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Archiv für den Monat September 2014

Rücksichtslosigkeit hat einen Namen: Hans-Joachim Schanz

Hardcoreraucher scheren sich wenig um das Wohlergehen ihrer Mitmenschen. Wer nicht rechtzeitig das Weite sucht, wird rücksichtslos mit krebserregendem Aerosol vollgequalmt, dass die Schwarte kracht. Hauptsache, der Nikotinfanatiker hat sich erfolgreich seinen „Schuss“ gesetzt. Alles andere ist ihm weitestgehend egal.

Ein besonders rücksichtsloses Exemplar der Gattung „Extremraucher“ konnte man unlängst auf facebook lesen. Sein Name: Hans-Joachim Schanz. Zum Thema „Rauchen mit Kindern im Auto“ unter Bezugnahme auf eine französische Gesetzesinitiative, nach der das Rauchen im Auto verboten werden soll, wenn Kinder mitfahren, schreibt der Mann:

Hans-Joachim Schanz: Endlich mal ein triftiger Grund, meine Kinder nicht dauernd durch die Gegend kutschieren zu müssen. Dann gibt’s halt Geburtstage nur noch dann, wenn sie mitm Bus fahren, oder die anderen Eltern sie holen und bringen. Zum Doktor müssen sie dann laufen, das klappt dann schon, wenns richtig weh tut (Quelle)
Rüpelnd und rücksichtslos, so poltert sich Extremraucher Schanz durch das Internet. Warum eigentlich Rücksicht auf die eigenen Kindern nehmen wenn ihre Anwesenheit doch den eigenen „Genuss“ behindern sollte? Alles Quatsch. Hardcoreraucher Schanz weiß man es macht: Den Blagen gezeigt wo’s lang geht und wer das Sagen hat und Ruh‘ is‘!
Aber nicht nur den eigenen Kindern gegenüber ist Schanz ein echter Vorzeigepapa. Auch was Gesetzestreue betrifft ist der Mann seinen und anderen Kindern ein Vorbild:
Hans-Joachim SchanzGezielter Boykott und konsequente Gesetzesübertretungen (hab gestern erst wieder im Bierzelt ne halbe Schachtel weggequalmt und keiner hat davon Notiz genommen) sind die einzige Waffe, die mir bleibt, um nicht durchzudrehen und ausversehen mal ne Kirche oder das Finanzamt anzuzünden
Ja, solche „Mitbürger“ braucht das Land: Sozial empathisch, engagiert, am Gemeinwohl interessiert. So, und jetzt gehe ich mich mal eben wieder übergeben.
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Verfasst von - 28. September 2014 in Hans-Joachim Schanz

 

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„intertabac“ in Dortmund: Die Killerbranche stellt aus

Die „intertabac“ in Dortmund hat vor kurzem ihre Tore geöffnet. Auf der nach eigenen Angaben weltgrößten Fachmesse für Tabakprodukte präsentieren dieses Jahr fast 500 Aussteller bis zum 21. September alles, was man für den „Selbstmord auf Raten“ braucht. Ob Zigarren, Pfeifen nebst zugehörigem Tabak oder Zigaretten. Alles, was der Nikotinabhängige zur Suchtbefriedigung benötigt, ist im Angebot. Inklusive Lungenkrebs, Raucherbein, Herzinfarkt und Schlaganfall. Nur die Beerdigungsbranche ist nicht anwesend. Aber die kommt in aller Regel später zum Zuge. Und dies in aller Regel sehr diskret.

Um es einmal deutlich zu sagen: Eine Messe wie die „intertabac“ ist ein Anachronismus. Sie wirkt wie ein Dinosaurierer in der modernen Welt. Längst weiß man um die enorme Schädlichkeit des Tabakrauchens. Dutzende, meist tödliche Krankheiten sind mit dem „Genuss“ von „individueller Freiheit“ und „Selbstbestimmung“ verknüpft. Wer raucht, riskiert sein Leben, verbrennt sein Geld und begeht noch so manch andere Dummheit. Rauchen ist für den notortischen Verlierer. Es ist ein sinnloses Hobby für Menschen, die ihr Geld zum Fenster hinauswerfen um sich tödliche Krakkheiten damit zu kaufen.

Wir reservieren das Recht zu rauchen für die Jungen, die Dummen, die Schwarzen und die Armen„. So beantwortete vor Jahren ein Manager des amerikanischen Tabakkonzern RJ Reynolds die Frage, warum keiner der Manager dieses Unternehmens rauche. Dem ist eigentlich nichts hinzufügen. Außer vielleicht der Tatsache, dass sich diese menschenverachtende Branche gerade mal wieder in Dortmund trifft um weltweit neue Handelsbeziehungen für ihre tödlichen Produkte aufzubauen, neue Vertriebswege zu erschließen und neue Kunden anzufixen.

Denn diese Branche hat ein Problem. Sie tötet die Konsumenten ihrer Produkte. Alleine in Deutschland bringt die Tabakindustrie  jeden Tag über 350 ihrer treuesten Kunden um. Dies bedeutet, dass mindestens die gleiche Anzahl an jungen Kunden jeden Tag zur Droge finden muss, damit die Profite nicht einbrechen. Das ist in der Tat ein sehr ambitioniertes Unterfangen.

Und auch wenn der Zutritt zu der Killermesse in Dortmund erst ab 18 Jahren freigegeben ist: Erstens kann man auch in diesem Lebensalter noch eine tödliche Dummheit machen und mit dem Rauchen anfangen. Und zweitens treffen sich dort eben nicht nur die Jungen sondern auch die Alten aus der Tabakbranche und machen genau die Deals mit denen man die Jungen zur Kippe bringen kann. Vorzugsweise in Asien, Afrika und Südamerika. Nämlich dort, wo die Rauchergesetze lasch sind, die Menschen arm und der Tabak nur wenn überhaupt marginal besteuert wird. Dort sind die Wachstumsmärkte einer Branche, die an Skrupellosigkeit und Menschenverachtung wohl nur durch die Waffenindustrie übertroffen wird.

Der eigentliche Skandal ist übrigens, dass diese Messe in Deutschland überhaupt noch stattfinden darf. Ihr asiatischer Ableger, die „intertabac Asia“ wurde nämlich eine Woche vor Eröffnung aufgrund internationaler Proteste abgesagt. Es ist beschämend, dass derlei in Deutschland nicht passiert. Und das ist der eigentliche Skandal. Und nicht die Tatsache, dass sich fast 500 professionelle Drogendealer dort treffen, um ihre Killerprodukte an den Mann, die Frau und auch das Kind zu bringen. Sondern dass man in diesem Land immer noch Produkte anbieten darf, die bei bestimmungsgemäßem Gebrauch ihre Konsumenten töten.

 
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Verfasst von - 20. September 2014 in intertabac

 

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„Raucher in Deutschland“ – Rassistische Hetze gerade mal wieder „voll im Trend“

Dass in der facebook-Gruppe „Raucher in Deutschland“ nicht gerade die geistige Elite unseres Landes versammelt ist, ist bekannt. Im Gegenteil. Die Personen, die sich dort betätigen, dürfte man überwiegend der Unterschicht zuordnen können. Erkennbar an einer häufig hochgradig defekten Rechtschreibung und an der ebenso lautstarken wie stark vereinfachenden Behandlung von Tagesthemen lässt sich deutlich ableiten, dass differenziertes Denken bei den dort sich äußernden Damen und Herren ein eher ambitioniertes Verhalten darstellen würde. Offenbar wird es deshalb einfach unterlassen. Und wie alle Unterschichtler ist auch rassistische Hetze bei den Damen und Herren aus der genannten facebook-Gruppe an der Tagesordnung.

Die heute zu besprechende Orgie der Entleisungen kondensiert an einem Artikel aus der „Berliner Zeitung“. Dort wird ein Interview mit dem ehemaligen Richter am BVerwG Michael Bertrams geführt. Thema des Gesprächs ist die zunehmende Bereitschaft von Gruppen innerhalb der Muslime in Deutschland, ihre Streitigkeiten mithilfe von „Friedensrichtern“ auf der Basis der Scharia außerhalb des deutschen Rechtswesens zu lösen. Dies könne dazu führen, so Betram, dass sich eine Paralleljustiz in Deutschland entwickele, die einerseits das Gewaltmonopol des Staates bedrohe und die andererseits nach Rechtsgrundsätze urteile, die in unserer Verfassung keinen Platz hätten. Diese unstreitig wichtige Diskussion wird dann von den in „Raucher in Deutschland“ schreibenden Personen in übelster Weise für ausländer- und islamfeindliche Hetze missbraucht. Und zwar ohne auch nur mit einem Wort auf das Interview und die dahinter sich befindende Sachproblematik einzugehen. (Quelle)

Frank SchneidereitMir sagt auf keinen Fall irgend ein hergelaufener Molem/ Islamist was ICH in MEINER Heimat zu tun oder zu lassen habe. Wenn es denen nicht past geh do hin wo du hin gehoerst. Ein moslemisches Land Deinen Wahl, aber bitte verpisst Euch.

Herr Schneidereit erleidet hier bereits beim ersten Versuch einer Auseinandersetzung mit dem Sujet eine herbe Niederlage. Denn erstens hat weder ein „hergelaufener Moslem“ noch ein „Islamist“ ihm zu sagen, was er zu tun und zu lassen hat. In dem Text war übrigens das Thema, dass Muslime unter sich ihre Streitigkeiten in Deutschland mit der Scharia zu regeln suchen. Zumindest in Einzelfällen. Herr Schneidereit dürfte aber kaum in diese Personengruppe fallen.

Und wenn dieser „hergelaufene Moslem“ aus dem Beispiel es, zweitens, doch versuchen sollte, auf das Verhalten von Herrn Schneidereit einzuwirken, so gibt es verschiedene Rechtsmittel, dieses abzuwenden. Würde Herr Schneidereit beispielsweise, was unwahrscheinlich ist, auf der Straße von einem „hergelaufenen Moslem“ angesprochen und z. B. auf seinen nicht „halal“ gemäßen Zigarettenkonsum angesprochen, so wäre die korrekte Erwiderung, dass den „hergelaufenen Moslem“ dies eben nichts angeht. Wobei man derlei auch freundlich und ohne rassistischen Unterton sagen kann. Und damit sollte die Sache erledigt sein.Und falls nicht, gibt es Rechtsmittel, sich gegen derartige Ansprachen, so sie die Grenze der zulässigen Meinungsäußerung verlassen, zu erwehren. Ganz abgesehen davon, dass Herr Schneidereit in seinem Kommentar die Begriffe „Moslem“ und „Islamist“ in unzulässiger Weise gleichsetzt.

Weiterhin macht Herr Schneidereit den Fehler und wendet lediglich sein eigene Rechtsauslegung an. Und die heißt eben „Ausländer raus!“. Den Widerspruch erkennt er nicht. Die Anwendung der Scharia kann in Deutschland ungesetzlich sein, z. B. was bestimmte Korporalstrafen oder die Ungleichbehandlung von Mann und Frau betrifft. Aber ebenso ist es ungesetzlich, Personen aus dem Land werfen zu wollen, nur weil mir deren Meinung nicht passt. Aber „Toleranz“ war ja bei Rauchern noch nie ein Thema.

Übrigens, auch der bekannte verhaltensauffällige Raucherkativist Ronald Blumberg aus Radevormwald ist wieder dabei, wenn es um Hetze geht:

Ron Blum Wenn man sich einen Hund in die Wohnung holt, dann darf man sich über Flöhe nicht wundern

und

Ron Blum … und es waren Flöhe, die damals die Pest in Europa verbreitet haben!

Ja, dieser Blumberg ist der ungekrönte König des Ungeziefervergleiches. „Rauchgegner sind Ratten“ und „Muslime sind Flöhe“. So sieht die Welt eines „toleranten Rauchers“ aus.

Ronald Blumberg - Ausländerfeindliche Hetze

Ronald Blumberg – Ausländerfeindliche Hetze

Es kann einem wirklich übel werden, bei dem öffentlichen Vorbringen dieser Leute.

 
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Verfasst von - 18. September 2014 in Frank Schneidereit, Ronald Blumberg

 

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Volkwin Michlewski – Auf dem Gipfel der Dummheit

Meine Damen und Herren, es ist soweit. Die folgende Dummheit dürfte das Ende der Fahnenstange sein:

Volkwin Michlewski aus Aachen - Dümmer geht's nimmer.

Volkwin Michlewski aus Aachen – Dümmer geht’s nimmer.

Ein weiterer Kommentar erübrigt sich wohl. Außer dass neuerlich gezeigt ist, dass Tabakrauchen der Funktion des Neocortex äußerst abträglich ist.

OMG!!!!

OMG!!!

 
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Verfasst von - 13. September 2014 in Volkwin Michlewski

 

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„Raucher in Deutschland“: Militante Raucher pöbeln gegen Islamisten

Nachdem ich gestern noch kurz die ersten Reaktionen im Facebook-Forum der Tabaklobbyistengruppe „Bündnis für Freiheit und Toleranz“ beleuchtet hatte, was das Betreiben der salafitischtischen Jugendlichen und ihrer „Schariah-Police“ betrifft (Link), kann man heute dem Rauchermob auf facebook im Kanal „Raucher in Deutschland“ beiwohnen.

Dort radikalisiert sich langsam der vereinigte Raucherpöbel und lässt seinem Hass auf Andersdenkende freien Lauf. Kondensationskern ist ein Onlinebericht über den deutschen Radikalislamisten Pierre Vogel, der offenkundig den Einsatz seiner Glaubensbrüder im Rahmen einer selbsternannten Schariapolizei sehr begrüßt:

Waltraud Berger gegen den Islmisten Pierre Vogel

Waltraud Berger gegen den Islmisten Pierre Vogel

Vogel bekommt nun den vollen Hass des entfesselten Rauchermobs ab. Heinz Pilchner aus Bielefeld hat gleich mal ein paar probate Mittelchen parat, wie man so einem Herrn denn beikommen könnte:

Heiner PilchnerEin hässlicher Vogel !!! In meinen Augen ein Arschloch !!! Wat is der ???? Kickboxer oder wat ??? Ich hab den schwarzen und den 2. Dan im —– kan der Arsch ja mal ausprobieren !!! Und dann für ihn 112 !!!! Was für ein Idiot !!! Aber ist ja klar bei den falsch angewachsenen Ohren und immer noch die Babymütze !! Ohhh tut mir das leid !!! (Quelle)

Ja, der Herr Pilchner ist ein ganz netter Zeitgenosse. Gebildet, einfühlsam und tolerant. Wie man das eben von dem bunten lustigen Rauchervölkchen kennt, dass sich in dem Unterschichtenkanal „Raucher in Deutschland“ auf facebook täglich trifft.

Weiter geht es mit einer weiteren Verbalattacke:

Marcoo OriginalMix Macht mal ein attentat auf den kinderschänder. Headshot und er ist geschichte ! Idiot! (Quelle)

Oha, hier wieder ein kleiner Aufruf zum Mord.  Na ja, die Administration vom Kanal lässt das eben mal stehen. Ist ja egal, denn ist der Ruf erst runiert…

Günter Egner zeigt uns dann seine überragende Intelligenz indem er erstens einen alten Neonazispruch anbringt (der übrigens strafrechtlich nicht ganz ohne ist) und zweitens gar nicht erkennt, dass der solcherart Verunglimpfte blöderweise gar kein Ausländer ist sondern einen deutschen Pass hat und daher auch gar nicht ausgewiesen werden kann.

Günther EgnerAusländer raus

Auch ein Werner Hahmann zeigt sich religiösen Extremisten gegenüber äußerst „tolerant“:

Werner HahmannWeg mit dem spinner……………………….

Ach, wie schön, dass es die „toleranten“ Pöbler aus der Szene der militanten Raucher gibt. Gebildet, intellektuell und  differenziert gehen sie das Problem des Islamismus in Deutschland an. Ganz nebenbei bemerkt merken diese Leute gar nicht, dass sie genau jene Methoden propagieren, die sie Terrorgruppen wie dem islamistischen IS vorwerfen. Zwischen „Headshot“ und „Rübe ab“ ist der Unterschied nämlich gar nicht mehr so groß. Aber um das zu erkennen ist eine Intelligenz vonnöten, die geringfügig oberhalb des IQs liegt, der erforderlich ist, um eine Banane zu schälen.

Damit wir uns richtig verstehen: Ich  halte Leute wie diesen Pierre Vogel und seine Islamistenfreunde für ziemlich bizarre Zeitgenossen die ein Gedankengut vertreten, das bestenfalls ins Mittelalter passt. Allerdings leben wir in einem Rechtsstaat, der Grundrechte wie das Recht auf freie Meinungsäußerung eben auch jenen einräumt, die diesen Rechtsstaat ablehnen. Über dieses zweispältige Verhältnis machen sich Leute vie Pierre Vogel & Co. allerdings keine Gedanken. Religiöser Fundamentalismus und differenziertes Denken sind wohl auch nicht besonders kompatibel. Aber das blindwütige Draufschlagen der Hassraucher vom Kanal „Raucher in Deutschland“ ist eben auch nicht mehr durch die Rechtsordnung und den Artikel 5 GG gedeckt sondern läuft ganz eindeutig unter den Begriffen Schmähkritik und Anstachelung zur Gewalt. Und sowas hat in einem Rechtsstaat ebenfalls keinen Platz.

 
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Verfasst von - 7. September 2014 in Uncategorized

 

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Wenn die „Toleranten“ plötzlich intolerant werden

Die „Schariah Police“ ist zur Zeit das Top-Thema in Deutschland. Islamistische Jugendliche ziehen in Großstäsdten durch die Straßen und sprechen Mitbürger auf deren vermeintlich „gottloses“ Verhalten an und wollen sie anhalten, ein „tugendhaftes“ Leben im Sinne von Allah zu führen. Allerorten empören sich die Deutschen, dass das ja wohl das Allerletzte sei. Besonders bei den „toleranten“ Rauchern stößt derartiges Betreiben auf wenig Gegenliebe:

Ronald Blumberg - Mal wieder ein Rattenvergleich

Ronald Blumberg – Mal wieder ein Rattenvergleich

Diese exorbitante Dummheit, die Kontrollen des Rauchverbotes durch den Verein „Pro rauchfrei“ bzw. eines seiner Mitglieder mit dem Treiben der salafistischen Jugendlichen zu vergleichen, ist selbst für Blumberg etwas Besonderes. Offenbar ist der Mann geistig nicht einmal ansatzweise dazu in der Lage, zu unterscheiden, ob jemand die Einhaltung eines rechtsstaatlichen Gesetzes im Auge hat (Nichtraucherschutzgesetz) oder ob ein paar verwirrte Jugendliche im Namen Allahs religiös eifernd zu einem „tugendhaften“ Leben auffordern. Gut, Blumberg ist militanter Raucher, das entschuldigt ihn.

Besonders krass schlägt dann auch wieder der Schriftführer des besonders „toleranten“ Bodo-Meinsen-Vereins „bft e. V.“ zu, der uns allseits bekannte Roland Dittmar aus München:

Roland Dittmar Ich bin zwar gegen jede überzogenen und realitätsfremden Verbote, aber in diesem Falle würde ich sofort ein Auge zudrücken. Dann hätten Ermer, Spatz und weitere Konsorten enorme Schwierigkeiten mit Ihren selbsternannten „Raucherpolizisten“ und Denunzianten. (Quelle)

Man sieht mal wieder, die wahre „Toleranz“ der Leute um Bodo Meinsen und Roland Dittmar. Man ist dann doch schnell mit einem Verbot bei der Hand. Ist ja kein Rauchverbot. Da geht das dann schon in Ordnung.

Und auch der folgende Kommentar, der wohl eindeutig zur Gewalt aufruft, darf beim „toleranten“  „bft e. V.“ im Forum stehen bleiben:

Dieter Franz: EINSPERREN oder Ausweisen bringt Garnichts . Am besten ist ,ein paar mutige müssen denen Arme und Beine brechen. Wir sind in Deutschland und nicht Irgendwo . (ebd.)

Genau, lieber Herr Franz. Und eben WEIL wir in Deutschland sind, und zwar in der Bundesrepublik Deutschland und nicht im sog. „III. Reich“, werden hier Menschen, die eine andere Meinung haben als man selber, eben nicht die Arme und Beine gebrochen, wie Sie das vorschlagen. Sowas nennt man nämlich „schwere Körperverletzung“ und die ist strafbar. Mal eben zu Ihrer Information, Herr Franz: Die SA marschiert seit ein paar Jahrzehnten nicht mehr. Nur, falls Ihnen das noch nicht aufgefallen sein sollte!

Ich verstehe sowieso nicht, was sich die Lungenkrebsfreunde über diese verwirrten Salafisten echauffieren. Wenn man den religiös verquasten Vortrag dieser jungen Männer nüchtern betrachtet, handelt es sich um eine freie Meinungsäußerung, die nach dem Grundgesetz Art. 5 geschützt ist. Zumindest solange diese Herren von der „Shariah Police“ niemanden in einer rechtswidrigen Weise anzugreifen oder einzuschüchtern suchen. Tun sie dies, ist der Rechtsstaat gefordert. Eine reine Ansprache von Passanten ist, solange sie deren Rechte nicht verletzt, jedoch höchstens als religiöse Glaubensäußerung aufzufassen. Und die Frage, ob das Ordnungsrecht hier eine Handhabe gibt, weil die Salafisten möglicherweise eine rechtswidrige Sondernutzung des öffentlichen Verkehrsraumes in Anspruch nehmen oder ob über das Versammlungsrecht dem Treiben Einhalt geboten werden kann, diese Entscheidung müsste man einem ordentlichen Gericht überlassen.

Leider werden Dittmar und seine Raucherkollegen nicht verstehen, dass ein demokratischer und pluralistischer Staat notwendigenfalls auch seine Grundrechte denjenigen einräumt, die damit von ihrer politischen Einstellung rein gar nichts am Hut haben. So ist das nun einmal.

Ganz nebenbei bin ich der Meinung, dass man als politischer Mensch diesen jungen Herren bei Gelegenheit ihrer Ansprache regelmäßig auch eine Gegenmeinung zu ihrem religiösen Fundamentalismus vermitteln muss. Demokraten sollten streitbar sein und den jungen Herren zeigen, dass man mit ihnen nicht konform geht. Denn unsere Demkoratie ist auch schon mit anderen Demokratiefeinden fertig geworden. Das Verschwinden der Nazipartei NPD, über die man vor ein paar Jahren noch in Zusammenhang mit einem Verbotsantrag täglich sprach, ist ein Beleg dafür. Das Abendland ist nicht in Gefahr, nur weil ein paar durchgeknallte religiöse Fanatiker mit komischen Bärten und orangenen Warnwesten durch die Stadt laufen und dummes Zeug reden.

 
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Verfasst von - 6. September 2014 in Uncategorized

 

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Raucherphilosoph Robert Pfaller: Alter Wein in neuen Schläuchen

Der Österreicher Robert Pfaller nennt sich Philosoph und ist immer auf der Bühne, wenn es „pro Tabakdrogenkonsum“ geht. Bei den militanten Nikotinikern aus den einschlägig bekannten Hardcorekanälen der Lungenkrebsfreunde ist er in größeren Zeitabständen Gegenstand wohlwollender Besprechungen. Denn dort wird immer goutiert, dass jemand mit leicht verdaulichen Erklärungsmustern dem intellektuell nicht gerade zur Avantgarde gehörenden Rauchervolk verbal den Rücken stärkt.

Angesichts der Tatsache, dass die neue österreichische Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser ein vollständiges Rauchverbot in der Gastronomie einführen will, muss Pfaller natürlich etwas dazu schreiben. Auch wenn es nur Unsinn ist. Und, das ist das Merkwürdige, die Wiener Zeitung druckt diesen Unsinn auch noch ab.

Großsprecherisch engagiert sich Pfaller für eine angebliche „Initiative Adults for Adults“, welche als Sponsor neben vielen Gastronomiebetrieben auch den Konzern „British American Tobacco“ hat, einen der weltweit mächtisgsten Dealer von Siechtum, Krankheit und Tod. Der Name dieser „Initiative“ klingt dumm. Und er ist es auch. Unstreitig haben Erwachsene das Recht, sich selbst umzubringen. Aber muss der tabakinduzierte Suizid eigentlich sein? Wo bleibt die Vernunft? OK, wir sprechen von Rauchern. Vernunft ist da eher weniger das Thema.

Robert Pfaller:Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass es in Österreich eine durchaus brauchbare und weithin akzeptierte Regelung zu dieser Frage gibt und dass erwachsene Menschen somit sehr leicht in der Lage sind, sich bei einem Lokalbesuch vor etwaigen mit dem Tabakkonsum verbundenen Gefahren zu schützen.

Na ja, wenig originell ist er, dieser Einstieg. Man kennt dieses Muster nur zu gut. Die Realität wird einfach ausgeblendet. Liest man nämlich Berichte aus dem „Aschenbecher Europas“, wie man Österreich in Kreisen engagierter Nichtraucher auch nennt, sieht man, dass man kaum ein Lokal betreten kann, ohne hemmungslos zugeraucht zu werden.

Insofern hat Herr Pfaller natürlich Recht. Man muss nicht in diese verrauchten Lokale, Kaffeehäuser und Gaststuben gehen. Man muss auch in keine Skihütte gehen, wenn man in den Bergen unterwegs ist. Allerdings ist die logische Folge dieser flächendeckenden Beräucherung eben, dass man einen guten Teil der Bevölkerung, die sich eben nicht einen Giftcocktail zuführen will, während sie das Mittagessen einnimmt oder einen Kaffee trinkt, vom Besuch dieser Lokale ausschließt. Das, was der „Philosoph“ Pfaller da vorschlägt, ist daher nichts anderes als das übliche „Wenn es Euch hier im Rauch nicht gefällt, dann bleibt halt weg!“. Wenig origenell und nicht gerade neu.

Dann wird der Vortrag des Mannes wirklich noch dümmer:

Robert Pfaller:Menschen, die in Räumen arbeiten, in denen geraucht wird, könnte man beispielsweise Gefahrenzulage bezahlen, wie das auch im Bergbau üblich ist.

Spätstens hier wird es Zeit, sich an den Kopf zu fassen. Warum soll man Menschen, die z. B. in einer Gaststwirtschaft arbeiten müssen und daher z. B. wegen des oftmals extremen Umgebungsrauches von einer Erkrankung wie z. B. dem Lungenkrebs häufiger betroffen sein werden als Menschen, die in einer rauchfreien Umgebung arbeiten, eine Gefahrenzulage bezahlen?

Erstens lässt sich die Gesundheitsgefahr durch eine einfache Maßnahme und unter Zugrundelegung des Verursacherprinzipes ganz einfach eliminieren: Es wird einfach nicht geraucht. Der weitere bürokratische und finanzielle Aufwand, der z. B. bei Zahlung einer Gefahrenzulage anfallen würde, ist damit obsolet.

Zweitens kann auch die höchste Gefahrenzulage kaum kompensieren, wenn jemand wegen des jahrelangen Passivrauchens an einer tödlichen Krankheit wie z. B. dem Bronchialkarzinom erkrankt. Gesundheit ist durch Geld nicht zu ersetzen.

Und drittens wird dann auch den Nichtrauchern über die zwangsläufig höheren Preise in der Gastwirtschaft (denn irgendjemand muss die Gefahrenzulage ja bezahlen) die Kosten für das Rauchhobby der Nikotinfetischisten auferlegt. Aber so sind sie eben, diese militanten Raucher: Ihnen ist alles egal, Hauptsache sie können ihr Nikotin inhalieren.

Das nächste Geschütz, was Pfaller und seine Co-Autorin Ötzlinger auffahren, ist ebenfalls gut bekannt. Ich nenne es, das „Andere Dinge sind auch gefährlich“-Argument:

Robert Pfaller:Bedenken Sie: Die Interventionsfähigkeit der Politik ist eine begrenzte Ressource. Wenn sie hier verschwendet wird, dann wird sie Ihnen dort fehlen, wo sie von den Menschen dringend gebraucht wird. Zum Beispiel bei den gesundheitlichen Gefahren, die mit sinkenden Löhnen, verschärftem Stress und Konkurrenzdruck am Arbeitsplatz, zunehmenden Lockerungen beim Kündigungsschutz, mit Prekariat und Arbeitslosigkeit verbunden sind. Ebenso zum Beispiel mit den durch das geheim ausgehandelte Freihandelsabkommen TTIP, das gesenkte Standards bei der Qualität von Lebensmitteln vorsieht. 

Natürlich. Und weil TTIP & Co. uns permanent und nachhaltig bedrohen (was übrigens noch zu beweisen wäre) lassen wir also den Nichtraucherschutz ersteinmal so lange ruhen, bis ausnahmeslos alle anderen Probleme der Welt gelöst sind. Dieser Vortrag ist an geistiger Schlichtheit nicht mehr zu steigern.

Keine Einlassung, die sich für Rauchen und Lungenkrebs ausspricht, ist vollständig ohne das „Rauchverbote erzeugen eine Spaltung der Gesellschaft“-Argument. Und, voilà, hier ist es:

Robert Pfaller:Die permanente Erzeugung von Furcht durch eine derartige politische Stoßrichtung verursacht schließlich auch irreparablen Schaden am gesellschaftlichen Klima. Sie produziert furchtsame, feige, gehorsame, traurige und neidische Menschen, die das Glück des Anderen immer nur als Bedrohung erleben können und für autoritäre Politik anfällig sind.

Und die „autoritäre Politik“ könnte man fast in die Argumentegruppe „Auch Hitler war Antiraucher“ einriehen. Aber nur fast. Das machen sie beim nächsten Versuch aber besser, Herr Pfaller! Ohne den „GRÖFAZ“ bzw. „GRÖNAZ“ geht kein Text, der sich für das „sozialverträgliche Frühableben“ stark macht. Das ist Pflicht. Absolut!

Was nun noch fehlt ist, das auch häufig genannte „Argument “ der Rauchsüchtigen, welches da lautet: „Angst vor Krankheit macht erst krank“. Und auch dieses kann Pfaller bedienen:

Robert Pfaller: Auch die Besorgnis, krank zu sein oder krank zu werden, ist ein Faktor, der gegenwärtig viele Menschen in die Krankheit treibt – nicht zuletzt zum Beispiel durch panisch ergriffene Maßnahmen „gesunder „Ernährung, die dann zu neuen Krankheiten wie der „Orthorexie“ führen.

Fazit: Der Stuss, den Pfaller da ex cathedra verkündet, haben wir alle schon 1000 Mal gehört. Es ist insgesamt nichts neues, was „Philosoph“ Pfaller da in die Diskussion einwirft. Aber ich glaube, er musste es tun. Er schuldet es sich und seiner Klientel. Und seinen Geldgebern.

 

 
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Verfasst von - 5. September 2014 in Uncategorized

 

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