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Werner R. Niedermeier gegen die Ärztezeitung

29 Aug

Die Ärztezeitung ist ein renommiertes Fachblatt für Mediziner. Sie ist wohl sehr weit davon entfernt, ihre Leser verdummen zu wollen. Die Beiträge, die in dieser Publikation veröffentlicht werden, gehören daher sicher nicht in die Kategorie „Pseudowissenschaft“. Wenn dort allerdings Beiträge gegen das Rauchen publiziert werden, so findet man reflexartig ein Aufheulen der gesamten militanten Raucherschaft, die dann versucht, auf die Artikel einzudreschen, sie als „Schwachsinn“ oder ähnlich abzutun und als von der „Pharmamafia“ gesponsorte Wunschpropaganda zu diskreditieren.

Werner R. Niedermeier: Wieder ein Beispiel dafür, wie die Antiraucherlobby lügt und betrügt. Unter der Überschrift: „Hörschaden – Blauer Dunst schlägt auf die Ohren“ wird ein Artikel mit lauter Unsinn abgefeuert, der in dummen und naiven Lesern den Eindruck erweckt, Rauchen mache nun auch schwerhörig.[…] Auf gut Deutsch: Der ganze Artikel ist nichts weiter als Lügenpropaganda. Hätte mich ehrlich gesagt auch gewundert wenns nicht so wäre. (Quelle)

Ich habe ernstliche Zweifel, ob Niedermeier die in dem Artikel genannte Fachinformationen überhaupt verstanden hat. Bereits beim Begriff „Signal-to-noise-ratio“ (SNR) dürfte ein Nicht-Naturwissenschaftler erhebliche Probleme haben dieses im Bereich der Akustik logarithmische Maß überhaupt zu verstehen. Niedermeier hat nach eigenen Angaben lediglich ein Studium (Deutsch und Geschichte auf Lehramt) abgebrochen und danach einige Jahre als Taxifahrer und später als Redakteur einer Computerzeitung gearbeitet (Link). Ob das reicht, die in der wissenschaftlichen Ausarbeitung der Ärztezeitung enthaltenen Informationen sachgerecht einordnen zu können, darf bezweifelt werden.

Daher gelingt es Niedermeier auch nicht, die in der Ärztezeitung veröffentlichten Informationen sachlich anzugreifen und Zweifel am Design der Studie anzuführen. Es fehlt ihm einfach an theoretischem Wissen zu dem Fachgebiet. So beschränkt sich der Mann aus Karlsfeld wieder einmal auf pasuchales Draufschlagen und die Verwendung von Schmähbegriffen. So wie man das von ihm und seinen militanten Raucherkollegen eben kennt.

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3 Antworten zu “Werner R. Niedermeier gegen die Ärztezeitung

  1. destruxol

    29. August 2014 at 21:12

    Hauptsache Mann ist gesund und Frau hat ein Einkommen 😀

     
    • Nieraucher

      29. August 2014 at 21:23

      Ich kenn das von zu Hause: Mein Kleiner ist auch immer so sauer, wenn das Taschengeld nicht reicht und er sich mit Arbeiten was dazu verdienen muss.

       
  2. Dick Rauch

    29. August 2014 at 23:05

    Viele der härtesten Nikotiniker unterscheiden sich in nichts mehr von den Leuten, die die absurdesten Verschwörungstheorien verbreiten. Auf alles, was ihrem Weltbild nicht entspricht, wird reflexartig eingedroschen. Dabei sollte es den Wahrheitsfindern doch darum gehen, die Wahrheit zu lokalisieren und diese zu beweisen. Warum ausgerechnet die Ärzte sich gegen die Raucher verschworen haben sollen, bleibt so nebulös wie der giftige, stinkende Qualm, den die Schreihälse in die Luft blasen. In der oben angegebenen Erwiderung finde ich kein einziges Argument. Dass die vielen Schadstoffe, die der Raucher aufnimmt, zwar nicht sofort schwerhörig machen, aber auf lange Sicht das Gehör sicherlich nicht verbessern, so weit können die meisten Tabak-Propagandisten nicht denken. Eine genetische Vorbelastung und oben darauf noch tausende Gifte des Tabakqualms, die unter anderem die Durchblutung verschlechtern und das Erbgut verändern. Na, da müsste es doch eigentlich dämmern. Im besten Fall kann der Körper das reparieren, aber er muss dabei Höchstarbeit leisten. Ist das Genuss, wenn man den Körper zerstört und ihm das alles abverlangt? Rauchen, wozu? Es schmeckt scheiße und wird meist zur Sucht. Der Flash besteht dann darin, dass sich der Raucher für kurze Zeit so gut fühlen kann wie der Nichtraucher den ganzen Tag. Ein Teufelskreis, denn der Raucher muss dann immer mehr qualmen. Der Ausstieg geht nicht ohne Tabakkontrolle. Wir brauchen viel mehr Tabakkontrolle. Dann lernt es auch ein Herrn Niedermeier mal.

     

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