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Archiv für den Monat März 2015

Der VEBWK, der werte Herr Meinsen und die Solidarität mit den bayerischen Wirten

Von Matthias Aichmaier

Eine strukturierte und wohlüberlegte Öffentlichkeitsarbeit ist gut und sinnvoll. Gerade dann, wenn man „Gutes tut“ und dafür – berechtigterweise – auch Beachtung erfahren möchte! Der „Verein zur Bewahrung der bayerischen Wirtshauskultur“ (VEBWK e.V.), vertreten durch seinen „Pressesprecher“ (einen Herrn Bodo Meinsen aus Kirchheim in der Nähe von München), veröffentlicht denn auch mit schöner Regelmäßigkeit sogenannte „Pressemitteilungen“. Eine sinnvolle Vorgehensweise, dienen diese schließlich dem Zweck, die Vereinsarbeit einem geneigten Publikum vorzustellen! Und weiterhin auch auf (vermeintliche) Missstände im Bereich der Gastronomie aufmerksam zu machen. So stemmt man sich beispielsweise vehement gegen die Einführung der sogenannten „Hygieneampel“. Einem Instrument, das dem Verbraucher den Weg in solche Betriebe weisen soll, die mit einwandfreien hygienischen Standards glänzen und hochwertige Nahrungsmittel kredenzen. Dem Außenstehenden ist die ablehnende Haltung diesem verbraucherorientierten Hilfsmittel gegenüber allerdings nur schwer verständlich und noch schwerer erklärbar. Denn schließlich sollten sich doch gerade solche Betriebe, die sich Traditionen verpflichtet fühlen und die bayerische Wirtshauskultur mit ihrem hohen Qualitätsniveau gegenüber allerlei Billigangeboten verteidigen, für diese staatliche Hilfe mehr als dankbar sein.

Ebenso ist befremdlich, was eigentlich ein Tabakgroßhändler (Tabak Ostermeier) im Vorstand eines solchen Vereins zu suchen hat. Einem Verein, der vorgibt, sich primär um die Interessen gastronomischer Betriebe zu kümmern. Aber diese unbedeutenden Details sollen an dieser Stelle nicht weiter thematisiert werden.

Leider muss man feststellen, dass die mehr oder weniger häufig veröffentlichten Pressemeldungen so gut wie nie ihren eigentlich wohlverdienten Weg in Print- oder Onlinemedien finden. Von den Vertretern derselben sogar schlichtweg und mit offensichtlich bösem Willen ignoriert werden. Was entweder dafür spricht, dass sich kaum jemand für die wenig kurzweiligen Texterzeugnisse interessiert, oder aber sich die gesamte Lokalpresse gegen den bekanntermaßen ehrenhaften und seriösen Verein verschworen hat. Ebenfalls denkbar – rein hypothetisch selbstverständlich – ist eine andere Begründung für die fortwährende Nichtbeachtung der geistigen Ergüsse des sogenannten „Pressesprechers“: Dass nämlich die Inhalte und Argumente einer Plausibilitätsprüfung nicht standhalten und – schlimmer noch – die Forderungen exakt dem Gegenteil dessen entsprechen, was man sich als Gast von dem Besuch eines Gastrobetriebs erwartet oder zumindest erhofft. Beispielsweise sind das appetitliche und leckere Gerichte, die mit frischen Zutaten unter hygienisch einwandfreien Bedingungen zubereitet und dargereicht werden. Um dann von den Gästen in einem gemütlichen und qualmfreien Ambiente verzehrt werden zu können.

Um dieser durch die Presse zelebrierten Ignoranz nun endlich ein Ende zu setzen, soll zumindest eine aktuelle Pressemitteilung des VEBWK e.V. die Beachtung finden, die ihr gebührt.

Dies insbesondere deshalb, weil es doch gerade der „Verein zur Erhaltung der bayerischen Wirtshauskultur“ war, der sich bereits in der Vergangenheit vollkommen uneigennützig um die lokale Wirtshauskultur verdient gemacht hat. Man erinnere sich an die Jahre 2008 bis 2010, in denen in Bayern sogenannte „Raucherclubs“ wie Pilze aus dem Boden schossen und jeder, der das wollte oder auch nicht, für einen geringen Obolus eine Klubmitgliedschaft bei dem vorgenannten Verein erwerben durfte. Einem Verein übrigens, der und nicht nur das schützenswerte Kulturgut selbst („die Wirtshauskultur“), sondern auch die Heimatverbundenheit stolz in seinem Namen trägt!

Anbei befindet sich eine etwas aufgeräumte und erheblich gekürzte Version des geistigen Ergusses, der aus der Feder des Herrn Meinsen stammt. Um das schlimmste Geschwurbel erleichtert und auf die Kernaussagen reduziert schafft es der Leser nun auch, das Texterzeugnis ohne Gefahr von Verletzungen bis zum bitteren Ende durchzulesen. Verletzungen deshalb, weil der Leser Gefahr läuft – übermannt von Müdigkeit – hart mit dem Kinn auf die Tischplatte aufzuschlagen.

VEBWK- Dümmliche

VEBWK- Dümmliche „Pressemitteilung“

Für ausgemachte Masochisten oder Menschen mit Einschlafstörungen empfiehlt sich die ungekürzte Fassung der „Pressemitteilung“:

http://www.vebwk.com/2015/02/01/droht-d … auskultur/

Vollkommen unverständlich erscheint nun allerdings, weshalb man der eigenen Klientel, also den bayerischen Wirten, ganz ohne Not in den Rücken fällt. Denn sollte es tatsächlich stimmen, was man in der aktuellen Pressemeldung verlauten lässt, so müsste man sich über die Wiederherstellung einer grenzübergreifenden Chancengleichheit doch eigentlich hocherfreut zeigen. Das Texterzeugnis des Herrn Meinsen beklagt nämlich zu allererst einmal, dass vor einigen Jahren (nach Inkrafttreten des durch Volksentscheid herbeigeführten verschärften Nichtraucherschutzgesetzes) „zahlreiche … Gäste aus Bayern“ in die österreichische Gastronomie abwanderten:

„Im Herbst 2010, direkt nach dem bayerischen Rauchverbot durch Volksentscheid, freuten sich nicht wenige österreichische Gastronomen auf zahlreiche neue Gäste aus Bayern.“

Anstatt nun aber freudestrahlend auf die Bestrebungen der österreichischen Regierung zu reagieren, ein lange überfälliges umfassendes Nichtraucherschutzgesetz in der Gastronomie zu etablieren, schwadroniert „Pressesprecher Meinsen“ griesgrämig über eine Entwicklung, die ihm als ausgewiesenen Tabak-Lobbyisten ganz und gar nicht gefällt:

„Man hatte es ohnehin kaum für möglich gehalten, das dieser Tabak-Verteufelungs-Zug jemals in Österreich ankommen kann.“

Natürlich darf auch ein Seitenhieb auf ihm nicht genehme Personen nicht fehlen. Personen, die hinter der Initiative im benachbarten Alpenland stehen und die es als sinnvoll erachten, Nichtraucher nun endlich konsequenter als bisher vor den giftigen Schwaden zu schützen. Zu allererst ist das natürlich einmal Erzfeind Sebastian Frankenberger. Aber auch mit Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser wird sich wohl keine innige Freundschaft entwickeln:

„Nichtraucher-Aktivisten in Austria erhielten starke Unterstützung durch die neue Gesundheitsministerin und Kinderärztin Oberhauser. Die möchte bis 2018 eine rauchfreie Gastronomie im Alpenland und setzt dafür alle Hebel in Bewegung.“

Und man muss Herrn Meinsen ausdrücklich zustimmen. Was bildet sich eine Frau Dr. Oberhauser eigentlich ein? Sollte sie als Ärztin und Gesundheitsministerin sich nicht um wichtigere Dinge kümmern, als um einen konsequenten und lange überfälligen Nichtraucherschutz? Wäre es nicht sinnvoller, die sowieso schon arg gebeutelte Tabakindustrie etwas zuvorkommender zu behandeln, als sich um einen sehr überschaubaren Teil der Bevölkerung zu kümmern, dem der Tabakkonsum nicht bekommt? Schließlich handelt es sich bei den allermeisten dieser Menschen sowieso nur um Simulanten und Hypochonder! Qualmhysteriker, die versuchen, mit eingebildeten Krankheiten wie Lungenkrebs, COPD und Raucherbein ein wenig Aufmerksamkeit zu erhaschen.

Vollkommen abstrus wird es allerdings erst im weiteren Verlauf der sogenannten „Pressemitteilung“. Herr Meinsen hat sich offenbar warm geschrieben und geht nun zum analytischen Teil seiner Abhandlung über die negativen Auswirkungen von Rauchverboten über. Sein Resumee über die gesellschaftlichen Folgen des im Jahre 2010 in Bayern eingeführten Nichtraucherschutzgesetzes lässt vermuten, dass er die Thematik zwar durchaus versteht, die weitreichenden Folgen jedoch unterschätzt. Verwundert muss man nämlich feststellen, dass er das Rauchverbot lediglich für die „Entstehung von neuen sozialen Brennpunkten“ verantwortlich macht und nebenbei „viele weitere Nachteile für Gesellschaft und Wirtschaft“ vermutet. Ohne diese freilich zu benennen. Der Autor muss sich daher die folgenden Fragen gefallen lassen: Was aber ist mit dem Bürgerkrieg in Syrien, den bewaffneten Auseinandersetzungen in der Ostukraine und der fortwährenden Hungerproblematik in Afrika? Sind diese nicht ebenso eine direkte Folge des novellierten Nichtraucherschutzgesetzes in Bayern?

Apropos „Tabak-Lobbyist“. Dass es sich bei Herrn Bodo Meinsen um einen solchen handelt, kann zweifelsfrei belegt werden. Er versucht dies auch seit geraumer Zeit gar nicht mehr zu verhehlen. So ist auf der Webseite des kaum anders als „dubios“ zu bezeichnenden Vereins BfT e.V. (Bürger für Freiheit und Toleranz), dessen 1. Vorsitzender Herr Meinsen ist, eine Liste der Partner aufgeführt. Nahezu ausnahmslos Unternehmen der Tabakbranche. Was diese allerdings mit den Grundwerten gemein haben, die durch die Begriffe „Freiheit“ und „Toleranz“ beschrieben werden, bleibt ein gut gehütetes Geheimnis der freiheitsliebenden und toleranten Vereinsgründer.

BfT e. V. - Liste der Sponsoren - Tabaklobbyisten inklusive

BfT e. V. – Liste der Sponsoren – Tabaklobbyisten inklusive

Zu guter Letzt soll noch auf die Begriffe „Existenzvernichtung“ und „Wirtshaussterben“ eingegangen werden. Besonders herausgestellt wird durch den „Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur“ immer wieder, dass es gerade die kleinen Eckkneipen sind, die unter dem Rauchverbot leiden. Ob das Jammern und Wehklagen allerdings berechtigt ist, darüber kann nur spekuliert werden. Denn schließlich handelt es sich bei dem größten Teil der bayerischen Bevölkerung um Nichtraucher. Die heilfroh sind, sich nicht weiterhin dem Diktat einer Minderheit und der Zwangsbeglückung durch Tabakqualm unterwerfen zu müssen. Seltsam erscheint auch, dass trotz anderslautender Prophezeiungen die kleinen Kneipen nicht aus dem Stadtbild verschwunden sind. Es manchen sogar so gut geht, dass händeringend nach Aushilfen gesucht wird:

Kneipe sucht Mitarbeiter trotz angeblich ruinösem Rauchverbot

Kneipe sucht Mitarbeiter trotz angeblich ruinösem Rauchverbot

Interessant ist übrigens, dass genau diese Eckkneipe, die vor Kurzem noch um personelle Verstärkung ersuchte, einem Vorstandsmitglied des VEBWK e.V. zuzuordnen ist. Betreiber und Eigner des „Duett“ in München ist ein Herr Franz Josef Pöschl, der neben seiner Tätigkeit als Kneipier ebenfalls noch als Beisitzer im Vorstand des oben genannten Vereins agiert:

Kneipe

Kneipe „Duett“ sucht Mitarbeiter

Resümierend lässt sich feststellen, dass VEBWK e.V. und dessen Pressesprecher seit vielen Jahren versuchen, die Uhr zurückzudrehen und den Tabaksqualm wieder zurück in die Gaststuben und Wirtshäuser zu tragen. Leider wird dieses Engagement weder von Presse noch Bevölkerung hinreichend gewürdigt. Ein ehrlich gemeintes „Dankeschön“ als schönste Entlohnung für das Geleistete sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Diese aber wird Herrn Meinsen und seinen Mitstreitern bis heute verwehrt. Dies soll nun aber an dieser Stelle nachgeholt werden. „Vielen Dank und vergelt’s Gott“ für den selbstlosen Einsatz, lieber VEBWK und werter Herr Meinsen! Kaum vorzustellen, wie es heute um die bayerische Wirtshauskultur stehen würde, hätten nicht einige Personen sich so hingebungsvoll und aufopfernd um das Wohlergehen der bayerischen Wirte gekümmert und dabei ihre eigenen, ganz persönlichen Interessen weit hinten angestellt!

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Ronald Blumberg: Rauchen, rüpeln, Recht brechen

Eine Frage, die Ronald Blumberg, den ewig rüpelnden Raucherrambo aus Radevormwald, am wenigsten interessiert, ist jene nach dem geltenden Recht. Seine bizarre Interpretation des Versammlungsrechtes (aka „Helmut-Party„) ist nur ein Teil seines grundlegenden Unverständnisses rechtlichen Fragen gegenüber. Für Blumberg gehören insbesondere Verstöße gegen den 14. Abschnitt des Strafgesetzbuches zur täglichen Artikulation. Neben einem Blog, in dem er nach Herzenslust Rauchgegner beleidigt (Link) sind seine verbalen Schmähattacken auf facebook bestens bekannt. Blumbergs lange Kette von Rechtsbruchaktionen hat nun ein Glied mehr:

Ronald Blumberg beleidgt Rauchgegner als "Schnüffelratten"

Ronald Blumberg beleidgt Rauchgegner als „Schnüffelratten“ (Quelle)

Lassen wir mal den schwachsinnigen Text beiseite. Denn wie ein einzelner Gastwirt ein „absolutes Hausverbot“ für alle Lokale in einer Großstadt aussprechen kann, muss man nicht verstehen. Und worin sich ein „absolutes Hausverbot“ qualifiziert, ist auch nicht klar. Ich dachte immer, „Hausverbot“ sei „Hausverbot“ und fertig ist die Laube.

Unter rechtlichem Aspekt tritt vor allem hinzu, dass die Titulierung einer Person als „Schnüffelratte“ unstreitig eine Beleidigung darstellt, die straf- und zivilrechtlich geahndet werden kann. Dies muss hier nicht weiter erörtert werden. Von der Verletzung des Persönlichkeitsrechtes der betroffenen Personen einmal ganz abgesehen. Denn durch den einmaligen Auftritt in einem Fernsehbericht werden sie nicht zu Personen des öffentlichen Lebens. Sie müssen also eine ungenehmigte Veröffentlichung ihrer Bilder keinesfalls hinnehmen. Falls Betroffene also die ladungsfähige Anschrift von Herrn Blumberg benötigen sollten um rechtlich gegen den Herrn vorzugehen, bei mir ist sie erhältlich. Oder unter raucherdossiers.

Der militante Raucher Ronald Blumberg aus Radevormwald zeigt durch das Ausbringen dieser erneuten verbalen Aggression zudem, dass sein Grad an sittlich-moralischem Niedergang immer noch steigerbar ist. In ungeheuer roher und sittlich verwahrloster Art und Weise rüpelt sich dieser Mann durch das Internet. Gut, das Niveau eines gewissen Raucheraktivisten aus Marburg in dessen „besten Zeiten“ hat er noch nicht erreicht. Aber er arbeitet daran. Und man darf sich sicher sein, dass Blumberg auch sein heutiges extrem niedriges Nivea(u) noch untertunneln wird.

 
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Verfasst von - 23. März 2015 in Ronald Blumberg, Rudolf Haab - basel

 

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„Helmut-Partys“: Mehr als dumm gelaufen für Blumberg, Rademacher & Co.

Schwerstabhängige Nikotiniker haben ein Problem: Wo kann man noch in der Kneipe rauchen, wenn es einen kompromisslosen Nichtraucherschutz gibt wie z. B. in Nordrhein-Westfalen? Gastronomen und die mit ihnen mehr oder weniger am gleichen Strang ziehenden Nikotinsüchtigen haben sich in der Vergangenheit dazu manch absonderliche Lösung ausgedacht. In Bayern beispielsweise, wo nach einem Volksentscheid bereits vor Jahren das Rauchen in der Gastronomie vollständig untersagt wurde, kam ein Wirt z. B. auf die „geniale“ Idee, das Rauchen als Kunstform zu deklarieren. Dort wurde dann jeden Abend eine Art „Liveperformance“ zelebriert, bei der dann die Gäste des Lokals zu Laienschauspielern ernannt wurden, der Gastraum als Bühne deklariert und allabendlich das Theaterstück „Leben vor dem Rauchverbot“ aufgeführt wurde. OK, die Begriffe „Leben“ und „Rauchen“ passen nicht wirklich zusammen, das aber nur am Rande.

Die Begründung für diese eigenwillge Kunstform war sehr bizarr: Das bayerische Nichtraucherschutzgesetz ließ als Ausnahme zu, dass wenn Rauchen zur Darbietung einer künstlerischen Leistung erforderlich sei, dies als Ausnahmetatbestand zum strengen Nichtraucherschutzgesetz zu gelten habe und daher gestattet sei. Das Amtsgericht in Memmingen, wo der Kneipier ansässig war, erteilte dieser Art der „Volkskunst“ allerdings eine klare Absage. Begründung: Es komme bei der Veranstaltung nur auf das Rauchen an, eine besondere Kunst sei nicht erkennbar.

Ähnlich Abstruses vollzog sich in Nordrhein-Westfalen, wo die Suchtraucher unter gleichen Problemen leiden wie ihre Kollegen unter dem weiß-blauen Himmel. Zwei besonders schräge Protagonisten des fortgeschrittenen Nikotinismus kamen dabei auf eine ähnlich geniale juristische Lösung. Ihr Ansatz ging in etwa so: Weil das Versammlungsrecht (v. a. Art. 8 GG) einen besonders hohen grundrechtlichen Schutz bereitstellt, müsste man, statt dem ordinären Beisammensein in einer verrauchten Kneipe, diese Zusammenkunft nur als „politische Versammlung gem. Art. 8 GG“ deklarieren und dürfte dann dort selbstverständlich auch rauchen, denn die Versammlung sei ja besonders „polizeifest“. So die Einlassungen der beiden Erfinder dieser Idee.

Diese beiden „Voll“juristen heißen Gerald Rademacher aus Düsseldorf (ein LKW-Fahrer und ehemaliger Gastwirt) und der hier im Blog bereits ausführlich besprochenen Ronald Blumberg (Link1 Link2), ein vor Jahren insolvent gegangener Werkzeughändler aus Radevormwald. Wie das Wort „voll“ im oben genannten Terminus „Volljurist“ in dem Zusammenhang zu interpretieren ist, überlasse ich der Leserschaft. Betitelt wurde dieser vollkommene juristische Dummfug dann als „Helmut-Party“ in Anlehnung an den bekanntetesten Kettenraucher der Republik, den Altkanzler Helmut-Schmidt, der ja auch überall rauchen darf. Über die juristische Schwachsinnigkeit dieses Konstruktes habe ich hier im Blog ausführlich referiert (Link) Dort kann man auch die hanebüchenen rechtlichen Einlassungen der Herren Rademacher und Blumberg nachlesen, die als Blidschrimausdrucke dokumentiert sind. Dem rechtlichen Einwand, dass das Versammlungsrecht zwar eine politische Versammlung umfassend schütze, dass dieser Schutz sich aber nicht auf das Begehen von Ordnungswidrigkeiten innerhalb der Versammlung (wie bspw. einem Verstoß gegen den Nichtraucherschutz) erstrecke, sind die beiden Hobbyverfassungsrechtler Blumberg und Rademacher übrigens nie wirksam entgegengetreten. Wie auch?

Auf einer Webseite des Herrn Rademacher konnten sich Gastronomen dazu den ganzen Blödsinn in Form einer Anleitung herunterladen. Und so kam es, wie es kommen musste. Einige Verzweifelte taten dies tatsächlich, veranstalteten eine „Helmut-Party“ und sahen sich prompt mit Besuchen der Ordnungsämter konfrontiert welche die Verstöße gegen das Rauchverbot zur Anzeige brachten. Die Behörden erließen Bußgeldbescheide, die Gastronomen gingen in Widerspruch, der wurde zurückgewiesen und anschließend ging es daher zum Gericht. Und, leider, leider, wollten sich die Gerichte in sämtlichen Verfahren der verqueren Rechtssicht der Herren Rademacher und Blumberg nicht anschließen. Hier ein Beispiel:

Das Ende der Helmut-Partys - Artikel der WAZ

Das Ende der Helmut-Partys – Artikel der WAZ

Die Gastronomen, die auf Rademacher und Blumberg hereingefallen waren, stehen nun mit Strafzahlungen von jeweils mehreren hundert Euro bei den öffentlichen Kassen in der Kreide und müssen diese berappen. Denn sonst droht die Zwangspfändung. So stellt mancher auch mal eben die Spendendose auf, wenn es aus eigener Kraft finanziell nicht reicht.

Kneipe "Mumms" in Solingen bettelt um Spendengelder

Kneipe „Mumms“ in Solingen bettelt um Spendengelder

(Quelle) Besonders auffällig ist, dass niemand derjenigen, die auf den juristischen Bockmist der Herren Rademacher und Blumberg hereingefallen sind, sich gegen diese zwei Hobbyjuristen wendet. Auch wenn formell natürlich kein Rechtsanspruch auf z. B. Schadenersatz besteht. Ein paar deftige Worte wären vermutlich die passende Antworte auf das dumme Geschwätz der beiden Hobbyjuristen gewesen. Denn schließlich haben diese beiden immer im Internet monatelang offensiv ihre Idee als absolut sicher und juristisch einwandfrei propagiert:

Gerald Rademacher aus Düsseldorf lädt zur "Helmut-Party"

Gerald Rademacher aus Düsseldorf lädt zur „Helmut-Party“

Sogar eine angebliche Stellungnahme eines „Anwalts“ wurde als Unbedenklichkeitsbescheinigung präsentiert. Leider fehlte darauf ein ganz kleine Kleinigkeit: Der anwaltliche Briefkopf anhand dessen der Autor dieses „Rechtsgutachtens“ identifizierbar gewesen wäre. Ganz abgesehen davon ist der angebliche „Anwalt“ nicht einmal in der Lage gewesen, die Abkürzung des Nichtraucherschutzgesetzes NRW („NiSchG NRW„) korrekt zu verwenden. Stattdessen nennt er es „NiRSchG.“ Als „Anwalt“ sollte man zudem schon wissen, dass Gesetzesabkürzungen in der deutschen Gerichtssprache keinen Punkt am Ende besitzen. Von den unzähligen schweren Interpunktions- und Formulierungsfehlern in dem Text einmal ganz abgesehen. Ich gehe daher davon aus, dass die angebliche „anwaltliche Stellungnahme“ von Blumberg oder Rademacher selbst verfasst wurde.

Derlei Irreführung würde, so sie zur Erlangung eines Vermögensvorteils diente, wohl glatt als Betrug qualifiziert werden. Ich würde, wäre ich den beiden Superjuristen Blumberg und Rademacher auf den Leim gegangen, ihnen ordentlich „Zunder geben“. Aber da tut sich offenbar wenig seitens der Geprellten. Fazit: So sind sie eben die Genussfreunde: Gegen Rauchgegner wird gepöbelt, dass es kracht. Aber die wahren Schuldigen aus den eigenen Reihen lässt man in Ruhe. Auch eine Art mit dem Problem umzugehen.

 

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Kai Schwarzer (Köln): Aggressive Pöbelei gegen Lehrer

Kai Schwarzer ist wieder ausgerastet. Der hochaggressive Raucheraktivist hat bekanntermaßen ein Problem mit Lehrern. Besonders wenn sie gegen das Rauchen auftreten. Dann flippt der Kölner Busfahrer regelrecht aus. An einem Tag muss der Mann vor Jahresfrist wie im Rausch an einem Vormittag ein halbes Dutzend E-Mails an meine Schule geschickt haben, in denen er sich über meine privaten rauch(er)kritischen Veröffentlichungen beschwert hat. Jetzt hat er einen Lehrerkollegen erwischt:

Kai Schwarzer: Ach das wollte ich doch noch erzählen: Heute nachmittag bin ich mit meinem Schulbus zur XXXX-YYYYY-Schule in Köln-ZZZZZZZZZZZZ gefahren, um dort meine Fahrgäste ab zu holen. Da ich 30 Minuten vor der Zeit da war, habe ich mir auf dem Schulbusparkplatz eine Zigarrette angezündet. Aufeinmal kam der Schulleiter dieser Anstalt daher und brüllte in einem richtigen Kommandoton:“Auf der Stelle machen Sie Ihre Zigarrette aus sonst zeige ich Sie an! Das kostet Sie dann 2000€ Geldstrafe.“ Das war für mich der Beweis dafür, dass man um Pauker (Lehrer) zu werden wohl den absoluten Sockenschuss haben muss. Anscheinend ist das in diesem Berufsstand eine unverzichtbare Einstellungsvorraussetzung!

Aber Kai hat noch nicht fertig:

Kai Schwarzer: Ob er die Befugnis hat weiss ich nicht. Auf jedenfall bin ich mit Sicherheit volljährig, ansonsten dürfte ich nicht als Schulbusfahrer arbeiten. Aber wie gesagt, dieser Berufsstand muss durchgängig bekloppt sein! Das beweist ja auch ein versoffenes Schwein aus Rheinland-Pfalz, der wohl vielen bekannt sein dürfte und als Lehrer tätig ist.

Man ahnt es, jetzt kocht Kai regelrecht über. Denn nachdem Hans-Joachim Schanz ihm erklärt hat, dass man dem Schulleiter doch ruhig „eine einschenken“ dürfe, hat Kai sein Stichwort gefunden:

Kai Schwarzer: Eine einschänkein ist grundsätzlich eine Gute Idee, nur waren da zu viele Zeugen. Aber ich habe sein Autokennzeichen. Vielleicht gelingt es mir ja heraus zu finden, wo der Arsch wohnt und dann unterhalte ich mich einmal mit dem.

(Quelle für die durch Kai Schwarzer ausgebrachten Beleidigungen) Was mir Sorgen macht: Der Mann fährt hauptberuflich u. a. Schüler. Dies impliziert als Grundvoraussetzung ein besonders hohes Verantwortungsbewusstsein, Ruhe und Zurückhaltung. Gerade im Straßenverkehr haben aggressive Personen nichts zu suchen. Von Kai Schwarzer sind jedoch seine verbalen Ausraster und seine öffentlich vorgetragenen Gewaltphantasien u. a. in meinem Blog gut dokumentiert, z. B.in diesen Artikeln:

Personen wie Kai Schwarzer, bei denen jederzeit mit extremen Aggressionen zu rechnen ist, gehören nicht hinter das Volant eines Busses. Definitiv nicht. Die Schulleitung der von Schwarzer angefahrenen Schule vor deren Toren er seinen Ausraster hatte, habe ich jedenfalls über die von Schwarzer ausgebrachten Beleidigungen informiert. Ich hoffe, dass diese das Busunternehmen kontaktiert, für das Kai hinter dem Lenkrad sitzt und Herr Schwarzer demnächst wieder Bus fährt. Aber weiter hinten im Fahrgastraum und nicht hinter dem Lenkrad.

 
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Verfasst von - 10. März 2015 in Kai Schwarzer, Köln

 

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