RSS

Archiv für den Monat Juni 2014

Kai Schwarzer hat Post vom Staatsanwalt

Kai Schwarzer aus Köln hat wieder zugeschlagen. Nach diversen Strafanzeigen, die der Kampfraucher aus Köln gegen mich eingereicht hat, hat ihm der Staatsanwalt auch mal etwas zurückgeschrieben. Und Kai stellt das Schreiben (zumindest die erste Seite, die aber gleich mal doppelt) gleich auf seinem facebook-Profil ein. Er hat dazu sogar seine Anschrift geschwärzt. Denn er möchte ja nicht, dass seine Adresse bekannt wird. Aber wie vieles, was Kai macht, macht er es nicht richtig.

Preisfrage: Welcher Straßename in Köln beginnt mit „T“ worauf ein Buchstabe folgt, der nur die halbe Höhe hat und in dem sich auf der 2. oder 3. Stelle ein „j“ befindet? Die Antwort gibt es hier. Und welcher Herr Schwarzer dort genau am Anfang der Straße wohnt, dafür gibt es Telefonbücher.

Was er aber gar nicht geschwärzt hat, sind der Name des Staatsanwaltes, meinen Namen und ein paar andere Angaben. Die habe nämlich ICH unkenntlich gemacht, zumindest soweit sie unbeteiligte Dritte betreffen. Es gibt ja noch so „unbestimmte Rechtsbegriffe“ wie „Allgemeines Persönlichkeitsrecht“, „Datenschutz“ etc.

Kai Schwarzer aus Köln hat Post vom Staatsanwalt

Kai Schwarzer aus Köln hat Post vom Staatsanwalt

Könnte nun sein, dass Kai bald wieder Post von der Staatsanwaltschaft bekommt. Aber diesmal in eigener Sache. Ein entsprechender Hinweis geht morgen an die Behörde ab.

Beim Lesen des Schreibens wird dann auch klar, warum der werte „Genussfreund“ aus Köln in der letzten Zeit so frustriert ist und nachgerade den Glauben an den Rechtsstaat verloren hat. Der Staatsanwalt bescheinigt Herrn Kai Schwarzer aus Köln nämlich, dass meine Veröffentlichungen nicht rechtswidrig sind und dass man daher wohl nichts für ihn tun könne. Und dass Bezeichnungen wie „gefährlicher faschistischer Volksverhetzer“ seinem Vorbringen auch nicht gerade zum Vorteil gereichen.

Ach Kai, eine Frage noch: Darf ich Dich ab sofort nicht doch besser „Armin“ nennen?

 

 

 
10 Kommentare

Verfasst von - 29. Juni 2014 in Kai Schwarzer, Köln

 

Schlagwörter: ,

Tabakkonsum, Lungenkrebs und Rauchergeschwätz

In meinem gestrigen Artikel habe ich gezeigt, welche statistisch fragwürdigen Klimmzüge ein Herr Romano Grieshaber machen muss, um „zu beweisen“, dass Rauchen und Lungenkrebs nichts oder zumindest nur wenig miteinander zu tun haben. Wenn man diesen Aufwand nicht treiben will sondern ganz einfach bei den Fakten bleiben möchte, tut man folgendes: Man stellt den Zigarettenkonsum (pro Kopf-Konsum) über mehrere Jahrzehnte der Anzahl der Lungenkrebsneuerkrankungen gegenüber:

Raucherquoten -> Lungenkrebserkrankungen

Tabakkonsum -> Lungenkrebserkrankungen (Quelle cancer.org)

Man erkennt sehr gut, wie die Lungenkrebsrate dem Zigarettenkonsum recht präzise mit einer Phasenverschiebung von ca. 35a hinterhereilt. Wir erinnern uns: Lungenkrebs hat eine Latenzzeit von 30 bis 40 Jahren zwischen Rauchbeginn und Erstdiagnose der Krankheit.

Damit ist übrigens auch der Unsinn widerlegt, den man manchmal aus Kreisen militanter Raucher hört und der in etwa lautet: „Wie kann es sein, dass die Lungenkrebsrate steigt, wenn die Zahl der Raucher sinkt?“. Den Begriff „Latenzzeit“ wollen diese Herrschaften aber bitte selbst ergooglen.

Durch die beiden korrespondierenden Kurven ist übrigens noch nicht bewiesen, dass Rauchen tatsächlich Lungenkrebs auslöst. Es ist aber aufgzeiegt, dass Rauchen und Lungenkrebs in einem bestimmten Verhältnis stehen. Und das würde mir als Raucher reichen, damit aufzuhören. Wobei dieses Aufhören wiederum eine Frage der individuellen Intelliegnz ist.

 

Schlagwörter: , , , , , , , ,

Romano Grieshabers Pseudowissenschaft – Kaffeesatzlesen mit Lungenkrebs

Über Romano Grieshaber ist in der Raucherszene in den letzten Jahren viel geschrieben worden. Der Emeritus, der in seiner aktiven Berufszeit Präventionsleiter bei der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) war, ist eine wissenschaftlich hochumstrittene Person. Er ist einer der wenigen Wissenschaftler, die tatsächlich leugnen, dass Passivrauchen zu Gesundheitsschäden führt.

Seine entsprechenden Veröffentlichungen haben bei den militanten Hardcorerauchern in den letzten Jahren für erhebliche Ausschüttung von Glückshormonen gesorgt. Von ernsthaften Forschungseinrichtungen wie dem dkfz in Heidelberg wird Grieshaber dagegen belächelt und ob seiner wirren Thesen nicht ernst genommen. Andere Berufsgenossenschaften distanzieren sich von ihm und seinen in der Tat abstrusen Veröffentlichungen (Link).

Nebenbei betätigt sich Grieshaber immer wieder als Blogger um dort seine Thesen zum Rauchen und den gesundheitlichen Folgen, die er in der Regel verkleinert und relativiert, zu präsentieren. Unlängst ist ein neuer Artikel von ihm erschienen, den ich hier nachfolgend besprechen will:

http://grieshaber.wordpress.com/2014/06/26/stellen-sie-sich-vor/

Zuerst will ich vorausschicken: Ich halte es eher für unwahrscheinlich, dass das hier verlinkte Referat von Grieshaber selbst verfasst wurde. Es ist derartig haarsträubend zusammengeschustert und bedient sich einer Methodik (wenn man diese überhaupt so nennen mag), die weniger von einem ein promovierten Mediziner denn von einem vollkommenen wissenschaftlichen Laien stammen dürfte.

In dieser Ausarbeitung versucht Grieshaber (oder eben jemand der sich seines Namens bedient) zu beweisen, dass das inhalative Tabakrauchen weit weniger kausal für die Entwicklung eines Bronchialkarzinoms sein kann als man gemeinhin annimmt. Ich erinnere jedoch einmal kurz vorher an die gesicherten Fakten zur Relation von Rauchen und Lungenkrebs:

  • Bei Männern liegt der Anteil der Raucher an den Lungenkrebspatienten bei ca. 90%, bei Frauen bei ca. 60%. (Quelle RKI)
  • Das Lebenszeitrisiko eines Rauchers an Lungenkerbs zu erkranken liegt zwischen 10 und 16% (Quelle krebsinformationsdienst.de)
  • Etwa 10-15% der Lungenkrebsfälle stehen NICHT im Zusammenhang mit Rauchen.
  • Das Lebenszeitrisiko eines Nichtrauchers an Lungenkrebs zu erkranken liegt im Mittel bei ca. 0,5%

(Mehr Informationen)

Grieshaber stellt nun zuerst einmal verschiedene Grafiken nebeneinander, die den Raucheranteil in den USA und Deutschland an der Gesamtbevölkerung seit den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts zeigen. Man erkennt, dass der Raucheranteil in beiden Ländern als Funktion der Zeit abnimmt. Daraus nimmt sich Grieshaber dann einige Zahlentupel heraus:

Raucheranteil Männer:

  • 1950: USA: 50+%, Deutschland ca. 70%.
  • 1995: USA: 33%, Deutschland : 39%.
  • 2005: USA: 26%, Deutschland : 35%.

Dabei stellt er dann fest, dass der Raucheranteil in den USA über die Jahrzehnte hinweg konstant geringer war als in Deutschland.

Raucheranteil an der Gesamtbevölkerung (Männer)

Raucheranteil an der Gesamtbevölkerung (Männer)

Dann folgt die nächste Grafik. Grieshaber stellt die Lungenkrebstodesfälle in den USA jenen in Deutschland gegenüber (Link). Man erkennt auf dieser Grafik, dass die Sterblichkeitsquote durch das Bronchialkarzinom in den USA konstant geringfügig höher ist als in Deutschland, während es bei der Raucherprävalenz umgekehrt ist. Grieshaber stellt jetzt eine Frage, bei deren ich Lesen ich mir ernsthaft an den Kopf gefasst habe. Warum sage ich später.

Romano Grieshaber: Warum lag die Rate der Lungenkrebs-Todesfälle in den USA eigentlich über vierzig Jahre hinweg höher als in Deutschland, obwohl doch hier der Raucheranteil seit fünfzig Jahren höher und zeitweise sogar sehr viel höher lag als im Heimatland der Tabakkontrolle?

OK, aber wir wissen aber nun schon mal in welche Richtung Grieshaber will. Anschließend versucht er das gleiche Vorgehen mit den weiblichen Raucherinnen bzw. Lungenkrebspatientinnen. Dort passe laut Grieshaber die Raucherquote noch weniger zur Lungenkrebsrate:

Romano Grieshaber: Dieser Kurvenverlauf passt noch viel weniger als der bei den Männern zur Entwicklung des Rauchverhaltens. Auf dem dortigen Höhepunkt der Lungenkrebssterblichkeit Mitte der neunziger Jahre starben fünfmal so viele Amerikanerinnen an Lungenkrebs als Deutsche, obwohl der Anteil der Raucherinnen in Deutschland seit den Nachkriegsjahren zwar niedriger lag als in den USA, aber nie so viel niedriger, um diese Differenz erklären zu können.

Danach zieht er noch russische Daten bei und kommt nach einiger Zeit zu ein paar sehr aufschlussreichen Schlussfolgerungen:

Romano Grieshaber: Angesichts der vorgelegten Zahlen behaupte ich, Rauchen wird bei der Entstehung von Lungenkrebs über- und andere Faktoren werden unterschätzt. Die Suche nach den Faktoren, die bewirken

dass in den USA trotz geringerer Raucherzahlen Lungenkrebs häufiger als in Deutschland auftritt
– dass in Russland von den Männern so viel geraucht wird wie eh und je und dennoch die Erkrankungshäufigkeit sinkt
– dass Frauen in den USA fast doppelt so häufig wie deutsche an Lungenkrebs erkranken, obwohl der Anteil der Raucherinnen bei ihnen seit ca. zwanzig Jahren gleich hoch oder niedriger liegt und schon in den sechziger Jahren nie mehr als maximal 50 % höher lag
– und sogar mehr als viermal so häufig wie Russinnen von Lungenkrebs betroffen sind,
– obwohl sich der Bevölkerungsanteil der Raucherinnen in Russland seit 1992 mindestens verdoppelt hat, während gleichzeitig die Zahl der Lungenkrebserkrankungen sinkt,

(Hervorherbung von mir)

Und nun erkennt man auch den eklatanten Fehler in der haarsträubenden Methodik des Romano Grieshaber. Er hält einfach Mortalitätsraten und Raucherprävalenz unterschiedlicher Länder gegeneinander und verkennt vollkommen, wie viele Umstände letztlich bei einem multifaktoriellen pathologischen Geschehen wie dem Entstehen des Bronchialkarzinoms zum Tragen kommen und welchen Einflüssen zusätzlich die Mortalitätsrate unterliegt. Des Weiteren setzt Grieshaber unzulässigerweise zwei Dinge gleich: Das Auftreten des Bronchialkarzinoms (vor allem bedingt durch das inhalative Tabakrauchen), also die Inzidenz, und die Sterblichkeitsrate, die Mortalität. Diese beiden unterschiedlichen Dinge werden beeinflusst durch eine ganze Reihe Parameter::

1. Die Zahlen des Herrn Grieshaber  sagen nur etwas über den jeweiligen Raucheranteil aus. Was nicht erfasst wurde, sind die Rauchgewohnheiten. Also i. W.

  • Wie viele Zigaretten konsumieren die Menschen im Laufe ihres Lebens bis es zum Lungenkrebs kommt? Den Begriff „Pack Years“ zumindest als Näherungsgröße sucht man bei Grieshaber vergebens.
  • Welche Tabaksorten wurden geraucht?
  • Wurden ungefilterte Zigaretten, Filter-, Light- oder andere Zigaretten bevorzugt?
  • Welche Inhalationstiefe wird dadurch bevorzugt? („Light“ konsumenten inhalieren tiefer, Bronchialkarzinome entstehen dann bevorzugt in der Lungenperipherie und sind daher schwerer zu entdecken)
  • etc.

2. Wie ist die Gesundheitsversorgung in den jeweiligen Ländern geregelt? Bis zur Einführung von Obama care hatten viele Amerikaner gar keine Krankenversicherung. Dies betrifft besonders die unteren Sozialschichten mit ihrer traditionell hohen Raucherprävalenz. Daraus ergibt sich zwingend, der nächste Punkt:

3. Wie weit war das Bronchialkarzinom schon fortgeschritten als es diagnostiziert wurde?

4. Wann haben die Mitglieder des Kollektives mit dem Rauchen begonnen? Wer jünger anfängt, hat z. B. ein größeres Risiko am besonders aggressiven Kleinzelligen Bronchialkarzinom (SCLC) zu erkranken. Damit steigt auch die Sterblichkeitsrate. Somit entsteht zwingend gleich die nächste Frage:

5. Wie sind die Karzinome histologisch verteilt (SCLC vs. NSCLC)? Daran ermessen sich die Heilungschancen.

6. Wie wirken sich die unterschiedlichen Behandlungschemata aus, die als Standardtherapie gefahren werden?

7. WO wurden die Patienten bevorzugt behandelt? In kleinen Krankenhäusern oder in hochspezialisierten Fachkliniken?  Die Mortalitätsrate ist entscheidend abhängig von der Kompetenz des Behandlungszentrums.

8. Lungenkrebs ist auch eine Folge von Ernährungsweisen. Menschen mit einer Diät, die arm an Obst und Gemüse ist, erkranken häufiger (Quelle=> EPIC-Studie). Hier bestehen erhebliche Unterschiede zwischen den USA und Deutschland.

9. Welchen Stellenwert hat die Nachsorge? Gerade beim Lungenkrebs, der häufig früh Metastasen setzt, ist eine sorgfältige und dichte Nachkontrolle bei initial therapierten Patienten unabdingbar. Je früher das Auftreten eines Rezidiv erkannt wird, desto früher kann eine neuerliche Therapie eingeleitet werden.

Man sieht schon aus diesen wenigen Fragen, dass es vollkommener Unsinn ist, lediglich Zahlen von Raucherprävalenz  und Mortalität des Bronchial-Ca. ländervergleichend gegeneinander zu stellen, wie Grieshaber es tut. Ohne weitere Parameter wie sozio-ökonomische und medizinische Faktoren einzubeziehen und damit ohne valides Studiendesign, ist das, was Grieshaber betreibt, nichts anderes als einfaches Lesen im Kaffeesatz. Und es ist einfach nur peinlich.

(C) 2014 Peter Rachow

 

Schlagwörter: , , ,

Ronald Blumberg – Neues vom TOP-Juristen

Ronald Blumberg, der schon mal Rechtsgutachten zu verfassungsrechlichen Fragestellungen verbreitet, hat offenbar in anderen Rechtsfeldern ein klein wenig Nachhilfe nötig:

Ron BluEr hat doch schon Probleme gehabt, für die erste Verhandlung einen Rechtsbeistand zu erhalten, Und diese Pflichtverteidigerin hat es ja dann auch prompt versemmelt, mit der Nichteinhaltung von Terminen, falscher Argumentation, usw. … (Quelle)

Ob dem Mann mal jemand  erklären kann, dass es in Zivilverfahren keinen „Pflichtverteidiger“ gibt sondern dass Verteidiger nur im Strafverfahren auftreten? Und dass es im Zivilverfahren schlicht „Rechtsanwalt“ heißt? Und dass man vor dem Amtsgerricht gar keinen Anwalt braucht?

Blumberg und Kompetenz: Zwei Welten treffen sich.

 

Schlagwörter: ,

Gericht weist Berufung von Raucher-Rentner zurück – Militante Raucher rasten aus

Friedhelm Adolfs aus Düsseldorf, nach Helmut Schmidt vermutlich der bekannteste Kettenraucher der Republik, hat ein Problem: Er braucht ein neues Dach über dem Kopf. Voraussichtlich. Denn gestern hat das LG Düsseldorf seine Berufung gegen die ergangene Wohnungskündigung seiner Vermieterin abgewiesen. Der Grund: Der von Adolfs produzierte Zigarettengestank hat das gesamte Mietshaus in Mitleidenschaft gezogen und war unzumutbar geworden.

Der Deutschlandfunk berichtete gestern, das Gericht habe festgestellt, dass Adolfs seine Wohnung nicht oder nur unuzureichend gelüftet habe und außerdem habe er seine unzähligen Aschenbecher nicht regelmäßig geleert. Als ich dies hörte, versuchte ich mir eine Vorstellung davon zu machen, wie es in der Wohnung des 75-jährigen Rentners gestunken haben muss. Mir wurde bereits beim Gedanken daran fast schlecht.

Dieses sehr gut nachvollziehbare Urteil stößt natürlich bei Adolfs Qualmfreunden auf herbe Kritik. Jürgen Vollmer aus Marburg ist sofort mit den üblichen „Faschismus“-Worthülsen unterwegs:

Jürgen VollmerWas bin ich diese faschistoide Hetze gegen die Raucher so leid … Dass sowas zunehmend auch von Gerichten kolportiert wird zeigt, wie sehr die ekelhafte Blockwarts-Propaganda schon wieder verfängt. (Quelle)

Wobei man sagen muss, dass Jürgen Vollmer mit deutschen Gerichten jetzt auch eher schlechte Erfahrungen gemacht hat und daher wohl auf die Herren in den schwarzen Roben nicht unbedingt so gut zu sprechen ist.

Eva Peter-Culik aus Wien erzählt etwas, was ich nicht dekodieren kann:

Eva Peter-Culikgute frage….. so richtig eine antwort hab ich auch nicht drauf. sie dürften offenbar genug dreck am stecken haben. und wenn das alles rauskommt.. frage mich haltnur WER da mehr dreck hat…und immer wieder ist festzuhalten, dass ja keiner zum rauchen gezwungen wird. (Quelle)

OK, es muss ja nicht immer alles verständlich sein, was die Dame aus Wien da über den Sender lässt. Die Bösen sind eh immer die Richter, die Pharmalobby, die GRÜNEN oder die Bilderberger. Oder alle zusammen.

Ganz besonders tief sietzt der Frust bei unserem bekannten Kai Schwarzer aus Köln, der mittlerweile DER Superstar und Alleinunterhalter hier im Blog geworden ist:

Kai SchwarzerDas kann ich nur unterstützen Ron! Anscheinend haben im Grundgesetz verankerte Bürgerrechte keine Bedeutung mehr, wie z. B. der Artikel 13 Grundgesetz, nach dem die Wohnung ein geschützter Privatbereich ist. Auch das Petitionsrecht nach Artikel 17 Grundgesetz scheint keine Bedeutung mehr zu haben. Man sieht es ja daran, wie diese Arschgeigen in Berlin versucht haben, meine Petition ab zu würgen und sich nach wie vor weigern, diese zur Mitzeichnung zu veröffentlichen. Die haben wohl zu viel Angst, dass ich damit zu viel Zustimmung ernte. So wird hierzulande also Recht gebeugt. Aber dass die Bundesrepublik Deutschland kein Rechtsstaat ist, hätte mir eigendlich schon nach meiner Entlassung aus dem Grundwehrdienst im Dezember 1989 klar sein müssen.  […] (Quelle)

Ja, Kai, das ist wirklich nicht so gut gelaufen für Dich in den letzten Monaten. Deine ganzen Strafanzeigen gegen mich sind eingestellt worden, Deine Dienstaufsichtbeschwerden wurden ebenso verworfen und Deine Petition hat gerade mal etwas mehr als 337 Mitzeichner. Und der Bundestag will eine Deiner Petitionen partout nicht annehmen. Kai, kennst Du Spruch: „Wenn Du ein totes Pferd reitest, solltest Du absteigen.„?

Aber nein, nicht genug, jetzt legt Kai richtig los:

Kai SchwarzerAn Friedhelm Adolfas stelle würde ich dieses scheiss Haus niederbrennen bevor ich da ausziehe! Ein Kanister mit Dieselöl löst so manches Problem. (Quelle)

Na, was haben wir denn da? Kai Schwarzer aus Köln ist also der Auffassung, dass man soziale Konflikte und Rechtsstreitigkeiten auch mal mit mit dem Mittel der Brandstiftung ( § 306 StGB ) lösen kann.

Andere sind weit weniger kreativ als Kai aus Köln: Denn auch der gute alte Nazivergleich kommt wieder auf die Tagesordnung, denn manch einer sieht angesichts des rechtsstaatlichen Urteils des LG Düsseldorf braune Horden aufmarschieren.

Stefan FennersIch habe ja schon geschrieben,so fing es in den 30ern auch an,was folgen wird ist „Kauft nicht bei Rauchern“ oder ähnliches,dann folgt die Kennzeichnung in irgendeiner Form als Raucher-Mehr schreibe ich jetzt nicht. (Quelle)

Ronald Blumberg ist ebenfalls entrüstet:

Ronald BlumbergDie Vermieterin hat sich damit öffentlich bloßgestellt. Und die ANTI-Raucher wissen nicht, was sie damit losgetreten haben … Denn jetzt wacht auch der letzte Vollidiot auf, und wird sich wehren wollen (Quelle)

Das verstehe ich jetzt aber nicht, womit sich die Vermieterin bloßgestellt haben soll. Sie hat Ihr Recht durchgesetzt. Nämlich das Recht, ihren anderen Mietern eine unverseuchte Wohnumgebung bieten zu können und dafür einen entsprechenden Mietzins zu erhalten ohne ihr Eigentum entwerten zu lassen.

(Wird vermutlich fortgesetzt, denn die Wogen dürften noch ein paar Tage sehr hochschlagen.)

 

 

Schlagwörter: , , , , , ,

Kai Schwarzer aus Köln völlig entfesselt

Kai Schwarzer aus Köln, ein besonderer Dauergast in meinem Blog, nähert sich offenkundig der Raserei. Das gestern ergangene Urteil des LG Düsseldorf, nach dem der Rentner Friedhelm Adolfs seine Wohnung zu räumen hat, weil er mit seinem Tabaksqualm seine Mitmieter erheblich belästigt, gefällt Kai Schwarzer überhaupt nicht. In derben Worten rächt er sich an der mit 3 Richtern besetzten Zivilkammer des Landgerichtes:

Kai Schwarzer aus Köln:  Diese scheiss Robenträger sollte man in den Arsch treten!!! Was die für Urteile fällen, hat nichts mehr mit GERECHTIGKEIT zu tun, sondern erinnert ganz stark an die finsterste NS-Zeit! Damals wurden auch am laufenden Band Unrechtsurteile gefällt. Vielleicht sollte man diesen verkackten Robenträgern einmal den Artikel 13 Grundgesetz erklären, wonach die Wohnung ein geschützter Privatbereich ist. Einen alten Mann aus seiner Wohnung zu werfen, nur weil er da drin raucht. Wenn es dabei bleibt, kann dieses Schicksal alle von uns treffen. ES LEBE DIE ANARCHIE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Wow. Das war schon eine Verbaleruption wie man sie auch aus dem Munde der militanten Raucher eher selten hört. Fassen wir mal zusammen: „scheiss Robenträger“ bzw. „verkackte Robenträger“ qualifiziert den §185 StGB (Beleidigung). Der Vergleich mit NS-Richtern stellt n. h. M ebenfalls eine Schmähkritik dar und ist daher auch rechtswidrig.

Dann unterliegt Herr Schwarzer einem weiteren Rechtsirrtum. Die Wohnung ist zwar nach Art. 13 GG grundrechtlich geschützt. Dies bedeutet aber nicht, dass man in der Wohnung machen darf, was man will. Eine dort begangene gesetzeswidrige Handlung beispielsweise bleibt strafbar, auch wenn sie innerhalb der eigenen 4 Wände geschieht. Sonst müsste man, denkt man den Gedanken von Kai Schwarzer konsequent zu Ende,  z. B. einen großen Teil der Mörder auch freisprechen. Die bringen ihre Opfer nämlich in der Regel in Wohnungen um.

Hier unterliegt Kai Schwarzer von der Qualität her übrigens den Unzulänglichkeiten einer stark verkürzten Denkweise wie Ronald Blumberg. Der denkt auch, dass eine „spontane politische Versammlung“ nacht Art. 8 GG das Übertreten des Nichtraucherschutzgesetzes straffrei gestalten würde. Er nennt das dann „Helmut-Party„.

Aber zurück zu unserem Superstar aus Köln:

Lieber Kai, Du weißt ich erteile gerne Nachhilfe. Hier ist etwas für Dich: Der besondere Schutz der Wohnung bezieht sich zuvorderst auf deren Unverletzlichkeit. Hier vor allem also Durchsuchungen, die regelmäßig einen richterlichen Beschluss erfordern. Aber wenn aus der Wohnung stinkende Abgase dringen und andere Mieter belästigen und gesundheitlich beeinträchtigen, dann unterfällt diese Verhalten eben nicht mehr dem Schutzzweck des Art. 13 GG.

Lieber Kai, im Leben muss man manchmal ein klein wenig mehr wissen als wo beim Bus vorne und hinten ist. Ach ja, und dass „das Schicksal“ Euch alle treffen kann, kann man durchaus mehrdeutig interpretieren. Das kann einerseits bedeuten, aus der Wohnung zu fliegen, weil ihr das Haus vollqualmt oder andererseits an Lungenkrebs zu erkranken, der ja auch kein schönes Schicksal ist.

Und, lieber Kai, es gibt nun ganz neue Möglichkeiten, Eurer „Genussverhalten“ etwa abwechslungsreicher zu gestalten: Vielleicht kannst Du dann ja, wenn es hart auf hart kommt, mit dem Friedhelm eine echt tolle Raucher-WG aufmachen. Zum Beispiel so wie hier:

http://www.xnews.eu/blog/?p=859

Dann könnt Ihr statt illegaler „Helmut-Partys“ ganz andere, und vor allem legale Partys feiern. Und dann könnt Ihr dort quarzen bis der Arzt kommt. Na Kai, wäre das nicht eine tolle Idee?

Zum Abschluss der Schnellbeweis für die verbalen Entgleisungen von Kai Schwarzer:

 

Kai Schwarzer aus Köln beleidigt Richter

Kai Schwarzer aus Köln beleidigt Richter

 
6 Kommentare

Verfasst von - 27. Juni 2014 in Uncategorized

 

bft und Frau Dr. med. Monika Müller-Klar

„bft“ ist nicht nur ein großer deutscher Tankstellenbetreiber sondern „bft“ steht auch für „Bürger für Freiheit und Toleranz„. Wie wir bereits mehrfach berichtet haben, hat dieser Verein, dem unser lieber Freund Bodo Meinsen, ein Tabaklobbyist reinsten Kalibers, vorsteht, weder mit „Freiheit“ noch mit „Toleranz“ viel im Sinn. Im Gegenteil: Man betreibt reinsten Tabaklobbyismus, denn „bft“ wird von der Zigarettenindustrie gesponsort. Auf der Sponsorenliste dieses dubiosen Grüppchens finden sich dann auch einige mehr oder weniger hochkarätige Unternehmen der Lungenkrebsindustrie:

  • British American Tobacco
  • Bundesverband Deutscher Tabakwaren-Großhändler und Automatenaufsteller e.V.
  • MUT e. V. (Mittelständische Unternehmen der Tabakwirtschaft)
  • Ermuri Genuss Company

(Beweis)

Bei „bft“ ist seit einiger Zeit eine Dame im Vorstand tätig, über die wir heute berichten wollen. Denn endlich hat „bft“ auch einen Medicus im Team: Und sogar einen weiblichen. Und einen mit sehr, sagen wir mal, „exotischen“ Ansichten.

"bft"-Vorstand

„bft“-Vorstand

Dr. med. Monika Klar ist denn auch sehr rührig für einen Verein, der den Verkauf von tödlichen Drogen, die nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ungefähr die Hälfte  ihrer Konsumenten zuverlässig vor dem Erreichen einen höhren Lebensalters töten, zu befördern sucht. Für eine Ärztin, die eigentlich der Gesundheit und dem Leben eher verpflichtet sein sollte als den ruchlosen Interessen einer Killerindustrie ist dieses Engagement sehr zweifelhaft.

Zuerst aufgefallen ist mir Dame als Demorednerin auf „Pro-Lungenkrebs-Demos“ bzw. den Videos davon auf YouTube:

Dr. Monika Müller-Klar als Demorednerin "pro Lungenkrebs"

Dr. Monika Müller-Klar als Demorednerin „pro Lungenkrebs“

Hier findet man sehr schön die ewig gleichen Versuche aufzuzählen, was alles noch so gesundheitsgefährdend ist und uns zu erzählen versucht, wie die böse Industrie uns töten will. Einschließlich der Gesundheitsindustrie durch Röntgen und Antibiotika. Nicht zu vergessen das Würstchengrillen. Und Autos. Und Weichmacher in Kunststoffen. Und, und, und… Fazit: Menschen sterben nicht am Rauchen sondern an der Umweltverschmutzung und am Grillen. Allerdings ist der Beifall für Frau Dr. eher mau.

Werfen wir einen genaueren Blick auf das öffentliche Auftreten der Dame. In einem „Offenen Brief“ an einen Landtagsabgeordneten der GRÜNEN wird klar, dass das Fachwissen von Frau Dr. med. Müller-Klar eines gewissen, sagen wir mal, „Updates“ bedarf:

Dr. med. Monika Müller-Klar: Zunächst zum Rauchen: Dies ist sicherlich nicht gesund, aber mitnichten das höchste vermeidbare Gesundheitsrisiko, wie Sie sehr wohl wissen sollten. Die Hauptkrankheits- und Sterbeursache in Deutschland sind die HerzKreislauf-Erkrankungen. Die Hauptursache für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes.

Das dkfz in Heidelberg hat komischerweise eine andere Meinung zu dem Sachverhalt:

Deutsches Krebsforschungszentrum: Die wichtigsten vermeidbaren Ursachen für Herz-Kreislaufkrankheiten sind mangelnde Bewegung, eine ungesunde Ernährung und vor allem das Rauchen.

„Vor allem“ heißt „vor allem“ oder wie anders will man diese Aussage interpretieren? Aber auch anderweitig scheint mir die medizinische Kompetenz der Frau Dr. etwas nachhilfebedürftig:

Dr. med. Monika Müller-Klar: […] Danach kommt in der Statistik die Zunahme an Krebserkrankungen. Hier stehen aber an erster Stelle Mamma- und Prostata und Darm-Ca. An 4. Stelle in der Krebsstatistik steht das Lungen-Ca, welches in den letzten Jahrzehnten zugenommen hat, obwohl im gleichen Zeitraum immer weniger Menschen rauchen.

Vielleicht sollte sich Frau Dr. einmal die Raucherprävalenz als Funktion der Zeit über die letzten Jahrzehnte ansehen und sich dann klar machen, dass verbunden mit der aller Regel mehrere Jahrzehnte dauernden Latenzzeit bis zur gesicherten Diagnose eines Bronchial-Ca.  eben dieser Effekt auftritt. Oder anders gesagt: Heute sterben die Raucher, die in den 70er und 80er-Jahren des letzten Jahrhundert angefangen haben zu rauchen. Erkennbar ist dies u. daran, dass die Lungenkrebsrate bei Männern heute zurückgeht, während die von Frauen noch steigt. Vor ca. 20 Jahren begannen nämlich Frauen verstärkt zu rauchen,  während der Tabakkonsum bei Männern langsam zurückging.

Zusätzlich hat Frau Dr. Müller-Klar die üblichen Verharmlosungsstrategien schon perfekt drauf. Sie dürfte daher eine echte Bereicherung für Bodo Meinsens Truppe sein.

Dr. med. Monika Müller-Klar: Dazu ist es geradzu lachhaft, dass eine Partei, die dafür mitverantwortlich ist, dass Atom- und Kohlekraftwerke weiter am Netz sind, der Schadstoffausstoss von Kfz in Relation zur Größe des Autos berechnet werden (wobei heute die SUVs die Straße bevölkern), wo in der Nahrung Farbstoffe, Kon­servierungsstoffe, sogenannte naturidentische Aromastoffe erlaubt sind, wo in der Nah­rungs­mittelindustrie die Anwendung von Antibiotika und Anabolika gang und gebe ist, wo die Anwen­dung von Pestiziden und Injektiziden beim Anbau von Obst und Gemüse erlaubt sind, wo dieselben noch ca. 15 % der ursprünglichen Vitamine enthalten.

Ich nenne es das „Andere Dinge sind auch gefährlich „-Syndrom. Kommt immer gut an bei den Niktoinfans, hat aber keinen Sachbezug und kann kaum als „wissenschaftliche Argumentation“ bezeichnet werden.

Gelegentlich frage ich mich dann auch, wo die Dame promoviert hat, denn elementare wissenschaftliche Methoden scheinen ihr nicht geläufig zu sein:

Dr. med. Monika Müller-Klar: Nun zum Passivrauchen: Auch Sie sprechen von den immer wieder erwähnten 3.300 Toten/Jahr durch Passivrauch. Das haben Sie wohl irgendwo abgelesen. Wie bitte wollen Sie dies verifizieren? Es gibt nicht eine einzige Studie hierüber, die Bestand hat! Wie denn auch! Sie müssten ja Men­schen in einen völlig schadstofffreien Raum sprerren, sie absolut schadstofffrei ernähren (wobei Sie immer noch nicht die genetische Disposition ausschalten könnten!) und sie dann mit Zigaret­tenrauch bedampfen, um eine solche Studie durchführen zu können.

Methoden wie die Bildung von statistischen Zwillingen, das Adjustieren und Eliminieren von Confoundern und die mathematische Modellierung von statistischen Daten sind ihr offenbar nicht bekannt. OK, dann kommt natürlich so ein Blödsinn dabei heraus. Dann hat die Dame zusätzlich noch eklatante sprachliche Probleme, denn einfache Sätze versteht sie offenbar nicht:

Dr. med. Monika Müller-Klar: Bei über 70 dieser Substanzen ist nachgewiesen, dass sie krebserregend sind oder im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen (was nun? Krebserregend und im Verdacht stehend?).

Es ist schon sehr schwer, die beiden logischen Opratoren „und“ und „oder“ auseinanderzuhalten bzw. richtig zu interpretieren.

Dr. med. Monika Müller-Klar: Haben Sie einmal nachgelesen, wieviel Verbrennungsstoffe frei gesetzt werden durch HolzKohle-Öfen, brennende Kerzen, Braten, Grillen, Anzünden eines Kamins oder Autoabgase?

Lernzielkontrolle: Wie nennt man diese Art des Vortrages?

Und jetzt gleitet die Dame in vollkommen humoristische Gefilde ab:

Dr. med. Monika Müller-Klar: Dagegen steht das „kleine“ Problem für eine Zigarette vor die Tür zu gehen. Sie denken vielleicht an Menschen, die alle vier Stunden mal eine Zigarette rauchen. Was ist mit denen, die vier Ziga­retten in einer Stunde rauchen? Die stehen ununterbrochen vor der Tür. Die Rauchersterblichkeit nimmt nun nicht aufgrund des Rauchens zu, sondern durch die Lungenentzündung, die sie sich bei dem hiesigen Wetter vor der Tür holen.

Ähhhh, Frau Dr. Müller-Klar, ich will ja nicht rumnölen. Aber sie fordern doch immer eindeutige wissenschaftliche Beweise. Zumindest wenn es gegen das Rauchen geht. Haben Sie diese Beweise denn auch für Ihre komische These? Und Ihnen ist schon bekannt, dass eine Pneumonie i. d. R. durch Bakterien verursacht wird und nicht durch kühle Luft? Oder erklären Sie mir mal, warum im Winter Menschen, die regelmäßig lange im Freien arbeiten müssen, wie z. B. Briefträger, Straßenarbeiter oder Eisenbahner nicht reihenweise keuchend und röchelnd dem Exitus anheim fallen. Und wie sieht es mit Joggern und Radfahrern aus, die sich im Winter draußen bewegen? Sind das Ihrer Meinung nach alles Todeskandidaten?

Apropos „wissenschaftlich belastbare Beweise“: Auf ihrer Praxiswebseite wirbt Frau Dr. Müller-Klar für ganz exotische Behandlungsmethoden. U. a. bietet sie „Bachblütentherapie“ an. Während sie aber gar kein Problem damit hat, wissenschaftliche Daten anzuzweifeln die gegen das Rauchen sprechen, ist sie bei solchen Behandlungsmethoden, deren Wirksamkeit überhaupt nicht wissenschaftlich bewiesen wurde, sehr viel großzügiger.Auch „Therapien“ die von den Fachverbänden als unwirksam oder sogar gefährlich gekennzeichnet sind, bietet die neue Ärztin bei „bft“ an. Ein Besipiel ist die „Chelattherapie“:

Wikipedia: Amerikanische und deutsche Ärzteverbände und die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA haben schon 1984 vor der Chelat-Therapie gewarnt.1998 hat die Verbraucherzeitschrift der FDA „FDA Consumer“ die Chelattherapie in die „Top Ten“ der als „Gesundheitsschwindel“ erkannten Methoden eingereiht. Keine unabhängige wissenschaftliche Studie hat bislang einen Erfolg der Methode erwiesen. (Quelle)

Ebenso verhält es sich mit der „Dorn-Breuss-Methode“ zur Heilung von Wirbelsäulenbeschwerden. Ein Physiotherapeut sieht diese sehr kritisch:

Michael Lierke: Da es sich hier um eine Methode ohne rationalen Hintergrund handelt, deren Wirksamkeit bis heute noch in keiner klinischen Studie belegt wurde, kann sie natürlich nicht ärztlich verordnet und zu Lasten einer Krankenkasse durchgeführt werden.[…]m Gegensatz zur mehrjährigen Ausbildung innerhalb eines der anerkannten medizinischen Berufsbilder kann die Dorn-Methode in eintägigen Seminaren von jedermann erlernt werden, ohne dass hierzu irgendwelche medizinischen Kenntnisse vorausgesetzt werden. Selbst die Dozenten der Dorn-Methode sind regelmäßig medizinische Laien, die bestenfalls über einen Heilpraktikerschein verfügen. […]Sehr gern wird die Dorn-Methode übrigens im Zusammenhang mit der sog. Breuss-Massage gelehrt. Bei letzterer wird dem leichtgläubigen Patienten suggeriert, dass das Johaniskrautöl, welches man ihm in den Rücken einmassiert, durch alle Gewebsschichten (einschließlich Rückenmuskulatur, knöcherne Anteile der Wirbelbogengelenke, Rückenmarkskanal, Bandapparat der Wirbelsäule) bis in die Tiefe der Bandscheiben vordringen soll, in welche es hineindiffundieren und diese so anschließend von innen heraus vor dem Austrocknen schützen soll. Angesichts der Tatsache, dass es keine anatomische Struktur, geschweige denn irgendwelche Blutgefäße gibt, die die Hautoberfläche in direkter Linie mit den Bandscheiben verbindet und das die Bandscheiben umgebende Bindegewebe in keiner Weise die Eigenschaft besitzt, Johanniskraut auf dem Diffusionsweg passieren zu lassen, zeugen solche Vorstellungen von einer abgrundtiefen Unkenntnis über physiologische und anatomische Grundlagen.  (Quelle)

Dass die Daten und Studienergebnisse des dkfz zur Morbidität des Passivrauchens auf wissenschaftlichen Füßen stehen, die der Bachblüten- oder Chelattherapie oder der Dorn-Breuss-Methode aber nicht, sollte nochmals wiederholt werden.

Und nun stellt sich langsam auch die Frage, warum die Dame so „pro Lungenkrebs“ agitiert. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte, dieses Motto gilt auch hier:

Link zu facebook

Mit Bierdose („Diebels“) und Kippe in der Hand sieht man sie in Düsseldorf auf einem Informationsstand von Rauchergruppen. Damit wären eigentlich für mich alle Fragen geklärt. „Prost, Frau Doktor! Hau wech die Sch….!“

 

 

Schlagwörter: , , , ,