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„Netzwerk Rauchen“ und der „Jahreskalender“

Schön beim „Netzwerk Rauchen“, dem wohl überflüssigsten Verein Deutschlands, ist, dass sich diese Truppe, die sich nachhaltig dem sozialverträglichen Frühableben verschrieben hat (in Gestalt von Lungenkrebs, Herzinfarkt und Schlaganfall als bevorzugter Todesursache) immer mal wieder sporadisch mit einer neuen Lachnummer auf der Bühne zurückmeldet. Die jüngste Idee ist der „Jahreskalender:

"Netzwerk Rauchen" sucht Ideen für einen "Jahreskalender"

„Netzwerk Rauchen“ sucht Ideen für einen „Jahreskalender“

Gut, man muss sich natürlich an dieser Stelle fragen, wie krank man sein muss, um sich so einen Kalender des „Netzwerk Rauchen“ überhaupt an die teervergilbte Wand zu nageln. Aber diese Frage wollen wir einmal zurückstellen. Entscheidend ist doch, dem „Netzwerk Rauchen“ bei der Motivauswahl zu helfen, denn wie Michael Löb, der Oberkrebsfreund (aka „Vorstand“) meint, soll sogar ein Fotowettbewerb zum Thema angedacht sein.

Warum der Mann jetzt son einen Aufwand betreibt, verstehe ich nicht. Tolle Bilder zum Tabakgenuss und Rauchen gibt es hier. Viel Spaß, Michael Löb, und „Allzeit Gut Hust“!

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Ein Kommentar

Verfasst von - 15. Juli 2017 in Uncategorized

 

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Alexander Jäger: Der Durchblicker aus Aalen

Sie kennen sicher noch Alexander Jäger, den Ex-Studenten, Ex-Juwelier und Ex-FDP-Europakandidaten aus Aalen, eines der Zugpferde aus diesem Blog? Einen Herrn, der seit Jahren ebenso beständig wie vergeblich versucht, andere von seiner intellektuellen Begabung zu überzeugen und zu diesem Zwecke früher u. a auf die sehr bizarre Idee verfiel, seine Erstsemesterreferate in das Forum von „Netzwerk Rauchen“ einzustellen und damit seine Mitleser zu langweilen? Genau jener Alexander Jäger hat jetzt neuerlich herausgestellt, warum er den Beinamen „The Brain“ zu Recht trägt.

Alexander Jäger (Aalen) verzapft Unsinn zum Thema "Rauchverbot im Auto"

Alexander Jäger (Aalen) verzapft Unsinn zum Thema „Rauchverbot im Auto“ (Quelle)

 

Ausgangspunkt für den Unsinn des Herrn Jäger ist ein längerer Artikel im Spiegel (Quelle) in welchem u. a. folgende Fakten genannt werden: 71% der Deutschen sind nach einer repräsentieren Umfrage für ein Rauchverbot im Auto, wenn Kinder mitfahren, 67% der Raucher schließen sich der Forderung an. Auch werden Forderungen erhoben, das Mindestalter für den Erwerb von Zigaretten auf 21 Jahre herauf zu setzen. An diesen Dingen muss sich Qualmfreund Jäger dann abarbeiten.

Was jedem normalen Menschen durchaus einsichtig ist, nämlich dass Kinder sich nicht im gleichen Maße wehren können wie Erwachsene und daher der Gesetzgeber gegen diese massive Gesundheitsbedrohung einschreiten muss, ist Herrn Jäger und seinen Mitqualmern vom „Netzwerk Rauchen“ kaum zu vermitteln. Und so muss man, gelinde gesagt, schwachsinnigste Vergleiche bemühen, um gegen eine sehr vernünftige Forderung, die allerdings dazu geeignet ist, die eigenen Suchtausübung zu limitieren, anzuschreiben.

Bereits die Einleitung von Jägers Sermon ist an Dümmlichkeit kaum zu übertreffen. Was hat das Wahlalter mit dem Alter zu tun, ab dem Menschen Drogen kaufen können? Die einfache Antwort: Nichts. Aber offenkundig stellt es für Alexander Jäger eine erhebliche  intellektuelle Herausforderung dar, zu erkennen, wann man Äpfel mit Birnen vergleicht. Wir wwissen das allerdings aus dem täglichen Leben: Der ultimativ bekloppte Vergleich ist die ultima ratio, wenn man keine Argumente (mehr) hat.

Ebenso geistig flach ist natürlich auch das Argument mit der „Amokautofahrt“ von Islamisten. Wenn ein durchgeknallter Anhänger einer orientalischen Gottheit mit der Hoffnung, etwas für „seinen Glauben“ zu tun mit einem LKW in einen Weihnachtsmarkt oder eine ähnliche Veranstaltung fährt und dort wahllos Menschen tötet hat das wohl kaum etwas damit zu tun, dass man Kinder vor giftigen und krebserzeugenden Stoffen schützen muss. Das erste ist eine schwere terroristische Straftat, der zweite Punkt läuft unter „Gesundheitspräevention“. Aber es leitet „geschickt“ über zum Gipfel der Dummheit, der Aussage, dass es „Sicherheit sowieso nicht gibt“. Stimmt, Herr Jäger. Und deshalb empfehle ich Ihnen doch einfach mal die beliebte Sportart „Bungeespringen ohne Seil“. Das würde uns viel geposteten Dummfug ersparen!

 

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Neues aus der Welt des Schwachsinns: „Krankenhaus erfüllt Sterbendem den letzten Wunsch: Eine Zigarette“

Gelegentlich blättere ich manchmal noch über die Seiten, die den geballten Raucherschwachsinn im Internet zelebrieren. Viel ist ja nicht mehr los, aber manchmal stößt man auf Dinge, da lässt es einem, ob der dargebrachten, ins Exzessive reichenden Dummheit, buchstäblich die Nackenhaare senkrecht stehen.Hier ist so ein Fall:

Auf dem facebook-Kanal des sog. „Netzwerk Rauchen“, eines Vereines, der sich nachhaltig dafür einsetzt, dass möglichst viele Menschen tabakbedingt der „sozialverträgliche“ Frühtod ereilt, stieß ich auf folgende Meldung:

Netzwerk Rauchen“ fällt auf Fakenews rein

Link zum Beitrag im FOCUS

Beim „Netzwerk Rauchen“ war man ob der kruden Story komlett aus dem Häuschen. Und die „krude Story“ ist schnell erzählt: Angeblich soll in einem dänischen Krankenhaus ein Patient mit einem geplatzten Aneurysma eingeliefert worden sein, das nicht mehr operiert werden konnte und der daher binnen Stunden sterben würde. Der ältere Herr, ganz „Genießer“, hatte indes noch einen letzten Wunsch: Eine Zigarette und ein Glas Wein. Also gewährte das Krankenhaus entgegen aller Regeln (schließlich herrscht in Krankenhäusern Rauchverbot, aus sinnvollen Gründen, nebenbei bemerkt!) dem Herrn den letzten (Genuss)Wunsch und rollte ihn im Sterbebett auf den Balkon, damit er den letzten Sonnenuntergang seines Lebens mit einem Glas Wein und eben der Zigarette genießen konnte. Man fasst sich an den Kopf angesichts dieses quadrierten Bullshit.

Dass Leute wie Michael Löb von „Netzwerk Rauchen“ und der „Deutsche Zigarettenverband“, der den Beitrag ebenfalls auf seiner facebook-Seite brachte, diesen hanebüchenen Mist glauben, verwundert indes nicht. Aber dass der FOCUS ebenfalls darauf hereinfällt, ist schon bemerkenswert. Bereits bei oberflächlicher Betrachtung fällt nämlich auf, dass das zugehörige Foto komplett „gefaked“ ist. Die Zigarette in der Hand des angeblich todkranken „Genussfreundes“ ist mittels Photoshop (oder eines Derivates) ins Bild gekommen.

Noch deutlicher wird die plumpe Bildfälschung bei dem von rechts hineingereichten Glas Weißwein. Da stimmt gar nichts. Weder das Licht, noch der Schattenwurf und die Kanten sind auch nicht geglättet. Einfach darübergemalt. „Wird schon passen!“, mag sich der Dilettant gedacht haben, der dieses Bild erzeugt hat. So eine Montage macht übrigens jeder Achtklässler heute besser. Aber die verblödete Raucher“scene“ hatte ihre emotional aufgeladene Story und so ultimativ dämlich, darauf nicht zu kommen, dass der Quatsch nicht stimmen kann, muss man erst mal sein. Und außerdem passen Rauchen und Sterben ja doch auch ganz gut zueinander.

Schlussbemerkung: Ein Hauptrisikofaktor für ein geplatztes Aneurysma ist, Sie werden es sich denken können, das Tabakrauchen. Insofern ist die Geschichte dann wieder plausibel.

 

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Werner Niedermeier (aka „Aranita“) – reingelegt!

Werner Niedermeier aus Karlsfeld bei München war früher einer der ganz großen im Qualmbusiness. Mit seinem Blog „rauchernews.de“ war er über Jahre hinweg das Sprachrohr für die Freunde von Lungenkrebs und Raucherbein. Leider ist es um den Mann diesbezüglich sehr still geworden. Er hat seinen Kampf die Windmühlen des Nichtraucherschutzes wohl aufgegeben, der liebe Werner. Aber auf Sendung ist er immer noch. Auf seinem Blog „aranita.blog“ betätigt er sich schreibend und liefert so etwas, was entfernt an politische Kommentare erinnert. Aber weil Werner nun mal nicht der hochbegnadete Schreiber ist (das war er nie), lesen sich seine Ergüsse eher zähflüssig, um nicht zu sagen langweilig. Aber eines mag der Mann aus Bayern: er lamentiert fortwährend gegen den Zeitgeist, gegen „Gendersprech“, „Quotenwahn“ und andere Zeitgeistthemen mehr. Und man merkt dabei, dass der Mann ziemlich depressiv drauf sein muss.

In einem seiner letzten Beiträge versuchte er herzuleiten, dass das Wort „Neger“ im Prinzip doch in Ordnung sei:

Dabei ist das Wort „Neger“ ja völlig wertfrei, Martin Luther King, dem man ja selbst beim besten Willen nicht unterstellen kann, dass er Rassismus betrieben hat, sprach immer von „Negro“, wenn er über seine Rasse sprach. Das Wort wurde erst durch Sprachfaschismus zu einem „bösen“ Wort.

Tja, wenn man keine Ahnung hat… Also, lieber Werner, „Negro“ ist nun mal nicht „Neger“ (OK, jeder mit einem IQ über 80 kommt da von alleine drauf), Negro hatte eine andere Bedeutung und existierte neben dem Wort „Nigger“, welches eindeutig einen die Schwarzen Amerikaner beleidigenden Charakter hat und welches wiederum von „Negro“ abgeleitet war. Und warum glaubst Du nennen sich die Amerikaner, deren Vorfahren aus Afrika kamen,  heute (40 Jahre nach MLK) fast ausschließlich  „Afro-Americans“? Na, Werner, schon mal nachgedacht?

Und, Wernerchen, wenn Du schon von „Faschismus“ redest, warst Du es nicht, der Rauchgegner gerne im Internet früher auch als als „Faschisten“ bezeichnet hat (Link1 Link2)?

Natürlich gab es Idioten, die „Neger“ auch als Schimpfwort benutzten. Dafür kann das Wort aber nichts.

Natürlich nicht. Nur wenn Du Begriffe als problemlos bezeichnest, die auch von Neonazis gerne ins Feld geführt werden, um Menschen afrikanischer Herkunft zu schmähen, sagt das doch eine Menge über Deine Grundgesinnung aus, oder?

Es geht aber auch anders. Ein Wort, welches ursprünglich sogar überwiegend negativ gemeint war, ist das Wort „schwul“. Doch die schwule Gemeinschaft kreischte nicht „homophob“ und „verbieten“, sondern sie verwendete das Wort „schwul“ selbst als Beschreibung ihrer Sexualität. Damit nahm sie gekonnt den Hetzern den Wind aus den Segeln.

Wernerchen und wie bitte erklärst Du, dass das Wort „schwul“ bei männlichen Jugendlichen heute ein ziemlich übles Schimpfwort ist? Ich wollte Dir Deine rosarote Brille nicht herunterreißen, oder vielleicht doch. Nein, eigentlich wollte ich nur zeigen, dass Du keine Ahnung hast und nur dummes Zeug schreibst. Weil Du krampfhaft versuchen willst, gegen den von Dir gehassten Genderismus und bestimmte Sprachregelungen anzuschreiben.

Mal ganz allgemein: Die Verhunzung der deutschen Sprache durch Gendersternchen, -unterstrich & Co. mag die eine Sache sein. Als Sprachpurist stößt mir dieser Quatsch auch auf. Aber wenn man schon gegen Sprachregelungen aufbegehrt, sollte man sich bei jedem angegriffenen Begriff genau überlegen, wie dieser zu werten ist. „Neger“ ist heute nun einmal ein Neonazibegriff gegen Menschen afrikanischer Herkunft. Ähnlich wie der Begriff „Kanaken“, was in der hawaiianischen Ursprache schlicht „Mensch“ bedeutet. Aber wer heute zu einem Ausländer „Kanake“ sagt, meint eben die beleidigende moderne Begriffsinterpretation. Und sonst gar nichts.

Beim Menschen gibt es zudem, zumindest vom Standpunkt der Zoologie (also einer anerkannten Wissenschaft) her betrachtet keine „Menschenrassen“. Was die Nazis in ihrem Rassenwahn noch behauptet hatten und dafür nie einen Beweis antreten konnten, der einer wissenschaftlichen Prüfung hätte standhalten können. Also sollte man sich heute auch nicht Nazivokabular zu eigen machen.

OK, beenden wir unsere Besprechung des Niedermeierschen Unsinns hier. Aber ein kleiner Gag am Rande soll noch erwähnt werden. Ein kurzer, von mir verfasster und als Leserbrief getarnter Text, wurde von einem „faschistoiden Rauchgegner“ aus meinem Umfeld als Kommentar bei Werner eingestellt:

aranitablog1

Der Text ist eine Abwandlung aus einem Biologiebuch mit einer eigenen Bewertung des Sachverhaltes. Aber was kommt heraus, wenn man von jeder Zeile den ersten Buchstaben nimmt und zu einem Aussagesatz zusammenfügt?

Die Antwort gibt es hier.

Muhahahaha!

 
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Verfasst von - 11. Januar 2017 in Uncategorized

 

2016 – Der große Jahresrückblick von Destruxol

Ein Gastbeitrag zum Jahresausklang

 

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende und auch wenn es noch ein paar Tage bis Silvester sind, so werden wir demnächst mit Jahresrückblicken überrannt werden. Da dürfen wir natürlich nicht fehlen, bietet so ein Jahresrückblick doch die Möglichkeit alle jene Raucheraktionen zu besprechen, die keinen eigenen Beitrag wert waren, aber dennoch nicht in Vergessenheit geraten sollen.

Glücksmoment für die Raucher:

Entscheidung im Raucher-Mietwohnungs-Prozeß

Deutschland bekanntester (noch lebender) Raucher Friedhelm Adolfs hat in letzter Instanz gesiegt und darf weiterhin in seiner Wohnung bleiben. Ein großer Sieg für die Raucher, für die dieses Urteil… äh… eigentlich nichts ändert! Trotzdem haben sie in den diversen Forum über das Urteil verbalejakuliert und sich wie die Schneekönige mit Friedhelm gefreut. Eine Freude, die fast schon zynisch wirkt, bedenkt man die Wohnlage von Friedhelm. Steht Friedhelm rauchend an seinem Wohnungsfenster, dann sind die Hundekothaufen auf dem Gehweg nämlich fast schon auf Augenhöhe. Aber der Friedhelm hat ja schon angekündigt, dass er demnächst umziehen wird. Am Ende wird die Vermieterin also ihr Ziel erreichen, wenn auch mit etwas höheren Kosten. Vorausgesetzt der Friedhelm und seine ebenfalls rauchende Freundin finden eine bezahlbare Wohnung und einen raucherfreundlichen Vermieter. Wir sind jedenfalls gespannt, ob das Vorhaben glückt.

Rückschlag für die Raucher:

EU-Tabakproduktrichtlinie 2

Riesen Aufschrei in der Rauchergemeinde. Die Tabakproduktrichtlinie 2, ganz kurz TPD2, offiziell „Richtlinie 2014/40/EU zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Herstellung, die Aufmachung und den Verkauf von Tabakerzeugnissen und verwandten Erzeugnissen und zur Aufhebung der Richtlinie 2001/37/EG“ wurde dieses Jahr auch in Deutschland umgesetzt. Besonders beliebt ist dabei das Thema der sogenannten Schockfotos. Die Verpackungen von vielen Tabakprodukten müssen seitdem mit Warnhinweisen aus einer Kombination von Bild und Text versehen werden, die 65 % von Vorder- und Rückseite bedecken. Das trübt natürlich den Genuss, wenn man beim Anzüchten des Lungen- und Kehlkopfkrebses schon sehen kann, wie man vielleicht selbst einmal aussieht. Daher gibt es inzwischen eine Vielzahl an Aufklebern und Hüllen, mit denen man die ungeliebten Bilder überdecken kann. Aber selbst wenn der Raucher beim Einkauf die Augen verschließt und die Packung gleich nach dem Bezahlen, mit immer noch verschlossenen Augen, in die bereits vorbereitete Hülle stülpt, wird er stetig an die Gefahren des Rauchens erinnert. Und das ärgert ihn mit jedem Zug.

Einzelkritiken Vereine und Gruppen:

Bürger für Freiheit und Toleranz e.V.

Der Verein um Vorsitzenden Bodo Meinsen hatte dieses Jahr Grund zum Feiern, denn im Februar jährte sich der Jahrestag der Vereinsgründung zum 5. Mal. Das ist aber auch schon der einzige Erfolg, denn es in diesem Jahr zu vermelden gab (und vermutlich auch der bedeutenste Erfolg seit der Vereinsgründung). Dabei hatte man vor 5 Jahren noch Ambitionen. Ich erinnere mich dabei nur zu gerne an das abgesagte Festival. Doch was ist aus diesem Verein geworden? Welche Aktivitäten hat er heute noch vorzuweisen? Zur Beantwortung dieser Frage möchte ich einen Screenshot von der offiziellen Website des Vereins präsentieren:

BfT e. . - Nur noch "tote Hose"!

BfT e. . – Nur noch „tote Hose“!


Quelle: http://www.freiheit-toleranz.de/blog/aktionen

Keine Aktionen? Ist es nicht ein Armutszeugnis für einen Verein mit mehr als 10.000 likes auf Facebook, wenn er keine eigenen Aktionen vorweisen kann? Ok, das war jetzt mein Fehler. Denn im Netz zeigt der Verein tatsächlich noch Aktivitäten. So erscheinen immerhin täglich neue Beiträge auf der Website und der Facebookseite. Bei näherer Betrachtung muss man jedoch erkennen, dass diese fast ausschließlich in folgende 3 Kategorien fallen:

  1. Artikel von Vorstandsmitglied Matthias Heitmann, Journalist aus Frankfurt
  2. Kopierte oder verlinkte externe Artikel aus anderen Medien
  3. Bilder mit Zitaten von prominenten Persönlichkeiten

Also nichts, was sich auf reale Aktionen von BFT bezieht. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Popularität dieses Vereins und seine Likezahlen auf Facebook:

bft-in-zahlen-1

bft-in-zahlen-2
https://www.facebook.com/BFT.e.V/?fref=ts

Seit Jahresbeginn hat BFT e.V. auf Facebook mehr als 200 Likes verloren. Bei mehr als 10.000 Likes kein großes Ding, aber durch den kontinuierlichen Verlust ein mehr als deutliches Zeichen: BFT e.V. rockt nicht mehr! Da helfen auch finanzielle Investitionen in Facebookwerbung nicht weiter. Diese generieren zwar kurzfristig viele Likes, schaffen aber keine dauerhafte Bindung und erst recht keine reale, kostenpflichtige Mitgliedschaft. Die reale Mitgliederzahl von BFT e.V. dürfte sich eh eher im zweistelligen Bereich befinden. Das sieht man auch deutlich daran, wie viele Fans die Beiträge von BFT e.V. teilen oder liken. Oder wie viele Follower BFT e.V. auf Twitter hat:

BfT e. V. twittert sinnloses Zeug

BfT e. V. twittert sinnloses Zeug


https://twitter.com/bftev

Komitee zur Wahrung der Bürgerrechte e.V.

Kommen wir zum Komitee zur Wahrung der Bürgerrechte und damit zum einzigen Verein in dieser Auflistung, der in diesem Jahr noch weniger vorzuweisen hat, als BFT. Aber sie haben noch große Pläne und nur deshalb werden sie hier erwähnt. Das Komitee möchte nämlich wieder aktiver werden und im Wahlkampf der 2017 anstehenden Landtagswahl in NRW mitmischen. Diesen Vorsatz können wir nur unterstützen. Zugegeben, die neue Homepage http://www.komitee-buergerrechte.de hat noch nichts vorzuweisen, aber ich bin sicher, der Webmaster bekommt das noch hin. Und wenn dann endlich der Wahlkampf für die Landtagswahl NRW losgeht, wird die Site sicher wieder im alten nikotingelben „Glanz“ erscheinen. Naja, oder auch nicht, denn der Radi hat bereits im März verkündet, dass die neue Seite fast fertig ist und seitdem ist nicht viel passiert. Aber wir sind hier weiterhin optimistisch. Und bis es soweit ist, werden wir zumindest auf dem Blog von Manfred Engelhardt weiterhin auf dem Laufenden gehalten (Link).

Netzwerk Rauchen e.V.

Netzwerk Rauchen e.V. machte in diesem Jahr ebenfalls keine gute Figur. Angefangen hat alles damit, dass so ein übereifriges Mitglied gleich mal Fotos von der Mitgliederversammlung in der Facebookgruppe postete und der Welt damit offenbarte, dass dem Verein das Nebenzimmer einer kleinen Kneipe genügt. Was mit den restlichen Mitgliedern von Deutschlands größten Raucherverein an diesem Tag war, weiß man nicht. Ebenso ist auch bei diesem Verein unklar, ob es überhaupt noch weitere Mitglieder gibt. Immerhin haben etliche Kämpfer für Lungenkrebs und Raucherbein sich inzwischen zurückgezogen oder liegen 6-feet-under. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass man inzwischen nicht mehr ganz so wählerisch bei der Auswahl der Mitstreiter ist. Hatte man früher noch ein Auge auf die Boardhygiene, sind inzwischen sogar prominente Neonazis willkommen. Selbst als dieser Blog die Aktivitäten von NPD-Funktionärin Gitta Schüßler in der Facebookgruppe von Netzwerk Rauchen enthüllte (Link), wurde sie nicht aus der Gruppe entfernt. Vielleicht liegt es einfach daran, dass man beim Kampf gegen die TPD2 inzwischen jeden Mann und auch jede Frau braucht?

Raucher in Deutschland

Kommen wir zum Schluss zur schrägsten Gruppe in dieser Auflistung. *** Vollautomatische Stopfmaschine für 50 € *** Raucher in Deutschland ist eine von zwei Gruppierungen in dieser Auflistung, die es nur virtuell gibt. Mit etwas mehr als 3.000 Mitgliedern ist es sogar die größte öffentliche deutsche Rauchercommunity auf Facebook. *** Ich wünsche allen ein schönes Wochenende! *** Die 7 Administratoren – darunter auch 2 Sockenpuppen des Gründers – sind mit der Größe der Gruppe aber offensichtlich überfordert oder schlicht zu faul für die Moderation. Rassisten und rechte Verschwörungstheoretiker nutzen diese Lücke für ihre krude Propaganda, vor allem gegen Flüchtlinge. *** Hi, was raucht ihr so? *** Aber konstruktive politische Diskussionen gab es in der Gruppe ohnehin noch nie. Schon seit der Gründung beschränkte sich der Austausch innerhalb der Gruppe auf Spam, Verschwörungstheorien und Hetze. *** TOP-Angebot: Vollautomatische Stopfmaschine! Nur noch 40 € ! ! ! ! ! *** Und Feinde fand man in dieser Gruppe immer genug: Antiraucher, Grüne, SPD, NRW Genießt, Politiker generell und 2016 auch vermehrt Flüchtlinge und Moslems.

Einzelkritiken Persönlichkeiten:

Ronald Blumberg

Ronald Blumberg, Ron Blu, Rader Raucher oder wie er sich sonst noch nennt, ist ein extrem rüpelhafter und sehr stark rechts angehauchter Pfeifenraucher. Er ist Gründer und Administrator der Facebookgruppe „Raucher in Deutschland“, mutmaßlicher Administrator der Facebookseite „Bergische Bürger Initiative e.V.“ und mutmaßlicher Herausgeber der Blogs „Rachow und Cohortes“ und „Der Freibrief“. Doch auf allen Kanälen hat er sich 2016 ziemlich rar gemacht. Während er früher fast schon im Stundentakt seinen Hass ins Netz ergoss, vergehen inzwischen bis zu 4 Wochen, in denen man gar nichts von ihm liest. Und wenn er doch mal was postet, dann ist der Beitrag so lahm und langweilig, wie Nicolai Kosirogs Versuche lustig zu sein (Link).

Roland Dittmar

Mit einem genialen Schachzug hat sich Roland Dittmar kurz vor Redaktionsschluss noch einen Platz im Jahresrückblick gesichert. Man könnte angsichts seiner Äußerung fast meinen, der Schriftführer von Bürger für Freiheit und Toleranz e.V. kennt sich mit Scheiße als politischem Statement aus *muahahaha*

Roland Dittmar hat ein Verdauungsproblem

Roland Dittmar hat ein Verdauungsproblem


https://www.facebook.com/groups/235701199911246/permalink/719373894877305/

Alexander Jäger

Der erfolgreiche FDP-Politiker von der Ostalb wagte dieses Jahr einen Neuanfang. Er hat sein Juweliergeschäft geschlossen und ist unter die Autoren gegangen. Sein Erstlingswerk trägt den Titel „Die gute Dame“ und ist auf Amazon erhältlich (Link). Dass Herr Jäger von der Schreiberei leben kann, darf stark bezweifelt werden. Das Buch richtet sich nämlich an eine sehr spezielle Zielgruppe und die dürfte ziemlich klein sein. Genauer gesagt hat Herr Jäger von April bis Juli nur 5 positive Rezensionen erhalten und seitdem ist Ruhe. Amazon-Prime-Kunden können sich den Roman übrigens kostenlos als ebook ausleihen. Es ist also durchaus möglich, dass es weniger Käufer als Rezensenten gibt. Hoffentlich hat das nächste Werk eine größere Fangemeinde, sonst wird das nichts mit der Autorenkarriere.

Werner Niedermeier

Die Schreiberei weitgehend aufgegeben hat dagegen Werner Niedermeier. Nach rauchernews.de hat er auch seinen Blog aranita.de geschlossen. Aber keine Angst! Werner schreibt weiterhin Rezensionen bei Amazon (Link) und twittert fleißig über Gott und die Welt (Link). Er bleibt uns also weiterhin erhalten, auch wenn er nicht mehr so präsent ist wie früher.

Edit: Wie ich nach Redaktionsschluss erfahren habe, ist Werners Blog über aranita.blog wieder erreichbar.

Jürgen Vollmer

Der Hammer des Jahres: Jürgen hat mit dem Rauchen aufgehört! Nein? Doch! Ohhh…

Jürgen Vollmer aus Marburg - Alte Sprüche, aber rauchfrei!

Jürgen Vollmer aus Marburg – Alte Sprüche, aber rauchfrei! Quelle

Ausgeraucht

Auch in diesem Jahr hatte die Rauchergemeinde ein paar Verluste zu betrauern. Hier eine kleine Auswahl der Todesmeldungen aus den diversen Raucherforen:

Tamme Hanken

deutscher Tierheilpraktiker, (* 16. Mai 1960, + 10. Oktober 2016)

Peter Heinrichs

Kölner Tabakladenbesitzer, (* 1946, + 4. November 2016)

Wolfgang „Wölli“ Rohde

Ex-Schlagzeuger der Toten Hosen, (* 9. Januar 1950, + 25. April 2016)

Biggi

engagierte Demoteilnehmerin aus Radis Freundeskreis

Was ist eigentlich…

…mit den Helmut Partys?

Seit nunmehr einem Jahr hat man nichts mehr von den Helmut Partys gehört. Genauer gesagt, ist die letzte über Google auffindbare Nachricht auf 10 Tage vor dem Tod des Namensgebers datiert. Seitdem herrscht Funkstille. Ist für die beiden Promoter Gerald Rademacher und Ronald Blumberg ja auch zu peinlich, zugeben zu müssen, dass man eine total blöde Idee hatte und damit einigen Wirten erhebliche Bußgelder bescherrt hat. Und wenn die Wirte sich auch noch daran erinnern, wem sie das Bußgeld verdanken und ihnen dann noch einer das Prinzip der „Regressforderung“ erklärt, könnte es nicht nur peinlich, sondern auch noch teuer für die beiden werden.

Ein Raucherwirt ist lernresistent.

Ein Raucherwirt ist lernresistent.


http://www.derwesten.de/staedte/essen/helmut-party-olg-hamm-bestaetigt-bussgeld-fuer-essener-wirt-id11232981.html

…der Raucherpartei?

Kenner der Szene werden jetzt fragen: Welche? Denn Ankündigungen eine Raucherpartei zu gründen gab es viele. Es gab auch schon ein paar Versuche. Ich erinnere mich da z. B. an den Bund mündiger Bürger, dessen Existenz fast zeitgleich mit dem Tod des Voritzenden endete (Link). Aber die letzte Aktivität des BMB liegt schon viel zu lange zurück, um eine Erwähnung in diesem Jahresrückblick zu rechtfertigen (Link). Gemeint ist vielmehr die Ankündigung von Ronald Blumberg bzw. Achim Kobsch im letzten Jahr:

Ronald Blumberg träumt von einer "Raucherpartei".

Ronald Blumberg träumt von einer „Raucherpartei“.


https://www.facebook.com/groups/235701199911246/permalink/512916698856360/

Wer sich jetzt fragt: Achim Kobsch? Muss man den kennen? Natürlich! Achim Kobsch war nämlich der Wirt, der die Niederlage der Helmut Partys vor Gericht zu verantworten hatte (Link). Die Ankündigung der Parteigründung war allerdings noch vor dem Urteil. Nach dem Urteil hat man davon dann nichts mehr gehört. Schade eigentlich, so eine Raucherpartei wäre sicher lustig geworden. Also für uns, nicht für die!

…den Volksbegehren?

Auch von den direktdemokratischen Initiativen hat man schon lange nichts mehr gehört. In NRW dürfte sich das Thema wohl endgültig erledigt haben. Der interne Streit in der Raucherszene über die Ausrichtung des Volksbegehrens und seiner Finanzierung hat dem Vorhaben ein vorzeitiges Ende gesetzt. Und eine Neuauflage scheinen die Beteiligten zu scheuen. Ganz anders die unermüdlichen Kämpfer in Bayern. Den Volksentscheid verloren und das eigene Volksbegehren vergeigt, denkt man in Bayern noch lange nicht ans Aufgeben. Über ein Volksbegehren zur Legalisierung von Hanf versucht ein Ex-Wirt Raucherclubs durch die Hintertür zu erlauben. Und das ohne Unterstützung der bayerischen Rauchergrößen! Im Vergleich zum ersten Versuch hat Vaci diesmal sogar die erste Hürde von 25.000 Unterschriften genommen. Doch dann haben das Bayerische Innenministerium und der Bayerische Verfassungsgerichtshof dem weiteren Weg einen Riegel vorgeschoben (Link). Doch gibt Vaci auf? NEIN! Natürlich nicht! Anders als die heulenden und nörgelnden Waschlappen in NRW haben bayerische Raucher nämlich Eier in der Hose und Stehvermögen!

…der Verfassungsbeschwerde?

Am 28. April 2014 hat die Bergische Bürger Initiative e.V. eine Verfassungsbeschwerde gegen das Rauchverbot in NRW eingereicht (AZ: 1 BvR 1252/14), doch bis heute hat man nichts davon gehört. Das könnte natürlich auch daran liegen, dass es die Bergische Bürger Initiative e.V. nicht mehr gibt. Auf der Facebookseite vertrollt Ron Blum die Links zu seinem Hetzerblog und die Website wurde aus dem Netz genommen. Ob das vielleicht mit der Anzeige von Pro Rauchfrei gegen die öffentlich beworbenen Geschlossenen Gesellschaften zusammenhängt? (Link)

Schlusssatz

Liebe Raucher,

jetzt mal ehrlich: Eure Performance 2016 war Scheiße! Wie wollt ihr mit diesem katastrophalen Engagement irgendein Rauchverbot reißen? Für 2017 erwarte ich mal wieder etwas mehr Engagement und Aktivität! Und Ausreden wie Atemnot, Schmerzen im Bein oder sozialverträglichem Frühableben zählen nicht mehr! Ihr seit durch die strengen Rauchverbote in Bayern, NRW und Saarland im Rückstand und da verbietet sich Zeitspiel! Also erhebt euch vom Frustsofa und kommt mal wieder zu Potte!

Euer
Destruxol

 
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Verfasst von - 18. Dezember 2016 in Uncategorized

 

Ronald Blumberg und Gerald Rademacher – Geistiger Tiefflug par excellence

Mal wieder was aus der Welt von „Freiheit“ und „Genuss“. Also, liebe Leserinnen und Leser, ich weiß gar nicht, ob sie’s wussten, aber „Biggi“ ist unlängst verstorben. Aufmerksam auf den Trauerfall wurde ich durch einen facebook-Beitrag von Gerald „Radi“ Rademacher. Denn es kommt ja gelegentlich vor, dass die Extremraucher der bekannten facebook-Kanäle das Ableben ihrer Rauchgenossen der versammelten Gemeinde mitteilen müssen. So auch in diesem Falle:

Liebe Freunde!
Leider muß ich Euch heute mitteilen, dass unsere Freundin Biggi, gestern verstorben ist! Viele Leute kannten sie von den Raucherdemos in verschiedenen Städten, wo sie sich immer durch ihre sammelaktionen hervorgetan hat!
Man kannte sie auch durch den rosa Hut!
Hab dich wohl liebe Biggi…Du warst immer voll dabei…irgend wann sehen wir uns alle!
Ein herzliches Beileid an alle Angehörigen!
Und möge sie es dort oben besser haben als hier unten bei uns!
R.I.P. BIGGI !
(Quelle)

Wie üblich der bekannte Schwulst, wenn einer der Rauchgenossen nicht mehr unter uns weilt. Aber auch ein paar Fakten werden uns serviert. Denn was man über Biggis Engagement für das Rauchen wissen muss, lernen wir dann aus dem Nachruf von Rademacher: Sie war bei den Raucherdemos in NRW dabei (als man noch meinte etwas gegen den kompromisslosen Nichtraucherschutz ausrichten zu können), hat dabei Geld gesammelt (denn die Raucher waren immer notorisch klamm und die Strafen für das verbotene Rauchen in der Kneipe mussten ja irgendwie berappt werden) und trug gerne rosa Hüte. Soweit, so gut. Aber Nachrichten dieser Art sind ja nun nicht gerade ungewöhnlich. „Raucher sterben früher“ steht auf jeder Kippenpackung, seit kurzer Zeit auch garniert mit ein paar netten Bildchen, welche von unseren „Genussfreunden“ über die Maßen geschätzt werden. Besonders von jenen Rauchern, die nicht lesen können oder wollen.

Aber jetzt kommen wir zum eigentlichen Thema. Einer neuen ultimativen Peinlichkeit von Ronald Blumberg und Gerald Rademacher. Für alle Leser zur Erinnerung: Blumberg (ein gescheiterter Werkzeughändler aus Radevormwald) und Rademacher (Ex-Koch und LKW-Fahrer aus Düsseldorf) waren vor zwei Jahren mit der haarsträubenden Idee am Markt, unter Berufung auf das Versammlungsrecht das Nichrauchergesetz in NRW aushebeln zu können. Über den juristisch hanebüchenen Schwachsinn, der unter dem Namen „Helmut Party“ firmierte (in Erinnerung an den bekanntesten Kettenraucher der Bundesrepublik), kann man hier im Blog alles nachlesen. Und die beiden haben was den öffentlichen Vortrag von Peinlichkeit betrifft, den Kanal noch lange nicht voll:

Ronald Blumberg und Gerald Rademacher - Peinlichste Beileidsbekundung ever!

Ronald Blumberg und Gerald Rademacher – Peinlichste Beileidsbekundung ever!

Ja, Gerald Rademacher ist fürwahr die allerhellste Kerze auf der Torte. Da wäre „Biggi“ gaaaaanz bestimmt seeeehr, seeeeeeehr stolz, könnte sie Ronald Blumberg noch erleben, wie er sich auf ihren Heimgang „eine ansteckt“.

Argggghhhhh!

 

 

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Das Netzwerk Rauchen, seine Boardhygiene und die NPD-Funktionärin

Ein Beitrag von Destruxol

Wer versucht als Nichtraucherschützer Mitglied in der Facebookgruppe von Netzwerk Rauchen zu werden, der hat es nicht leicht, selbst wenn er einen Zweitaccount mit falschem Namen verwendet. Um dort Mitglied zu werden, braucht man einen ausgefuchsten Account mit Profil und tadellosem Leumund als Kämpfer für Raucherbein und Lungenkrebs. Die Administratoren dieser Gruppe überprüfen nämlich jede Beitrittsanfrage und blocken verdächtige Anfragen zwecks der „Boardhygiene“ einfach ab. „Boardhygiene“ ist eine der wunderbaren Wortschöpfungen von Jürgen Vollmer, mit der er ausdrücken möchte, dass gegenteilige Meinungen in der Gruppe nicht erwünscht sind. Der Marburger Jürgen Vollmer dürfte allgemein bekannt sein als DER hochaggressive Raucheraktivist, der in den letzten Jahren wie kein anderer seiner Qualmkollegen seine Erzfeinde, die Rauchgegner, im Internet geschmäht und herabgwürdigt hat (Beweis)

Beim "Netzwerk Rauchen" wird "Boardhygiene" groß geschrieben - Dank Jürgen Vollmer aus Marburg!

Beim „Netzwerk Rauchen“ wird „Boardhygiene“ groß geschrieben – Dank Jürgen Vollmer aus Marburg!
Bei NPD-Aktivisten ist Netzwerk Rauchen allerdings nicht so kleinlich. So findet man in der Mitgliederliste dieser Facebookgruppe die NPD-Funktionärin Gitta Schüßler. Diese war von 2004 bis 2014 für die NPD im sächsischen Landtag und Mitbegründerin des Rings Nationaler Frauen.

Gitta Schüssler von der NPD darf bei "NEtzwerk Rauchen" mitspielen.

Gitta Schüssler von der NPD darf bei „Netzwerk Rauchen“ mitspielen.

Dass Gitta Schüßler in der Gruppe bleiben darf, verdankt sie sicherlich der Tatsache, dass ihre Partei und auch sie als Landtagsabgeordnete, sich stets gegen ein Rauchverbot in Kneipen ausgesprochen haben. Dass man ihre NPD-Aktivitäten einfach nicht bemerkt hat, kann man angesichts der eingangs erwähnten strengen Prüfung neuer Mitglieder und dem doch recht eindeutigen Vermerk in ihrem Facebookprofil wohl einigermaßen sicher ausschließen.
netzwerk-rauchen-npd-schuessler


Kommentar von Peter Rachow: Beim „Netzwerk Rauchen“ werden also auch Rechtsradikale gerne genommen. Hauptsache die Einstellung stimmt. Nämlich die zum Qualmen. Und wen juckt da schon die vielbeschworene „Boardhygiene“ des Jürgen Vollmer? Ganz abgesehen davon, dass Nazis in früherer Zeit das Wort „Hygiene“ auch gerne verwendet haben, z. B. in dem perversen Kampfbegriff der „Rassenhygiene“. 

Und wo bleibt eigentlich der Aufschrei des Alexander Jäger aus Aalen, der gerne seine Gegner schon mal als „rechts“ betitelt aber bei Nazis in der Rauchergruppe noch keinen Pieps vermeldet hat?

Apropos „Alexander Jäger“. Alex, ich finde angesichts Eures Neuzugangs von der NPD kommt der Gruß „Heil Lungenkrebs!“ endlich mal wieder zu seinem Recht.

 

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