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„Netzwerk Rauchen“ – Neues aus der Bedeutungslosigkeit

15 Nov

Das „Netzwerk Rauchen“, eine ebenso unbedeutende wie aggressive Splittergruppe des Lungenkrebsfanatismus, hat sich mal wieder zu Wort gemeldet und veröffentlicht anlässlich der „Bundesmitgliederversammlung“ ein Pamphlet, das vom Maß der Selbstbeweihräucherung kaum noch Wünsche offen lässt. Und bereits beim ersten Querlesen erkennt man: Realismus ist nicht gerade die Kernkompetenz von Nikotinfanatikern.

Netzwerk Rauchen e.V. hat am vergangenen Wochenende in Worms einen neuen Vorstand gewählt.

Stellvertreter des wiedergewählten Bundesvorsitzenden Michael Löb (Worms) ist nun der Luxemburger Aktivist Luc Hinterscheid, Vorsitzender des A.D.D.L.F.C. (Association pour la Défense des Droits et Libertés Fondamentales des Citoyens) (Quelle)

Luc Hinterscheid aus Luxemburg muss also fortan den zweiten Vorsitzenden dieser vollkommen überflüssigen Organisation geben. Der bekannte Nikotinaktivist findet nun im „Netzwerk Rauchen“ endlich eine angemessene Heimstatt, denn zumindet im Bezug auf das Ausbringen von Beleidigungen kann der Mann aus Luxemburg es locker mit seinen Mitstreitern aufnehmen:

Luc HInterscheid aus Luxemburg beleidigt GRÜNEN Politiker

Luc HInterscheid aus Luxemburg beleidigt GRÜNEN Politiker (Quelle)

Und jetzt kommt es knüppeldicke. Ein neuer Mann betritt die Bühne, aber nicht er als Person ist der Schenkelklopfer, sondern was man mit ihm verknüpft:

Die Finanzen des Vereins betreut künftig Reinhold Weißmann aus Taunusstein, der seine Führungserfahrungen künftig dem Vereinsziel, der Verteidigung der Menschenrechte, zur Verfügung stellt.

Der sich hinter der Formulierung, Herr Weißmann würde fortan zur „Verteidigung der Menschenrechte“ einen Beitrag leisten verbergende Größenwahn hat mich dann doch etwas erstaunt. Die Herren vom „Netzwerk Rauchen“ wollen also tatsächlich die Menschenrechte verteidigen? Man glaubt es kaum, aber es scheint so zu sein. Als ob Lungenkrebs und Raucherbein ein Menschenrecht seien.

Schauen wir uns daher doch einmal an, wie „der Kampf für Menschenrechte“ nach der Lesart des Netzwerk Rauchens definiert ist. Zum einen werden Gegner des Rauchens in den 10 Jahren des Bestehens dieser Pro-Lungenkrebs-Organisation regelmäßig in den Foren dieses Vereins auf das Übelste verunglimpft, beleidigt und verleumdet. Die einschlägigen Blogs der Nikotingegner (insbesondere raucherwahnsinn.de) haben dies über Jahre minutiös dokumentiert.

So sehen also „Menschenrechte“ aus, wie sie das „Netzwerk Rauchen“ definiert. Oder halt, nein, es muss anders sein. Denn das einizge „Menschenrecht“, das diese verhaltensauffällige Truppe retten will, ist das Recht, seine Tabakdrogen immer und überall konsumieren zu dürfen. Ohne Rücksicht auf die Belange anderer. Ob es sich dabei allerdings um ein „Menschenrecht“ handelt, dürfte äußerst fraglich sein.

Rede- und Meinungsfreiheit, ein anderes Menschenrecht, gelten natürlich auch immer nur für einen selbst. Meinungsgegner werden radikal aus den Foren dieses Vereins geworfen, aber erst nachdem man sie nach Strich uznd Faden beleidigt hat. Und im Extremfalle beleidigt man sie erst und nach dem Forenrauswurf und kritischen Äußerungen auf anderen Netzplätzen verklagt man sie vor Gericht auf Unterlassung der unliebsamen Äußerungen. Was dann aber wirklich regelmäßig schief geht.

Das Team wird mit neuen Strategien die bedrohten Freiheitsrechte der Bürger verteidigen und wiederherstellen, erklärte Luc Hinterscheid: „Wir haben neue Strategien entwickelt, die bislang noch niemand angewendet hat, zumindest nicht in dieser Art und Weise. Sie werden verstehen, dass wir Einzelheiten nicht verraten wollen.“

Man darf nun wirklich gespannt sein, was diese dubisoe Organisation nun aus dem Hut zaubern will. Nach 10 Jahren vollkommener Erfolglosigkeit wäre es nun einmal an der Zeit, einen echten Erfolg im Kampf gegen den „Nichtraucherterror“ verbuchen zu können. Aber ich habe da meine Zweifel. Insbesondere die letzten Jahre sind für den krebsaffinen Kleinstverein aus Worms nicht gerade sehr erfolgreich gewesen. Man hat kein einziges Nichtraucherschutzgesetz verhindert, ein eigenes Volksbegehren gegen den Nichtraucherschutz in NRW scheiterte kläglich und man erging sich stattdessen in kleinem Hickhack und wechselseitigen Schuldzuweisungen mit anderen Organisationen des „sozialverträglichen Frühabelebens“.

Und so habe ich das Gefühl, als ob die notorischen Verlieren um den Wormser Michael Löb auch zukünftig kaum mehr zu Stande bringen werden, als sich permanent in der Öffentlichkeit lächerlich zu machen und sich bis auf die Knochen zu blamieren. Wenn sie es denn nicht vorziehen, sich vorher ihrem eigentlichen Lebenszweck anheim zu geben, dem „sozialverträglichen Frühableben“. Wie weiland der Vorsitzende einer bekannten Rauchersplitterpartei, der zu Lebzeiten im Forum des „Hetzwerkes“ kräftig mitbeleidigte, diese überaus schöpferische Tätigkeit aber leider kurz vor Vollendung des 60. Lebensjahres jäh einstellen musste, weil er „plötzlich und unerwartet“ (wobei bei Rauchern diesbezüglich „unerwartet“ eher weniger vorliegen dürfte) von seinem politischen Amt entbunden wurde.

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7 Antworten zu “„Netzwerk Rauchen“ – Neues aus der Bedeutungslosigkeit

  1. Erwin Kater

    15. November 2014 at 11:03

    Das folgerichtige Ergebnis dieser Entwicklung, die man auch bei anderen Rauchergruppen beobachten kann, wird sein, von Seiten der Raucher einen eigenen Staat mit eigener Geschichte auszurufen, damit „Soll“ und „Ist“ (aus deren Sicht) nicht so schamlos auseinanderklaffen.
    Einige Mitglieder, die die Bundesrepublik Deutschland nicht als legitimen Staat anerkennen wollen, gibt’s dort ohnehin schon. 😉

     
  2. NR aus Österreich

    22. November 2014 at 09:41

    Im Netzwerk Rauchen ist leider eh fast nichts mehr los. Richtig ab ging’s dafür gestern auf der Facebook-Seite der Grünen Lanstagsfrajtion Thüringen. Herr Tachlinski hat unter fast jedem Kommentar seinen Raucherunsinn gepostet, aber lesen müsst ihr unbedingt die Antworten von Erich unter seinem eigenen Kommentar. Hier ist alles vertreten, er würde die NPD wählen, er verteidigt rechtsextreme Hooligans und schreibt offen rassistische Kommentare (bezeichnet die NRW-Bildungsministerin Löhrmann z.B. als „Islam-Sylvie“). Unbedingt lesen!! https://m.facebook.com/comment/replies/?ctoken=611980375590867_612501065538798&count=23&ft_ent_identifier=611980375590867&gfid=AQARIdNvo2iPi_WN

     
    • Nieraucher

      22. November 2014 at 19:16

      Der wurde wohl schon gelöscht.

       
      • peterrachow

        22. November 2014 at 19:32

        Stimmt. Am besten ist es, immer gleich bei Sichtung einen Screenshot zu machen.

         
      • NR aus Österreich

        22. November 2014 at 19:49

        Also, für mich ist alles noch sichtbar! Erich Tachlinski hat kommentiert „Wer ich jetzt gelöscht und gesperrt ?“, unter diesem Kommentar gab es einige Antworten und später bei den Antworten unter diesem Kommentar die ganzen Entgleisungen von Erich Tachlinski. Aber vielleicht hat der Erich euch blockiert!

         
      • peterrachow

        23. November 2014 at 06:53

        Wundert mich. Blockiert haben kann der mich nicht, denn der Account bei facebook wird nur zum Lesen der Süchtigengruppen benutzt. Den kann er gar nicht kennen.

         
      • Nieraucher

        23. November 2014 at 09:29

        Das wäre der erste Raucher, der mich blockiert hätte. Bin ich doch bei vielen von denen sogar auf der Freundesliste 😉

         

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