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Zoff beim „Komitee“

09 Apr

Was mich in den letzten Jahren, neben den an Dümmlichkeit oft kaum zu steigernden öffentlichen Einlassungen der Extremraucher immer am meisten amüsiert hat, war, mit welcher Hingabe sich die Qualmfanatiker selbst demontieren und ihre „Bewegung“ mit Verve gegen die Wand fahren. Und dies geht schon seit Jahren so. Auf „raucherwahnsinn.de“ handelte ein ganzer langer Diskussionsfanden davon, wie sich „die Qualmspacken gegenseitig an den Hals gehen„. Und nun geht es weiter mit dem Kleinkrieg „Raucher gegen Raucher“.

Damit Sie, liebe Leserinnen und Leser, die ganze Geschichte verstehen zu können, muss ich ein wenig ausholen:

In Deutschland gibt es mehrere Dutzend kleine versprengte Grüppchen, die ihr Recht auf „sozialverträgliches Frühableben“ durch Lungenkrebs und Herzinfarkt lautstark einfordern. Meistens sind sie nur lokal ausgebildet, haben oft nicht einmal ein Dutzend Mitglieder und lösen sich nach ein paar Monaten wieder auf. In den meisten Fällen weil es Zoff ums knappe Geld gibt und einer mit der Kasse durchgebrannt ist. Manchmal stirbt auch der Vorsitzende den Sekunden-Herztod und tritt dem „Club 58“ bei, und dann ist ebenfalls „Ende Gelände“. Von der Mehrheit dieser Spinnertrüppchen nimmt man äußerlich rein gar nichts wahr. Manchmal wird man ihrer allerdings gewahr, wenn sie im Internet Flagge zeigen.

Eines dieser kleinen Lungenkrebsfanclubs ist das „Komitee zur Wahrung der Bürgerrechte„. Aber HALT! Nicht dass Sie glauben, hier habe sich ein Verein etabliert, dem es um die Rechte der Bürger ginge. Weit gefehlt!

Genau so wie das kleine Splittergrüppchen des Bodo Meinsen, das sich „Bündnis für Freiheit und Toleranz“ nennt und das statt mit Toleranz mit Dienstaufsichtsbeschwerden gegen Rauchgegner aufwartet, um sie mundtot zu machen, genau so wenig hat dieses dubiose Komitee die Bürgerrechte im Sinn. Es geht, Sie werden es vermuten, mal wieder nur um eines: Um das Rauchen. Abgesehen davon, dass man die Namenswahl durchaus als hirnverbrannt“ bezeichnen könnte, suggeriert sie doch, dass in diesem Lande massiv Bürgerrechte verletzt würden. Unter den „Machern“ dieses Vereins findet man dann auch die üblichen Verdächtigen. Insbesondere den Hobbyjuristen Gerald „Radi“ Rademacher, von Beruf LKW-Fahrer, über den ich in Zusammenhang mit dem Rechtsbruch auf sog. „Helmut-Partys“ bereits berichtet hatte.

Und beim Komitee gibt es nun, wie übliche bei diesen Lungenkrebsfanvereinen, Zoff. (Link) Die ersten anwaltlichen Schreiben sind schon versandt worden. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht. Lustig ist bei dem Vorgang insbesondere, dass man hier bereits wieder die „Antitabakmafia“ am Werke wähnt:

Klaus MeierAusserdem liegt mir ein Schreiben des Komitees vor, worin der Unterzeichner ausführt das man Hintergrundwissen über die Person hat, und das er als „Spion“ dort war

Nein, Klaus, ganz großes Ehrenwort: Der Rachow war’s nicht!

Nelly Nellymir wurde eine gefakte Chatunterhaltung gesendet, die strotze nur so vor Lügen, die habe ich an 2 Personen meines Vertrauens weitergeleitet
Petra OlbertzJa ich weiß Klaus .Ich fasse es nicht und ich sag jetzt besser nichts mehr ,bin gerade wütend ohne Ende

Da fällt mir nur noch eines ein: Muhahahahahaha!

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4 Antworten zu “Zoff beim „Komitee“

  1. destruxol

    9. April 2014 at 23:50

    Der Anwalt vom Komitee ist aber auch nicht gerade der Beste in seinem Fach. Man stellt einfach die Rechnung/Quittung etc. aus, vermerkt darauf das keine Umsatzsteuer angefallen ist und der Verein nicht gemeinnützig ist und damit hat sich die Sache. Was der Empfänger dann damit versucht liegt nicht in der Verantwortung des Vereins. Aber ok, manche wollen einfach nur klugscheissen.

     
  2. Excalibur

    13. April 2014 at 11:26

    Neues Motto für „Raucher in Deutschland“: THINK SMALL!

    Es ist schon erstaunlich, was die rauchenden Gemüter in der genannten Gruppe alles bewegt und was nicht. Trotz langer Solidaritätsbekundungen und finanzieller Hilfsangebote an „notleidende“ Wirte, denen die OÄ wegen fortgesetzter starrsinniger Verstöße gegen den Nichtraucherschutz teure „Zigarren“ verpassen, sind 9 Euro Mitgliedsbeitrag für das sog. Komitee zur Wahrung der Bürgerrechte e.V. eines pedantischen Prinzipienreiters ein weit heißeres Thema als 350 Euro Bußgeld in Geldern und 530 Euro im „Kreis Mettmann“ (von Eisi Wülfrath berichtet). Falls die betroffenen Wirte bei „Raucher in Deutschland“ mitlesen, wird es sie nicht freuen.
    Die 9-Euro-Apologie in der Länge einer durchschnittlichen Pressemeldung der Raucher-Ärztin Dr. Monika Müller-Klar hier: https://www.facebook.com/groups/235701199911246/permalink/311835275631171/?comment_id=312986252182740&offset=0&total_comments=95

     

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