiterer aggressiver Raucheraktivist, der bereits früher  durch unsägliche Aussagen aufgefallen ist, macht wieder von sich reden. Während er früher schon mal gerne kranke Gewaltphantasien ins Netz stellte, wie er Mitgliedern von „pro rauchfrei“ z. B. ein Messer in den Bauch rammen würde und dieses mehrfach herumdrehen würde, damit diese unter unsäglichen Schmerzen sterben würden, ist jetzt vollkommen am Durchdrehen. Von Rassismus bis zur Naziparole hat der schwerst verhaltensauffällige Busfahrer und „Kampfraucher“ (Selbsteinschätzung des Herrn Schwarzer) aus Köln aktuell eine Menge Injurien im Programm: Der amerikanische Präsident Obama wird bei ihm mal eben zum „dämlichen Baumwollpflücker“. Denn schließlich ist der Mann von dunkler Hautfarbe und das muss für einen rassistischen Anwurf ausreichen. Und weil es so „schön“ ist und Hitler ja bekanntermaßen auch Rauchgegner war (was intellektuell minderbegabte Raucher regelmäßig zu kranken Hitlervergleichen animiert) muss Schwarzer auch noch einen Nazigruß über den Sender lassen:

Kai Schwarzer Sieg heil, Sieg heil, Sieg heil! (Quelle)

Kai Schwarzer aus Köln ruft

Kai Schwarzer aus Köln ruft „Sieg Heil!“

Nebenbei bemerkt unterfällt diese Äußerung dem §86 StGB. Alexander Jäger aus Aalen, übernehmen SIE! Und dass 2 Personen dies goutieren verwundert bei der facebook-Gruppe „Raucher in Deutschland“ auch nicht wirklich. Beweis für den Vortrag des Herrn Kai Schwarzer aus Köln:

Kai Schwarzer aus Köln ruft

Kai Schwarzer aus Köln ruft „Sieg Heil!“

Ronald Blumberg aus Radevormwald, ein ebenfalls verhaltensauffälliger und aggressiver Raucher, der den entsprechenden facebook-Kanal moderiert, hat offenbar keine Probleme mit dem Gesagten. Es darf daher stehen bleiben.

Advertisements
 
21 Kommentare

Verfasst von - 29. April 2015 in Kai Schwarzer

 

Schlagwörter: ,

Alexander Jäger (FDP-Ortsvorsteher Aalen) und die Sexheftchen

Es gibt mal wieder Material vom FDP-Mann Alexander Jäger aus Aalen zu besprechen. Und das Schöne: Es fiel direkt hier vor Haustür an und dürfte die Handvoll Wähler des erfolglosen Aaleners sicher interessieren. Jäger beliebte am heutigen Tage eine Diskussion hier im Blog zu führen (Link), bei welcher er wie üblich schnell unterlegen war. Unserem Foristen „Nieraucher“ unterstellte er dann sogleich, dass dieser wohl eine Bibliothek mit der Sammlung der „Sexheftchen seines Vaters“ verwechseln würde:

Alexander Jäger von der Aalener FDP und sein Ausflug in die Welt der

Alexander Jäger von der Aalener FDP und sein Ausflug in die Welt der „Sexheftchen“

Das ist in der Tat, die Art wie wir Kommunikation des Aalener „halbwegs Intellektuellen“ (Selbsteinschätzung von Herrn Jäger) gewohnt sind. Wenn es intellektuell in die Sackgasse geht, kommt man nur mit Pöbeleien wieder heraus. Oder eben auch nicht.

Edit: Ach Alex, ich warte immer noch auf die Antwort auf folgende Frage: Ist es für einen „schwäbischen Liberalen“ normal, Menschen, deren Meinung man nicht mag bei ihrer Dienstbehörde anzuschwärzen?

http://tinyurl.com/raucherdenunzianten

 
42 Kommentare

Verfasst von - 27. April 2015 in Alexander Jäger, FDP, Ostalb

 

Schlagwörter: , ,

Raucher-Logorrhoe

Alexander Jäger aus Aalen ist wieder da! Der äußerst erfolglose FDP-Landespolitiker aus dem schwäbischen Aalen, dessen politischer Karrierehöhepunkt eine überaus erfolglose Kandidatur für das Europaparlament im letzten Jahr und eine ebenso erfolglose Kandidatur für den Aalener Gemeinderat war, frönt seinem altem Hobby: Dem Aneinanderreihen von weitestgehend sinnlosen Sätzen und dem Versuch, anderen auf diesem für den Leser überaus schmerzhaften Wege die Welt zu erklären. Zumindest die Welt, wie Jäger sie sieht. Das Überthema ist, wieder einmal, wie irgendwelche bösen Mächte versuchen, dem Raucher seinen Genuss zu nehmen und ihm seine „Freiheit“ zu beschneiden. Wenn dieser Standpunkt eigentlich nur als „bizarr“ bezeichnet werden kann, so schlagen u. a. die Interpretationen aus dem Munde Jägers und seiner Mitstreiter diesen Ansatz allemal.

Eine „Juscha Ma“ fragt:

Juscha Ma:[…]Im Zusammenhang mit der gigantischen – und leider auch ziemlich erfolgreichen – Anti-Raucher-Hetze gibt es da von meiner Seite jedoch noch einen Haufen offener Fragen. Vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen.

Wenn man nicht davon ausgehen will – und ich selbst glaube keine Sekunde daran – dass irgendwelche wohlmeinenden Menschen tatsächlich an unser aller Gesundheit gelegen ist, dann ist doch die allererste Frage, die sich stellt: Cui bono? Normalerweise geht es bei so etwas um Machtinteressen, die sich in aller Regel für irgendjemanden in klingender Münze auszahlen – und dies nicht zu knapp.

[…]

Es profitiert die Pharmaindustrie, klar das. Jedoch selbst wenn die ihre Raucherentwöhnungsmittelchen in Milliardenhöhe an den Mann bringen, wiegt dies wirklich die Einnahmen aus der Tabakindustrie auf? Mit anderen Worten: Wäre es nicht klüger – weil lukrativer – die Menschen weiterrauchen zu lassen, weil dies letztlich mehr einbringt, als die relativ kurzfristigen Gewinne der Pharmaindustrie, wenn man ihnen das Rauchen abgewöhnt?

Zweite Erklärung: Man will andere Sauereien verdecken oder davon ablenken: Feinstaubbelastung in der Luft, Folgen von Atomtests und so weiter.

[…] (Quelle)

Hinweis zur Quelle: Wer den Link oben anklickt wird zwar zur facebook-Seite des „Netzwerk Rauchen“ geführt. Der Artikelstrang selbst wurde jedoch im Verlaufe des Vormittages gelöscht. Ich gehe davon aus, dass den Autoren ihr Vortrag selbst peinlich wurde. Vielen Dank für diese Umweltschutzmaßnahme! 😉

Ein deratiger Unsinn würde wohl allgemein als durchaus „tragfähige“ Verschwörungstheorie durchgehen. Die üblichen Versatzsstücke sind ja vorhanden: „Dunkle Mächte“, die die Masse um ihres Profites Willen manipulieren wollen. Eine reiche Industrie, die noch reicher werden will. Oder man will eben „andere Sauereien“ vertuschen. Fehlt eigentlich nur noch, dass frau postuliert, in den Raucherentwöhnungsmittelchen seien bestimmte Stoffe, die eine „Mindcontrol“ der (Ex-)Raucher ermöglichen würden.

Aber, wie immer bei Rauchers, es findet sich jemand, der diesen Unsinn aufnimmt, wiederkäut und verstärkt: Ein „Heiko Schineis“ meint dazu:

Heiko Schineis: das rauchen befreit, entspannt und vorallem man denkt nach, dass ist ja wohl nicht im sinne derer, das denken! zusätzlich wird nebenbei mit anderen müll viel kohle gemacht, wo die werbeindustrie kräftig verdient! die leute kaufen immer mehr müll und verschandeln sich mit falschen schönheitsidealen, sie fressen mehr werden dick und leben ungesund ect. die pharmamafia hat natürlich ganz viele alternativen zu den zigaretten parat! unterm strich lässt sich vielmehr kohle verdienen als mit den rauchern! zusätzlich wird die bevölkerung abgelenkt indem sie gegenseitig aufgehetzt werden, das ist nicht nur beim thema rauchen so! somit entsteht weniger gegenwehr! das rauchen ist in der menscheit stark verankert, man rauchte immer schon!

Rauchen befreit weder, denn es macht krank und abhängig, noch entspannt es. Man sehe sich nur die vielen hoch aggressiven Tabaknutzer in den einschlägig bekannten Netzforen an, die auf die Barikaden gehen, wenn man ihnen den Stoff wegnimmt, teurer macht oder ihnen den Konsum anderweitig erschwert. Und warum man mehr Geld mit Raucherentwöhungsmitteln machen können soll als mit dem Rauchen selbst, darüber schweigt sich der Mann auch aus. Denn wenn der Raucher mal „clean“ ist (die meisten schaffen es übrigens ohne Mittelchen) braucht er beides nicht: Weder das Entwöhnungsmittel noch die Zigarette.

Und jetzt kommt, man fürchtet es fast, Alexander Jäger aus Aalen auf die Bühne:

Alexander Jäger:Bei den Profiteuren hege ich inzwischen den Verdacht, daß die jeweiligen Sozialversicherungsträger schlicht auf die einschlägige Propaganda der diversen Welteverbesserergruppierungen hereingefallen sind und sich ernsthaft Einsparungen bzw. eine Gewinnoptimierung von umfassenden Rauchverboten versprechen. Aufschlußreich wäre jedenfalls mal eine Aufstellung, wieviele Evangelikale, Mormonen u. ä.sich in Organisationen wie der WHO herumtreiben, vielleicht könnte das mal jemand recherchieren um meine These zu erhärten, daß letztlich schlicht fundamentalistischer Missionierungsdrang unter dem ganzen pseudowissenschaftlichen Statistikdeckmantel steckt.

Eines muss man Jäger lassen. Auch er kann mittlerweile Verschwörungstheorie. Bei ihm sind es allerdings die organisierten „Gutmenschen“ in Form von strenggläubigen Christen, die anderen ihre Lebensfreude nehmen wollen, indem sie ihnen den Nikotinkonsum versagen. Leider führt Jäger nicht aus, wie „ora et labora“ nun denn genau zum Heilsbringen gegen den vermaledeiten Nikotinkonsum eingesetzt werden solle. Teufel, aber auch! Aber Jäger labert sich in Fahrt:

Alexander Jäger Auffällig ist jedenfalls, daß es immer so richtige Musterstaaten sind, die sich um das gesundheitliche Wohl der Bevölkerung kümmern. Beispiel Bhutan: erste demokratische Wahlen 2007, bis 1999 war sogar Fernsehen verboten, Umweltschutz hat oberste Prioriät, dafür ist der Lebensstandard unter aller Kanone, Arbeitslosigkeit die einzige Wachstumsbranche und nichtmal die Ernährung sichergestellt. DAS Paradies, oder?

Alexander Jäger muss aber schon wirklich groteske Begründungen heranziehen um der wilden These von den gesundheitsgläubigen Unterdrückern zu Belegen zu verhelfen. Wenn ich mich erinnere war das erste Land in Europa, das einen kompromisslosen Nichtraucherschutz implementiert hatte, Irland. Das ist m. W. ein moderner, demokratischer und wirtschaftlich (wieder) erfolgreicher Staat. OK, dort sind die Menschen besonders katholisch. Vielleicht liegt es ja daran? Oder sind die Iren im Geiste auch alle Bhutanesen?

Nächstes Kapitel. Jäger fährt die Heißluftmaschine noch mal ein paar hundert Umdrehungen pro Minute mehr hoch:

Alexander Jäger Reinhold, dieser spezielle Wahn ist allerdings Teil einer größeren gesellschaftlichen Tendenz, die stets einem bestimmten Muster folgt.
Der Kernbegriff dabei ist „dieses oder jenes ist ein Unterschichtenphänomen“. Und Unterschicht will vor allem in Krisenzeiten natürlich niemand sein – darum ist insbesondere die Mittelschicht (das ohnehin staats- und obrigkeitsgläubige Berufsbeamtentum vorneweg) von jeglichen sozialen Distinktionsmechanismen angetan. Daß es unterm Strich um nichts anderes geht als um einen Abwehrkampf gegen alles „Minderwertige“ und um die Angst vor einer Vermischung mit dem „Niedrigen“ erkennt man übrigens schon alleine am Vokabular der einschlägigen Propaganda, das lediglich diverse rassistischen Stereotypen aufwärmt und auf Raucher, Dicke, etc. ummünzt.

So, jetzt isses klar. Jäger erklärt die Welt. Man deklariert Rauchen (oder etwas anderes, was nicht gewollt ist) einfach als Unterschichtenphänomen und damit ist das Problem gelöst. Alle finden es „Bääääh!“ und tun es einfach nicht mehr. Und die, die es weiter tun wollen, sind dann eben die Doofen. So einfach ist das also. Und die Menschen, von denen Jäger ja annehmen muss, dass sie so ausgesprochen saudumm sein müssen und auf dieses Muster hereinfallen, verhalten sich dann prompt, wie es die vermeintliche Oberschicht wünscht. Jägers Weltbild entspricht seiner intellektuellen Kompetenz: Einfache Erklärungen, undifferenzierte Muster, simple Schlüsse auf niedrigem geistigen Niveau. Typisches Stammtischgeschwätz eben. Könnte so sein. Aber vielleicht auch ganz anders.

Dass Rauchen tatsächlich vorwiegend ein Problem der niederen Sozialschichten ist, wurde durch viele Studien hinlänglich gezeigt. Der Raucheranteil korreliert mit der Zugehörigkeit zu niedrigen Sozialschichten (Link). Da müssen keine „Mächtigen“ irgendetwas erfinden, es ist schlicht so.

Weiterhin dürfte dem größten Teil der Mittelschicht (nämlich jenem der nicht raucht und sich durch Rauch nicht belästigt fühlt) das Thema weitestgehend egal sein. Zumindest seit man in der Öffentlichkeit durch den Tabakrauch anderer Menschen kaum mehr belästigt wird. Welchen Sinn darüberhinaus der „Abwehrkampf gegen das Minderwertige“ haben soll, darüber schweigt Jäger auch elegant. Ein typisches Verhaltensmuster dieser Hobbytheoretisierer übrigens: Begründungen, Belege und Indikatoren für die Richtigkeit des eigenen Standpunktes sucht man vergebens.

Besonders gewagt ist natürlich auch der Anflug, umgedeutete „rassistische Stereotypen“ ausmachen zu wollen, die nun auf „Raucher“ und „Dicke“ angewandt würden. Jäger schießt, mal wieder, kilometerweit daneben. Rassismus definiert sich an der ethnischen Zugehörigkeit. Diese ist aber hier kein Unterscheidungsmerkmal. Jäger spricht in seinem Fremdwortwahn übrigens von „Distinktion“ und versucht sich dadurch einmal mehr den Hauch des besonders Gebildeten zu geben, obwohl er nicht einmal ein Studium abgeschlossen hat.

Raucher und Übergewichtige sind nicht primär Raucher oder übergewichtig, sie legen Verhaltensweisen an den Tag, die von anderen kritisiert werden. Sie verhalten sich normabweichend (was per se noch nicht problematisch wäre) aber sie verbrauchen als Folge ihrer Normabweichung gesellschaftliche Ressourcen (u. a. Behandlungskosten, die man anderweitig besser anlegen könnte als dafür die gesundheitlichen Folgen eines selbstschädigenden Verhaltens zu kompensieren) bzw. führen im Falle der Raucher zusätzlich zu einer vermeidbaren Belästigung ihrer Mitmenschen. Die Normabweichung führt also zu einer mittelbaren oder unmittelbaren Schädigung anderer, die darin nicht eingewilligt haben.

Was Jäger zudem mal wieder nicht auffällt ist, dass er selbst den Denkmustern nachhängt, die er bei anderen kritisiert. Wenn er erstens Menschen als so dumm annimmt, den Unsinn derer zu glauben, die mit oberflächlichen Argumenten das Rauchen zum Teufel wünschen, erhöht er sich selbst und macht sich zum Angehörigen einer (vermeintlichen) Elite, die dieses perfide Spiel durchschaut. Damit hat auch er endlich sein „Distinktionsmerkmal“ gefunden. Halleluja!

Und wenn er zweitens z. B. pauschal das „Berufsbeamtentum“ als besonders staatsgläubig und autoritätshörig verunglimpft (s. o. Zitat), wobei Herrn Jäger ja bekanntermaßen leider der Zugang zu dieser Gruppe verwehrt ist, kann man nur fragen, worin sich denn die Argumentation „Raucher sind Unterschicht“ von dem Vortrag „Beamte kriechen ihrem Dienstherrn regelmäßig in den Allerwertesten“ unterscheidet. Warum „Stereotypen“ einmal gut und einmal böse sind, wird Herr Jäger uns trotz seiner fast zum Markenzeichen gewordenen geistigen Überlegenheit vermutlich nicht beantworten können.

 
28 Kommentare

Verfasst von - 23. April 2015 in Alexander Jäger, Raucherwahnsinn

 

Schlagwörter: , ,

Vereinsziel Lungenkrebs (Teil I): Das „Komitee zur Wahrung der Bürgerrechte“

In Deutschland kann jeder einen Verein gründen und sich im Rahmen der Vereinsarbeit für fast jedes denkbare Ziel einsetzen. Egal ob Sport-, Kultur-, Brauchtums-, Technik-, Förder- oder sonstiger Verein. Wer nicht gerade kriminelle Ziele verfolgt kann nach dem Vereinsrecht seine Zulassung beantragen und erhält sie dann i. d. R. auch.

Auch so abstruse Vereinsziele wie der eigene Frühtod gehen durch. Statt Kaninchen- eben Karzinomzüchterverein. Von dieser zweifelhaften „Freiheit“ machen unsere „Genussfreunde“ dann auch gerne Gebrauch. Wer allerdings vereinsmäßig für das Rauchen eintritt und sich damit für Lungenkrebs, Raucherbein und das sozialverträgliche Frühableben engagiert, muss dies besser unter einem Namen tun, der eben jene Assoziationen vermeidet, die man gemeinhin mit dem Rauchen in Verbindung bringt. Dinge wie Sucht, Krankheit und Tod sind daher bei der Namensgebung absolut tabu. Positiv besetzte Begriff sind „in“. Also nennen sich die kleinen, oft nur aus wenigen Mitgliedern bestehenden Nikotinistenvereine beispielsweise „Bund mündiger Bürger“, „Verein zur Bewahrung der bayerischen Wirtshauskultur“, „Bündnis für Freiheit und Toleranz“ oder „Komitee zur Wahrung der Bürgerrechte“. Die meisten dieser Vereinchen haben nur ein sehr kurzes Leben (wie auch ihre Gründer bzw. Mitglieder, denn es ist bekannt: „Raucher sterben früher“). Auf das sehr kurze Leben eines dieser Splittergrüppchens, genannt das „Komitee zur Wahrung der Bürgerrechte“, wollen wir heute ein kurzes Schlaglicht werfen.

Nach meinen Recherchen dürfte das hier zu besprechende „Komitee“ nur eine Handvoll Mitglieder gehabt haben. Die meisten sind aus den einschlägigen Raucherforen bei facebook bekannt: Nicolai Kosirog, Gerald „Radi“ Rademacher, Manfred Engelhardt, Dr. Monika Müller-Klar, Aykut Egeli, Uwe Steinbach, Brigitte Königsfeld-Lemper, Jürgen Harder (Vorsitzender), Bodo Seitz, der Rechtschreibexperte Uwe Knuth.

Gegründet würde das Pro-Krebs-Grüppchen „Komitee zur Wahrung der Bürgerrechte“ am 3. August 2013 in Düsseldorf als Antwort auf das dort geltende strenge Nichtraucherschutzgesetz (Link):

Manfred Engelhardt: Als Aachener Sprecher der Initiative gegen das totale Rauchverbot in NRW darf ich für die Aachener Delegation festhalten, dass wir dieses Treffen und die darin erzielten Ergebnisse als durchaus fruchtbringend ansehen. Wir sind dabei! Gez. Manni Engelhardt – Rauchverbot | Rolling Stones Club Aachen / Stolberg

Ein Logo, wenn auch dilettantisch gemacht, war schnell entworfen:

Logo des "Komitees zur Wahrung der Bürgerrechte"

Logo des „Komitees zur Wahrung der Bürgerrechte“ (zum unverpixelten Original)

Welche Bürgerrechte genau diese Damen und Herren bewahren wollten, wurde nie öffentlich besprochen. Es ging immer nebulös um „Freiheiten“. Und einzig und alleine das „Recht“ und die „Freiheit“ immer und überall zu rauchen, war konkretisiert worden. Aber um mehr ging es diesen Herrschaften ja auch nie. Dafür wollte man politisch eintreten.

Welche Instrumente der öffentlichen Meinungsbildung wollte „das Komitee“ nutzen, um den Bürgerrechten, pardon, den Raucherrechten, zur Geltung zu verhelfen?

Nun, zum einen war dies das Standardinstrument der politischen Artikulation, nämlich die Demonstration. Hier regelmäßig als „Großdemo“ bezeichnet. Aber leider ging dieser Versuch (wie immer) komplett in die Hose. Denn zur „Großdemo gegen das Rauchverbot“ liefen, wie üblich, nur ein paar Dutzend Leute auf. Der „Pressesprecher“ Manfred Engelhardt beliebte daher zu vermelden:

Manfred Engelhardt: ..gestern fand unsere II. Demonstration hier in Aachen gegen das GRÜN/ROTE-TOTALRAUCHVERBOT in NRW statt. Die Demo-Teilnehmer-Zahl blieb weit unter unserer Erwartungshaltung zurück. Die Zusagen, die uns die Gastwirte und Gäste im Vorfeld gemacht haben, ließen uns auf die 15-fache Teilnehmerzahl hoffen.  (Quelle)

Der Versuch, öffentlich gegen den Nichtraucherschutz eine signifikante Anzahl Personen zu mobilieren, ging also glatt in die Hose. Dies erscheint auch logisch. Denn schließlich ist für Menschen, die nicht einmal den Weg zur Kneipentür beschwerdefrei zurücklegen können um dort zu rauchen, die Bewältigung einer 2 bis 3 km langen Demostrecke absolut illusorisch. Also blieb man gepflegt zuhause und trug den Protest wie üblich auf facebook vor.

Aber auch trotz dieser Pleite ließ Engelhardt nicht locker. Er droht gnadenlos Rache an:

Manfred Engelhardt: Mit sehr vielen Aktionen, die jetzt noch folgen werden, machen wir deutlich, dass wir weder vergeben noch vergessen werden.  (ebd.)

Oh, oh, da konnte man ja wirklich Angst bekommen, was Manni und seine Mannen noch aushecken wollten. Aber ich kann sie beruhigen, liebe Leser: Es kam, wie üblich, nichts. Oder nein, doch nicht ganz! Denn nach ca. einem weiteren Jahr folgte dann die zweite Demo. Und egal ob die erste „Großdemo“ eine Pleite war oder nicht, der nächste Aufmarsch der Lungenkrebsfreunde wurde wieder als „Großdemo“ deklariert. Denn wer meint, Raucher seien lernfähig, der irrt ganz gewaltig:

Manfred Engelhardt: : …am Freitag, den 09. Mai 2014, ab 16.00 Uhr, SPD-Unterbezirksbüro, Heinrichsallee 52, Aachen, findet mit einer Auftaktkundgebung unsere II. Großdemonstration gegen das totale GRÜN/ROTE-NRW-Rauchverbot hier in Aachen statt… (Quelle)

Dann gab es allerdings fast einen Eklat, weil die Stadt Aachen freundlich draufhin wies, dass bei der Abschlussveranstaltung in einer Kneipe (so viel zumThema „Großdemo“!) selbstverständlich das gesetzliche Rauchverbot gelten würde und man ggf. auch kontrollieren würde:

Gerald „Radi“ Rademacher: “OFFENER BRIEF an die Medien:

Aachener Stadtverwaltung setzt Veranstalter von Demonstration und Rock gegen
Rauchverbot unter Druck. Laut den Aussagen des Veranstalters der Demonstration gegen das Nichtraucherschutzgesetz und der Veranstaltung „Rock gegen Rauchverbot“ sowie den beigefügten Schriftsätzen, versucht die Stadtverwaltung in Aachen eine angemeldete und bereits genehmigte Demonstration und Versammlung nach Art. 8 des Grundgesetzes zu unterdrücken. Es wurden der Veranstalter, sowie auch eine beteiligte Wirtin, mit Androhungen so unter Druck gesetzt, dass letztendlich die Veranstaltung „Rock gegen Rauchverbot“ kurzfristig abgesagt werden musste. […]
(Quelle)

Der Unterzeichner Gerald Rademacher, ein ehemaliger Gastwirt und heutiger LKW-Fahrer, ist übrigens neben dem allseits bekannten Ronald Blumberg jener Hobbyjurist, der sich die denkwürdigen „Helmut-Partys“ ausgedacht hatte. Hier wurde unter konsequenter Nichtbeachtung aller rechtlichen Sachverhalte und juristischer Grundkenntnisse tatsächlich behauptet, dass man unter Berufung auf Art. 8 GG (Versammlungsfreiheit) in Kneipen trotz Nichtraucherschutzgesetz rauchen können soll. Auf diesen rechtlichen Bockmist bin ich hier im Blog regelmäßig eingegangen (Link).

Apropos „juristischer Bockmist“. Rademacher textete weiter im Namen des „Komitees“:

Gerald „Radi“ Rademacher: Es wird hier genauso verfahren, wie mitunter bei den sogenannten Helmut Partys schon mehrfach zu beobachten war, dass Wirte und Beteiligte einer Versammlung nach Art. 8 GG so eingeschüchtert werden, dass sie im Endeffekt klein beigeben und ihre Veranstaltung auflösen oder gar absagen. Es wurden in dem Zusammenhang schon mit hohen Bußgeldern und sogar mit Konzessionsentzug gedroht. Dies ist unseres Erachtens ein Eingriff in das Grundrecht, was diesen Behörden gar nicht zusteht. In diesem Zusammenhang erwägen wir eine Anzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft, wegen Eingriffs in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Hierzu verweisen wir auf § 21 VersG sowie auf § 344 StGB. (ebd.)

Was aus der Anzeige gegen die Stadt Aachen geworden, das wissen wohl nur die Götter. Ganz abgesehen davon, dass der rechtliche Hinweis der Stadt Aachen doch wohl recht nett gemeint war. Man hätte auch bei der „Helmut-Party“ aufkreuzen können und der Gastronomin ein fettes Bußgeld auferlegen können, weil in ihrem Etablissement gequarzt wird, dass es kracht. Dass selbiges wohl auch geplant war, zeigt die Absage der Veranstaltung. Offenbar hatte die Dame wohl keine Lust, dass dort Leute verbotswidrigerweise rauchen und sie dann später die Zeche zahlen darf. Auf jeden Fall fand die Veranstaltung „Rock gegen Bevormundung“ nicht statt. Aber egal, Manni und seine Freunde trommelten weiter:

Manfred Engelhardt: STATEMENT DES KOMITEES ZUR WAHRUNG DER BÜRGERRECHTE: Das Komitee gründete sich im September 2013. Es verfolgt den Zweck, die Rechte des Bürgers auf Selbstbestimmung in gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhängen zur Geltung zu bringen. Es wendet sich gegen politische Be­strebungen der Bevormundung einzelner Bürger, einzelner Ge­sellschaftszweige sowie gegen die damit einhergehende Einschränkung verfassungsrechtlich ge­schützter Freiheitsrechte. Zu diesem Zweck strebt das Komitee eine Ver­net­zung aller Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen an, die sich für die­selben Ziele einsetzen. Vorrangiges Ziel ist zur Zeit die Relativierung des per 1.5.2013 in Kraft getretenen Rauchverbots in Gaststätten und das  Einleiten eines diesbezüglichen Volksbegehrens zur Änderung des NiSchG NRW. Seit Januar 2014 ist das Komitee ein eingetragener Verein, womit die notwendigen organisatorischen und struk­tu­rellen Grundlagen geschaffen wurden, um eine Vernetzung verschiedener Interessensgruppen zu gewährleisten. (Quelle)

Eines muss man Herrn Engelhard bescheinigen. Die Heißluftpumpe lief damals auf Hochtouren. In schwülstiger Sprache unter Verwendung eines stark gewöhnungsbedürftigen Satzbaus trommelte der Mann aus Aachen für Lungenkrebs und Herzinfarkt. Allerdings war das Ergebnis, wie bereits erläutert, regelmäßig sehr mager:

1. Das geplante Volksbegehren gegen das NRW-Rauchverbot fand nicht statt. Zum einen aus Geldmangel, zum anderen weil sich die beteiligten Gruppen massiv zu bekriegen begannen (Link1, Link2, Link3, Link4). Hier findet sich der Abgesang unterzeichnet von unserem bekannten Nikotiniker Ronald Blumberg aus Radevormwald:

Ronald Blumberg:Betr.: Volksbegehren und „NRWgeniesst“

Seit Januar 2014 liegt das Volksbegehren „Nichtrauchen-Rauchen-Wahlfreiheit“ unter Führung von NRWgeniesst „mangels Mitteln“ offiziell auf Eis, bis irgendwann „nach dem Sommer“ …

Infolge einer Studie, deren Ergebnisse im Februar im kleinen internen Kreis bekannt gegeben wurden, gab es Ende Juni 2014 ein inoffizielles und vertrauliches Treffen von hochrangigen möglichen Sponsoren und potenziellen logistischen und organisatorischen Unterstützern. Dazu eingeladen wurden Detlef Petereit (für NRWgeniesst), Fr. Dr. Monika Müller-Klar (Komitee zur Wahrung der Bürgerrechte, BfT), und Ronald Blumberg (für Bergische Bürger Initiative e.V.(BBI), und „Raucher in Deutschland“)

Unter anderem wurde klargestellt, daß das Volksbegehren von NRWgeniesst mit der bestehenden Zielgabe: „Rückkehr zu den Verhältnissen vor dem 01.05.13“ nicht mehr realistisch sei, und Unterstützung nur für ein komplett neu formuliertes Volksbegehren erfolgen könne. Auch sollte festgestellt werden, ob eine Kooperation der führenden Gruppen auf gleichgestellter Basis möglich ist.

Beidem hat Petereit zugestimmt, wenn auch widerwillig. Auf dieser Basis sollte dann dieser Tage die Abstimmung der Sponsoren erfolgen. Ein professioneller Plan zur logistischen Durchführung lag bereits vor. Über die entsprechenden finanziellen Mittel in beträchtlicher Höhe sollte nun befunden werden. Im Vorfeld der Abstimmung zeichnete sich bereits eine mehrheitliche Zustimmung ab.

Und dann geschah folgendes: Im Namen von NRWgeniesst haben Christoph Lövenich und Detlef Petereit, an der offiziellen Kontaktperson vorbei, einen Brief direkt an das Gremium der Sponsoren geschrieben, der unmittelbar vor deren endgültiger Abstimmung eintraf. In diesem zweiseitigen Brief führten Lövenich und Petereit u.a. an, daß sie nicht bereit seien auf „ihr“ Volksbegehren zu verzichten. Für sie käme nur dieses und kein anderes infrage. Zudem sei klar, daß NRWgeniesst organisatorisch am besten aufgestellt, und somit prädestiniert für die führende Rolle sei, wenn sie auch darauf verzichten würden die sogenannte „Leitfigur“ zu stellen.

Dieses Schreiben führte dazu, daß das Sponsorengremium das Projekt einhellig ad acta gelegt hat, […]

Wir, die wir alle für ein VB gekämpft haben, haben diese Entscheidung 2 Personen zu verdanken: Christoph Lövenich und Detlef Petereit, die aus Egomanie, Narzissmus, Eitelkeit, Dummheit, Ignoranz, Unverschämtheit, und wer weiß welch anderen Gründen noch, uns allen diese historische Chance genommen haben!

Mit weitreichenden und unabsehbaren Folgen auch für andere Bundesländer!
Im Sinne der öffentlichen Transparenz fühle ich mich verpflichtet, die Verhaltensweise von NRWgeniesst bekannt zu machen, obwohl die Gespräche vertraulich waren. Denn einen derartigen Skandal darf man nicht verheimlichen! Weitere Einzelheiten werden allerdings nicht bekannt gegeben!

Ronald Blumberg
Radevormwald, den 21.07.2014 (Quelle)

Ja, so sehen echte Gewinner aus! 😉

2. Die Schreiben, die an Politiker übergeben worden sein sollen dürften mittlerweile im Altpapier liegen. Wo sie, ehrlich gesagt, auch hingehören.

3. Eine „Petition“ gegen das Rauchverbot führte ebenfalls nicht zum gewünschten Erfolg. Wahrscheinlich weil bis auf ein paar Hardcoreraucher >99% der Menschen in NRW mit der rauchfreien Lösung sehr zufrieden sind. Aber immerhin haben die Leute um Manni E. ca. 66.000 Unterschriften erreicht, was in etwa 0,66% der erwachsenen Einwohner von NRW entspricht. Ein beispielloser Erfolg.

Besonders erheiternd ist auch folgende Einlassung des Komitees:

[…]In Bonn besteht außerdem eine enge Verbindung zu den Karnevalsverbänden.[…](ebd.)

Na dann, „Helau“ und „Alaaf“! Aber es bietet sich hier natürlich auch eine Chance, die Außenwirkung zu verbessern:  So wäre es doch schön, wenn sich die Leute vom „Komitee“ einfach jeder eine knallrote Pappnase aufsetzen würden und dann, wenn der „Zoch kütt“, auf einem Motivwagen beim Karneval Stimmung gegen das Rauchverbot in NRW machen würden. Dort auf dem Wagen dürften sie dann auch rauchen. Um die Stimmung auf den Siedepunkt zu treiben empfehle ich das Anstimmen des Liedes „Hoch auf dem nikotingelben Wagen, sitz ich beim Lungenkrebs vorn…“ (OK, das Versmaß stimmt nicht ganz, aber darüber wollen wir mal hinwegsehen.)

Seit einigen Monaten hört man fast nichts mehr vom „Komitee“. Ich gehe davon aus, dass dieses kleine Pro-Lungenkrebs-Grüppchen mittlerweile sanft entschlafen ist. Was ich auch nicht weiter als bedauerlich empfinde.

 

Schlagwörter: , ,

„Rauchen schützt vor Chemtrailfasern“ – The Aftershow-Party

In dem im letzten Blogeintrag verlinkten Artikel wurde von unserer lieben aber leider sehr erfolglosen Raucheraktivistin Adelheid Rippe auf ein YouTube-Video verlinkt, das angeblich beweisen soll, dass Rauchen vor (den im Übrigen nicht real existierenden) „Chemtrails“ schützen soll. Und die „pfundige“ Wienerin Anschwärzerin Eva Peter-Culik kommentierte wohlwollend.

Beim Ansehen des Videos kamen dann erste Zweifel am Verstand der Protagonisten auf: Die Einstellerin des YouTube-Videos mit dem Pseudonym „canis lupus“ (für die Nichtlateiner, dies bedeutet „Wolfshund“) hielt tatsächlich ein paar Staubflusen unter eine Vergrößerungkamera, blies sie mit Tabakrauch an und wunderte sich, dass diese sich auf einmal bewegen. In krasser Missdeutung der tatsächlichen Sachlage wurde dies von der offenbar naturwissenschaftlich nicht gebildeteten „canis lupus“ dahingehend interpretiert, dass man bzw frau mit Tabakrauch nun eine ultimative Waffe gegen „Chemtrails“ in der Hand habe. Soweit, so bizarr. Esoterikquatsch in Reinform, eben. Anschließend entwickelte sich auf dieser Basis eine überaus „nette“ Konversation zwischen der Dame und mir:

Frau "Canis Lupus" (Chemtrailfan und Raucherin) pöbelt auch gerne

Frau „Canis Lupus“ (Chemtrailfan und Raucherin) pöbelt auch gerne

Einen Link zu YouTube zu setzen bringt übrigens nichts, da die Dame zu feige ist, diese Konversation freizuschalten so dass auch andere sie sehen können. Auf meinem Google+-Account ist sie allerdings sichtbar. 😉

https://plus.google.com/u/0/105467743579200389201/posts

Wir lernen: Raucher pöbeln gerne. Die „Alles eine Verschwörung dunkler Mächte“-Fraktion auch. Und wenn ein Raucher ein echter Verschwörungsfan ist, dann geht es wirklich rund. 😉

 

Schlagwörter: , , , ,

Eva Peter-Culik: Rauchen schützt vor Chemtrailfasern

Zur Zeit geben sich die bekannten Netzraucher wieder die Klinke in die Hand was törichte Einlassungen zum Thema „Rauchen“ betrifft. Ein krasses Beispiel, wie dumm man sich öffentlich äußern kann, findet man derzeit auf dem facebook-Kanal der bekannten Nikotinistenorganisation „Netzwerk Rauchen“:

Raucher meinen: Rauchen schützt vor "Chemtrails"

Raucher meinen: Rauchen schützt vor „Chemtrails“ (Quelle)

Für jene, die sich mit Verschwörungstheorien und Esoterikunsinn nicht so auskennen, hier eine kurze Info, was „Chemtrails“ eigentlich sein sollen: Gestandene Verschwörungsfreunde und Esoterikfreaks behaupten seit Jahren unablässig, dass aus den Triebwerken von Verkehrsflugzeugen auf großer Höhe bestimmte Substanzen ausgesprüht würden, die dann auf den Boden rieseln sollen. Dort sollen sie die Menschen gefügig machen, den freien Willen ausschalten und mit dieser Art von „Mindcontrol“ den Mächtigen (meistens „Bilderberger“, „Rockefellers“ oder allgemein „dunkle Mächte“ genannt) die Herrschaft über die Menschheit sichern. Sichtbar würden diese „Chemtrails“ wenn bei bestimmten Wetterlagen Kondensstreifen von Flugzeugen am Himmel erscheinen. Dann würde „wieder gesprüht wie verrückt“ (Zitat einer rauchenden Chemtrailanhängerin). Wer sich den Unsinn der Verschwörungsfreunde gerne live „reinziehen“ möchte, dem empfehle ich den Internetkanal „bewusst tv„. Dort gibt es Jo Conrads bunte Märchenstunde, wo er sich allerlei Gäste einlädt und fröhlich frei über neue und alte Verschwörungstheoren aus dem Nähkästchen plaudert.

Dass es sich bei den Kondensstreifen lediglich um Wasserdampf handelt (der Flugzeugtreibstoff Kerosin verbrennt beim Betrieb des Triebwerkes im Wesentlichen zu Kohlendioxid und Wasser, welches dann eben dampfförmig in der kalten Höhenluft auskondensiert wenn die Bedingungen wie Temperatur, Luftfeuchte und das Vorhandensein von Kondensationskernen entsprechend sind) ist diesen Leuten nicht vermittelbar. Sie wollen den Unsinn der „Chemtrails“ glauben und lassen sich durch wissenschaftliche Erklärungen nicht von ihrem Glauben abbringen. Diese Resistenz gegenüber rationalen Argumenten teilen sie mit manchem Raucher, der auch schon mal behauptet, Rauchen schütze in Wirklichkeit vor Lungenkrebs.

Frau Eva Peter-Culik aus Wien, die mir bis dato noch nicht durch eine besonders intelligente Argumentation aufgefallen ist, schießt, was den dümmlichen Vortrag betrifft, aber den Vogel ab:

Eva Peter-Culik ich meine das nicht einmal als witz..ich bin der auffassung, dass durch das rauchen ein film entsteht der einigs „abfiltert“ . und indem wir das aushusten werden wir es los..mal einfach gesagt,

OK, nennen wir die Einlassung der gewichtigen Dame aus Wien einfach mal „gewöhnungsbedürftig“. Wenn dem so wäre, dann müssten Raucher nämlich aufgrund des „Schutzschildes“, den der Tabakrauch über ihre Lungeninnenseite legen soll, wesentlich weniger anfällig für Lungenerkrankungen sein. Dass dem nicht so ist, kann man in der medizinischen Literatur nachlesen:

Raucher bekommen schneller Bronchitis

Raucher sind anfälliger für Erkrankungen

Raucher sind häufiger erkältet

Aber Eva Peter-Culik hat Recht. Denn die pfundige Wienerin weiß, dass vor allem „Chemtrails“ eine Bedrohung darstellen. Und da hilft Rauchen wirklich. Denn wer früher stirbt bekommt weniger Chemtrails ab!

Aber ein Leckerlie wollen wir, wenn wir die Dame schon mal wieder besprechen, dem Leser/der Leserin nicht vorenthalten. Eva Peter-Culik als Chansonette. Aber Vorsicht: Legen Sie ein paar Taschentücher bereit. Oder etwas anderes. Sie werden es brauchen. Denn das, was Sie zu hören kriegen werden, dagegen sind alle Arten von „Chemtrails“ ein laues Lüftchen!

Klicken Sie hier für einen wunderbaren Gesangsvortrag!

 
3 Kommentare

Verfasst von - 13. April 2015 in Eva-Peter Culik

 

Schlagwörter: , , , ,

COPD ist wirklich lustig – Teil II

Wer meinte, die Einträge anlässlich eines „Raucher=kurzatmig“-Cartoons auf „Raucher in Deutschland“ (Link zum Bericht) bei facebook seien nun wirklich das Ende der Fahnenstange der Dummheit, der kennt „RiD“ schlecht. Es geht immer noch dümmer. Und zwar wesentlich dümmer:

Ralf Eckhardt: Ziggipause in der 2,4,6 Etage

Lieber Ralf Eckhardt: Treppenhäsuer sind Gemeinschaftsräume und da ist das Qualmen im Haus verboten!

Mathias Derkum: Wohne in der 2 Etage das reicht,Höher wäre SELBSTMORD:

Verehrter Mathias Derkum, nicht das Hochlaufen einer Treppe ist Selbstmord, sondern das Rauchen selbst. Allerdings mit dem „Vorteil“, dass dieses quasi auf Raten stattfindet. Dies sichert langfristig den Profit der Tabakdrogenindustirie, die diesen nicht hätte, wenn der Raucher nach der ersten Kippe gleich ins Gras beißen würde. So hat die Tabakmafia die Möglichkeit, viele Zehn- oder gar Hundertausend Euro aus dem Tabaksüchtigen herauszuholen, bevor der dann final in die Kiste hüpft.

Ralf Brenken Oh ja, das kenne ich!

Und, Ralf Brenken, sollte man dann nicht mit dem Rauchen aufhören? Besser wird es bestimmt nicht mit der Atemnot!

Rosi Schmitt Habt alle einen schönen sonntag.ich bin nicht mehr atemlos im treppenhaus….sind von der 3.etage ins erdgeschoss gezogen…..

Ob uns Frau Rosi Schmitt  veräppelt oder ob sie es ernst meint?

Quelle: https://www.facebook.com/groups/235701199911246/permalink/471886959626001/

 
 

Schlagwörter: , , , ,