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„Netzwerk Rauchen“ und der Kabarettist Wilfried Schmickler: „Hirnverbrannter Schwachsinn“ als solcher erkannt

25 Feb

Das „Netzwerk Rauchen“ hat sich mal wieder bis auf die Knochen blamiert: Der Kabarettist Wilfried Schmickler hat offenbar die Webseite dieses aggressiven Splittergrüppchens entdeckt und eine ziemlich böse Abhandlung darüber als Podcast gesprochen:

http://www1.wdr.de/radio/podcasts/wdr2/audiowilfriedschmicklerrauchenevwdrkabarett100-audioplayer.html

Insbesondere ereifert sich Schmickler über Äußerungen des „Hetzwerkes“, nach welchen Raucher als „systematisch ausgegrenzte Bevölkerungsgruppe“ dargestellt werden, denen man nun auch noch die „letzten Rechte“ absprechen will. Damit ist, das weiß jeder, der die kruden Veröffentlichungen dieses aggressiven Nikotinkernetzwerkes kennt, zuvorderst das Recht auf einen frühen elenden Lungenkrebstod gemeint.

Insbesondere ereifert sich Schmickler daüber, dass die versprengte Nikotinistengruppe des Wormser Memoirenschreibers Michael Löb den Terminus „Krieg gegen Raucher“ verwendet:

Wilfried Schmickler: „Ich bin ja selbst auch Raucher, aber wenn ich so einen hirnverbrannten Schwachsinn lese, dann bleibt selbst mir die Luft weg.“

OK, das ist nicht nett. Aber wer die Veröffentlichungen von Löb und seinen Rauchgenossen kennt, weiß, dass die Aussage „hirnverbrannter Schwachsinn“ eher untertrieben ist. Löb muss nun also gegenhalten. Und, man ahnt es fast, dabei kommt noch mehr „hirnverbrannter Schwachsinn“ heraus, wenn Löb neuerlich das Fähnchen „Rauchen ist Freiheit!!!“ schwingt:

Michael Löb: Unsere klare Forderung: Es darf keine Einschränkung der persönlichen Freiheit geben. Jede Einschränkung der Freiheit ist eine Form der Gewalt.

Der Mann hat in der Tat ein schweres Problem mit dem logischen Denken. Denn es ist schon etwas eigenartig, dass er Regeln, die das Zusammenleben von Menschen in Zivigesellschaften gestalten, als „eine Form der Gewalt“ bezeichnet. Denn damit wäre jedes Gesetz, das die Freiheit des Menschen einschränkt (und das tut nolens volens jedes Gesetz) eine Form von Gewalt.

Besonders abstrus ist dabei, dass Löb von Hause aus Jurist ist, es also eigentlich besser wissen sollte. Denn dort wo Gesetze fehlen, die Freiheit der perversen Lesart des Lungenkrebsfreundes aus Worms (der Gegner auch schon mal „freiheitsliebend“ mit Strafanzeigen angreift, wenn ihm eine Karikatur seiner Person nicht gefällt) also maximiert sein müsste, greift genau die Gewalt in Form des „Rechtes des Stärkeren“ durch und macht alle zivilgesellschaftlichen Normierungen obsolet. Diese Distanzierung von rechtsstaatlichen und zivilgesellschaftlichen Sichtweisen mag erklären, warum er heute nicht den Beruf des Juristen ausübt, den er einst erlernte, sondern sich als freiberuflicher Memoirenschreiber verdingt. Wer so ein offenkundiges Problem mit Normen hat, sollte vielleicht besser nicht als Teil der Rechtspflege auftreten.

Ganz abgesehen davon, dass der Chef des Nikotinikervereins aus Worms immer noch nicht verstanden hat, dass die Freiheitsrechte des einen dort enden wo er in die Rechte anderer einzugreifen beginnt. Für den Kettenraucher Adolfs, dessen Fall nun vor dem LG Düsseldorf neu verhandelt werden muss, bedeutet dies, dass eben dieses Gericht feststellen muss, inwieweit der Gestank, den er unzweifelhaft produziert in die Rechte seiner Mitbewohner eingreift. Darüber Beweis zu erheben wird der Kerngegenstand des neuen Verfahrens von Adolfs gegen seine Vermieterin sein.

Und weiter geht der „hirnverbrannte Schwachsinn“ des Michael Löb vom „Netzwerk Rauchen“:

Michael Löb:Allein die einzelne Person kann über ihr Selbsteigentum bestimmen. Allein der Eigentümer einer Sache, so etwa einer Gastwirtschaft, einer Wohnung, kann darüber befinden wie mit ihr zu verfahren ist, wer sich darin aufhält, was er dort tun darf. Eine durch Vertrag überlassene Sache steht dem Eigentum gleich, der Mieter hat ein Besitzrecht.

Die perverse Sichtweise eines Verfechters des unbeschränkten nikotingesteuerten Egoismus würde ich sagen. Wenn jeder mit seiner Mietwohnung machen könnte, was er wollte, würde es wohl keinen Menschen geben, der noch irgendwie Wohnraum vermieten würde. Denn jeder Vermieter sähe sich dem Risiko ausgesetzt, dass der Mieter die Wohnung demoliert, ausräumt, die Bude abfackelt oder sonstwie unbrauchbar macht und damit das Eigentum der Vermieters beschädigt oder zerstört. Alles im Sinne der maximierten Freiheit, versteht sich.

Löb scheint nicht zu merken, was für einen, ich zitiere Herrn Schmickler, „hirnverbrannten Schwachsinn“ er da schreibt. Aber diese kranke Ideologie ist seitens des Netzwerk Rauchen gut bekannt: Hemmungsloser, ungezügelter Egoismus für das vermeintliche Recht auf den frühen Nikotintod. Rücksichtnahme auf andere? Fuck YOU! „Wir wollen rauchen bis zum Tod!“, das dürfte alles sein, was diese Raucherradikalinskis umtreibt.

Michael Löb: Wir also treten radikal ein für die Freiheit. (Zur Quelle dieses „hirnverbrannten Schwachsinns“)

Eines muss man Löb lassen: Für einen Schenkelklopfer reicht es bei ihm immer. „Freiheit“? Ein schlechter Witz. „Wir treten ein für Nikotinsucht, Schwerstabhängigkeit, Morbidität und Tod!“ Das ist, was auf dem nikotingelben Fähnlein des „Netzwerk Rauchen“ steht. „Freiheit“ ist diesen Leuten sowas von sch….egal.

Fazit: Ein Rechtfertigungsversuch, der glatt in die Hose ging. Wie alles, was Löb und seine hochaggressive Truppe jemals angepackt haben. Aber durchaus einen Lacher wert.

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7 Antworten zu “„Netzwerk Rauchen“ und der Kabarettist Wilfried Schmickler: „Hirnverbrannter Schwachsinn“ als solcher erkannt

  1. Noch_ein_Leser

    25. Februar 2015 at 23:22

    Mein Lieblingssatz ist „Am Ende dieses Weges wird niemand mehr mit Gewalt anderen seinen Willen aufzwingen.“!

    Möge es so kommen! 😉

     
  2. Noch_ein_Leser

    25. Februar 2015 at 23:31

    Ist ist eigentlich ganz einfach, den Hetzwerkern eine Freude zu machen:

    http://forum.netzwerk-rauchen.de/cgi-bin/YaBB.pl?num=1190712582/30#37

    Sympathische Leute!

     
  3. Destruxol

    26. Februar 2015 at 13:47

    Mensch Peter, hättest du nicht noch ein paar Tage warten können?

    Irgendwer ( 😀 ) hatte dem Blumberg im Geheimen gesteckt, dein Blog wäre von Hackern lahm gelegt worden. Und weil der Blumi alles glaubt, hat er das Ganze natürlich sofort veröffentlicht:

    https://rachowundco.wordpress.com/2015/02/25/peter-rachow-klappe-zu-affe-tot/

    Leider hat er durch deinen Beitrag zu früh gemerkt, dass er reingelegt wurde und hat ihn wieder gelöscht. Aber ich hätte noch eine Kopie auf der Festplatte liegen, falls jemand Bedarf hat 😀

     
    • peterrachow

      26. Februar 2015 at 14:38

      Na, immer her damit! Das gibt die nächste Story. Hast Du zufällig auch den zeitsynchronen Eintrag auf „RiD“ mit dem Blumi seine neuesten Beleidigungen jeweils ankündigt? Wäre interessant!

       
  4. Dave Berg

    27. Februar 2015 at 10:08

    >Wenn jeder mit seiner Mietwohnung machen könnte, was er wollte, würde es wohl keinen Menschen geben, der noch irgendwie Wohnraum vermieten würde. Denn jeder Vermieter sähe sich dem Risiko ausgesetzt, dass der Mieter die Wohnung demoliert, ausräumt, die Bude abfackelt oder sonstwie unbrauchbar macht und damit das Eigentum der Vermieters beschädigt oder zerstört. Alles im Sinne der maximierten Freiheit, versteht sich.<

    Ein Raucher in der vermieteten Wohnung und du kannst eigentlich sofort einen wirtschaftlichen Totalschaden verbuchen! Wer schon mal eine Raucherwohnung sanieren musste weiß, was ich meine. Und sowas fällt auch noch unter "bestimmungsmäßiger Gebrauch einer Mietsache"! Leider ist ein entsprechender Passus im Mietvertrag, der das vollquarzen untersagt, unzulässig.
    Soviel zum Thema "der Eigentümer soll bestimmen…")

     
    • Nieraucher

      27. Februar 2015 at 17:22

      Zum Glück riecht man einen Raucher bereits 3 km gegen den Wind, zum Glück bin ich bei den Besichtigungen in der Regel anwesend und zum Glück gibt es in der Regel mehrere Interessenten und zum Glück sind Nichtraucher in der Regel besser betucht und auch sonst schlicht „attraktiver“ bei der Selbstauskunft, so dass man noch nicht mal das Rauchen als Grund für die Absage nennen muss. 😉

       

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