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Archiv für den Monat Februar 2015

Nachruf

Ein Beitrag von Destruxol

Der Bildschirm zeigt eine waagrechte Linie, begleitet von einem langgezogenen Piepton und dem betroffenen Kopfschütteln des Notarztes. Der Patient zeigt keine Herz- und Hirnaktivitäten mehr. Tot, aus, vorbei. „Wären wir eher gerufen worden, hätten wir vielleicht noch etwas machen können.“ wird der Notarzt noch sagen, bevor er seinen Koffer ins Auto lädt und abfährt. 2 Tage später steht die Todesanzeige in der Zeitung.

Wir trauern um das Komitee zur Wahrung der Bürgerrechte e. V."

Wir trauern um das „Komitee zur Wahrung der Bürgerrechte e. V.“ – Möge es in Frieden ruhen!

Das Leben des Komitees, es war kurz und erfüllt. Gegründet im August 2013, der Hochzeit des Raucherwiderstands, war es ein angesehenes Mitglied im Reigen der Rauchervereine.

Zentrales Organ des Komitees waren dabei die sogenannten «Pressemitteilungen». Davon hat das Komitee während seiner kurzen Schaffenszeit von 16 Monaten immerhin 9 (!) Stück auf die Homepage und auf Facebook gestellt, aber tatsächlich in der Presse abgedruckt wurden sie nie. Verantwortlich für die Schriftstücke waren die sogenannten Presseräte, die dieser Aufgabe allerdings im Juni 2014 das letzte Mal nachgekommen sind.

Dabei hat das Komitee noch viel mehr zu bieten. Im September 2014 waren es vorrangig die Mitglieder des Komitees, die in einem organisierten Mini-Shitstorm gegen das Volksbegehren von NRW-Genießt hetzten und es damit schließlich zu Fall brachten. Auch hier vergeblich. Die Medien berichteten zwar über den Niedergang des Volksbegehrens, aber würdigten die Leistung des Komitees dabei mit keiner Silbe. Für uns Nichtraucherschützer unverständlich!

Auch bei den Demonstrationen war das Komitee stets bemüht, die Ziele im Wesentlichen zu erreichen. Erinnern wir uns an den ersten Demoaufruf zur «Landesweiten Zentraldemo» am 14. September 2013 in Düsseldorf. Das Ziel von 10.000 Demonstranten wurde zwar klar verfehlt, aber wenigstens war die Demo nicht so schlecht besucht wie die beiden letzten Veranstaltungen des Komitees im Mai 2014. Wobei bei der verpatzten Wahlveranstaltung im Brückenforum Bonn immerhin das Komitee vom Bonner General-Anzeiger als Mitveranstalter erwähnt wurde!

Und so sitze ich vor dem PC und frage mich, wie wohl in Zukunft ohne Komitee sein wird? Es ist schwer vorstellbar. Aber wenn ich die Homepage besuche, dann tauche ich ein in die gute alte Zeit. Der Kalender zeigt noch immer die letzten 3 Monate des Jahres 2014, ganz so, als wäre der tragische Tod des Komitees niemals eingetreten. Ich lese die Ankündigung, dass man für das Jahr 2014 noch Konzerte in Düsseldorf und NRW plant und freue mich sogar darauf, obgleich mir auch schmerzlich bewusst ist, dass es diese Konzerte nicht geben wird.

Weniger schön dagegen der Anblick der verlassenen Facebookgruppe des Komitees. Während man hier früher feingeschliffene Pressemitteilungen und anregende Diskussionen gegen das Rauchverbot lesen konnte, wird die Gruppe nun von abgestürzten Gestalten bevölkert, denen das Ende des Komitees arg zugesetzt hat. Ein kümmerliches Individium sticht dabei besonders ins Auge.

screenshot

Bekleidete es zu Lebzeiten des Komitees noch angesehene Ämter und durfte dessen Verlautbarungen schreiben, vergeudet es nun seine mageren Schreibkünste damit, Lügengeschichten über Nichtraucherschützer zu erfinden und diese auf pseudosatirischen Facebookseiten zu teilen.

Mit dem Gefühl des Fremdschämens wende ich mich ab. Möge das Komitee im Limbus der Rauchervereine freundlich aufgenommen werden und seine Mitglieder wieder eine sinnvollere Beschäftigung finden.

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„Netzwerk Rauchen“ und der Kabarettist Wilfried Schmickler: „Hirnverbrannter Schwachsinn“ als solcher erkannt

Das „Netzwerk Rauchen“ hat sich mal wieder bis auf die Knochen blamiert: Der Kabarettist Wilfried Schmickler hat offenbar die Webseite dieses aggressiven Splittergrüppchens entdeckt und eine ziemlich böse Abhandlung darüber als Podcast gesprochen:

http://www1.wdr.de/radio/podcasts/wdr2/audiowilfriedschmicklerrauchenevwdrkabarett100-audioplayer.html

Insbesondere ereifert sich Schmickler über Äußerungen des „Hetzwerkes“, nach welchen Raucher als „systematisch ausgegrenzte Bevölkerungsgruppe“ dargestellt werden, denen man nun auch noch die „letzten Rechte“ absprechen will. Damit ist, das weiß jeder, der die kruden Veröffentlichungen dieses aggressiven Nikotinkernetzwerkes kennt, zuvorderst das Recht auf einen frühen elenden Lungenkrebstod gemeint.

Insbesondere ereifert sich Schmickler daüber, dass die versprengte Nikotinistengruppe des Wormser Memoirenschreibers Michael Löb den Terminus „Krieg gegen Raucher“ verwendet:

Wilfried Schmickler: „Ich bin ja selbst auch Raucher, aber wenn ich so einen hirnverbrannten Schwachsinn lese, dann bleibt selbst mir die Luft weg.“

OK, das ist nicht nett. Aber wer die Veröffentlichungen von Löb und seinen Rauchgenossen kennt, weiß, dass die Aussage „hirnverbrannter Schwachsinn“ eher untertrieben ist. Löb muss nun also gegenhalten. Und, man ahnt es fast, dabei kommt noch mehr „hirnverbrannter Schwachsinn“ heraus, wenn Löb neuerlich das Fähnchen „Rauchen ist Freiheit!!!“ schwingt:

Michael Löb: Unsere klare Forderung: Es darf keine Einschränkung der persönlichen Freiheit geben. Jede Einschränkung der Freiheit ist eine Form der Gewalt.

Der Mann hat in der Tat ein schweres Problem mit dem logischen Denken. Denn es ist schon etwas eigenartig, dass er Regeln, die das Zusammenleben von Menschen in Zivigesellschaften gestalten, als „eine Form der Gewalt“ bezeichnet. Denn damit wäre jedes Gesetz, das die Freiheit des Menschen einschränkt (und das tut nolens volens jedes Gesetz) eine Form von Gewalt.

Besonders abstrus ist dabei, dass Löb von Hause aus Jurist ist, es also eigentlich besser wissen sollte. Denn dort wo Gesetze fehlen, die Freiheit der perversen Lesart des Lungenkrebsfreundes aus Worms (der Gegner auch schon mal „freiheitsliebend“ mit Strafanzeigen angreift, wenn ihm eine Karikatur seiner Person nicht gefällt) also maximiert sein müsste, greift genau die Gewalt in Form des „Rechtes des Stärkeren“ durch und macht alle zivilgesellschaftlichen Normierungen obsolet. Diese Distanzierung von rechtsstaatlichen und zivilgesellschaftlichen Sichtweisen mag erklären, warum er heute nicht den Beruf des Juristen ausübt, den er einst erlernte, sondern sich als freiberuflicher Memoirenschreiber verdingt. Wer so ein offenkundiges Problem mit Normen hat, sollte vielleicht besser nicht als Teil der Rechtspflege auftreten.

Ganz abgesehen davon, dass der Chef des Nikotinikervereins aus Worms immer noch nicht verstanden hat, dass die Freiheitsrechte des einen dort enden wo er in die Rechte anderer einzugreifen beginnt. Für den Kettenraucher Adolfs, dessen Fall nun vor dem LG Düsseldorf neu verhandelt werden muss, bedeutet dies, dass eben dieses Gericht feststellen muss, inwieweit der Gestank, den er unzweifelhaft produziert in die Rechte seiner Mitbewohner eingreift. Darüber Beweis zu erheben wird der Kerngegenstand des neuen Verfahrens von Adolfs gegen seine Vermieterin sein.

Und weiter geht der „hirnverbrannte Schwachsinn“ des Michael Löb vom „Netzwerk Rauchen“:

Michael Löb:Allein die einzelne Person kann über ihr Selbsteigentum bestimmen. Allein der Eigentümer einer Sache, so etwa einer Gastwirtschaft, einer Wohnung, kann darüber befinden wie mit ihr zu verfahren ist, wer sich darin aufhält, was er dort tun darf. Eine durch Vertrag überlassene Sache steht dem Eigentum gleich, der Mieter hat ein Besitzrecht.

Die perverse Sichtweise eines Verfechters des unbeschränkten nikotingesteuerten Egoismus würde ich sagen. Wenn jeder mit seiner Mietwohnung machen könnte, was er wollte, würde es wohl keinen Menschen geben, der noch irgendwie Wohnraum vermieten würde. Denn jeder Vermieter sähe sich dem Risiko ausgesetzt, dass der Mieter die Wohnung demoliert, ausräumt, die Bude abfackelt oder sonstwie unbrauchbar macht und damit das Eigentum der Vermieters beschädigt oder zerstört. Alles im Sinne der maximierten Freiheit, versteht sich.

Löb scheint nicht zu merken, was für einen, ich zitiere Herrn Schmickler, „hirnverbrannten Schwachsinn“ er da schreibt. Aber diese kranke Ideologie ist seitens des Netzwerk Rauchen gut bekannt: Hemmungsloser, ungezügelter Egoismus für das vermeintliche Recht auf den frühen Nikotintod. Rücksichtnahme auf andere? Fuck YOU! „Wir wollen rauchen bis zum Tod!“, das dürfte alles sein, was diese Raucherradikalinskis umtreibt.

Michael Löb: Wir also treten radikal ein für die Freiheit. (Zur Quelle dieses „hirnverbrannten Schwachsinns“)

Eines muss man Löb lassen: Für einen Schenkelklopfer reicht es bei ihm immer. „Freiheit“? Ein schlechter Witz. „Wir treten ein für Nikotinsucht, Schwerstabhängigkeit, Morbidität und Tod!“ Das ist, was auf dem nikotingelben Fähnlein des „Netzwerk Rauchen“ steht. „Freiheit“ ist diesen Leuten sowas von sch….egal.

Fazit: Ein Rechtfertigungsversuch, der glatt in die Hose ging. Wie alles, was Löb und seine hochaggressive Truppe jemals angepackt haben. Aber durchaus einen Lacher wert.

 
 

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„Fetischismus“, die Zweite…

Hardcoreraucher vom Schlage des erfolglosen Aalener FDP-Politikers Alexander Jäger mögen das Wort „Fetischismus“ in Zusammenhang mit dem Rauchen nicht. Möglicherweise deshalb, weil sie ihre Zigaretten anbeten und verehren wie archaische Stämme in den Tiefen des einen oder anderen Urwaldes ihre religiösen Fetische:

Alexander Jäger debattiert über Fetischmismus

Alexander Jäger debattiert über Fetischmismus (Quelle facebook)

Die Hardcoreraucherfraktion hat aber in einem anderen Kontext gar kein Problem, ihren Gegnern eine Form des Fetischismus zuzurechnen. Den sog. „Gesundheitsfetischismus“:

faz-net: […] Eine halbe Stunde zu spät stieß zu dieser heterogenen Runde Bert Papenfuß, der nicht nur Dichter ist, sondern auch eine Prenzlauer-Berg-Kneipier-Legende, selbst wenn der moderierende Sportmarketing-Professor bei der Vorstellung seines aktuellen Lokals Rumbalotte continua etwas ins Stottern geriet. Papenfuß fand, es gehe um kommerzielle Interessen, da sich mit Fitness heute mehr Geld verdienen lasse als mit Tabak. Im Übrigen sei er Anarchist und glaube nicht daran, dass Politik etwas anderes bewirken könne als noch mehr Politik. Diese Meinung wurde nicht weiter erörtert, wohl aber die Auffassung, dass die Gesundheit zu einem Fetisch und einem Selbstzweck werde, dass sie der Disziplinierung der Unterschichten diene und dass sie ein Symptom der Entpolitisierung sei; man könne sich schon gar nicht mehr vorstellen, dass es Gründe geben könne, sie aufs Spiel zu setzen.

Na also, geht doch. Es muss nur der richtige Fetischismus sein, dann stimmt die „pro-Lungenkrebs-Fraktion“ begeistert zu. Wie auf der in dem oben verlinkten Artikel reportierten Laberveranstaltung des „Netzwerk Rauchen“ zu der mal wieder die üblichen 2 Dutzend Hanseln erschienen waren und die immergleichen Protagonisten der „Wir wollen lieber früher als später sterben“-Ideologie auf dem Podium den bekannten Unsinn von sich gaben.

Und auch dort, wo Jäger unter dem Pseudonym „Coma_black“ jahrelang Rauchgegner übelst beleidigt hat, wird er „politisch korrekte“ Begriff des „Fetischismus“ gepflegt:

Christoph Lövenich: Überall wachen die Menschen auf (besser spät als nie), protestieren und engagieren sich. Die Verbotsgesetze in Niedersachsen und Baden-Württemberg haben bundesweit zu einer schnell nachholenden Bewusstwerdung geführt und vielen wird immer deutlicher, dass Regulierungswahn, Gesundheitsfetischismus und Lifestyle-Diskriminierung nicht beim Tabak halt machen. (Quelle)

Wir merken uns abschließend: „Raucherfetischismus“ = Iiiiiiiih-gitti-gitt!!!!, „Gesundheitsfetischismus“ = korrekte Begriffsbildung im Sinne von Freiheit und Genuss!

PS: Alex, mail doch mal Deinen alten Kumpel Lövenich an und bitte zum intellektuellen Schw….vergleich zum Thema „Fetischismus“! Muhahahahaha!

 
 

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Kranker Rauch(er)fetischmus

Bei der facebook-Gruppe „Raucher in Deutschland“ wundert einen eigentlich gar nichts mehr. Übelste Schmähungen gegen Rauchgegner, Nazivergleiche, ausländerfeindliche Hetze, alles das kann man auf dem Kanal, dessen Patienten sich als „bewusste“ und „freiheitsliebende“ „Genießer“ (miss)verstehen, regelmäßig erleben. Aber an manchen Tagen wird sogar die tägliche, schon fast zur traurigen Routine gewordene Geschmacklosigkeit noch untertunnelt. Heute ist so ein Tag. Eine „Petra Cologne“ stellt ein Foto ihrer 16-jährigen Tochter aus, die eine Zigarette raucht:

"Petra Cologne" mit perversem Rauchfetischmus

„Petra Cologne“ mit perversem Rauchfetischmus (Quelle)

In Anbetracht der Tatsache, dass das Rauchen eine extrem schädliche Verhaltensweise ist, fragt man sich dann schon, warum eine Mutter stolz ist, wenn ihre Tochter gerade dabei ist, eine schwere und in vielen Fällen tödliche Drogenabhängigkeit zu entwickeln oder bereits entwickelt hat. Man könnte fast meinen, der Mama gefällt es, wenn ihr Kind dereinst an Lungenkrebs oder einer anderen leider oft tödlichen Folge des Tabakkonsums leiden wird.

Aber der Tag ist sicher nicht mehr fern, da wird man auf facebook eine Gruppe „Fixer in Deutschland“ eröffnen und wir dürfen dann erleben, wie Beiträge gepostet werden: „Mein Sohn ist 12 und hat gerade angefangen zu drücken!“. Unterlegt natürlich mit einem Foto, wo der „stolze“ Papa oder die ebenso stolze Mama das Kind ablichtet, wie es sich gerade die Nadel aus dem Arm zieht nachdem der „Genuss“ vollzogen wurde.

 
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Verfasst von - 7. Februar 2015 in Raucherwahnsinn

 

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Rechenkünste von Nikotinikern (Ein Gastbeitrag von Destruxol)

Es ist eine nette urbane Legende, dass eine Zigarette das Leben um 7, 8 oder 11 Minuten verkürzt. Aufgekommen ist diese Legende, als man versuchte die statistisch erfassbare Lebensverkürzung von Rauchern auf eine anschauliche Zahl herunterzubrechen. Der Erfolg hält sich allerdings in Grenzen. Zwar kennt jeder Raucher heutzutage diesen Spruch, aber die erhoffte abschreckende Wirkung hat sich noch nicht eingestellt. Vielmehr machen die Raucher gerne mal ein Witzchen damit, z. B. im Netzwerk Rauchen:

Rechenkünste von Nikotinikern

Rechenkünste von Nikotinikern

Oliver behauptet also, dass er durch seinen Hamburger- und Zigarettenkonsum bereits im Jahre 1813 gestorben sein müsste und damit 165 Jahre vor seinem Geburtstag im Jahre 1978. Das findet er wohl witzig. Ich finde es dagegen witzig einmal nachzurechnen, wie viele Zigaretten und Hamburger der Oliver pro Tag konsumieren muss, damit er auf diese Zahl kommt.

Um den Rechenweg nachzuvollziehen, beginnen wir mit einer vereinfachten Aufgabe. Oliver ist laut seinem Facebookprofil im Jahre 1978 geboren und heute 36 Jahre alt. Nehmen wir an, dass er seit seinem 18. Lebensjahr täglich 20 Zigaretten und 3 Hamburger konsumiert, also ein klassisches Unterschichtsmenü. Laut Lebenserwartung.info beträgt die Lebenserwartung für Oliver ca. 69 Jahre, womit sein Tod statistisch gesehen im Jahre 2047 eintreten müsste.

In den letzten 18 Jahren hat Oliver nach unserer Annahme 131.400 Zigaretten und 19.710 Hamburger konsumiert und sein Leben damit bereits um 1.097.190 Minuten oder ca. 762 Tage verkürzt. Das sind etwas mehr als 2 Jahre. Würde Oliver jetzt den Konsum beibehalten, dann würde er laut dem Sprichwort jedes weitere Jahr 60.955 Minuten bzw. ca. 42 Tage verlieren. Um den daraus resultierenden Todeszeitpunkt zu errechnen benötigen wir folgende Formel:

2015 + X = 2045 – X * 0,116

X sind dabei die bislang unbekannte Anzahl an Jahren, die dem Oliver noch auf dieser Erde verbleiben und 0,116 die jährliche Lebensverkürzung in Jahren gerechnet. Lösen wir die Gleichung nun nach X auf:

2015 + X = 2045 – X * 0,116 | – 2015
X = 30 – X * 0,116 | + X * 0,116
X + X * 0,116 = 30
1,116 * X = 30 | / 1,116
X = 26,882

Damit würde Oliver der Tod im Jahre 2041 im Alter von 63 ereilen. D. h. er hat nach 45 Jahren ungesunden Konsums gerade einmal 5 bis 6 Jahre seiner Lebenserwartung verloren. Um jetzt auf die 234 Jahren verlorenen Jahre aus dem Spruchbildchen zu kommen, müsste er also deutlich mehr als 20 Zigaretten und 3 Hamburger konsumieren.

Für die Berechnung der theoretischen Konsummenge gehen wir wieder davon aus, dass der Oliver zum Zeitpunkt seines Beitrages bereits 18 Jahre lang eine unbekannte Anzahl an Zigaretten und Hamburgern konsumiert hat. Wir gehen außerdem davon aus, dass Zigaretten und Hamburger im Verhältnis 20 : 3 konsumiert werden.

Zwischen der statistischen Lebenserwartung und dem „errechneten“ Todeszeitpunkt liegen 234 Jahre bzw. 85.410 Tage oder 122.990.400 Minuten. Bei 20 Zigaretten und 3 Hamburgern am Tage würde das Leben bei 18 Jahren Konsum um 1.097.190 Minuten verkürzt werden. Durch eine einfache Division kommen wir nun auf den Faktor 112, mit dem wir unseren ursprünglichen Konsum multiplizieren müssen.

Damit wären wir dann bei 2.240 Zigaretten und 336 Hamburgern pro Tag!

 
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Verfasst von - 6. Februar 2015 in Uncategorized

 

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Ronald Blumberg: Reingefallen!

Ronald Blumberg, der aggressive Raucheraktivist aus Radevormwald, der seine Gegner gerne mal als „Ratten“ oder „Nazis“ schmäht und gegen seine Meinungsgegner das Mittel der Rufschädigung per „Dienstaufsichtsbeschwerde“ als adäquat erachtet, ist nicht der Mensch, dessen Meinungsbeträge man als „intellektuell brilliant“ bezeichnen würde, das ist bekannt. Jetzt ist der Mann auch noch auf eine alte „urban legend“ hereingefallen:

Ronald Blumberg: Richtig, Ramona! Die Bezeichnung ‚Raucherbein’ hat ursprünglich nichts mit dem Rauchen zu tun. Sie ist auf den Namen des österreichischen Internisten zurückzuführen, der zum ersten Mal die Diagnose des Verschlusses der Beinarterie stellte, eine Erkrankung, die auch bei Nichtrauchern vorkommt. Er hieß Franz Ferdinand Raucher, 1864 bis 1930. Raucher sind zwar für eine PAVK besonders anfällig, da sich durch den Nikotinkonsum die Arterien verengen. Aber auch durch andere Krankheiten, wie Diabetes, Bluthochdruck oder eine Fettstoffwechselstörung können eine Arterienverengung verursachen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Angiologie treffen bei mehr als 80 Prozent der PAVK-Patienten ein oder zwei dieser Risikofaktoren zu. Bei den restlichen Patienten spielen das Alter, das Geschlecht oder Vererbung eine Rolle. (Quelle)

Ich gehe nicht davon aus, dass Blumberg einen Pschyrembel besitzt. Hätte er dort nämlich nachgeschlagen, hätte er gesehen, dass der Name „Franz Ferdinand Raucher“ dort nicht verzeichnet ist. Im Gegensatz zur Loriotschen Steinlaus. Beide haben allerdings nie existiert.

Und auch ohne Pschyrembel hätte einfaches Googlen nach „paVK“ genügt:

netdoktor.de: Raucherbein ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) in den Beinen. Denn das Rauchen gilt als wichtigster Risikofaktor für die pAVK. Bei einer pAVK bilden sich aufgrund von Arterienverkalkung (Arteriosklerose) Engstellen in den Arterien.

Zur paVK kommt es also nicht durch den vasokonstriktorischen Effekt des Nikotins sondern durch Ablagerungen in den Gefäßen aufgrund der inkorporierten Schadstoffe des Tabakrauches. Ich hätte allerdings auch nicht erwartet, dass Blumberg dieser Unterschied irgendwie einsichtig ist.

 

 

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