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Ronald Blumberg, Petra Olbertz, Charlie und Pegida.

10 Jan

Es ist wieder was los, in der militanten Facebook-Gruppe „Raucher in Deutschland“. Nach endlosen und gähnend langweiligen „Guten-Morgen“- „Guten-Mittag“- „Gute-Nacht“- und anderen Grüßen, dem beständigen Feiern des Freitags als besten aller Wochentage und anderer Banalitäten mehr, kommen die Gruppenadmins Blumberg und Olbertz endlich wieder mal raus aus ihrer Lethargie.

Ronald Blumberg versucht sich in einer neuen Rolle. Nach Nazi- und Rattenvergleichen, mit denen er über Rauchgegner herzog, dilettiert der gescheiterte Werkzeughändler aus Radevormwald nun in allgemein-philosophischen Aussagen zum Zeitgeist und zur Politik. Er gibt uns dabei den weitgereisten polyglotten Zeitgenossen. Und dies natürlich mit dem gleichen intellektuellen Gehalt wie seine Schmähungen gegen Rauchgegner :

Ronald Blumberg: Durch meine Arbeit bedingt, habe ich über Jahrzehnte hinweg den Nahen- und Mittleren Osten bereist. Ich habe dort Gutes und Böses erlebt, aber ein Beispiel steht mir immer noch vor Augen, als ein Reisender aus dem selben Flieger wie ich in Riyadh (Saudi Arabien) am Zoll verhaftet wurde, weil er 2 Bibeln im Gepäck hatte. Begründung: Einführung von staatszersetzendem Propagandamaterial …

Gleichzeitig wird hier eine Moshee nach der anderen hochgezogen, ein „Kulturhaus“ folgt dem nächsten … (Quelle)

OK, für mehr als einen ziemlich dämlich hinkenden Vergleich reicht es bei Herrn Blumberg offenbar nicht. Saudi-Arabien ist ein radikal-islamischer Staat salafistischer Prägung mit absolutistischer Herrschaftsstruktur in dem obendrein die Scharia gilt. Also so ziemlich das undemokratischste gesellschaftliche Konstrukt, was man sich vorstellen kann. Von Nordkorea vielleicht mal abgesehen.

Deutschland dagegen ist eine Demokratie und ein Rechtsstaat westlicher Prägung mit einem etwas anderen Wertesystem. Dass in unserem Land daher Glaubensdinge toleranter behandelt werden als in dem Saudi-Staat, ist fast zwingend. Insofern zeigt Blumberg nur, dass er es kaum vermag, weiter als bis zur nächsten Ecke zu denken. Allerdings reicht es bei dem Herrn allemal für eine islamfeindliche Grundpositionierung. Genau das, was man in der von ihm administrierten Facebook-Gruppe „Raucher in Deutschland“ mit ihrem dumpf-drögen rechten Weltbild gerne liest. Und da kommt das dümmliche Gefasel von jeder Ecke an der gerade eine Moschee (Schreibweise beachten, Ronnie!) gerade recht.

Lassen wir Blumberg noch etwas weiter plappern:

Ronald Blumberg: Hatten wir das nicht schon mal? Und ich denke jetzt nicht an die „braune Zeit“, sondern aktuell, hier in NRW, bzw. ganz Deutschland, und durch alle Parteien durch, nicht nur von Rot-Grün?

Mir kommt es so vor, als will man uns nun sogar unser verfassungsrechtlich verbrieftes Recht der freien Meinungsäußerung nehmen, und spätestens jetzt sollten ALLE auf die Straßen gehen. Entweder auf die Pro- oder Contra – Pegida, aber tragt Transparente mit den Problemen, die EUCH persönlich beschäftigen. Teilt eure Meinung öffentlich mit!

Oha, das lässt aufhorchen. Ronald Blumberg als Hüter des Rechtes der freien Meinungsäußerung. Als ich diese Zeilen von dem Mann aus Radevormwald lesen durfte, bin ich vor Lachen vom Stuhl gekippt. Denn mit der freien Meinungsäußerung anderer geht Blumberg lange nicht so achtsam um. Wenn ihm diese nicht passt, versucht er schnell, diese unliebsamen Äußerungen zu unterdrücken. Fallweise greift der verhaltensauffällige Raucheraktivist dann auch mal zum Mittel der „Dienstaufsichtsbeschwerde“, um seine diffamierenden Äußerungen bei meinem Dienstherrn abzuladen. Das Ganze natürlich, um mich streng im Sinne der „Freien Meinungsäußerung als verbrieftes Grundrecht“ und dem Recht, seine „Meinung öffentlich mitteilen“ zu können, mundtot zu machen. Allerdings mit sehr wenig Erfolg.

Ronald Blumberg - Versuch einer Denunziation

Ronald Blumberg – Versuch einer Denunziation

Denn mit dem Randproblem, dass es keine Rechtsgrundlage für die Statthaftigkeit einer derartigen denunziatiorischen „Beschwerde“ gibt, die überdies auch keinerlei dienstlichen Bezug aufweist, muss sich Hobbyjurist Blumberg aber nicht auseinandergesetzt haben. Aber immerhin kann man sehen, welche Bedeutung der Mann, der sich auch mal „Rader Raucher“ nennt, der Meinungsfreiheit zumisst. Erheiternd finde ich es jedenfalls, dass meine Blogeinträge den Herrn jedes Mal gut „auf Speed“ bringen. 😉 Und das wird auch so bleiben.

Jetzt zu einer anderen Raucheraktivistin, der allseits bekannten Petra Olbertz aus Düsseldorf. Sie sprang, nach dem verabscheuungswürdigen Mordanschlag zweier durchgeknallter Islamisten auf die Redaktion des Satiremagazins Charlie Hebdo in Paris schnell auf den Zug „Je suis Charlie“ auf. Zwei Tage später änderte sie ihr facebook-Profilfoto dann von dem Schriftzug „Je suis Charlie“ in ein Bild von Charlie Chaplin.

Petra Olbertz - Verunglückter Versuch

Petra Olbertz – Verunglückter Versuch

Liebe Petra, Du musst jetzt tapfer sein. „Charlie Hebdo“ hat nichts mit Charlie Chaplin zu tun. Das Magazin leitet seinen Namen von der Comicfigur Charlie Brown der „Peanuts“ des Zeichners Charles M. Schulz ab. Musst Du aber nicht unbedingt wissen. Ganz abgesehen davon, dass die Aussage „Je suis Charlie“ ein eindeutiges Bekenntnis zur Meinungsfreiheit darstellt, was ich Euch in Eurer Gruppe „Raucher in Deutschland“ eben nicht abnehme. Dort treffen sich bekanntermaßen eine Menge Leute, die mit der Meinung anderer, besonders wenn sie von der eigenen abweicht, ganz erhebliche Probleme haben. Und wirklich „tolerant“ sind die wenigsten Mitglieder dieser Gruppe auch nicht. Nur dass sie eben nicht zur Kalaschnikov greifen sondern zu Schmähungen, Beleidigungen und Herabwürdigungen ihrer Gegner.

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2 Antworten zu “Ronald Blumberg, Petra Olbertz, Charlie und Pegida.

  1. Ecce homo

    11. Januar 2015 at 00:45

    Auch den weltoffeneren Blick eines Weitgereisten nimmt man dem R. Blumberg nicht ab, nachdem er seine knappen Ausführungen zum Studium dreier herausragender religiöser Werke abgeschlossen und schwuppdiwupp ins Fahrwasser der Islamismus-Monokausalisten abgedreht hat. Es ist eigentlich völlig egal, was er zu dem Thema schreibt, denn seine selbstgestellte Aufgabe besteht ja darin, immer wieder auf die hierzulande so schnöde unterdrückte (Rauch)Freiheit zu kommen. Er würde jedem nach dem Munde reden, bei dem er sich hier Unterstützung verspricht.

     

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