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Wenn die „Toleranten“ plötzlich intolerant werden

06 Sep

Die „Schariah Police“ ist zur Zeit das Top-Thema in Deutschland. Islamistische Jugendliche ziehen in Großstäsdten durch die Straßen und sprechen Mitbürger auf deren vermeintlich „gottloses“ Verhalten an und wollen sie anhalten, ein „tugendhaftes“ Leben im Sinne von Allah zu führen. Allerorten empören sich die Deutschen, dass das ja wohl das Allerletzte sei. Besonders bei den „toleranten“ Rauchern stößt derartiges Betreiben auf wenig Gegenliebe:

Ronald Blumberg - Mal wieder ein Rattenvergleich

Ronald Blumberg – Mal wieder ein Rattenvergleich

Diese exorbitante Dummheit, die Kontrollen des Rauchverbotes durch den Verein „Pro rauchfrei“ bzw. eines seiner Mitglieder mit dem Treiben der salafistischen Jugendlichen zu vergleichen, ist selbst für Blumberg etwas Besonderes. Offenbar ist der Mann geistig nicht einmal ansatzweise dazu in der Lage, zu unterscheiden, ob jemand die Einhaltung eines rechtsstaatlichen Gesetzes im Auge hat (Nichtraucherschutzgesetz) oder ob ein paar verwirrte Jugendliche im Namen Allahs religiös eifernd zu einem „tugendhaften“ Leben auffordern. Gut, Blumberg ist militanter Raucher, das entschuldigt ihn.

Besonders krass schlägt dann auch wieder der Schriftführer des besonders „toleranten“ Bodo-Meinsen-Vereins „bft e. V.“ zu, der uns allseits bekannte Roland Dittmar aus München:

Roland Dittmar Ich bin zwar gegen jede überzogenen und realitätsfremden Verbote, aber in diesem Falle würde ich sofort ein Auge zudrücken. Dann hätten Ermer, Spatz und weitere Konsorten enorme Schwierigkeiten mit Ihren selbsternannten „Raucherpolizisten“ und Denunzianten. (Quelle)

Man sieht mal wieder, die wahre „Toleranz“ der Leute um Bodo Meinsen und Roland Dittmar. Man ist dann doch schnell mit einem Verbot bei der Hand. Ist ja kein Rauchverbot. Da geht das dann schon in Ordnung.

Und auch der folgende Kommentar, der wohl eindeutig zur Gewalt aufruft, darf beim „toleranten“  „bft e. V.“ im Forum stehen bleiben:

Dieter Franz: EINSPERREN oder Ausweisen bringt Garnichts . Am besten ist ,ein paar mutige müssen denen Arme und Beine brechen. Wir sind in Deutschland und nicht Irgendwo . (ebd.)

Genau, lieber Herr Franz. Und eben WEIL wir in Deutschland sind, und zwar in der Bundesrepublik Deutschland und nicht im sog. „III. Reich“, werden hier Menschen, die eine andere Meinung haben als man selber, eben nicht die Arme und Beine gebrochen, wie Sie das vorschlagen. Sowas nennt man nämlich „schwere Körperverletzung“ und die ist strafbar. Mal eben zu Ihrer Information, Herr Franz: Die SA marschiert seit ein paar Jahrzehnten nicht mehr. Nur, falls Ihnen das noch nicht aufgefallen sein sollte!

Ich verstehe sowieso nicht, was sich die Lungenkrebsfreunde über diese verwirrten Salafisten echauffieren. Wenn man den religiös verquasten Vortrag dieser jungen Männer nüchtern betrachtet, handelt es sich um eine freie Meinungsäußerung, die nach dem Grundgesetz Art. 5 geschützt ist. Zumindest solange diese Herren von der „Shariah Police“ niemanden in einer rechtswidrigen Weise anzugreifen oder einzuschüchtern suchen. Tun sie dies, ist der Rechtsstaat gefordert. Eine reine Ansprache von Passanten ist, solange sie deren Rechte nicht verletzt, jedoch höchstens als religiöse Glaubensäußerung aufzufassen. Und die Frage, ob das Ordnungsrecht hier eine Handhabe gibt, weil die Salafisten möglicherweise eine rechtswidrige Sondernutzung des öffentlichen Verkehrsraumes in Anspruch nehmen oder ob über das Versammlungsrecht dem Treiben Einhalt geboten werden kann, diese Entscheidung müsste man einem ordentlichen Gericht überlassen.

Leider werden Dittmar und seine Raucherkollegen nicht verstehen, dass ein demokratischer und pluralistischer Staat notwendigenfalls auch seine Grundrechte denjenigen einräumt, die damit von ihrer politischen Einstellung rein gar nichts am Hut haben. So ist das nun einmal.

Ganz nebenbei bin ich der Meinung, dass man als politischer Mensch diesen jungen Herren bei Gelegenheit ihrer Ansprache regelmäßig auch eine Gegenmeinung zu ihrem religiösen Fundamentalismus vermitteln muss. Demokraten sollten streitbar sein und den jungen Herren zeigen, dass man mit ihnen nicht konform geht. Denn unsere Demkoratie ist auch schon mit anderen Demokratiefeinden fertig geworden. Das Verschwinden der Nazipartei NPD, über die man vor ein paar Jahren noch in Zusammenhang mit einem Verbotsantrag täglich sprach, ist ein Beleg dafür. Das Abendland ist nicht in Gefahr, nur weil ein paar durchgeknallte religiöse Fanatiker mit komischen Bärten und orangenen Warnwesten durch die Stadt laufen und dummes Zeug reden.

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Ein Kommentar

Verfasst von - 6. September 2014 in Uncategorized

 

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