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Raucherwirt Kobsch – Einsicht nach Gerichtsschlappe? Fehlanzeige!

23 Mai

Vorgestern hatte ich über einen Essener Gastrononen berichtet, der vom Amtsgericht wegen Verletzung des Nichtraucherschutzgesetzes NRW zu einer Geldbuße von 150,-€ verurteilt wurde, weil er in seiner Kneipe verbotswidrigerweise rauchen ließ (Link).

Jetzt könnte man ja meinen, dass ein derart eindeutig gefasstes Urteil und der durch den Kläger vermutlich erklärte Rechtsmittelverzicht (denn er hat das Urteil der Pressemeitteilung nach akzeptiert), dazu führen sollten, dass der Mann sich zumindest in Grundzügen einsichtig zeigt. Aber nein, man kennt es ja: Hardcoreraucher sind durch Argumente (auch wenn sie teuer sind) schwer oder gar nicht zu überzeugen:

BILD.de: Doch nur 20 Minuten nach dem Urteil und dem Appell der Richterin, wurde in den Kronenstuben wieder ordentlich gepafft. In der Pinte wurde eine sogenannte „Helmut-Party” veranstaltet, in Anlehnung an den Dauer-Raucher und ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt (95).

Kobsch wird demnächst wieder zur mündlichen Verhandlung ins AG Essen müssen. Dann stehen eben diese „Helmut-Partys“ auf dem Prüfstand. Ich glaube kaum, dass das AG der kruden Sichtweise der Unterstützer dieser Rechtsbruch-Partys folgen wird . Dann dürfte es für Herrn Kobsch wieder teuer werden. Und die Herren Gerald Rademacher und Ronald Blumberg, die sich diesen juristischen Bockmist ausgedacht haben, werden wohl ein paar Antworten geben müssen. Oder Fersengeld.

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7 Antworten zu “Raucherwirt Kobsch – Einsicht nach Gerichtsschlappe? Fehlanzeige!

  1. NR aus Österreich

    23. Mai 2014 at 17:14

    Der rauchende Gast am Tresen im 4. Bild des Artikels, ist das Friedhelm Adolfs? Ist ja klar, dass der sich auch mal wieder demonstrativ bei den Helmut-Partys als Rechtsbruch-Partys präsentieren muss!

     
  2. NR aus Österreich

    23. Mai 2014 at 22:19

    Oder dieses Video muss man sich geben lassen! Ab ca. Minute 1:83 kann man die Herren Gerald Radi Rademacher, Friedhelm Adolfs und Ron Blumberg rauchend am Tresen sehen!
    http://www.sat1nrw.de/Archiv/Protest-gegen-Rauchverbot/441d11737/

     
    • peterrachow

      24. Mai 2014 at 06:41

      Tja, manche lernen es eben nie. Ich bin mir sicher, dass Herr Kobsch und seine lernresistenten Freunde Adolfs, Rademacher und Blumberg nach dem nächsten Gerichtstermin in der Causa „Helmut-Party“ noch intelligenter aus der Wäsche gucken werden, als sie es in dem Video getan haben. Und besonders Herr Kobsch wird lernen müssen, dass der Gewinn seiner Kneipe sehr schnell zusammenschmelzen wird, wenn er demnächst wieder ordentlich Strafe und Gerichtskosten berappen darf. Irgendwann dürfte ihn der Bruch geltenden Rechts so teuer kommen, dass er einfach aus ökonomischen Gründen zu rechtstreuem Verhalten zurückkehren muss.

      Allerdings möchte ich nicht der Haut der beiden Hobbyjuristen Rademacher und Blumberg stecken. Ich kann mir vorstellen, dass die Gastronomen, die sich mit diesen „Helmut-Partys“ ein „legales“ Umgehen des Nichtraucherschutzgesetzes NRW erhofft hatten und von den beiden o. g. Herren ausdrücklich dazu ermuntert wurden, nicht sehr amüsiert sein werden, wenn es die ersten rechtskräftigen Urteile und damit auch verbunden die entsprechenden Kostennoten geben wird.

      Ich denke, wir werden hier noch viel Spaß haben, wenn wir das dann süffisant komentieren dürfen. Getreu der Devise „Dummheit, die man bei anderen sieht, erheitert meistens das Gemüt.“ 😉

       
  3. Noch_ein_Leser

    24. Mai 2014 at 09:47

    Und auch der Herr Adolfs zeigt mal wieder, was er von Regeln hält. Hoffentlich berücksichtigt das sein Richter bei der Urteilsfindung!

     
    • peterrachow

      24. Mai 2014 at 10:00

      Das NiSchG NRW sieht auch Strafen für Raucher vor, die sich nicht an das Gesetz halten. Also würde ich nebem dem Herrn Kobsch auch gleich mal den Herrn Adolfs zur Kasse bitten. Wer so blöd ist und seinen Bruch geltenden Rechts auch noch im TV zeigen zu lassen, der verdient es nicht besser.

      Besonders überzeugend an Herrn Adolfs Auftreten ist ja, dass er zum Zwecke der Abwendung seiner Wohnungskündigung wegen exzessiven Rauchens das Gericht bemüht. Er pocht also auf die Einhaltung von bestimmten Rechtsnormen, die er verletzt sieht. Aber im Gegenzug macht er klar, dass ihn das Recht einen feuchten Kehricht interessiert. Nämlich dann, wenn er in der Kniepe raucht. Aber als Raucher wird er diesen Widerspruch nicht merken.

       
      • Noch_ein_Leser

        24. Mai 2014 at 10:46

        Herr Adolfs steht ja nicht unter dem Verdacht, hochbegabt zu sein. Aber selbst einem Denker der Rippen-Günni-Klasse müsste doch klar sein, dass solche Auftritte seine Chancen, in seiner Wohnung bleiben zu dürfen, nicht gerade erhöhen?

         
      • Nieraucher

        24. Mai 2014 at 12:46

        Ich denke da an einen Herrn, der zwanghaft übelste Pöbeleien auf diversen Internetseiten ablässt und trotzdem dachte, dass man ihn doch nicht als „Qualmrüpel“ bezeichnen dürfte.
        So etwas zu kapieren setzt ein gewisses Maß an Reflexion voraus. Und dazu ist der Raucherpöbel (wohlgemerkt, nicht alle Raucher, nur der Pöbel dieser Gruppe) einfach nicht in der Lage.

         

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